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(Cicero p. Mil. 27, 72) vel miserandi, ut a Corydon, Corydon (Virg. Eclog. 2, 69). – Beispiele: Bürger (Leon.): O Mutter, Mutter! Hin ist hin! Verloren ist verloren! Der Tod, der Tod ist mein Gewinn! 0 wär' ich nie geboren! Schiller (Br. v. M.); Aber wehe dem Mörder, wehe, Der dahin geht in thörichtem Mut! Hinab, hinab in der Erde Ritzen, Rinnet, rinnet, rinnet dein Blut; id. (Picc.): Es kann nicht sein! kann nicht sein! kann nicht sein! Im Volkslied (Simrock Volksbücher Band VIII, p. 321): Weine, weine, weine nur nicht cet.; Rückert (Weish. d. Brahm.): Gesegnet aber sei, die langsam, langsam schreitet, Bildung, doch durch die Welt sich weiter, weiter breitet. Dickens (A Tale of two Cit. I, 16): So much was closing in about the whomen who sat knitting, knitting, that they their very selves were closing in around a structure yet unbuild, where they were to sit knitting, knitting, counting dropping heads. Byron (D. Juan I, 214, 215):

No more – no more – Oh! never more on me
The freshness of the heart can fall like dew -
No more – no more — Oh! never more, my heart,

Canst thou by my sole world, my universe!
Racine (Ath. 1, 1): Rompez, rompez tout pacte avec l'impiété.
G. Sand (Lélia): Pourquoi, pourquoi, Lélia, êtes-vous ainsi ?

Wir zeigen noch, wie unsere Dichter sich der Epizeuxis zu lebensvoller Schilderung bedienen. Lessing (Nathan): Ich sollt' Es wohl mit ansehn, dass Verschwendung aus Der weisen Milde sonst nie leeren Scheuern So lange borgt, und borgt, und borgt, bis auch Die armen eingebornen Mäuschen drin verhungern? Schiller (Ideal und Leben):

Froh des neuen ungewohnten Schwebens,
Fliegt er aufwärts, und des Erdenlebens

Schweres Traumbild sinkt und sinkt und sinkt. Shakesp. (Macb. 5, 5): To-morrow, and to-morrow, and to-morrow, creeps in this petty pace from day to day. — Rükkert (Siegergrossmut):

Gnade! rief er. – Gnade? Hab' ich nicht
Dir verziehn, verziehen und verziehen?
Und der Himmel hat dir, jener spricht,
Sieg verliehn, verliehen und verliehen!

Rückert (Weisheit des Brahmanen):

Sieh' an den Wasserfall – Er rauscht und rauscht und rauscht, die Gegend hört ihn

rauschen, Und lauscht und lauscht und lauscht, und wird nicht satt

zu lauschen. Er wühlt und wühlt und wühlt, der Boden fühlt ihn wühlen, Und fühlt und fühlt und fühlt und reicht nicht aus zu fühlen, Er schäumt und schäumt und schäumt, die Blume lässt ihn

schäumen Und träumt und träumt und träumt und hört nicht auf zu

träumen.

2. Die Wiederholung derselben Ausdrücke an den bedeutenden Stellen der Sätze oder Satzglieder.

a) am Anfang. Der gewöhnliche terminus fiir diese Figar 1st αναφορά, wie bei Demetrius (Sp. Vol. II, p. 294), oder επαναφορά, wie bei Hermogenes (Trepi id. Sp. Vol. II, p. 335). Hermogen. findet die επαναφοραί κατά κώλον schön, die κατά κόμμα aber nur heftig. Ersterer Art ist Z. B. bei Dem. (de cor. p. 241): μέχρι τούτου Λασθένης φίλος ωνομάζετο Φιλίππου, έως προϊδωκεν Όλυνθον. μέχρι τούτου Τιμόλαος, έως απώλεσε Θήβας; letzterer Art Dem. (παραπρεσβ. p. 334): προσιων μεν τη βουλή, προσιων δε τω δήμω; (vide auch Aquila Rom. H. p. 32). - Alexander (Sp. V. III, p. 20) hat die επαναφορά als σχήμα διανοίας und (p. 29) auch als σχήμα λέξεως. Für erstere dient als Beispiel παρά το Δημοσθένει" ταύτ' είπον υπέρ υμών, ταύτ' έπρέσβευσα, ταύτ' έδεñ Inv; die letztere soll sich dadurch unterscheiden, dass sie nachfolgende Sitze beginnt: ως έχει το Δημοσθενικόν, εδίδασκες γράμματα, εγώ δε έφοίτων: έτέλεις, εγώ δ' ετελούμην. (Dem. de cor. p. 315.) Das ist wunderlich. – Εustathius zu Ilias 5, 740: εν δ' έρις, εν δ' αλκή, εν δε κρυόεσσα ιωκή, εν δε τε Γοργείη κεφαλή δεινοίο πελώρου sagt: το δε σχήμα έστι περικαλλές και καλείται επαναφορά για το τα κωλα επαναφέρεις και από της αυτής λέξεως άρχεσθαι. cf. auch zu Od. 9, 449. Schol. ΙΙ. 2, 382: ευ μέν τις δόρυ θηξάσθω, ευ δ' ασπίδα θέσθω, - δύο δε συνέπλεξε σχήματα, ομοιοτέλευτον και επαναφοράν (wie Od. 3, 188, Οd. 4, 184).

- Ebenso Ps. Plutarch (de vit. H. 33); Tiberius (Sp. Vol. III, p. 72); Zonaeus (il. p. 164); Anonym. περί σχημ. (ib. p. 181).

Phoebammon (ibid. p. 46) nemt {navaz opce und dvayogó als
gleichbedeutend; ebenso Longin (tepi ý povs Sp. Vol. I, p. 271);
Herodian (ib. p. 96) ist nach seinen Beispielen (wie Il. 20, 371)
und nach seiner Definition: alcois &x toữ dirthagiáceofai entitaoiv
Anhovou ohne feste Bestimmung. Cicero (Or. 39, 135) führt die
Figur an: ab eodem verbo ducitur saepius oratio (vide de orat. III,
54, 206); Quintil. (IX, 3, 30): ab isdem verbis plura acriter et in-
stanter incipiunt, z. B. Cicero Cat. I, 2, 1: nihilne te nocturnum
praesidium Palatii, nihil urbis vigiliae, nihil timor populi, nihil
consensus bonorum omnium, nihil hic munitissimus habendi se-
natus locus, nihil horum ora vultusque moverunt? Cornificius
(IV. 13) nennt die Figur repetitio; ebenso das Carm. de figg.
(H. p. 64); ebenso oder relatum Aquila Rom. (Halm p. 29 und
p. 32); Mart. Cap. (Halm p. 481): relatio; Jul. Rufinian. (H.
p. 49): iteratio. Er citiert Virgil. Eclog. 10, 42; Aen. 4, 369; .
Aen. 3, 539; Georg. 2, 323 und 1, 289. - Die römischen Gram-
matiker nennen Anaphora und übersetzen relatio. So Donatus
(III, 5, 2), der Virg. Aen. I, 664 citiert; Charis. (IV, 6, 8) [Text
verderbt]; Diomed. (p. 440), Isidor. (orig. I, 35, 8 und 9) stellt
Anaphora und Epanaphora nebeneinander, jene zu Anfang mehrerer
Verse, diese im Anfang mehrerer Versglieder, also wäre Virg.
Aen. 3, 157 Anaphora, Aen. VII, 759 Epanaphora; ebenso unter-
scheidet Beda (H. p. 609); es ist der von Hermogen. und Aquila
Roman. angegebene Unterschied willkürlich durch Namen unter-
schieden. Endlich bleibt Rutilius Lup., der die Figur (H. p. 6)
επιβολή nennt.

Wir lassen hier einige Beispiele folgen
Bürger: Und immer höher schwoll die Flut,

. Und immer lauter schnob der Wind,

Und immer tiefer sank der Mut.
Goethe (Faust): Daran erkenn' ich den gelehrten Herrn!

Was ihr nicht tastet, steht euch meilenfern,
Was ihr nicht fasst, das fehlt euch ganz und gar;
Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr;
Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht,
Was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht.

Mehr der Sprachmusik dienend bei Goethe (Fischer): Das Wasser rauscht', das Wasser schwoll, Ein Fischer sass daran; oder bei Lessing (An die Leyer): Töne, frohe Leyer, Töne

Lust und Wein! Töne, sanfte Leyer, Töne Liebe drein!*) – Shakesp. (Caes. I, 1): And do you now put on your best attire? And do you now cull out a holiday? And do you now strew flowers in his way, That comes in triumph over Pompey's blood ? (ib. II, 1): I grant, I am a woman; but, withal, A woman that lord Brutus took to wife: I grant, I am a woman; but, withal, A woman well reputed, Cato's daughter. Bei Shakesp. (Merch. of Ven. V, 1) wiederholt sich zu Anfang siebenmal scherzend: In such a night. – Byron (D. Juan III, 103):

And not a breath crept through the rosy air,
And yet the forest leaves seem'd stirr'd with prayer.

Ave Maria! 't is the hour of prayer!

Ave Maria! 't is the hour of love! Victor Hugo: Comme il était rêveur au matin de son âge! Comme il était pensif au terme du voyage! (id.): Donnez! afin que Dieu, qui dote les familles, Donne à vos fils la force et la grâce à vos filles; Afin que votre vigne ait toujours un doux fruit; Afin qu'un blé plus mûr fasse plier vos granges; Afin d'être meilleurs; afin de voir les anges Passer dans vos rêves la nuit! – Schön malt die Anaphora das Zudrängen Il. 10, 227 sq.:

ώς έφαθ', ο δ' εθελον Διομήδεί πολλοί έπεσθαι
ήθελέτην Αίαντε δύω, θεράποντες "Αρηος
ήθελε Μεφιόνης, μάλα δ' ήθελε Νέστορος υιός,
ήθελε Ατρείδης δουρί κλειτος Μενέλαος,
ήθελε δ' ο τλήμων Οδυσεύς καταδύσαι όμιλος

Τρώων Die Anaphora kann ganze Sätze ergreifen, dadurch icóxwia herbeiführen und so dem Parallelismus der Gedanken einen treffenden Ausdruck verleihen. Derart ist z. B. bei Demosthenes (Chers. p. 106): ουκ ήν ασφαλές λέγειν εν Ολύνθω τα Φιλίππου μη συνευπεπονθότων των πολλών Ολυνθίων τω Ποτίδαιαν καρπούσθαι· ουκ ήν ασφαλές λέγειν εν Θετταλία τα Φιλίππου μη συνευπεπονθότος του πλήθους του Θετταλών τώ τους τυράννους εκβαλεϊν Φίλιππον αυτούς και την πυλαίαν αποδούναι ουκ ήν εν Θήβαις ασφαλές, πριν την Βοιωτίαν απέδωκε και τους Φωκέας ανείλεν; bei Ovid (Met. 1, 325): Et superesse videt de tot modo millibus unum, Et superesse videt de tot modo millibus unam —; bei La Mennais (Paroles d'un Croyant): Il y aura toujours des pauvres, parceque l'homme ne détruira jamais le péché en soi. Il y aura toujours moins de pauvres, parceque peu à peu la servitude disparoitra de la société; bei Dickens (A Tale of Two Cities II, 14): Madame Defarge knew full well that Miss Pross was the family's devoted friend; Miss Pross knew full well that Madame Defarge was the family's malevolent enemy; bei Rückert (Weish. des Brahm.): Du kannst die Lampe nur im Licht der Lampe sehn, Du kannst die heilge Schrift nur aus ihr selbst verstehn. – Meist stellt sich die Anaphora asyndetisch dar, wie Mätzner (Frz. Gr. p. 563) und Krüger (gr. Gr. $ 59, 1, A. 3) bemerken. (Auch Demetrius (Sp. Vol. III, p. 319) hebt dies an einem Beispiel der Epanaphora hervor, und Longin (Ttepi üyovs Sp. Vol. I, p. 271) bespricht die Vereinigung der Asynd. und Anaph. als besonders mächtig.) Also z. B. bei Corneille: C'est là tout mon malheur, c'est là tout mon souci; wie im Lat. gewöhnlich (Liv. 4, 3): Quod spiratis, quod vocem mittitis, quod formam hominum habetis, indignantur; bei Xen. (An. VII, 1, 21): XELS nóhiv, ŠZELS TOIMQenç, EXELÇ xonuata, &XELS ävďpaç rogoútovs; „weniger lebhaft als eindringlich“ ist die Anaphora mit uży , wie Od. 15, 392: éoli u èv zůdelv, Šoti reproμένοισιν ακούειν.

*) Man findet ähnliches mit musikalischer Wirkung oft bei Theokrit 2. Β. Ι. VΙΙΙ, 3, 4, 11, 12, 41 cet.

b) am Ende. Die Wiederholung am Ende von Sätzen oder Satzgliedern nannten die Alten Epiphora oder Antistrophe. Der terminus Én ugogó, von den Neueren meist aufgenommen, findet sich bei Rutilius Lupus (H. p. 6) und im Carmen de figg. (H. p. 65), wo es mit Desitio übersetzt wird. Hermogenes (ntępi id. Sp. Vol. I, p. 335) nennt dies σχήμα: αντιστροφή und definiert es als εναντίον πως τη επαναφορά κατά το τέλος εχόντων των κώλων thu đúrny héĘiv. Wie die {navagopćé unterscheidet er die åvniotpogvon der Tapiowois dadurch, dass diese letztere nur Gleichheit von Silben fordere, jene von Worten, ein Unterschied, den der Anon. negi oxnu. (Sp. Vol. III, p. 131) nur als einen der Klänge versteht. *) Als Beispiel citiert Hermog. u. a. Dem. (cor.

*) Ähnlich ist es, wenn Demetr. (Sp. Vol. III, p. 319) in dem Beispiel επι σαυτόν καλείς, επί τους νόμους καλείς, επί την δημοκρατίαν καa&is die Anaphora zwar bemerkt, die Antistrophe aber als ouocotéhEUTOV fasst.

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