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der Konjunktiv auch solche Fälle, wo Tatsächliches behauptet wird, also satis mihi est si mit Konjunktiv, auch wenn die durch wirkliches Geschehen hervorgerufene Stimmung ausgedrückt wird, nicht nur es sich um bescheidenen Wunsch handelt (Draeger II, $ 552. 553).

2. Sind Fälle wie der letztgenannte dem psychischen Mechanismus zuzuschreiben, der in der Morphologie und der Syntax so oft die Spuren des organisch Gewordenen verwischt. so erklärt sich die Verschiedenheit des Modus in den eingangs gegebenen Beispielen aus der bekannten Tatsache, daß si erst in der späteren Entwicklung zu den schon fertigen Fügungen verdeutlichend hinzugetreten ist; ursprünglich also vales, gaudeo, oder der erste Satz weist irgend eine der Nuancen auf, die der subjektive Sprachgebrauch durch Ton oder Formveränderung ins Zeitwort hineinlegen kann, also außer behauptendem und konstatierendem vales auch fragendes valeas, oder dieselbe Form in wünschendem, jussiv-prohibitivem, potentialem, konzessiv-konditionalem Sinne; im letzteren Falle auch leicht valebis mit dem Tone der Frage oder Behauptung; tritt nun si ein, um das gegenseitige Verhältnis der beiden Sätze festzulegen, so ist zunächst kein Grund vorhanden, die richtig wiedergegebene Nuance des einen Satzes (der nun als bedingender auftritt) zu verwischen. Man vergleiche die Fälle in verschiedenen romanischen Sprachen (Meyer-Lübke III, p. 691), besonders im Altfranzösischen, Provenzalischen und Italienischen, wo si einen Konjunktiv des Wunsches einleitet, also wie Inferno 29, 103 Se la vostra memoria non s'imboli ..., Ma s' ella viva

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Ol. Die Sprache der Olympo-Walachen, Leipz. 1888;
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sotto molti soli, Ditemi; da werden also die Wunschsätze ,möge Euer Andenken nicht entschwinden, möge es vielmehr viele Jahre weiterleben' als Bedingungen formuliert, die freilich - zum Unterschied von den oben angeführten lateinischen Fällen sich nicht mit solcher Selbstverständlichkeit aus der bloßen Parataxe der Sätze mit ditemi ergeben würden. Die Fügung erlangt so, wenn der Hauptsatz einen Wunsch oder Befehl enthält, von dessen Erfüllung das Eintreten des durch si angegliederten Wunsches abhängig gemacht wird, den Sinn einer Beschwörung (wie das obige Beispiel und rumän. Belege $ 58 a); soll der Wunschsatz dagegen eine Behauptung oder eine Zusage des Redenden bestärken, so wird die Konstruktion zur Beteuerung (Purgatorio 2, 16 se io ancor lo veggia; oder Purg. 8, 127 s'io di sopra vada; ferner Parad. 22, 106 u. s. w.); da wird also ein unabhängiger Wunschsatz durch das si in ein konditionales Verhältnis zu einem anderen Satze gebracht, genau wie es dem ursprünglich unabhängigen potentialen Konjunktiv geschehen ist in si valeas, gaudeo. Ähnliche Einreihung in eine bedingende Periode findet sich auch im Mittelhochdeutschen, z. B. den hân ich, số mir iemer müeze liep geschehen ,den habe ich, wenn (so wahr) mir je etwas Angenehmes geschehen möge"; übrigens ist auch andere Abhängigkeit möglich: empfienc er mich als schône, als im got iemer lône (,so gütig, wie Gott ihm lohnen möge'), s. Paul, Mittelhochd. Gramm. $ 571.

3. Im Rumänischen nun entwickelt sich der Gebrauch des si ganz eigentümlich; während nämlich in den anderen romanischen Sprachen das in seiner Bedeutung verblaste quod (unter Einmengung von quid und quia, s. Meyer-Lübke III, 609) das hauptsächlichste unter den indifferenten Verknüpfungsmitteln wurde (ib. p. 622 f.), muß es im Rumänischen eine Zeit gegeben haben, wo als solches auch si verwendet wurde, ohne jedoch quod ganz verdrängen zu können. Die Konkurrenz von si mit quod läßt sich durch Übergehen aus einer Assoziationsreihe in eine andere, sie kreuzende, erklären: so wie quod selbst, weil es nach gewissen Verben und verbalen Ausdrücken ebensogut ,daßi wie ,weil bedeuten konnte, zuletzt sich für das erstere entschied, so konnte auch si, das sich gleichfalls mit ,daßi kreuzte, die Bedeutung desselben übernehmen. Schon von diesem, beiden Wörtern gemeinsamen Punkte aus ist die Ersetzung des quod durch si möglich; aber auch in ihren ursprünglichen Bedeutungen stehen sie einander sehr nahe: gibt doch der Bedingungssatz geradezu einen nicht realisierten oder nicht realisierbaren ursächlichen Zusammenhang wieder (,Werd' ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch, du bist so schön, Dann magst du mich in Fesseln schlagen' enthält ein Tun, das als möglich hingestellt oder auch bestritten wird und dessen eventuelles Eintreten den Grund für ein anderes Tun bilden soll oder würde); in volkstümlicher, vom Zwange der strengen Logik befreiter Rede ist ein solches Ineinanderfließen von Kategorien ganz begreiflich, weil eben psychologisch eine genaue Scheidung der bedingenden (und, beiläufig gesagt, auch der temporalen) Sätze von den kausalen nicht stattfindet. So bestanden im Frührumänischen wohl und nebeneinander als indifferent anknüpfende Konjunktionen, bis dann eine Differenzierung eintrat, wie sie in den anderen romanischen Sprachen aus Mangel an Material nicht möglich war; die Art der Gebietsteilung konnte angesichts des Umstandes, daß să auch noch seine lateinische Bedeutung beibehalten hatte, nicht zweifelhaft sein: erhielt fast ungeschmälert das Gebiet des tatsächlichen Grundes, ferner aber auch (wie schon das spätlateinische quod, s. MeyerLübke III, 623) das der Konstatierung im Inhaltssatze, der nicht subjektiv gefärbt ist; es trat also nach ,wissen, wahrnehmen ein, griff auch zu glauben' über; bei den Konjunktiven des Wunsches, der Möglichkeit, des Zweckes wurde aber die Entsprechung von si verwendet;

und da blieb să ohne Rivalen, so daß es als steter Begleiter des abhängigen Konjunktivs auftritt und allmählich, nachdem die Flexionen desselben größtenteils geschwunden waren, geradezu als sein Kennzeichen angesehen wird;^ daß nun dieser Flexionsersatz auch dem unabhängigen Konjunktiv zugeteilt wurde oder doch werden konnte (denn obligat ist im unabhängigen Wunschsatze auch heute noch nicht), ist ganz begreiflich.

4. Als Beweis dafür, daß das vielfach schon früh als integrierender Bestandteil des Konjunktivs und nicht als selbständige Konjunktion gefühlt wurde, können die Fälle gelten, in denen einem negierten Konjunktivsatz ein zweiter, gleichfalls negierter, koordiniert wird, ohne daß es nötig ist, die Negation zu wiederholen; so schon im Matth. 13, 15 cu urechile greu auziră, și ochii lor paiînjiniră-se, nu căndu-va vază cu ochii lor și cu urechii auză, și cu înima înțeleagă, și se întoarcă și se vendice; das ist nur möglich, wenn die să von auză und den folgenden Verben nicht als Konjunktionen, sondern als Flexionsersatz gefühlt werden, so daß eine Wiederholung der Negation und des ,damit ebenso wie im Griechischen unterbleiben konnte. Ein etwas anders geartetes Beispiel bietet Belgr. 1648: nu vej' întoarce și fit ca porobocii, nu veț' întra întru înpàraţiia ceriulor (G. I, 127, 7; ähnlich 1730, nur: de nu ... ca copii) , wenn ihr nicht umkehren werdet und wie die Kinder werdet, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen:.3 Auch im Makedonischen: viara dămu somnu dultse tra s-nu i skuală s-dukă la bisiarikă (Rum. Jb. I, 5, 10) im Sommer geben wir ihnen süßen Schlaf, damit sie sich nicht erheben und zur Kirche gehen'. Allerdings sind Fälle wie die eben erwähnten im ganzen nicht eben häufig;

das Gebräuchliche ist die Wiederholung des nu geblieben, teils wegen der größeren Deutlichkeit, der zuliebe ja alle romanischen Sprachen eine derartige Ersparung perhorreszieren, teils auch weil im des zweiten Satzes ,damit' und das von diesem geforderte Konjunktivzeichen zusammenfließen, so daß man die an das erstere sich anschließende Negation unwillkürlich wiederholt, also: (ca) nu vază și nu moară ,damit er nicht sehe und nicht sterbe'; und es handelt sich in dieser Frage sehr oft um ,damit'; wo aber konjunktivische Objektsätze verneint werden sollen, steht das nu beim regierenden Zeitworte (also nu ştie citească), wenn dieses modalen Charakter hat, oder es treten ähnliche Verhältnisse wie bei den Finalsätzen ein, so daß das in der Anm. zitierte Beispiel aus Pann lauten müßte poruncindu-i nu-l supere și nu-l certe.

· Aus der obigen Darstellung ergibt sich, warum să auch bei der 3. Person Konjunktiv, die doch ihre Flexion beibehalten

hatte, auftritt; im Nebensatze ist es eben genetisch in allen Personen gleich berechtigt; nur in unabhängigen Sätzen, die nie si kannten, darf die 3. Person noch heute das så entbehren, im Gegensatze zur 1. und 2., die ohne si unkennt

lich wären. ? Luther übersetzt: „ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß sie nicht dermaleinst mit den Augen

sehen und mit den Ohren hören'; doch ist dies anders zu beurteilen als das Rumänische, da im Deutschen die Stellung

der Negation eine entscheidende Rolle spielt. 3 Dieses Beispiel darf man nur dann hier anführen, wenn man fiti, dem Futur des ersten Satzes entsprechend, als Konjunktiv mit Futurbedeutung faßt, wie er ja im Rumänischen ziemlich häufig anzutreffen ist. Richtiger wäre es jedoch vielleicht, hier von einer Fügung zu sprechen, in welcher der zweite Satz, aus dem streng logischen Zusammenhange herausgerissen, in modalem, und zwar schwach konsekutivem Sinne lose angefügt wird; ähnliches findet sich recht oft, so: grăiră, ce nu în praznicu, fie voroavă întru oameni (Matth. 26, 5) „sie sagten: aber nicht am Festtage, daß dann ein Aufruhr unter den Leuten werden könnte“; oder: vănătoriul ... sapă ... groapă ... și ascunde, ca nu-l vază, să moară (Physiologus 280, 27) ,der Jäger gräbt eine Grube und versteckt sich, damit sie (die Gorgo) ihn nicht sehe, daß er (etwa) sterbe'; ganz ähnlich ibid. 280, 20; ferner: când merge bea apă, el işi varsă veninul suptu o piatră, ca nuverse în apă, ca bea cineva, moară (ibid. 286, 19) ,wenn sie (die Schlange) geht, um Wasser zu trinken, schüttet sie ihr Gift unter einen Stein, damit sie es nicht ins Wasser verschütte, daß jemand es trinke, daß er sterbe'. Dieselbe Erscheinung auch Basme 199, 22 und sonst in der Volksliteratur, z. B. Poruncindu-í ... nu-l supere de loc, ... ori -l certe în vr'un fel, oră ' ndrăsnească -l bată (Anton Pann, Pov. II, 5, 4) ihm befehlend, daß er ihn ja nicht kränke, oder daß er irgendwie schelte, oder daß er ihn zu prügeln wage'.

5. ist also gleichsam zur Konjunktivflexion geworden, damit waren Fügungen wie si valeas, volo über die Abschwächung der konditionalen Bedeutung äußerlich wieder zum ursprünglichen Zustande valeas, volo zurückgeführt, jedoch im Organismus des Gefüges war eine Änderung vor sich gegangen: aus einem poruncesc citească oder (mit anderer Wortstellung, die ohne Zweifel gestattet war) să citească poruncesc ich befehle, daß er lese', wo subordinierende Konjunktion ist, wird nämlich, ohne Änderung des Ausdruckes, eine Parataxe zweier unabhängiger Sätze, die aber kaum als Parataxe gefühlt wurde, da der Sprechende unwillkürlich dazu kommen mußte, im Konjunktiv das Objekt des poruncesc zu sehen, wodurch dann die Wortstellung poruncesc citească fast obligat wurde. In diesen und verwandten Fällen hat also die Abschwächung des der Deutlichkeit des Ausdruckes nicht Abbruch getan. Anders aber verhält es sich im Finalsatze; auch da hatte si die Natur der Satzrelation nicht angegeben, sondern (wie das deutsche ,daß', das französische que) einfach nur die Verbindung hergestellt; das genügte für den Anfang und ebenso fand das Rumänische auch noch sein Auslangen, als das så nicht mehr anknüpfte, sondern zum Konjunktiv gezogen war; als dann das Bedürfnis sich einstellte, das finale Verhältnis auszudrücken, übertrug die Sprache, die vorhandenen konstruktiven Elemente benützend, diese Aufgabe dem så, wodurch ohne formale Änderung die Beiordnung zur Unterordnung wurde. Während aber der Objektsatz auf dieser (beziehungsweise einer analogen) Stufe stehen blieb, konnte hier das Ergebnis noch nicht endgültig befriedigen: ein so charakteristisches Satzverhältnis wie das finale drängte nach einem prägnanteren Ausdruck, als ihn das sonst bedeutungsschwache ermöglichte. Da boten sich nun gewisse Einleitungspartikeln, welche oft vor das să zu stehen kamen, wie von selbst; sie wurden bald als Verstärkungen der zu schwachtonigen Konjunktion angesehen und mit dieser zu einem Komplex vereinigt, welcher durch seinen größeren Umfang Akzentträger wurde und schon deshalb die markante Bedeutung ,damit besser auszudrücken vermochte.

6. Eine Zeit zu fixieren, in der zu ,damit wurde, wäre auch dann, wenn uns älteres und reicheres Material zu Gebote stünde, unmöglich, denn es handelt sich da zunächst um einen Übergang in der logischen Auffassung und nicht in der Form. Das eine kann man mit ziemlicher Sicherheit behaupten, daß så lange der ausschließliche Vertreter des ,damit' war und hinlänglich Zeit hatte, sich in dieser Bedeutung derart festzusetzen, daß es durch später auftretende Rivalen nicht mehr völlig verdrängt werden konnte.

7. Schon im Cod. Vor. findet sich in der Bedeutung damit neben auch cumă . Cumŭ tritt nämlich häufig an die Stelle von ; quommodo ersetzt ja (neben quem ad modum, quia, quoniam), besonders in der Übersetzungsliteratur, vielfach das ós und die accus. cum inf.-Konstruktion (Schmalz § 331).

Betrachtet man die Verwendung von cumi im Cod. Vor., so findet man:

1. häufig die ursprüngliche Bedeutung; a) vergleichendes ,wie, so wie' (= qualis): cumu e froarea erbiloru ce trieace ..., aşa (111, 7) „So wie die Blume der Gräser ist, welche vergeht, so ..."; acieși ultă cum erà (115, 4) „sofort vergißt er, wie beschaffen er war'; ähnlich 37, 11; 81, 14 u. s. w. – B) in welcher Weise zur Charakterisierung von Tätigkeiten:

fuču lucrandu (18, 11) ,ihr wisset, wie sehr ich gearbeitet habe'. c) als ob, wie wenn' (also wie italienisch und französisch, vgl. Meyer-Lübke III, 654, dazu aus Dante Inf. 10, 36; 25, 6, 61): se sfetuiră se te roage aşa cumu demăînreța se aduci Pavelu ... cum ară vrea ceva a întreba de elu (52, 4) „sie beschlossen, dich zu bitten, daß du ihnen morgen den Paulus herbringest, als ob sie ihn um etwas zu fragen hätten', ähn

voi știți

сит

lich 52, 7 (Belgr. hat in beiden Fällen ca cumŭ, weist jedoch 1. Petrus 4, 12 (vgl. Cod. Vor. 160, 5] ein solches cumů auf;" ebenso Moxa: aflarâ ună capă de osi, de curia sănge cum arâ fi tățată atunce [C. B. 1, 356] „sie fanden einen Totenkopf und es foß Blut [aus ihm), wie wenn er eben abgeschnitten worden wäre').

2. ситй õte mit Indikativ: våựu cumu cu înputare și cu multă deşertie ... va se fie nutarea (85, 9) ich sehe, daß die Seefahrt mit Beleidigung und großer Gefahr vor sich gehen wird“, nu știu ce ʼmi se va taînplà . e însă cumu duhulu såntu ... mărturiseaşte și grăiaşte, ... (19, 14) „ich weiß nicht, was geschehen wird, wohl aber, daß (Tarv ötl) der heilige Geist bezeugt und sagt, daß . .'

3. ситй ,daß im heischenden Sinne: și grăimu cumu aceasta se faceţi (30, 9) ,und wir sagen, daß ihr dies tun solltó, ferner 52, 4 (s. oben 1c) und 86, 4; corabnicïi sfătuiră-se cumu se văînslede de acie (86, 4) ,die Schiffer beschlossen, daß sie von dort absegeln“; nach Substantiv: svetulu voiniciloru fu, cum se ucigă fuglii (94, 10) ,der Rat der Soldaten war, daß man die Gefangenen töten solle“; nach ruga s. oben 1 c.

4. ситй „als (weil)“: cumu nu putiêà înţeleage alesu dereptu vorova, și dise se lu ducă elu întru placu (34, 13) ,da er wegen des Lärms nicht deutlich verstehen konnte, sagte er, daß man ihn in das Lager führen solle', cumu și întăii preuţi mărturisescu-mi, și toți bătrării cumu și dela ei carte luaru spre frații cera diîntru Damascu (38, 2) ,wie auch die obersten Priester und alle Ältesten es mir bezeugen, da ich von ihnen Briefe an die Brüder in Damaskus mitnahm'.

Also noch in sehr zahlreichen Fällen mehr oder weniger deutlich die Grundbedeutung, vergleichend; dies gilt auch von 1c), wo beide Sätze durch cumi ,wie verknüpft sind und der Inhalt des verglichenen Satzes durch den Konditionalis als nur vorausgesetzt (möglicher Vergleich) oder fälschlich angegeben (vorgeschobener Vergleich) charakterisiert wird.

8. Nun gebraucht das Rumänische lange Zeit hindurch cumů mit Indikativ nach ştiu, mărturisesc, dic, învaț, scriu, află („konstatiere'), daŭ samă (,bezeuge“), cred, ved, arăt, sogar nach pănă într' atătă kann es das korrelative cât ersetzen, so: voiu pedepse pre voi . pănă într' atătă cum veţi măîncà carne feciorilor voştri (Gaster I, 5) ich werde euch so sehr strafen, daß ihr das Fleisch eurer Söhne verzehren werdet'. Es

Es läge daher nahe anzunehmen, daß sich erst aus diesen Verwendungen ein cumŭ mit Konjunktiv, zunächst nach Verben des Sagens (Befehlens) entwickelt habe; doch läßt sich diese Ansicht nicht mit der Tatsache vereinigen, daß im Cod. Vor. neben sehr zahlreichen cumů = ut finale und mehreren cumŭ = ut jussivum kaum mehr als zwei Belege für das später so häufige cumů = õte vorkommen, während sonst in diesem Kodex auf konstatierendes sagen, auf wissen, erkennen, einsehen, bekennen (mărturisesc z. B. 21, 1; ispovedesc 60, 9, dem in Belgr. ein mărturisesc cumů, in Buc. 1688 mărt. entspricht), antworten, es scheint mir, kosten (schmecken), sich erinnern, meinen (glauben), hoffen (aber 88, 7 luo-se nădejdiea ... cumu se măntuimu noi ,die Hoffnung schwand, daß wir uns retten würden“), es kommt die Nachricht, stets că folgt. Da müssen wir wohl cumă als das in älterer Zeit Häufigere ansehen, neben welchem einfaches cumŭ = quod (resp. Ersatz für accus. cum inf.) nur vereinzelt auftrat; und daraus werden wir folgern, daß nicht bei den Verben des konstatierenden Sagens und des Wahrnehmens, sondern zunächst in Sätzen, die einen Befehl oder eine

1 Zweifelhaft ist Belgr. Apostelg. 27, 30 (vgl. Cod. Vor. 91, 9) pre suptu cumpătă cumů are vre sloboazî unter dem

Vorwande, als wollten sie herablassen'; da konnte cumpătă als Ausdruck des Sagens das cumi (= oti, s. N. 2) nach sich ziehen und der Konditionalis (wie sonst oft) die indirekte Darstellung ausdrücken.

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