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können) bei ihnen Streit hören?' se sili bietulŭ ciobanů, le opréscă, dară, așă! pe draculă -li opresci? (397, 23) ,der arme Hirt bemühte sich, die ins Wasser springenden Schafe aufzuhalten; aber ja! kann einer den Teufel aufhalten?-1 altă nevoe acum: Cum se întorcă în cetate? (281, 20) ,und nun noch ein Unglück: wie soll er denn in die Stadt zurückkehren ?-2 ferner 178, 3; 236, 24; 274, 23.

Volkslied; Jarnik-Barş: turturea ... face-și voie rea, d'apoi eu cum nu 'mi fac? (I, 454, 5) „selbst die Turteltaube hat ihre schlimmen Gelüste; warum sollte also ich keine haben?' cum nu 'ngălbenesc? (I, 408, 3) ,wie sollte ich nicht gelb werden?' da cum foc nu plâng? (I, 396, 14) „aber warum, zum Henker (wörtlich: Feuer) sollte ich nicht weinen?' dar cum foc -l cernesc? mai tare-l săpunesc (I, 496, 5) aber warum, zum Teufel, sollte ich denn meine Gewänder schwarz färben? Ich seife sie (im Gegenteile) noch mehr', cum n'am inimă rea? (II, 84, 2) ,wie soll ich da nicht erbost sein ? cum naiba dor nu-mi fie (I, 320, 4) ,wie, zum Teufel, soll nicht Liebe in mir entstehen?' ferner I, 27, 14; 153, 6; 171, 6. Poesii pop.: de ce vindi? (57 a 30) ,warum solltest du mich verkaufen? ce, , căciulă têrcüvită pe mine sårute? (120 b 38) ,wie! so eine zottige Mütze (wie du bist) sollte mich küssen?- ině cunoscă cine suntu? Cum nu te cunoscủ! (123 a 161) ,kennst du mich, wer ich bin? Dich sollte ich nicht kennen?' cum foculă, nu slabescă, cându de tine topescu? (303 b 5) ,wie, beim Himmel, sollte ich nicht schwach werden, wenn ich um deinetwillen vergehe? Pann: tocma un' ca tine joc de min' șă batu? (Povestea, I, 29, 14) „so ein Kerl (wörtlich: just so einer) wie du sollte sich über mich lustig machen dürfen?

Dialekt; makedon.: di iu le scibă aiste mistiruhiuri? (Obed., I. Märchen 139, 2) ,woher sollte er diese Geheimnisse wissen? cum se miérgimů ți adducimů ... cal cu arpite? (II. Märchen 157, 2) ,wie sollen wir dir das Pferd mit den Flügeln holen gehen?' iu aflu ieŭ lapte-le de çérbe ca te adap? (175, 1) ,wo soll ich denn die Hirschkuhmilch finden, daß ich dich tränke?'s vineră oile la strungă, vai de Nika, kum s' le mulgă! (Weig., Ol. XXXII, 15) ,die Schafe kamen zur Hürde; weh dem N., wie soll er sie melken? (er ist tot)'; ti s' mi duc mai diparti? (Meglen, Rum. Jahrb. V, 146, 36) ,was soll ich noch weiter ausführen?

Eine eigene Gruppe rhetorischer Fragen möge hier gesondert folgen: mai bătu o dată. Dară ca rěspundă cine-va, ba (Basme 100, 33) ,er pochte noch einmal, aber antwortete ihm jemand? Nein', trecură fiii de împěraţă carii veniseră în pețită, dară ca lovéscă pe vre-unulu, ba (168, 23) ,es zogen die Kaisersöhne, die zur Bewerbung gekommen waren, vorüber; aber warf sie (den Apfel) nach einem? Nein', muncea bietulů omů ..., și ca dea și în sporů, ba (174, 7) ,der Arme plagte sich, aber kamen sie in gute Verhältnisse? Nein', umblară boerii ..., și ca se potrivéscă inelulă la cine-va, ba (311, 15) ,die Bojaren zogen herum, aber paßte der Ring jemandem? Nein'. Mit anderen, kräftigeren Negationen: îlú căută tótă diua, și ca dea de dânsul, nică câtů (46, 3 u.) „sie suchte ihn den ganzen Tag, und fand sie ihn? Keine Spur! (etwa: „auch nicht so viel!' oder nicht einmal!“), ce nu dreseră? Și ca aibă și ex måcară o miarță de copilú, nici câtă (95, 5) ,was arrangierten sie nicht alles? und bekamen sie auch nur ein Stückchen Kind? Keine Spur!: au

1 Könnte auch mit Rufzeichen versehen und dann übersetzt werden: Halte du (= einer) den Teufel auf!
2 Ist eigentlich Übergang zu 1 a); er war in einen Esel verwandelt und nun soll er in die Stadt zurück! er zählt die

Hindernisse auf, die es ihm so gut wie unmöglich machen.
3 Kann ebenso gut Auskunftsfrage sein (1 a), an das Pferd, das diesen Trank verlangt, gerichtet.

zind noi ce ni se pregăteşte, ghiontită-ne-am unul pe altul ..., și ca mar ba zicem, nici cârc! (Creangă, V, 120, 1 u.) ,als wir hörten, was uns vorbereitet (angedroht) wurde, stießen wir uns einander und sagten wir auch nur „ja“ (ein Sterbenswörtchen)? Keine Idee! ca facă el ca lumea vre un lucru, nici-odată (Dulfu, 81, 1) ,der sollte etwas so machen wie die (anderen) Leute? Niemals!

Es handelt sich in obigen Beispielen gewiß um rhetorische Fragen; die am Schlusse stehenden ba, nică cât etc. etwa als kurze Ausdrücke für Impersonalia (es geschieht nicht") und damit die ca -Sätze als Nominative zu fassen, geht wohl nicht an: man würde dadurch ganz abgesehen davon, ob diese Art des knappen Ausdruckes gut möglich ist oder nicht in Wendungen, die stark affektisch sind, ein Moment der Reflexion, ja fast bewußter grammatischer Konstruktion, hineinlegen. Hingegen ist es bei lebhaftem Vortrage sehr natürlich, daß der Sprechende, statt das zu erwartende Resultat einfach energisch zu negieren, es in einen Fragesatz kleidet und die Antwort, die durch den Ton des Satzes ja überflüssig gemacht wird, noch außerdem nachdrücklich folgen läßt.' Das ca an Stelle des sonst gebräuchlichen gibt dem Satze eine leichte Verstärkung, und zwar deshalb nur eine leichte, weil das Rumänische überhaupt eine gewisse Neigung zeigt, einen Nebensatz, der mit să beginnen sollte und den man an die Spitze der Periode stellt, mit ca einzuleiten. Der oft nur geringe Nachdruck, der einem derartigen Objekt-, eventuell auch einem Konsekutivsatze, durch die Voranstellung geliehen wird, findet nun durch Verwendung des ca auch eine formale Wiedergabe; und dieses ca steht auch gerne in unseren Fragesätzen; vielleicht setzt es diese auch in eine Beziehung zu der folgenden Antwort, die ja vom Redenden schon vorher beabsichtigt ist; diese Beziehung wird dadurch hergestellt, daß infolge des ca , das gewohnterweise einen vorausgeschickten Nebensatz, also etwas Unvollendetes, einzuleiten pflegt, auch der Ton des rhetorischen Fragesatzes so in Schwebe gehalten wird wie der einer echten Frage, so daß wie bei dieser die Vollendung des Satzes folgen muß.

3. Ausrufende Frage. 18. Jahrhundert (1782): după ce lumină zioă, ce ved aicea? (G. II, 127, 16) , nachdem der Tag angebrochen war, was sieht man da? Basme: se întorcea acasă; când, ce vedi d-ta? (8, 22),er kehrte nachhause um, als — was passiert ihm da?- 9 dieselbe Phrase (Dumneata) 368, 7 (gleichfalls übertragen); când ce vedeți D-vóstră? (335, 26) wörtlich: ,was sehen Sie wohl da?“ erweitert: când, ce vedeți D-vóstră, cinstită boerž (307, 2; 373, 34) ,was sehen Sie wohl da, geehrte Herrschaften?' die dritte Person umschrieben: ce -i vadă ochii? (371, 1) ,was sehen wohl seine Augen?Auch im Dialekt; maked.: când o deschise, ce veadă tru ea? (G. II, 268) ,als er den Korb öffnete, was sieht er wohl darin?“; când se dişteptarů ..., çi védå? (Obed. I. Märchen 12, 1) ,als sie erwachten... dieselbe Phrase 14, 1; ferner Rum. Jahrb. III, 164.

4. Ausruf. Slavici: vai de mine, dar de ce apuc! (52, 5) ,weh mir, was soll ich denn (zuerst) anfangen' (= ich habe so viel zu tun). Basme: tu pentru mine atîta lucru nu facă! (271, 21) ,da tust für mich nicht einmal das (ich wäre für dich durch Wasser und

1 Übrigens habe ich in einem Falle das Fragezeichen verwendet gefunden: apoi el fie harnic de-aceea trébă ? Ba. (Povești

ardel. 60, 28) ,ferner : er sollte zu einer solchen Sache befähigt sein? Nein.' 2 Der in der letzten Anmerkung zitierte Satz bietet nur så, weil er durch ein betontes Wort (el) eingeleitet ist. 3 Wörtl.: ,was siehst du wohl?' dann: „auf einmal erfaßte ihn Sehnsucht nach seinen Eltern“; also ein innerer Vorgang. Die

Redensart kann eben ihren Wortsinn verlieren, behält aber ihren Zweck bei, nämlich den, zum Nachdenken aufzumuntern

oder wenigstens auf etwas Unvermutetes vorzubereiten; also wie das deutsche ,sieh da!', das volkstümliche ,da schau!' Denkschriften der phil.-hist. Kl. XLIX. Bd. III. Abh.

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Feuer gegangen, und du ...)', ei mai mari, și rămâiă mai pe jos de câtă elŭ (320, 12) „sie (seien doch) die Älteren und müßten nun hinter ihm zurückbleiben!' lasă facă mişelič . dară adi iasă ex din biserică, vie mănânce şi apoi se întorcă în biserică .... (273, 7) ich will schon davon nicht reden, daß sie wie die Straßenkinder herumlaufen; aber verlassen die heute die Kirche, gehen sie essen und kehren dann wieder in die Kirche zurück! Dialekt; maked.: cu çi faça ducemŭ iéra la nunta acea? (Obed. II. Märchen 53, 1) ,mit was für einem Gesicht (was für einer Miene) sollen wir jetzt zu dieser Hochzeit gehen?' çe façimŭ tora? (153, 2) ,was soll jetzt aus uns werden ? dumnică, mâne ieŭ fug tu xéne; cum s' me dispartu di ñiati-le a talle? (Lied 19, 1) ,Herrin, morgen gehe ich in die Fremde; wie soll ich mich von deiner Jugend trennen?' tši ts fak mine, laie frate? (Weig., 01. Lied. 29, 4) ,was soll ich dir tun, armer Bruder? 1

Anmerkung. Auf eine echte Frage wird oft mit einer rhetorischen geantwortet, z. B. ce mai facă tu acolo, prietene? ce facì? (so Basme 252, 9) ,was tust du denn dort, Freund? Was ich tue?" und dann die wirkliche Antwort. Da nun echten Antworten oft ein éca vorausgeht so gleich in dem eben zitierten Beispiele, wo es weiter heißt: écă mi-amŭ tăiată urechile și le mănâncă ,ich habe mir halt die Ohren abgeschnitten und esse sie auf

so kann dieses deiktische Wörtchen mechanisch auch vor das gleichfalls gewohnheitsmäßig sich einstellende ce facủ? treten, obwohl dieser Satz nichts enthält, worauf es hinweisen könnte; der fragende Ton geht dabei verloren. Also als Antwort auf die gleiche Frage wie oben: écă ce facủ; mi-amŭ tăiată nasulă și îlú mănâncă (251, 36).

63. Im Anhange sei hier noch eine Wendung erwähnt, die möglicher Weise hierhergehört; es ist dies care de care, das etwa einem ,um die Wetter entspricht und oft, aber durchaus nicht immer, von einem Konjunktiv begleitet ist. Es findet sich :

1) als pronominales Subjekt von Hauptsätzen, etwa in der Bedeutung ,alle um die Wette'. Basme: fetele care de care se întrecea -i dea pricina de vorbă (229, 21) ,die Mädchen überboten sich um die Wette, ihm einen Anlaß zum Reden zu geben'; Pann: și lumea care de care la acel glas îndrăzneț cu sute, cu mii de galbenă înălța mereŭ la preţ (Şezăt. I, 65, 11) und das Publikum erhöhte um die Wette beim Anhören jenes kecken Ausrufens den Preis um Hunderte und Tausende von Dukaten'. An makedon. Belegen habe ich zwei Stellen nur aus dem nicht ganz verläßlichen Obedenarů: avdîndu-luě ómeñă-lli ... c) ... amirð... îșă vinne ... caie de caie de óspeţă-llă a luě se ducă tea 'lli órå buna venire a lui (47, 1) ,als jene Menschen hörten, daß der König gekommen war, kamen seine Freunde um die Wette, um ihn willkommen zu heißen“, di óra acea cae de cae 'lli da turli di turli de luvhurii (II. Märchen 9, 3) ,von da an gaben sie ihm um die Wette alle Arten von Sachen'; die beigegebene Version im Dialekt von Sabar (20 Kilometer südlich von Bukarest) behält die Wendung in beiden Fällen bei, nämlich: care (mai) de care dîn prietini luă se ducă; und: din diua aia, care mai de care 'dea fel fel darură. An die Beispiele, in denen das Verbum im Indikativ steht, reihen sich folgende zwei Fälle aus Creangă: Harap Alb înainte și ceilalță în urmă, care de care mai chipos și mai imbrăcat (IV, 60, 22) ,H. A. [schritt] voran und die anderen nach ihm, einer stattlicher und geputzter als der andere', femeile bisericoase din sat ái băgase mamei o mulțime de bazaconii în cap, care de care mač ciudate (V, 15, 13) ,die Betschwestern hatten der Mutter eine Menge von Dummheiten,

1 Könnte auch zu 1 a gerechnet werden, vom Standpunkte ausgehend: ,ich will (oder sollte) dir helfen, aber was soll ich

tun? du bist ja tot ?"

eine kurioser als die andere, in den Kopf gesetzt'. In Sbiera Pov, ist ein care de c. se ascundă (respektive c. d. c. se ascunde) in Abhängigkeit von începe geraten, wodurch das Verb in den Infinitiv kam: îndatamare începură care de care a se ascunde mai degrabă (29, 5 u.) „sofort begannen sie, sich um die Wette schnell zu verstecken“; fost întrebând care mai de care (Stănc. 49, 16) „sie fragten um die Wette'; gleichfalls als Subjekt funktioniert es in: Grecii, care de care mai cum trebue, se pofteaŭ unul pe altul intre înainte (34, 4 u.) ,die Griechen, einer höflicher als der andere (wörtlich etwa: „um die Wette comme il faut“) ersuchten einander, den Vortritt zu nehmen'; ähnlich: nevestele lor . . , încep .

... a'r dezmierda C. de c, mai măgulitor (Creangă I, 45, 14) ,ihre Gattinnen beginnen ihnen zu schmeicheln, eine liebkosender als die andere', und se aud ...0 mulțime de glasură, c. de c. mai urîcioase (III, 44, 11) ,man hört eine Menge Stimmen, eine abscheulicher als die andere'.

2) Care de care funktioniert als Subjekt, aber in einem Nebensatze; es folgt auf ein „sich beeiferní oder einen ähnlichen Ausdruck und macht den Eindruck eines relativinterrogativen Pronomens, welches man etwa durch ,wer von ihnen zuerst (respektive ,am meisten' oder ähnlich) wiedergeben könnte. Beispiele für diesen Gebrauch habe ich nur aus den Basme (vgl. 229, 21 unter 1): se da unulú peste altulů, care mai de care vadă pe mântuitorulŭ fiilorů împératului (198, 4) ,es drängt sich einer auf den andern, wer von ihnen am besten den Retter der Söhne des Kaisers sehen könne', stăpânii se băteaŭ care de care l' apuce (229, 14) ,die Herren schlugen sich darum, wer ihn (als Knecht) bekommen solle', se întreceaŭ care de care plece mai 'nainte (295, 26) „sie überboten sich, welcher von ihnen sich früher aufmache', auch se gătiră c. mač de c. plece mai curândů (33, 7) „sie machten sich bereit, wer schneller als die anderen aufbrechen werde'; c. de c. mai bune plocoane 'ě ducă alerg (Pann, Nastr. 13, 11) „sie eilen um die Wette ihm gute Geschenke zu bringen'.

Zum richtigen Verständnis von care de care kann uns die Verwendung des nicht seltenen care pe care den Weg weisen; wir finden es z. B. bei Pann: cară pe cară ață birui, tot un bărbatel 'mi-o fi (Şezăt. II, 66, 8) ,wer den anderen besiegen wird, wird mein Gatte sein', und Creangă: acum vedem care pe care? Or el pe dracă or draci pe dânsul (III, 43, 11) jetzt wollen wir sehen, wer wen (es fehlt ,besiegen wird“), er die Teufel oder die Teufel ihn'; und, um den einzigen Fall, der mir aus der Volkspoesie zur Verfügung steht, zu zitieren: pănă noi ne-am rémáşa ... car' pe care ne-om ajunge, ala capul ne vom tunde (Cătană 171, 5 u.) ,bis wir mit einander wetten werden, wer den anderen einholen wird, dessen Kopf wollen wir scheren (=abhauen)";1 also statt ,welcher (von ihnen oder uns) den anderen besiegen wirdsagt man ,welcher welchen', ganz begreiflich, weil das Objekt ebenso fraglich ist wie das Subjekt, während das deutsche ,welcher den anderen' dem Umstande Rechnung trägt, daß es genügt, nach dem einen zu fragen, da dann der andere sich von selbst ergibt. Ähnlich nun können wir uns ein care de care va pleca mai curênd? oder (da es eine Frage ist, mit potentialem Konj.) plece (Basme 33, 7) erklären; werden nun solche Sätze abhängig gebraucht, so kann bei gewissen regierenden Verben (sich beeifern“, „sich drängen“) der charakteristische Komplex care de care leicht den Eindruck erwecken, als ob er den Begriff , um die Wette' ausdrückte, so daß dann seine Ablösung vom Komparativ erfolgen und er sich einfach an die Verba anschließen kann. Der

1 Entweder ist der mittlere Satz in Beziehung zu beiden anderen (was gut volkstümlich wäre), oder trennt man ihn vom ersteren durch ein stärkeres Interpunktionszeichen.

Indikativ, der sich zuweilen findet (vgl. die ersten zwei Beispiele unter 1) ist wohl ein Beweis, daß care de care sich jetzt schon von der Konstruktion, aus der es hervorging, emanzipiert hat; die betreffenden Beispiele weisen auch keine Komparative mehr auf.

Daß die beiden care möglichst nahe aneinandergerückt erscheinen, erklärt sich daraus, das das Rumänische Häufungen derartiger Wörter (Pronomina, Partikeln) liebt (s. folgenden Paragraph), eine Neigung, die speziell bei pe care dadurch gefördert wurde, daß ja das Fragepronomen als Objekt immer vor dem Verb steht, daher zum Subjekt care tritt.

66. Man kann sich mit dieser Auffassung des care de care zufrieden geben, solange wenigstens als eine plausiblere nicht gefunden ist; doch darf nicht verschwiegen werden, daß care in der neueren Volkssprache einige recht sonderbare Verwendungsarten aufweist, in die möglicherweise auch unser care de care einzufügen ist. Ich lasse einige Beispiele folgen, und zwar in einer Gruppierung, die nur die Übersichtlichkeit fördern, jedoch nicht als Resultat einer endgültigen Entscheidung auftreten will.

a) care kann durch jeder (von uns, von ihnen) wiedergegeben werden; an Ortsadverbia angeschlossen: ein Beispiel aus dem Hronograf von 1760: -au slobodit ducă carele unde-i va fi voža (G. II, 73, 17) ,er ließ sie frei, daß sie gehen, jeder wohin er Lust haben wird'; apoi intra cu toți înlauntru, se tologește, care unde apuca, și (Creangă, IV, 62, 22) , hierauf treten sie alle ein, strecken sich aus, wo jeder gerade hintrifft, und ..., fugită . care pe unde a nemerit (Stănc. 78, 18) „sie fohen, jeder wo er hingeriet', zicênd astfel se sculară care pe unde şedea (Pann, Șezăt. I, 24, 1 u.) ,dies sagend, standen sie auf, jeder wo er saß', mergênd ne ascundem care pe unde putem (Pov. III, 54, 9 u.) gehend uns zu verstecken, jeder wohin er kann'; ähnlich Poveștĭ ardel. 12, 22 (nach sě așédă), 30, 1 u. (zu apucase ,hingeriet'), in einer Frage: fraţilor, c. pe unde-ață umblat? (29, 12) ,Brüder, wo seid ihr herumgekommen?“ Voevodii nu scia c. pe u. au eşit la lume (Alexandria 37, 3 u.) ,die Fürsten sind in die Welt hinausgezogen, man wußte nicht wohin'; cu toții se 'ntorcea care de unde erea (Poes. pop. 568 a 563) „sie kehrten alle zurück, jeder woher er waró; ne-sciind nimeni care în cotro a apucat (Volksb. Sisoe; C. B. II, 284) ,indem keiner wußte, wo jeder hingeraten ist'; voi împrăsciați-care încotro (Basme 318, 17) ,zerstreut euch nach allen Seiten“; a dat poruncă slugilor sale, ca apuce care incotro a vedea cu ochii (Creangă III, 7, 12) ,er gab seinen Dienern den Befehl, daß sie sich bemühen sollen, jeder nach Kräften sich umzusehen“; duc toță care n cătrăŭ (Povești ardel. 31, 2 u.) ,alle gehen weg in verschiedenen Richtungen'; plecară care încotro le-a fost drumul (Stănc. 110, 11) „sie gingen davon, wohin jeden sein Weg führte'; mulță craš ... ieşiaŭ înaintea luă Harap Alb, și care din cotro îl ruga (Creanga IV, 42, 18), viele Kaiser gingen dem H. A. entgegen und jeder von seiner Seite bat ihn', început care dincotro le mângăie (III, 35, 15) „sie begannen sie zu trösten, jeder nach Kräften“, oder auch von allen Seiten'; im letzteren Sinne wird es nämlich von Creangă gerne gebraucht, so noch: oamenii săriră, brůmácă, c. d. c. (V, 106, 22) ,die Leute liefen erschrocken von allen Seiten herbei', țăranii noştri ... ne tot sfichiuiaŭ, în treacât, c. d. c. (V, 119, 2) ,unsere Bauern verspotteten uns im Vorbeigehen von allen Seiten'. An relatives ce angeschlossen: început a vorbi, care ce știea, și cum îi ducea capul (IV, 46, 7) ,sie begannen zu reden, jeder was er wußte und wie es ihnen in den Sinn kam':

1 Wie oben Basme 318 care incotro ,nach allen Seiten'.

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