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Like little wanton boys that swim on bladders,

This many summers in a sea of glory; but — cet.; oder auch wohl, wie die Empfindung, vom Übermals des Leidens abgestumpft, ihre Energie nur noch in Ergebung kund thut, wie bei Macbeth (Shakesp. Macb. 5, 5):

Out, out, brief candle!
Life 's but a walking shadow; a poor player,
That struts and frets his hour upon the stage,
And then is heard no more: it is a tale
Told by an idiot, full of sound and fury,

Signifying nothing. – Es kann endlich die Wirkung rein darauf gehen, das Verständnis aufzuhellen, und das Bild ist dann weniger von der Phantasie gewählt, als hervorgegangen aus einem Wissen, einer Beobachtung. So bespricht Cicero (p. Mur. 17) die Unberechenbarkeit des Volkswillens: „Quod enim fretum, quem Euripum tot motus, tantas, tam varias habere putatis agitationes fluctuum, quantas perturbationes et quantos aestus habet ratio comitiorum ?“ – „Ut tempestates saepe certo aliquo caeli signo commoventur, saepe improviso nulla ex certa ratione, obscura aliqua ex causa concitantur, sic in hac comitiorum tempestate populari saepe intelligas, quo signo commota sit, saepe ita obscura est, ut casu excitata esse videatur.“

Nun wird durch die Gleichnisse zunächst weder ein ausschliesslich rhetorisches, noch ein bloss ästhetisches Interesse befriedigt, dagegen wird allgemein jedem Gleichnis als Wirkung zuzusprechen sein, dass sein danebengestelltes oder in die Darstellung mehr oder weniger verflochtenes Bild je nach seiner Eigentümlichkeit den Sinn der Rede unter den Einfluss einer gewissen Stimmung stellt. Man fühlt dies selbst bei blosser Andeutung des Bildes. Der Pest bringende Apoll (Ilias 1, 47) wandelt daher: νυκτί έoικώς; Thetis schwebt aus dem Meere καρπαλίμως: ηύτ' ouixan – und nun: Xelgi uiv xaTégeEV: TÉXvov, xhaieis; mehr bei weiterer Ausführung, wie z. B. Athene den Menelaus schützt (Ilias 4, 130):

Ovdè géJev, Mɛvéłaz, faoi uoxapes dɛhá Jovto
αθάνατοι, πρώτη δε Λιος θυγάτηρ αγελείη,
ή του πρόσθε στάσα βέλος έχεπευκές άμυνεν.
η δε τόσον μεν έεργες από χροός, ώς ότε μήτηρ
παιδος εέργη μυϊαν, όθ' ηδέι λέξεται ύπνω.

Chéniers letztes Lied beginnt: Comme un dernier rayon, comme un dernier zéphire Anime la fin d'un beau jour, Au pied de l'échafaud j'essaie encore ma lyre. — Kriemhilde erscheint (Nibel. 280): Nu gie diu minneclîche alsô der morgenrôt tuot ûz den trüeben wolken. dâ schiet von maneger nôt der si dâ truog in herzen. — Bei Schiller (Piccolom.) wird Thekla von der Gräfin gewarnt: „Tritt vor sein Auge hin, Das fest auf dich gespannt ist, und sag' Nein! Vergehen wirst du vor ihm, wie das zarte Blatt Der Blume vor dem Feuerblick der Sonne“; (W. T. V, 3): „Wie sich der Sonne Scheinbild auf dem Dunstkreis Malt, eh' sie kommt, so schreiten auch den grossen Geschicken ihre Geister schon voran, Und in dem heute wandelt schon das morgen.“ (Ebenda IV, 1): „Gott helf' den armen Leuten! Wenn der Sturm In dieser Wasserkluft sich erst verfangen, Dann ras't er um sich mit des Raubtiers Angst, Das an des Gitters Eisenstäbe schlägt!“ – Lucret. (de nat. rer. III, 87): Nam veluti pueri trepidant, atque omnia caecis In tenebris metuunt: sic nos in luce timemus Interdum, nihilo quae sunt metuenda magis, quam Quae pueri in tenebris pavitant, finguntque futura. – Einen leisen Zug seligen Mutwillens geben die Gleichnisse Romeos und Juliens ihrem Gespräch, nachdem sie die Versicherungen der Liebe getauscht (Shakesp. Rom. and Jul. II, 2) Rom.: Love goes toward love, as schoolboys from their books; But love from love, toward school with heavy looks; Jul.: 'Tis almost morning, I would have thee gone: And yet no further than a wanton's bird; Who lets it hop a little from her hand, Like a poor prisoner in his twisted gyves, And with a silk thread plucks it back again, So loving-jealous of his liberty.

Die Anregung zu einer gewissen Stimmung beruht natürlich nicht bloss auf der Natur des Gebietes, dem das Bild entnommen ist, sondern auch auf der Art, wie es ausgeführt wird. Die Vergleichung der Menschen mit den Blättern der Bäume wird z. B. nach dem Sinn der Rede auch verschieden gestaltet bei Homer. Handelt es sich nur darum, dass eine unzählige Menge geschildert werde, wie Ilias 2, 468; Ilias 2, 800; Od. 9, 51, so genügt die blofse Angabe des Bildes: ña Jov. ŠTail God wódka xaì ävlea yiyverai nen; soll die Vergänglichkeit und der Wechsel der Menschengeschlechter betont werden, so heisst es (Ilias 6, 145): Τυδείδη μεγάθυμε, τί ή γενεών ερεείνεις; οί η περ φύλλων γενεή, τοί η δε και ανδρών, φύλλα τα μέντάνεμος χαμάδις χέει, άλλα δε θ' ύλη τηλεθόωσα φύει, έαρος δ' επιγίγνεται ωρη: os dvdqov yeven n mèv qúar, ý ďároknyet; wird endlich mit Geringschätzung von der Hinfälligkeit der Menschen im Gegensatz zu den Göttern gesprochen, so hören wir Apollo (Ilias 21, 464): έννοσίγαι', ουκ άν με σαόφρονα μυθήσαιο έμμεναι, ει δη σοί γε βροτών ένεκα πτολεμίξω δειλών, οι φύλλοισιν έoικότες άλλοτε μέν τε ζαφλεγέες τελέθουσιν, αρούρης καρπόν έδοντες, άλλοτε δε φθινύθουσιν ακήριοι.

Das Gleichnis bringt so den Sinn leicht auch in komisches Licht. Jean Paul spricht von einem Stutzer (Werke, Bd. 5, p. 113): „Sein Witz ist unerschöpflich, wenigstens ist es der Witz seiner Büchersammlung; er führet eine fremde Dummheit nie ohne beissende Laune an, und giebt zum Rindfleisch allzeit Meerrettich. Vorjetzt macht er aus Himbeeren Essig, d. h. er satirisiert über die Empfindsamkeit. Sonst trug er mit vielem Vergnügen jeden Logogryph, den er selbst aufgelöst, in seiner Bekanntschaft herum. So legte man die tote Sphinx auf einen Esel. – Sobald er sich in einer vornehmen Gesellschaft befindet, so versteht es sich, dass er sein Herz befleckt, um seine Ehre nicht zu beflecken, gleich den Morlacken, die mit blossen Füssen durch eine Pfütze gehen, um die neuen Schuhe nicht zu besudeln“ – cet. Dickens (Pickw. ch. XI) sagt: a tear trembled on his sentimental eye-lid, like a rain-drop on a window-frame.

Wie durch Allegorieen (cf. oben p. 98 sq.), so empfängt die gewöhnliche Rede auch durch Gleichnisse sprichwörtlicher oder formelhafter Art Leben und Nachdruck. So z. B. häufig: „Er kriecht wie ein Hund; er zittert wie Espenlaub; schnell, wie der Wind, klar, wie die Sonne; falsch wie eine Katze; listig, wie die Schlange“; (dafür auch: „sonnenklar; hundemässig; eselhaft; katzenartig“ u. a.) „da stehen wir, wie die Ochsen am Berge“ u. a. m. und dies Formelhafte kann auch würdig erneut werden, wie etwa Sch. (M. St. VI, 5): „O sein Verbrechen ist klar wie der Tag“.

Mit Bezug auf die oben (p. 68) angeführte Einteilung der Parabeln bei Polyb. Sardian. und Herodian in nagapokaż ávtanodoTixaí und drohvrou erinnern wir, dass diese im wesentlichen den Parabeln der späteren Rhetoren. entsprechen. Quintilian setzt diese Einteilung (VIII, 3, 77) auseinander: Es geht bei jedem Gleichnis (parabole) entweder die „similitudo“ voran, oder sie folgt auf den verglichenen Gegenstand; zuweilen stünde es getrennt für sich (libera et separata), zuweilen, wie es bei weitem am besten

sei: „cum re, cujus est imago, connectitur, collatione invicem respondente, quod facit redditio contraria, quae åvaródotis dicitur.“ Auch Neuere haben von diesem äusserlichen Gesichtspunkt aus Unterscheidungen versucht. Bei Eschenburg (Theorie u. Litt. der schönen Redek. ed. Pinder) heisst es (p. 301): „Die Vergleichung (comparatio) hält zwei ähnliche Gegenstände zusammen, um eine grössere Anschaulichkeit zu erreichen. Hier wird bei der ursprünglichen Vorstellung länger verweilt und auf das Gegenbild derselben nur kürzlich hingewiesen. Hingegen im Gleichnis (simile) wird das Gegenbild sorgfältig ausgeführt und die Hauptvorstellung nur kurz erwähnt. Die Parallele endlich hält die gleichmässig ausgeführten einzelnen Bestandteile beider ähnlichen Vorstellungen nebeneinander.“

VI. Von den phonetischen Figuren oder den Lautfiguren; ihrem

Begriff; ihrer Einteilung. Die phonetischen Figuren im Dienste der Rede haben das Wort als einzelnen Lautkörper zu ihrem Material. Sie entsprechen demnach den etymologisch-grammatischen Figuren der Sprache, zeigen sich jedoch, da sie die Sprache als eine abgeschlossene und gebildete voraussetzen, nicht, wie jene, als Abweichungen oder Schwankungen in den sprachlichen Formen, sondern in einer eigentümlichen Benutzung derselben, Sie erstrecken sich ausserdem weiter. Jene nämlich haben nur Bezug auf die Formation der bereits gebildeten Wörter, nicht auch auf die Figurierung der Laute, welche der Wortbildung zu Grunde liegt; diese, als dem Bereiche der bewussten Kunst angehörig, greifen zurück und verwenden auch die Mittel, welche der Sprache einerseits zu charakteristischer Gestaltung der Laute, andererseits zu deren euphonischer Darstellung unbewusst dienten, mit Bewusstsein zur Erreichung derselben Zwecke innerhalb der litterarisch gebildeten Sprache.

Es ergeben sich also drei Arten phonetischer Figuren. Die erste nimmt wieder auf jenes ursprüngliche Streben der Sprache, den Laut der Empfindung, der Vorstellung entsprechend zu gestalten; sie richtet sich so auf den Wortkörper als ein Ganzes, als das Lautbild eines Seelenmoments. Die zweite Art sieht ab von der Bedeutung, ergreift den Laut nur als solchen, setzt fort und ordnet im Anschluss an die Zwecke der Rede jene Bemühungen unserer Sprech- und Hörorgane um die Musik, um den Wohllaut

• Gerber, die Sprache als Kunst. II. Band. 2. Aufl.

der Sprachlaute. Die dritte Art berücksichtigt dagegen den Laut nur als das notwendige Mittel, einen Begriff bestimmt zu bezeichnen; sie teilt so jene sich zunächst bietende Auffassung von dem Wesen des Worts, welcher auch die Alten bei ihrer FigurenAufstellung folgten, zieht also den Laut des Wortes nur sofern in Betracht und benutzt ihn, als sich durch ihn rhetorische Zwecke erreichen lassen.

Als allgemeine Benennung für die Figuration der symbolischen Bezeichnung haben wir den terminus der Onomatopöie; die Figuration der zweiten Art, durch welche das musikalische Element der Sprache zur Geltung kommt, behandeln wir als: Figuren der Gleichklänge und der Euphonie; für die dritte Art, welche rhetorische Wirkungen erzielt, bleibt uns der Name der Wortfiguren.

VII. Die Onomatopöie. Die Lautbilder der Sprache sind weder Schallnachahmungen, der äusseren Natur entnommen, noch Empfindungslaute, Naturschrei, wie er aus unserm Innern hervorbricht; es sind diese beiden Arten von Lauthervorbringungen erweislich nur in ganz seltenen Fällen das Material gewesen, aus welchem die Kunst der Sprache Wurzeln bildete. Schon das erste Sprachschaffen des Menschen wurde von der ihm eigenen Freiheit getragen, und es bezeichnet gut den Kunstcharakter der Sprache, dass sie uns von Anfang an zwar Lautbilder bietet, uns symbolisch die Erscheinungen der Welt, wie sie uns bewegen, in uns sich spiegeln, durch unsere Laute charakterisiert, zur Nachahmung aber, welche niedriger stehenden Gattungen von Geschöpfen eigen ist, sich nicht wesentlich gereizt fühlt. Anders stellt sich dies im Gebiete der bewulsten Sprachkunst, welche für ihre Bildungen sich nicht mehr unmittelbar mit dem Rohstoff der Natur in Verbindung zu setzen hat, vielmehr in den Lauten der Wörter und der Interjektionen ein zu Schallnachahmungen und Empfindungslauten zu verwendendes Material vorfindet. —

a) Die rhetorische Interjektion. Man kann sich die Interjektionen als Wurzeln vorstellen, welche einen vollständigen Sinn ausdrücken, bei denen aber wegen ihrer nahen Verwandtschaft mit den von selbst verständlichen Naturlauten zu weiterer Formierung und Entwickelung keine Veranlas

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