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dien erregen, wohl nicht so sehr aus einer ihm eigenthümlis chen und originalen Laune oder Besonderheit der fein ausges hobnen und treulich beibehaltnen Charakteré, sondern mehr aus Vorfallen und Umfånden., Kunstgriffen und Ueberras schungen ; mehr aus scherzhaften Handlungen, als Gesinnuns gen uno Gebanten. Was er Humoristisches oder Leidens Ichaftliches hatte, das scheint er nicht aus der Natur , fonts dern aus andern Dichtern hergenommen zu haben, wo nicht immer als Ausschreiber, toch zumn Adenigsten als Machahmer.

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Dryden's Lustspiele sind: The Wild Galant - The Rival Ladies — Sir Martin Mar- All - An Evening's Love, or the Mork-Astrologer Marriage à la Mode - The Asignation The Kind Keeper, ,or, Mr. Limberham Amphitryon -The Mistaken Husband. Von diesem lektern Stücke gehårt ihm jedoch nur Eine Scene iind einige 2bånderung einzelner Stellen; der eigentliche Bérfaffer ist unbetannt. = Beispiele führe ich von ihm

By nicht an, da wir ihn unten als Trauerspieldichter mehr ju Yeinem Vortheile tennen lernen werden.

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ob Tbomas Otway, geb. zu Wolbeding in der Grafschaft Sussex, 1651, gest. zu London, 16857 wurde nach geendig! ten Universitätsjahren Schauspieler, aber ohne 'sonderliches Erfolg; hernach nahm er Kriegsdienste bei den damals in Flandern befindlichen englifdhen Truppen. Nach einer bato erfolgten Rúdtehv trieb ihn die Noth, sich als Schau (pitk dichter,84 versudjen; und hier entwickelte Ath sin ihm ein nicht gemeines Talent, 'vornehmlich zur ivagtidhen Gattung. In seinen Lustspielen ist Will und Laune genug; aber von der sittlichen Getre haben je alle die zügellose Ausgelassenheit, die während des unter Karls II. Regierung eingeriffenen Sittenperderbens nun einmal herrschender Ton getworden war. Uusser einigen Uebersetzungen, schrieb er folgende dret Luftfpiele: Friendship in Fashion - The Soldier's Fortune - The Atheist, or,' the second part of the Sol dier's Fortune. In den beiden lektern fehlt es nicht an Thätigkeit und gesdickter Intrigue, aber das Meiste ist von andern, vornehmlich aus Moliere's Månnerschule und aus Scarron's tomischem Roman und einer Novelle von ihm ers borgt.' Threr Unsittlichkeit 'wegen hat man diese Stúde schon längst unaufgeführt gelaffen. Als tragischer Dichter betieidet er eine weit rühmlichere Stelle, wie man unter and einem Beispiele sehen wird.

VIII.

W y che r I e ).

William Wscherley, geb. 1640, gest. 1715, ftudirte anfånglich die Rechte, widmete sich aber fast ganz den Arbeis ten fürs Theater, und befab fehr viel tomisdhee Talent. Bet der Herzogin von Cleveland und dem Herzog von Buckings ham ward er dadurch sehr beliebt; dieser lektere trat ihm die Einuahme einer Kapitánsitelle bei seinem Regiment ab. Auch der König Karl II, unterfüßte ihn ganz ansehnlich zu einer Gesundheitsreise nach dem südlichen Frantreich, uno bestimmte thn zum Erzieher feines Sohns; durch seine Ichnell entstandne Heirath mit der Gråfin von Drogheda aber verlor m. bald wieder die Sunft des davon nicht durch ihn benachrichtigten Königs, und bereitete fich eben durch diese Heirath mannichfaches Elend, welches auch felbft mit dem Tode seiner außerst eifersüchtigen Frau tein Ende nahm. Um fid) aus seinen Schulden zu retten, that er eine zweite reiche Heirath; starb aber eilf Tage nach der Kochzeit. Man

2. 3

weiß weiß daß pope, To viel jünger er auch war, doch in rehe freundschaftlichem Berháttniß und Briefwechsel mit Wychers ley ftand. Es ist in der That tein geringes Bergnügen, diese Briefe zu lesen, und zu sehen, wie der siebytgjährige Greis den fiebjehnjährigen Jüngling aufmuntert, und die frühe Entwickelung seiner Talente, und selbst die Vorzüge dersels ben, so wiafährig anerfennt. Pope sagt daher auch in einem dieser Briefe: - Most men in years, as they are generally discouragers of youth, are like old trees, that, being past bearing themselves, will suffer no young plants to flourish beneath them: but, as if it were not enough to have outdone all your coevals in wit, you will not excel them in good - nature too. Man hat nur vier Lustspiele von Wycherley: Love in a Wood, or St James - Park, welches fich nicht lange auf der Bühne erhielt, und zwar einige sehr gute Scenen hat, im Ganzen aber doch das schwachite seiner Stücke ist. Fast noch unbedeutender ist Tein Gentleman Dancing - Master; weit besser aber schon The Country-Wife, welches viel Wie, viel Ausbildung in den Charakteren, und eine manna liche, treffende Sprache hat; nur wurde es wegen der Uns fittlichkeit in Gorner's und einigen andern Rollen eine Zeits lang nicht mehr gespielt, und in der Folge mit manchen 26 ånderungen wieder auf die Bühne gebracht. Das meifte Berdienst hat fein Plain - Dealer, welches Dryden die tühnste, allgemeinfte und nüblichste Satire nennt, die je auf das englische Theater gebracht wurde. Der Dichter scheint bei den beiden Hauptpersonen, dem anley und der Olivia den finthrop von Ioliere, und bei dem Major Oldfor einen Charatter in Scarron's tomischen Roman, por Augen gehabt zu haben. Shm gehört indeß bei der Auss führung fast alles eigen. Die Abänderung, welche Iraak Biderstaffe im 3. 1766 mit diesem Lustspiele vornahm, fiel fehr unglücklich aus. Wycherley verdantte denn Deifalle,

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mit welchem König Jakob II. dieß Städ spielen fah, die Lostaufung aus einer mehrjährigen Gefangenschaft, in welche er durch dhulden gerathen war, und ein Jahrgehalt von 300 Pfund, dessen er aber nicht lange genoß. Den Chas Eatter des Plain - Dealer's, eines redlichen, a ber ungefális gen Mannes. von rauher, unbiegsamer Tugend, lernt man sogleich aus der ersten Scene tennen, wo er mit dem Lord plausible, einem allgefälligen Weltmanne, unter dem Lord Berkeley foll gemeint gewesen seyn, sehr glücklich in Kons traft gefeßt wird:

Manley. Tell not me, my good Lord Plausible, of your Decorums, supercilious Forms, and flavish Ceremonies; your little Tricks, which you, the Sp niels of the World, do daily over and over, for and to one another; not out of Love of Duty, but your servile Fear,

Lord Plausible. Nay, i'faith, i'faith, you are too passionate; and I must humbly beg your Pardon, and Leave to tell you, they are the Arts and Rules, the Prudent of the World walk by.

Manley. Let'em. But I'll have no leading strings; I can walk alone: I hate a Harness, and will not tug on in a Faction, killing my Leader behind, that another Slavę may do the like to me.

Ļd. Pl. What will you be fingular then, like na body? follow, love, and esteem no body?

Manley, Rather than bę general, like you; follow every body, court and kiss every body; tho’

perhaps at the same time you hate every body.

Ld. PlWhy seriously, with your Pardon, my dear Friend...

Manley. With your Pardon, my No-Friend, I will not, as you do, whisper my Hatred or my Scorn,

call

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call a Man Fool or Knáve 'bý Signs or Mouths over
his Shoulder, whilst you have him in your Arms: før
Tuch as you, like common Whores and Pickpockets,
are only dangerous to those you embrace.
Ld. Pl. Such as I! Heavens defend me!- Upon

!
iny Honour ..

Manley. Upon your Title, my Lord, if you'd , have me believe you.'

Ld. Pl. Well then, as I am a Person of Honour, I never atteinpted to abuse or leslen any Person in

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my Life.

a

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Manley. What, you were afraid?

Ld. Pl. No; but, seriously, I hate to do a'rude thing. No, faith, I speak well of all Mankind.

Manley. I thought so: but know, that speaking well of all Mankind is the worst kind of Detraction: for it takes away the Reputation of the few good Men in the World, by making all alike. Now, I speak ill of most Men, because they deserve it, I that can do a rude thing, rather than an unjust thing,

Ld. Pl. Well, tell not me, my dear Friend, what people deserve; I never mind that. I, like an Author in a Dedication, never speak well of a Man for his sake, but my own; I will not disparage any Man, to disparage myself. For to speak ill of People behind their backs, is not like a Person of Honour; and truly, to speak ill of 'em to their Faces, is not like a complaisant Perfon. But if I did say or do an ill thing to any body, it should be sure to be behind their backs, out of pure good manners.

Manley. Very well; but I, that am an unmannerly Sea - Fellow, if I ever speak well of People, wbich is very seldom indeed, it should be sure to be behind their backs; and if I would say or do ill to any, it

should

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