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Dr. der Philosophie und Theologie, ausserordentl. Professor der

Theologie in Würzburg.

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Würzburg, 1849.
In Commission bei C. A. Fahrmbacher & Ludwig Stahel.

E i nleitung

Es waren bis jetzt zwei verschiedene Texte der Briefe des hl. Märtyrers und Bischofs von Antiochien Ignatius, bekannt. Der eine, offenbar ächte und mit den Citaten und Zeugnissen der Alten, namentlich des Eusebius, übereinstimmende, umfasste sieben Briefe; der andere, längere, hat dieselben sieben Briefe mit bedeutenden Interpolationen und ausserdem noch fünf andere, von welchen Eusebius keine Erwähnung thut. Den nicht interpolirten Text fand man zuerst in einer von Usserius entdeckten lateinischen Uebersetzung, später griechisch in der von Vossius herausgegebenen Mediceischen Handschrift, bis auf den Römerbrief, den man aus einer Colbertinischen Handschrift der Märtyrer-Acten des hl. Ignatius nahm.

Neuerdings aber wurde in drei syrischen Handschriften, die in den Jahren 1839, 1842 und 1847 in einem ägyptischen Kloster entdeckt und für das brittische Museum erworben wurden.), eine syrische Uebersetzung Ignatianischer Briefe gefunden, welche nach der Meinung des ersten Herausgebers Cureton, und Bunsens, der zuerst in Deutschland den neuen Fund für Dogmatik und Kirchenrecht benutzte, einen dritten Text des Ignatius enthalten soll und zwar einen solchen, der sich in jeder Hinsicht als den allein ächten erweise. Er umfasst nur drei Briefe: die an Polycarp, an die Epheser und

1) Das Einzelne hierüber bei Cureton, Corpus Ignatianum p. XXVIII sqq.

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