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b) care scheint pleonastisch zu sein; schon oben erweckt es in manchen Fällen diesen Eindruck, besonders wo es mit unde und einem Prädikat im Plural steht; zumeist aber handelt es sich um nu care cumva; diese Verbindung kann in Konjunktivsätzen vorkommen, wie: ca nu c. C. mérgă la peirea capului sěŭ (Basme 4, 10) ,damit er nicht etwa in sein Verderben gehe', elů se temea ca nu c. C. acestă hotă ... nu-i ia și domnia (375, 7) ,er fürchtete sich, daß dieser Dieb ihm vielleicht seine Herrschaft nehme', și ca nu c. c. cela ce arŭ fi de pândă dórmå ... făcură legătură ca ...(199, 3 u.) ,und damit nicht der, welcher Wache halten werde, etwa einschlafe, gingen sie die Verpflichtung ein, daß .. se uita în tóte părțile nu care cumva vie cine-va -i ia pungile (267, 6 u.) ,er blickte nach allen Seiten, daß nicht vielleicht jemand komme, ihm die Beutel wegzunehmen“; in Aufforderung (Warnung): însă nu c. cumva pună pēcatele diceță (Poveşti ardel. 71, 6) ,doch sollen euch nicht etwa eure Sünden dazu verleiten (d. h. laßt es euch ja nicht einfallen) zu sagen'. Auch in indikativischen Frage- oder Ausrufsätzen; Basme: spre a se uita la dênşiž, nu care-cum-va este vre-unulú din er mânjită (377, 25) ,um sie anzusehen, ob nicht vielleicht einer von ihnen besudelt ist (im Rum. direkter Fragesatz), nu care cumă-va vrăjmaşič calcată hotarele împěrăţiei mele? (380, 16) , haben vielleicht gar die Feinde die Grenzen meines Reiches überschritten?' se uită într'o parte, se uită într'alta, nu care cum-va vede vr’o colibă ce-va (395, 20) ,sie blickt nach einer Seite, sie blickt nach einer anderen: wird sie nicht vielleicht eine Hütte oder ähnliches sehen?' An cum=quomodo geknüpft; Creangă: a întrebat pe dascăl, care cum ne purtăm (V, 6, 5 u.) ,er fragte den Lehrer, wie wir uns aufführten', oder vielleicht: ,wie wir, ein jeder, uns aufführten', d. h. care scheint hier jeder' zu heißen, und diese Bedeutung konnte sich aus den häufigen care de care etc. leicht ergeben, aber ebenso gut aus ,wer + wie wie dort aus ,wer + wen' herauswachsen; für letzteres spricht cine cum bei Neculcea: început unii din boieră a 'șă reschira casele lor, cine cum puteaŭ (81, 3 u.) ,einige der Bojaren begannen ihren Hausstand aufzulösen, jeder wie er es konnte" (d. h.: so schnell oder so gut es eben ging); neben dem care (cine) wurde also cum trotz des engen Anschlusses noch in seiner Bedeutung gefühlt; mit jeders kommen wir am besten aus in: (, es kamen Kaiserssöhne, Bojarensöhne u. s. w.) și care cum venea se punea de pândă la ușa domnițelorů (Basme 233, 5) ,und jeder, sobald er ankam, stellte sich als Wache an die Tür der Prinzessinnen', in tu porță grijă de surorile tale, și le măriți care cum le-a cere (Sbiera, Pov. 48, 1 u.) „sorge für deine Schwestern und verheirate sie, wer immer sie verlangen wird (wörtlich: jeder der sie v. w.) und in mic și mare îşi da glasul, la care cum îi venea (Pann Pov. 76, 13) „groß und klein machen Lärm, wie es jedem gerade einfiel'.

Überdies ist noch zu erinnern an care ... care, oder auch Plural cari ... cară, der eine, der andere', respektive ,die einen, die anderen'.

Die Fälle in a) und b) stehen den in $ 65 erwähnten nicht fern, denn auch sie enthalten eine Nuance, die einem ,um die Wette' ziemlich gleichkommt; man kann auch bei ihnen ein ursprünglich fragendes care annelımen, das durch enge Verbindung mit einem in anderem Sinne fragenden Worte verallgemeinert worden wäre (,wer bat ihn von wo?' zu: ,wer waren denn alle, die ihn baten?“), worauf dann eine Erstarrung zur Phrase eingetreten wäre (alle möglichen Leute baten ihn“). In nu care cumva scheint care eine bloß lautliche Verstärkung des cumva zu sein, wie das Rumänische überhaupt gerne Reime und Allitterationen in die Erzählung einflicht und, dieser Neigung folgend, oft genug

Wörter in ihrer Form ändert, sie als reine Ausfüllung verwendet oder gar neue schafft, ohne ihnen

irgend einen Sinn beizulegen, so — um nur zufällig Gefundenes zu nennen —: nu spuneţi nică laže nici bălaie (Creangă 1, 44, 12), el nu știe ce e laie nică ce e bălaie (von einem Dummkopf; Pann, Pov. I, 74, 17), culca pe toţă musafirii, cară veneaŭ (,er ließ alle Gäste, die kamen, dort schlafen“) aşa ni-tam, ni-sam (IV, 43, 3), daca găseşte vre un lămă-mamă (etwa: ,wenn sie eine unerfahrene junge Frau findet, Pann, Pov. II, 73, 11).

Die eben erwähnten Verwendungsarten von care lassen nun eine andere Erklärung von care de care oder doch die Mitwirkung der oben angedeuteten Elemente als möglich erscheinen. Es wäre nämlich dieser Komplex nach Ausdrücken wie sich beeifern, sich drängen an die Stelle von care dintre dênșii getreten, und diese Einsetzung wäre dadurch nahegelegt worden, daß es dabei oft weniger auf ein reales ,wer von ihnen' ankommt, als auf die Bezeichnung der Intensität (um die Wette“), mit der die im Prädikat liegende Tätigkeit von den einzelnen angestrebt wird; und so konnte die Sprache zu einem, teils psychologisch, teils durch eine Art Klangmalerei wirkenden Mittel greifen; beide Resultate werden dadurch erreicht, daß statt des zu erwartenden oder geradezu erwarteten de dênșii (oder ähnlicher Begriffe größeren Umfanges) wieder ein care tritt: als wichtiger Personalbegriff um den es sich ja beim Wettbewerb handelt quillt es gleichsam von selbst, ohne Rücksicht darauf, ob es logisch berechtigt ist oder nicht, hervor und erzeugt im Hörer die entsprechende Reflexwirkung; als Wiederholung desselben Wortes gibt es malend die Wirkung von „sich drängen' wieder. Wie oben erwähnt, können diese psychologisch-mechanischen Elemente wenn sie schon nicht allein wirksam waren die Ausdehnung des früher vorgebrachten syntaktischen Einflusses und die spätere Erstarrung des care de care unterstützt haben.1

IV. Potentialer Konjunktiv. 67. Im vorangehenden, und speziell bei der Betrachtung der Fragesätze, ergab sich wiederholt der Anlaß, potentiale Bedeutung zu konstatieren; vgl. auch $ 51. In behauptenden Sätzen wird die Möglichkeit oder der Zweifel im Rum. — wie überhaupt in den romanischen Sprachen nur selten durch Konj. ausgedrückt; die Sprachen bedienen sich da alle des Verbums posse oder des Konditionalis (s. S 157 ff.). Nun scheint allerdings das Rum. den unabhängigen Konj. im potentialen Sinne etwas häufiger zu verwenden als die Sprachen des Westens, in denen er sich fast nur auf esse (mag sein“) und posse (,kann wohl“) beschränkt (vgl. M.-L. III, 145).

Häufig verwendet wird zic, das zunächst freilich wünschendes ich möchte sagen bedeutet, aber auch potential gemeint sein kann, wie in iar mai bine zic, sânt .. părţii lui antihrist (1765; G. II, 80, 5) ,doch dürfte ich richtiger sagen, daß sie (die Ketzer) Teile des A. sind“, oder era tîněră în floare 'ca și fată, zic (Pann, Şezăt. I, 69, 8 u.) ,sie war jung, in ihrer Blüte, wie ein Mädchen, könnte ich sagen'; sicherere Fälle potentialer Bedeutung: mare lucru fie, ca s'o putem noi scoate la capăt (Creangă III, 19, 7) , ein

1 Auch das Italienische liebt bekanntlich solche affektische oder verstärkende Wiederholungen. Aus dem Rum. läßt sich

noch folgendes als ähnlich entstanden anführen: es ist begreiflich, daß in der Sprache Zusammenstellungen wie vai de dênsulă și de ea (Poes. pop. 674 a 520) ,wehe ihm und ihr“ vorkommen; nun findet sich aber in der Volkssprache recht oft vai de mine și de mine (so Creangă II, 24; III, 36 und 66) und vai de noi și de noi (III, 35 und 50 etc.); das Weh soll hier als groß dargestellt werden; da genügt der eine von ihm Betroffene nicht, es wird ihm ein Zweiter beigefügt, und dieser Zweite, auf den das și de vorbereitet, ist dieselbe Person; also psychologisch: ,weh mir und noch einmal miré, mechanisch: der Begriff der Häufung des Wehs wird durch die Wiederholung geweckt.

großes Ding (etwas Merkwürdiges) dürfte es sein, wenn wir es glücklich zu Ende führen können', mare lucru fie de ,wenn' IV, 6, 5 u., dasselbe (mit vorangehendem de-Satze) 28, 1; nu cum-va -ță iasă vr'o dihanie ceva înainte etc. (17, 19) s. M.-L.; mit doar: doar la Iașă fi fost aşa ceva (V, 21, 13) , vielleicht mag es in J. so etwas gegeben haben“, doar tu fii mai viteaz, dar par'că tot nu vine a crede (IV, 11, 7 u.) ,du magst vielleicht tapferer sein, aber es ist mir einmal nicht möglich, es zu glauben'; ferner fie ... fie, wie: bocea toță morțiž . . ., fie rudă fie strein, fără deosebire (V, 26, 5) „sie klagte um alle Toten, ob sie nun verwandt waren oder fremd, ohne Unterschied“; nu sciú: mi-se pară, ori potera mpresóră! (Poes. pop. 603 a 34) ,denn ich weiß nicht, sollte es mir nur so scheinen, oder umzingelt euch die Häscherschar! und ähnlich dem mare lucru fie: , de n'o fi Stanislavů, mare minune fiă (569 a 563) ,denn wenn das nicht St. ist, müßte es wohl ein großes Wunder sein.

V. Konzessiver Konjunktiv.

68. Der unabhängige konzessive Konjunktiv wächst aus dem Wunsche oder Befehl heraus, der erst durch die Umgebung den einräumenden Charakter erhält (Näheres darüber s. SS 50, 51). Beispiele dieser Art mußten daher schon beim unabhängigen Befehl gegeben werden (8 53); der Gedanke, welcher durch den konzessiven Satz in ein helleres Licht gerückt werden soll, kann in die verschiedensten Formen gekleidet werden; so will ich hier nur auf den Vordersatz (den bedingten Teil) der numač--Fügungen hinweisen, der in der Regel ein unabhängiger einräumender Konjunktivsatz ist; zu den im vorangehenden (unter ,Befehl“) gegebenen Fällen füge ich: fie doamna de ţigan, numai aibă vigan (JarnikBarş. II, 249, 3) möge sie (auch) eine Zigeunerfrau sein, (ich will eine Frau haben,) wenn sie nur ein Stadtgewand hat'.

Sätze mit konzessivem Sinne treten schon durch ihre Bedeutung in eine enge Beziehung zu anderen Gedanken, oder vielmehr sie können konzessive Bedeutung gar nicht erhalten, wenn ein derartiger inniger Zusammenhang nicht vorhanden ist. Der betreffende Gedanke bleibt zuweilen unausgesprochen, oder er wird wie in den § 53 zitierten Beispielen durch einen ,Hauptsatz“ wiedergegeben, der leicht auch äußerlich den Eindruck eines übergeordneten Satzes erhält, wenn ein Ausdruck desselben (,dennoch“) den Gegensatz zum Konzessivsatze betont, oder (was auch gleichzeitig geschehen kann) dieser durch ein einräumendes Wort gekennzeichnet wird. Diese Worte ändern ja im Grunde nichts an dem gegenseitigen Verhältnisse der Sätze; sie betonen, kennzeichnen nur schon vorhandene Beziehungen, die in den Gedanken begründet sind; „sie soll eine Zigeunerin sein; ein Weib will ich haben“; da ist die Einräumung im ersten Satze, genauer: im Begriffe ,Zigeunerin' enthalten. Man vergleiche das am Schlusse von § 53 Gesagte, ferner M.-L. III (144 und) 584.

1 Da kann man nicht immer mit konzessiver Bedeutung (selbst wenn“) auskommen.

Zweites Kapitel.

Abhängiger Konjunktiv.

1. Konjunktiv in der Funktion eines Nominativs.

69. Hier finden die Konjunktive bei subjektlosen Verben ihren Platz, ebenso auch jene, die mehr oder minder zufällig (wie bei ,mir kommt in den Sinn und ähnlichem) als Subjekte verwendet werden. Meist wird der Konj. durch så charakterisiert, seltener durch ca (respektive cum ); Beispiele letzterer Art gebe ich am Schlusse abgesondert.

se aură (makedon.): a gomarlui se aură poartă lemne (Rum. Jb. II, 40, Nr. 16),dem Esel wurde es verhaßt, Holz zu tragen'.

se cade. Cod. Vor.: zu den bei M.-L. Inf. 94 angeführten Fällen kann man hinzufügen: 'ți se c. se stai (89, 12) ,du mußt dich stellen“; Mat.: grăi amu Ioană: nu ți se c. -o eai (14, 5) ,da sprach J.: du darfst sie nicht zum Weibe nehmen', începu Isusů a spune se c. lui margă in Jerslimů (dann weiter Infinitive und finites Verb.:) și multù a chinui de bătrăni și ucisů a fi, și a treea zi învie-va (16, 21) „J. begann zu sagen, er müsse nach J. gehen, und viel von den Ältesten ... erleiden, und getötet werden, und am dritten Tage wird er auferstehen', ferner 23, 23; 26, 54. 16. Jahrhundert: mi se C. mie me duc (C. B. 153, 2) ,ich muß weggehen'; cade-se amu putredirei acesteiea se înbrace întru neputredire, și morţiei .... se înbrace în fără moarte (G. I, *14) ,denn dies Verwesliche muß anziehen das Unverwesliche, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit.: 17. Jahrhundert: die eben zitierte Stelle des Coresi ist im Molitvelnic von zirka 1670 fast gleichlautend (G. I, 233); nu se c. cine poartâ căJanů mohorătà grăiasca menciuni (Moxa; C. B. I, 368) „nicht darf, wer den Purpurmantel trägt, Lügen sagen', nu se c. fie biruită de slugâ-şů (ib. 368) ,es gebürt sich nicht, daß er von seinem Knechte besiegt werde'; ceia ce se vor închina ... cu adevara c. închine (G. 11 u.) ,die anbeten werden, die müssen in der Wahrheit anbeten', ce c. facâ? (G. I, 117, 10) ,was man tun muß" (Kapitelüberschrift), mie nu vi trắacă cuvântul vostru nu mi se caděa (1670; G. I, 199, 10) ,mir ziemte es nicht, daß euch das Wort nicht gewährt werde', au nu s'au căąută aceastea le patâ Hristos și între întru slava lui? (G. I, 232) ,mußte nicht Chr. solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen?' cădea-s'arâ facem și farâ de scriptură acele ce dicü scripturile (G. I, 110, 22) , es würde sich ziemen, daß wir auch ohne Bücher tun, was die Bücher sagen'; ferner G. I, 45, 20; 47, 13; 108, 23; și zici nu c. tae înpregăúrè feciorii lorŭ (Belgr. 1648; Apostelg. 21, 21) ,und du sagst, daß es nicht erlaubt ist, daß sie ihre Söhne beschneiden', nu’i se c. lui ... fie viu (ib.; 25, 24) ,er darf nicht am Leben bleiben', nu se c. așiea fie (ib.; Jac. 3, 10) ,es darf nicht so sein', nu se c. elă trăiască (Buc. 1688; Apostelg. 22, 22) ,er darf nicht leben'. 18. Jahrhundert: von da an (schon früher beginnend) nimmt Konj. nach se cade überhand und drängt den anfangs häufigen Inf. immer mehr zurück;' es mögen

1 Die Einleitung zur Indreptarea Legii von 1652 (Bibliogr. rom., p. 192—202) bietet viele se cade und fast immer schon mit

, so auf S. 201 allein vier Fälle.

wenige Beispiele genügen: nič se c. creştinii facă jocuri într' aceale zile (G. II, 29, 3 u.) ,es ist nicht erlaubt, daß die Christen an jenen Tagen spielen', noi precumŭ credemi, aşa c. și viețuimŭ (G. II, 31, 5) , wir müssen so leben, wie wir glauben', se c... rugăm pre dumnezeu (G. II, 110, 6 u.) ,wir müssen, zu Gott beten“; ni se c. noao se călcăm tote cele pământeştă (Alexius 8, 1) ,wir müssen alles Irdische mit Füßen treten'. Slavici: popa nu se c. fie ploat (31, 11) ,es schickt sich nicht, daß der Pope beregnet werde', aşn vorbe nu s' ar fi căzut i zică Badea Mitru (169, 25) „solche Worte hätte ihm Gevatter M. nicht sagen sollen“; nu se c. spânzure solič (Alexandrie 47, 9) ,es ist nicht erlaubt, Boten zu henken', nu ți se c. fie te bață cu Alexandru (48, 9) ,es schickt sich für dich nicht, mit A. zu kämpfen"; ferner 61, 18.

opu časte. Cod. Vor. 12, 5 (s. M.-L. Inf. p. 94). 16. Jahrhundert: ce veri tu semăna, nu va învie, optů (das richtige opus est, von G. unnötig zu opů gebessert) moară înainte (G. I, *13) ,was du säen wirst, wird nicht lebendig werden, es muß vorerst sterben'. Dieses Impersonale wurde nur in älterer Zeit gebraucht.

trebuiaşte, trebuie. Mat.: nu trebueaşte se ducă (14, 16) „sie brauchen nicht hinzugehen'. 1582: ce trebušaşte știm și înțeleagem? (Bibl. rom. 94, 3) ,was müssen wir wissen und begreifen?“ (dagegen auf derselben Seite drei Fälle von a + Infin.); spåsenie, ce trebuiaște se adaugă (1581; ib. 90, 20) ,die Hoffnung, die sich mehren muß'. 17. Jahrhundert: dem Cod. Vor. 89, 12 (s. se cade) entspricht Belgr. 1648: trebue stai; trebuieaşte strångî mulțime (Belgr. 1648; Apost. 21, 22) ,die Menge muß versammelt werden (1688: trebue mu. adune); Cod. Vor. 12, 5 (s. M.-L. Inf. 94) lautet in 1648: trebuieaște aședață; pentru c' au vrută trebui ziceţă (1648; Jac. 4, 15) ,wofür ihr hättet sagen sollen“; Buc. 1688 scheint nur trebue zu kennen: außer dem oben zitierten Apost. 21, 22 z. B. noch: trebue tu ... mărturisești (Apost. 23, 11) ,du mußt bezeugen', unde trebue judec (Apost. 25, 10) ,wo ich gerichtet werden soll', nu trebue mai trăiească elů (Apost. 25, 24) ,er soll nicht länger leben"; ferner Jac. 3, 10. Die Beispiele aus dem Anfange des 17. Jahrhunderts haben alle die Inchoativform (während die Bibel von 1648 schon beide Formen mischt), so noch: câte lucrure trebuiaşte știe omulă creștinů? (1607; G. I, 39, 1 u.) ,wie viele Dinge muß der Christenmensch wissen?' G. I, 41, 4 (1607); 48, 22 (zirka 1618). Unentschieden: au vrută trebui, ascultăndă pre mine, nu purcedemŭ (1648; Apost. 27, 21; Cod. Vor. 88, 13, s. M.-L. Inf. 94) ,es wäre nötig gewesen, auf mich hörend, nicht weiter zu fahren"; ferner: aceia ce le arâ trebui fie lumină, se lumineazā pre alță și se povețescâ la locul odihnii (1644; G. I, 111, 3) jene, denen es gebürte, das Licht zu sein, zu leuchten den anderen und zu führen an den Ort der Ruhe'. 18. Jahrhundert: așa trebue și acum afle slugi slugească stăpanului (G. II, 33, 23) ,so sollten auch jetzt sich Diener finden, die dem Herrn dienen'. Pann: nu trebue imităm decât p’aceě ce 'ě vedem făcênd bine (Pov. II, 17, 6) wir dürfen nur jene nachahmen, die wir Gutes tun sehen“, îțî mai trebue înveță și de la mine câteva (Arghir 70, 19) ,du hast noch nötig, auch von mir einiges zu lernen', așa dar ... trebue ne tocmim (Nastr. 43, 3) ,so also müssen (wollen) wir es abmachen', nu'ță trebue ță rămâie (Pov. III, 88, 19) ,es braucht dir nichts übrig zu bleiben'. Slavici: aceasta era greu și trebuia fie făcut multă băgare de seamă (49, 18) ,das war schwierig und mußte mit großer Aufmerksamkeit gemacht werden“; dieser Fall weist jedoch wahrscheinlich persönliches trebui auf (aceasta als Subjekt), welches ja schon früh auftaucht (s. S 86) und in der neueren Zeit neben dem trebue mit sogenanntem Supinum dem trebue Konkurrenz macht.

Denkschriften der phil.-hist. Kl. XLIX. Bd. III, Abh.

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