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stärkung noch nicht so sehr bedurfte, beschränkte und bald den Platz zugunsten von pentru räumte;' ich habe nur wenig Beispiele gefunden: conteni-voiu de oameni pamentea lorð; numai dereptu mănia dracilor se nu lungu anii aibâ (Cod. Schei.) ,ich werde aufhören machen ihr Gedächtnis bei den Leuten; nur damit die Überhebung der Feinde nicht lange währe ..., ferner G. I, 9, 16 (Legenda Duminiceỉ); elů, dereptă nu se spae božarii și nu părâseascân jocul, alergâ de sfärimâ o oglindâ (Moxa; G. I, 61, 13 u.) ,damit die Bojaren nicht erschrecken und das Spiel nicht imstich lassen, eilt er und zerbricht einen Spiegel"; vgl. noch C. B. II, 122, 1 (v. J. 1619). Die spätesten Beispiele, die hier verzeichnet sind, stammen von 1619 und 1620; das erstere weist derepce auf, also das Adverb ,deshalb', resp. das relative Adv. ,weshalb statt der Präposition wegen'. Auch im Cod. Vor. findet sich ein Beispiel für dereptů ; 143, 8 lautet nämlich nach dem Herausgeber: slavă lui dať au dereptu crediînța voastră, și upo(va)inţa se fie spre Dumneờeu; das hieße ,er hat ihm (Gott hat Christo) die Herrlichkeit gegeben wegen eures Glaubens, und eure Hoffnung sei auf Gott (gerichtet)', was dem Sinne (1. Pet. 1, 21) nicht entspricht; diesen erhält man richtig, wenn man Komma nach au setzt, es aber nach voastră tilgt: ,damit (dereptu ... se) euer Glaube und eure Hoffnung auf Gott sich richte'.

17. Daß fiir cumů (resp. ca) ,wie auch cât ,wieviel, wiesehr eintreten konnte, ist begreiflich; im ganzen jedoch ist es selten; deutlich sehen wir die Entstehungsart solcher Wendungen in: priimeaște în častâ datâ atâta din truda noastrâ, câť nu uite lucrurile și cursul terâž (17. Jahrhundert G. I, 196, 22) ,empfange hiermit soviel von unserer Arbeit, als (nämlich: nötig ist,) daß die Angelegenheiten und Ereignisse des Landes nicht vergessen werden“; ohne Korrelativ, dem ca näher stehend: gata sânt, împărate, în şase lune -l înveț pre dânsul, și -l umplu de toată înțălepčunea, cât nu se afle altu decât coconu înpărățià tale mai filosof (2. Hälfte des 18. Jahrhunderts; G. II, 188, 10 u.) ,ich bin bereit, ihn zu unterrichten und mit aller Einsicht zu erfüllen, auf daß (oder: so sehr daß) es keinen anderen geben soll, der besserer Philosoph sei als der Sohn Eurer Majestät“.

18. Die Dialekte bieten nicht viel Neues. Das Makedonische hat neben (si) auch ca ; dem pentru entspricht aromun. tea (, ta) und tra , meglen. dintru , also: dintru s-nu fugă și s-nu si trudéscă bumbacu (Pap. 33, 23) ,damit die Baumwolle nicht wegfliege und verstreut werde ..."; im dunaţi od dintru fățim ghiasma in tista scul’id (Rom. Jb. V, 146, 24) ,wir sind hier versammelt, damit wir die Einweihung dieser Schule vollführen“, weitere Beispiele s. $ 129; in der Rede des Schullehrers, welcher das letzte Beispiel entnommen ist, findet sich auch dintru , welches bei Papahagi nicht belegt ist: țeasta u zic dintru și sfaka din voi poati zauşească (V, 146, 19) ,das sage ich, damit jeder von euch bemerken könne'. Istrisch hat ke se: verít aw domnu și sveti Petru, ke serl'a (= se l' ) laså durmí (Rum. Jb. I, 134, 9) ,gekommen sind der Herr und der heil. Petrus, damit er sie schlafen lasse', tšel s a zmislit, ke se nu kåde în măre, ke vor mere (ibid.) jene haben beschlossen, daß sie, damit er nicht ins Meer falle, gehen werden“; und vor einem Objektsatze: rugăt av županu, ke serla lasă durmí (ibid.) ,er bat den Bürgermeister, daß er ihn schlafen lassen möge'. Es findet sich oft auch das süd

In der Volkssprache ist es, wie manches Alte, noch zuweilen anzutreffen, so: să fie omorîtă dreptů pedépsă (Basme 200, 1) ,er soll zur Strafe getötet werden“; 'ți-oi cânta drept plată (Pann Pov. I, 20, 1 u.) ich werde dir als Bezahlung vorsingen“ (später pe plată); pe dânsa ... ?ți-o și las ca o iei drept simbrie (II, 44, 24) ich lasse sie (die Katze) dir, damit du sie als Lohn nehmest'; se gătea 'i dea drumul, drept mulțumită 'l învătase (Stănc. 92, 22) ,er wollte ihn schon freilassen, zum Danke dafür, daß er ihn belehrt hatte'. Die Bedeutung ist, wie man sieht, heute abgeschwächt.

slavische neka: mes a la tšotše, neka iñkě daře pines (Rum. Jb. I, 140, 2) ,er ging zum Vater, damit er noch Geld hergebe'; siehe auch das letzte Beispiel. Ferner dient für ,damits auch das einfache se (ibid. 147, 10, 14); ferner das südslav. za: wo pištěča za tală wo (ibid. 154, 1) ,er hieb darauf, um ihn abzuschneiden'; mes-am yo la Pola za prisluži vrun kraštsr za pomoč kåsa, neka maš leko priživesku (Romania 21, 256) ich bin nach P. gegangen, um einige Kreuzer zu verdienen, um der Familie zu helfen, damit sie behaglicher lebten'; auch ke neka, das etwa dem dakor. entspricht, findet sich, und zwar recht häufig (s. ,Finalsatz- § 129).

19. Früh schon und sehr häufig findet sich die Verbindung de , deren Wesen und Ursprung weniger durchsichtig sind, schon weil ihr erster Teil, das de, verschiedene Bedeutungen aufweist; diese Partikel spielt nämlich auch sonst im Rumänischen eine ziemlich wichtige Rolle (man sehe Meyer-Lübke III, 604); meist bedeutet sie ,und und diese Bedeutung entspricht sehr wahrscheinlich ihrer Abstammung, gleichviel ob das Wort türkisch, albanesisch oder altbalkanisch (etwa thrakisch) ist. Man ist daher wohl berechtigt, undó als Grundbedeutung zu betrachten, und in der Tat lassen sich von ,und“ aus unschwer die anderen Verwendungen und Bedeutungen von de erklären; da diese vielfach ineinander übergehen, ist eine genaue Zuweisung der einzelnen Fälle allerdings nicht immer möglich. Zunächst mögen die Verhältnisse, wie sie die ältere Sprache aufweist, folgen.

1. de ,und', das zwei Sätze oder wenigstens Verbalbegriffe verbindet; schon im Cod. Vor. sehr oft, Beispiele zu geben ist unnötig. Für die Ursprünglichkeit der Bedeutung ,und' scheint auch die Zusammensetzung des schon in der ältesten Zeit belegten deaci zu sprechen; es ist nämlich und da', entspricht daher dem griech. Òè, xai und deckt sich in seiner Verwendung so ziemlich mit de ,und'. In der Tat entspricht deaci im Cod. Vor. a) einem dè, Belgr. und Buc. 1688: și, so 2, 6; 17, 7; 28, 10 u. s. w. B) griechischem Partizip mit und ohne õè; die beiden anderen Übersetzungen folgen da meist der Vorlage,

1 Ohne in dieser Frage ein entscheidendes Wort mitreden zu wollen, bemerke ich doch, daß türkischer Ursprung des de

für das Rumänische abzuweisen ist; und zwar zunächst aus chronologischen Gründen: zwar setzen sich die Türken schon im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts an der Donau fest, streifen nach der ersten Schlacht bei Kossowo (1389) unaufhörlich auf das linke Ufer hinüber und schon kurz nach 1400 beginnt das Ringen der Moldau und der Walachei mit den Türken, welches das ganze 15. Jahrhundert zum Heldenzeitalter des rumänischen Volkes macht; ein derartiger Kampf um die Existenz ist ganz gewiß ein inniger Kontakt, der zu gegenseitigen Beeinflussungen kultureller und sprachlicher Art reichen Anlaß gibt; doch ist zu beachten, daß die staatliche Abhängigkeit der beiden Fürstentümer bis ins 18. Jahrhundert hinein sehr locker war; während die Osmanen südlich von der Donau die eroberten Städte nicht nur mit Soldaten und Beamten, sondern auch mit vielen bürgerlichen Kolonisten versahen, durften sie dies laut den abgeschlossenen Kapitulationen im heutigen Rumänien nicht tun. Trotzdem muß man schon von vorneherein sprachliche Entlehnungen aus dem Türkischen als sicher annehmen; doch konnten sich diese zunächst nur auf spezifisch türkische Waffengattungen, Offiziers- und Beamtentitel erstrecken, dann auch auf Speisen, Kommandoworte, Gruß- und Fluchformeln und ähnliche charakteristisch gefärbte Begriffe, nicht aber auf Konjunktionen, also Wörtchen, die nur bei einer sehr starken Durchsetzung einer Sprache (und zugleich des Volkes) durch die fremden Elemente, wie sie im Istrorumänischen z. B. dem Südslavischen gelungen ist, mitzuwandern pflegen. Dazu läßt sich nun bei Betrachtung des Vorkommens und der Bedeutungen des de manches aus diesen selbst gegen eine türkische Provenienz vorbringen: die ersten staatsrechtlichen Kapitulationen mit der Walachei wurden 1396 geschlossen, 1460 erneuert; 1475 und 1481 warf Stephan der Große von der Moldau die Türken durch glänzende Siege über die Donau zurück, also lauter Umstände, durch welche die Osmanen vertragsmäßig und notgedrungen auf jeden Einfluß und jede Niederlassung im heutigen Rumänien verzichten müssen; wenn wir trotzdem den Einfluß der türkischen Sprache so hoch anschlagen, daß wir ein Eindringen des de aus dieser in das Rumänische schon für das sechste oder siebente Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts annehmen, so müßten wir noch erklären, wieso diese Partikel in wenigen Jahrzehnten eine so große Bereicherung ihrer Bedeutungen und ihrer Verwendung erfahren konnte, daß sie schon im Cod. Voron. mit den erbgesessenen Vertretern von ,und', ,wenn“, „nachdem' in Konkurrenz trat und schon ein Jahrhundert nach ihrer Einführung die geschmeidigste, man kann sagen die herrschende, Partikel der Sprache wurde. Diese Umstände erweisen wohl, daß de zum uralten Besitze der rumänischen Sprache gehört; ob es als thrakisches Wort einerseits in das Rumänische (dakisch), andererseits in das Albanesische (illyrisch) eindrang, ob letzteres aus dem Türkischen geschöpft hat, kann ich nicht entscheiden.

haben aber hie und da şi; 1, 9; 3, 1 (și-și puse Pavelu mărule spre ei, deaci veînrea duhu såntu spri înși: ,und P. legte seine Hände auf sie, und da kam der heilige Geist über sie'); 7, 8; 9, 11; 13, 11; 24, 14 u. s. w. y) einem xal; 16, 8 căđŭ ... giosu, deaci luară elu mortu: ,er fiel nieder, und dann hoben sie ihn als tot auf'; 25, 11; 26, 9 u. s. w. Ò) einem ölò, ,daher', was sich mit der Anfangsbedeutung von deaci ,und da, und so gut verträgt: 21, 1 (deaci mărturisescu voao ,daher bezeuge ich euch“, Belgr. und Buc. 1688 haben pentru aceaša); 22, 4 (Belgr. dereptů aceača; Buc. 1688 pentru a.). Im Cod. Vor, kommt allerdings der zweite Teil von deaci als selbständiges Wort nicht in der Form aci, sondern erweitert als acie vor, wohl aber in Zusammensetzungen acicea und acicia.

2. Aus de ,und: ergibt sich ,wenn schon im Cod. Vor.; Meyer-Lübke (III, 692) erklärt das Entstehen dieser Bedeutung: zuerst ist der de-Satz ein parataktisch antretender zweiter Hauptsatz, die Bedingung liegt im gegenseitigen Verhältnisse der Sätze und wird auf die Konjunktion übertragen. Sichere Beispiele aus dem Cod. Vor. sind nur 12, 2 und 64, 1 (beide von Meyer-Lübke angeführt); 115, 10 de se neștiînre pare' i credinciosu a fi (Belgr. jarê de i pare cuiva e credinciosì ,wenn aber jemand meint, daß er gläubig ist) ist zweifelhaft; wenn die Stellung des se erlaubt, es als Reflexivum zu pare zu betrachten (ähnlich dem sê von Belgr.), dann ist de sicheres ,wenn“; sonst aber macht de se den Eindruck entweder eines ,und wenn' (Belgr. ähnlich aber wenn“, wie Cod. Vor. 12, 2 e se), oder eines einfachen „wenn“, welches aber, durch de nicht (oder damals noch nicht) scharf genug gekennzeichnet, außerdem noch durch se ausgedrückt wäre. Cod. Schei. enthält nur einen Fall: se nu taci de mere, de nu cảndu veri tača de mere și podobi-me vožu celora ce destingu în groapă (27, 1) „schweige nicht von mir, sonst (=wenn nicht), wenn du von mir schweigen wirst, werde ich auch jenen gleichen, die ins Grab hinabsteigen'; Coresi: nu căndăva t. de m., de voiŭ fi ca cera ce d. stimmt mit dem Griech. und Latein. (ne quando [=Tote] taceas a me et assimilabor). Später wird die Bedeutung ,wenn“ sehr verbreitet. z. B. Physiologus 281, 3; 286, 21, 27, 28; in diesem Werke finden wir auch măcar de ,selbst wenn':' ferește-te de trufie, măcar de ești la cinste mare (284, 11) ,hüte dich vor Hochmut, selbst wenn du in hohen Ehren stehst'. Die später nicht seltene konzessive Bedeutung von de (selbst wenn“) taucht schon früh auf; so in der Einleitung zur Bibel von 1688 (Bibliogr. 288, 4 u.), im Mineiu von 1698: sântă cuvinte elineşti ... unele nică la lexicoane nu află; altele, de și află și înţelegů, iară nu poti veni la tâlmàcitò (ibid. 368) ,es gibt griechische Wörter, von denen die einen sich nicht einmal in den Lexicis finden; andere können, wenn sie auch gefunden und verstanden werden, doch nicht übersetzt werden“; gleichfalls mit dem și, das später mit de zu deși verschmilzt: celú ce va créde în mine, de va și muri fi-va viu (1682; ibid. 248, 8 11.) jener, der an mich glauben wird, wird lebendig sein, wenn er auch sterben wird'.

3. Aus ,und' ergibt sich leicht die Bedeutung „als' (= während, nachdem); sie ist ähnlich erstanden wie ,wenn', gleichfalls zunächst im angereihten Hauptsatze; wenn dieser ein mit der Handlung des ersten gleichzeitiges oder ihm vorangehendes Geschehen ausdrückte, so konnte dem einfach anfügenden de leicht die Rolle der fehlenden temporalen Konjunktion übertragen werden. Beispiele für de ,als': de veînrără cătră elu, dise cătră nșii (Cod. Vor. 18, 8) ,als sie zu ihm gekommen waren, sagte er ihnen', de trecură oarecare ţile, Agripa și V. deştinserå-se cumu se sărute Fistu (68, 4) ,nachdem einige Tage vergangen

1 Vgl. einen ähnlichen Fall in Nr. 8 dieses Abschnittes.
2 Übrigens auch schon weit früher, im Jahre 1652 (Bibliogr. rom. 193, 7) und 1688 (ibid. 283, 8 u.).

care

waren, zogen A. und B. hinab, um den F. zu begrüßen. Aus der Legenda S. Vineri (ca. 1580): și de vâdu celă înpărat acele, și mănie-(C. B. II, 149, 5) ,und als jener Kaiser dies sah, ergrimmte er', și de vâdu sfanta Veneri nu se poate apropiša ..., ja luo apă (150, 1) ,und als die heilige Ven. sah, daß er sich nicht nähern konnte, nahm sie Wasser'.

4. Aus ,und' ergibt sich relatives ,welcher', eine Verschiebung, die, ohne am Sinne oder an der Form der Sätze etwas zu ändern, ganz unmerklich stattfand; man kann sagen, daß das redende Volk erst beim Ausgestalten der Sprache im Sinne einer strafferen Verbindung der Sätze solche de als Relativa verstanden habe; daher ist eine Entscheidung, ob man es noch mit „und' oder schon mit welcher“ zu tun habe, nicht immer mit Sicherheit zu treffen; ja es muß zweifelhaft erscheinen, ob wir die Frage überhaupt aufwerfen dürfen, d. h. ob dem alten Autor das Satzbild in jenen scharfen Umrissen, die wir Neueren gerne anwenden, vorgeschwebt habe; jedenfalls entspricht es mehr dem Wesen der älteren Sprache, wenn wir womöglich bloße Parataxe annehmen. Der Cod. Vor. enthält überhaupt kein Beispiel, wo man dem de relative Funktion beilegen könnte; der Cod. Schei, bietet drei solche Fälle: se nu bucure-mi-se vrăjbitorii-mi fără dereptate, de urescu mere în deşertu (34, 19) ,es mögen sich nicht freuen die ungerechten Feinde, die mich ohne Grund hassen“, înpăratul mieu și Deul mieu, de diseș spásenie lu Jacovu (43, 5) ,mein König und mein Gott, der du Jakob Heil zusagtest', ca mirulă în capu ce deştinge în barbă, în barba lu Aronů, de deştinge în ometu veşmàntul lui (132, 2) ,wie der Balsam auf dem Haupte, der in einen Bart fließt, in Arons Bart, der zum Rande seines Gewandes fließt. Allerdings konnte die besagte Verschiebung umso leichter vor sich gehen, als im Rumänischen (wie auch im Italienischen, Spanischen etc.) das pronominale Subjekt des angefügten Satzes meist fehlt, daher eventuell in das de hineingelegt werden kann; da nun dieses Subjekt regelmäßig mit dem Subjekt oder einem Objekt des vorangehenden Satzes identisch ist, so erhält de den Charakter eines auf dieses Subjekt oder Objekt bezogenen Relativums; also Moxas era un om de avea o rană rea (C. B. I, 358) ,es war ein Mann, und er hatte eine böse Wundes wird für das geschulte sprachliche Denken von selbst zu welcher eine böse Wunde hatte";s ebenso: avea doi fečori și o fatâ anume Athina de era prea frumoasâ (Moxa, C. B. I, 366) ,er hatte zwei Söhne und eine Tochter, namens A., die sehr schön war', de unde veniți, îngerii mei, de aduceţi aceale sarcine? (1580; C. B. II, 416, 1) ,woher kommt ihr, meine Engel, die ihr jene Lasten hertragt?“, ferner Physiologus 289, 29; ist dies einmal bei der Nominativfunktion des so entstandenen oder gefühlten ,welcher geschehen, so ergibt sich die Ausdehnung auf den Akkusativ von selbst, und zwar umso leichter, als etwa ein avea un fičor de-iubí prea mult anfangs zwar bedeutete: ,er hatte einen Sohn, und den liebte er sehr', dann aber, trotzdem das Objekt (lu) da war, ganz gut als: welchen er sehr liebte' verstanden werden konnte; denn das Rumänische wiederholt gerne vorausgehendes Objekt, daher ist de-lu iubi (mit pronominalem de) ebenso gut möglich wie Isusu lu cunoscu (Cod. Vor. 5, 8; vgl. Meyer-Lübke III, 424),Jesum (ihn) kenne ich“; demgemäß

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1 Der Herausgeber schreibt de (ci), was überflüssig ist. ? Man könnte de hier auch durch ,und' wiedergeben; im Griech. und Lat. steht jedoch an dieser Stelle ein Relativum. 3 Nicht viel anders verhielt es sich im Deutschen, welchem relative Pronomina und Adverbia (wie , darinne) ursprünglich

fremd waren; ,es war ein Mann, der eine böse Wunde hatte bedeutete anfangs der hatte eine böse Wunde“. Später erst wurde dem Demonstrativum relative Bedeutung beigelegt. Das Deutsche verwendete als pronominales Subjekt, nämlich das Demonstrativum, und so ging die Entwicklung von diesem aus; im Rumänischen, welches das pronominale Subjekt nicht zu setzen pflegte, erhielt de diese Rolle, aus der es aber, da sie seinem Wesen nicht homogen war, später fast ganz verdrängt werden sollte.

haben wir also: văduiu munca de nu o poču răbda (1580; C. B. II, 356, 2) ,denn ich erblickte Qual, die ich nicht mit ansehen kann ; und für Präposition + Relativum: copilă nu spuse nimănui nimica, ce-ș caută treaba ... pănă află vreme și prilej de spuse părinților ... toate lucrurile (Gaster I, 171, 1 u.) ,der Knabe sagte keinem etwas, sondern ging seiner Tätigkeit nach, bis er Zeit und Gelegenheit fand, bei der er den Eltern alles sagte'. Die stehende Redensart de lu chema ,welcher hieß. hat noch deutliches de ,und"; das Subjekt des Verbums (chema, ,nennen) scheint jedoch oft zu fehlen; das rührt wohl von Fällen her wie: ,er hatte einen Sohn' (oder: ,ihm wurde ein Sohn geboren'), de lu chema (,den er nannte'), wo also das Subjekt des de Satzes ausgelassen werden konnte oder mußte, weil es auch Subjekt oder Objekt des Vordersatzes war oder sich sonst leicht aus ihm ergänzen ließ; eine Fügung letzterer Art ist z. B.: și nascu-se fečorů de în Elena ... de-chema pri’nsul Romanŭ pre numele moşu-său (Moxa, C. B. I, 392, 1 u.) ,und es wurde von Helena ein Sohn geboren, den sie nach ihrem Großvater R. nannte (oder ,und sie nannte ihn“). Dann also analog, mit erstarrter Redensart (namens“): un părinte călugâră de-chema Marco, elů můîngâža pre înpăratul (Moxa, C. B. I, 391) ,ein Bruder Mönch, der M. hieß, der tröstete den Kaiser', apoi fu patriarhă de-chema Ignatie (ibid. I, 384) ,dann ward er Patriarch und hieß Ignatius'. Wird im Nebensatze Passivum gebraucht, so ist der Satz normal gebaut, verhält sich daher analog dem oben genannten era un omů ..., also: Finix iaste și o pasăre, de chiamă aşa, și află ... (aus einem Wörterbuche von 1673; Archivio glottol. X, 277 Anm.) ,der Phönix ist auch ein Vogel, der so heißt, und er findet sich ...'; ebenso ibid. 288**; 289. Ich habe so weit als möglich in der Übersetzung ein Relativpron, verwendet; doch sei noch einmal darauf hingewiesen, daß man überall mit lose anknüpfendem ,und', das dem volkstümlichen Denken weit besser zusagte als ein Relativum, auskommen wird; wenn Hasdeu in einer Anmerkung zu Moxa (C. B. I. 426, Anm. 70) sagt de cu sens de care, resp. (wie er später will) pe care, so kann er damit nur den Eindruck kennzeichnen wollen, den solche Fügungen heute auf uns machen; man müßte sonst zuweilen auch zu anderen Präpositionen greifen als zum Akkusativzeichen pe, so in dem schon zitierten Gaster I, 171 in care; oder zu din care in aflarâ ună capă de osử de curia sănge (C. B. I, 356) sie fanden einen Totenkopf, aus dem Blut floß. Daß de nicht als vollwertiges Relativum behandelt wurde, erhellt schon aus den letzten Fällen, in denen ihm keine Präposition vorgesetzt wird, ferner noch aus der Tatsache, daß es wohl nie ein durch vorangehendes acela u. s. w. gefordertes care vertritt, wenigstens habe ich keinen Beleg dafür gefunden.

5. Wie in Nr. 4 attributive Verhältnisse durch Verwendung von de und' gelockert werden können, so kann diese Konjunktion auch solche Sätze anknüpfen, die zum Vorangehenden im Verhältnis eines Objekts oder Subjekts stehen:' unternehmen: amů năslità de amŭ mărsă într' adânculŭ pustiei (Dosofteiu; Rum. Jb. V, Glossar s. v, năsli) ,wir haben es unternommen, in das Innere der Wüste zu gehen'. heißen, befehlen: zise de-l bătură (Moxa, C. B. I, 372) er sagte, daß sie ihn schlagen sollten', zise de răsipirâ casa lui Petrovů (I, 385) ,er befahl, daß sie das Haus des P. zerstören sollten', zise de aprinserâ

1 Dieselbe Phrase findet sich, beiläufig bemerkt, auch bei Creangă, aber mit ca : Si de atunce, căuta și ea vreme cu prilej

ca facă ... (1, 55, 1 u.), also zum Verb in Beziehung gebracht: ,er suchte, damit'. 2 Dies findet sich, wie später gezeigt werden soll, auch in anderen Sprachen; hier weise ich auf das Mittelhochdeutsche hin,

wo allerdings nicht einmal ,und' nötig ist (ähnlich wie im Siiditalienischen): Kriemhilt niht langer lie, vor des küneges ribe inz münster si gie (,Kr. unterließ nicht, der Königin voran in den Dom zu treten“); dar nâch diu frouwe niht vergâz: die gienc (,die Dame vergaß dann nicht, zu gehen“), s. Paul, Mhd. Gramm.3 p. 134.

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