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si ajute, fie-v locz de scapare (also gemischt) „sie sollen sich erheben und euch helfen, möge euch Gelegenheit zum Entrinnen (geboten) sein“ gegenüber Cod. Schei..: nvie si afute voao, si se vie voao coperitori („Beschützer“). Oder Psalm 101, 2 im Cod. Schei..: strigare mea cäträtine se vinie (mein Rufen komme zu dir“), Dosofteiu (Psalmen in Versen): st. m. margá spre tine, Klain (1801; G. II, 185): st. m. la tine se vie, Jassi 1874: s. m. vie páná la tine. – Fälle ohne im 19. Jahrhundert; Esop. v. J. 1812: celor ce fac bine, nu le pizmui, ci-fi parä bine de e (G. II, 208, 15) jene, die gut handeln, beneide nicht, sondern habe Wohlgefallen an ihnen“. Basme: tacá-vé gura! (213, 36) wörtlich: „es schweige euch der Mund; in konzessiver Bedeutung: tu est a mea, floncäneasca lumea ce va vrea (37, 22) „du bist die Meine, möge die Welt krächzen, was sie wollen wird. Slavici: lasä-i, seazä la récoare, dacä sunt prosti (406, 15) „laß sie, sie sollen nur im Kühlen sitzen (nämlich im Gefängnis; oder ist es wie ital. stiano freschi?), wenn sie einfältig sind“. Sehr beliebt ist die Auslassung des vor fi; schon Cod. Vor.: ce fie amu voao cea ce aste e/e/ (134,2) sondern es sei (bei) euch das, was ja ist, ja; auch die beiden Parallelversionen haben bloßes fie; Mat.: ce veri lega pre pämäntü, fie legato in certure, si ce veri dezlega spre pä., fie dezlegati in c. (16, 10; ähnlich 18, 18) „was du auf Erden binden wirst, sei in den Himmeln gebunden“ etc., fie voea ta (26, 42) „es geschehe dein Wille, ebenso Jassi 1874, während Prof. Nitzulescu (1897) übersetzt: facá se v. t. 16. Jahrhundert: in adunarea lori nu fieslava mea (G. I, 35, 27) in ihrer Versammlung weile meine Herrlichkeit nicht, fietärie in mijloculi apelort (34, 6) „es entstehe eine Feste inmitten der Wasser“, fie fäptur luminoase . . . si desparfa (Cipariu scheint das Richtige, -partó, zu haben) duasi noapte si arate seamne (34,20) „es mögen leuchtende Körper werden, und sie mögen Tag und Nacht scheiden und Zeichen zeigen, Dani sarpe fie in cale (I, 36, 16) „D. soll eine Schlange auf dem Wege sein. Fe neigt zu dieser Ersparung, weil es das fast typische Wort für Wunsch, Segen, Fluch ist; daher eignet es sich auch für Ausrufe, wie aceaea fie departe (G. I, 16*, 10 u.) dies sei fern, domnului fiemultemitá (15*, 2) dem Herrn sei Dank“ (auch modern, Jassi: lui dumnedeu,fie m.), fie vorba ntre no (Creangä V, 104,8) möge das Wort unter uns sein (= unter uns gesagt). Volkslied: Poes. pop. häufig im Glückwunsche, der am Schlusse der Colinde an die Hausleute gerichtet wird, so: Vatafuli (folgt der Name)fia 'mi sänétos, cu fraf, cu pärint (52a 90; Weihnachtslied), etwa: „Herr von N. N. sei mir gesund, mit den Brüdern, mit den Eltern“; ähnlich auch 53 b 38, während es 53 a 50 heißt: ér (N. N.) ténérulü, eli sé'm fiä sänétosü, „aber der junge N. N., er sei mir gesund. Andere Konjunktive ohne sä: dicä cine va vrea (Jarnik-Bars. II, 3, 1) „möge man sagen, was man will (konzessiv); ci tacä-fi gura, nu ma blestema (437 b 34) „halte doch den Mund, verwünsche nicht weiter und in einer Variante des Liedes: tacä-f, maica, guritä, tac si nu ma blestema (438 b 33) halte doch, Mutter, den Mund, schweig und verfluche nicht mehr“. Im Makedon. ist ein Fehlen des kaum zu konstatieren. – Ein Beispiel für konzessiven Wunschsatz: lumea s'ardä, flueara mea tot s lavda (Weig. Ol. 34, 15) möge (auch) die Welt brennen, meine Flöte spielt doch“. Nun noch einige Belege für numa sä; Basme: nu-mi pasä de nimici, numa Vntuli. sä-m batä (130, 19) „mir liegt an nichts dran, nur der Wind soll mich anwehen“; ähnlich Z. 24. Slavici: lucrul e gata, numa vrea si fata (58, 3) „die Sache ist (von mir aus) abgemacht, nur muß auch das Mädchen wollen“, versi cu prisos (venin si ura), si nu prea mult of pasä asupra cui, numa om sa fie (408, 2 u.) ,du gießest in Menge (dein Gift und deinen Haß) aus, und es liegt dir nicht sehr viel daran, auf wen, wofern es nur ein Mensch ist (oder: nur ein Mensch muß es sein). Volksl.; Jarnik-Bars.: da-mé si dup um särac, numa sa traiesc cu drag (I 561, 3) gib mich selbst einem Dürftigen zum Weibe, nur möge ich in Liebe leben“, fie doamna de figan, numai aibä vigan (II, 249, 3) gib mir (selbst) eine Zigeunerin, wenn sie nur ein Stadtgewand hat, hier zugleich bloßes fie, konzessiv. Makedon.: as hiü öarfän § tu kälivä, maš kälivas-hibä a méa (Rum. Jb. II, 171, 268) möge ich (meinetwegen) arm sein in einer Hütte, nur soll die Hütte mein sein. Für de im unabhängigen Wunschsatze habe ich nur zwei Beispiele: cine are urechi auza, de auza (Mat. 11, 15) ,wer Ohren hat zu hören, der höre“; vielleicht soll das de die beiden so verschiedenen auzá trennen, Jassi 1874: cell ce are u. de auzitü, auda; Nitzul. vereinfacht: cine a. u., auzá. Anfang des 17. Jahrhunderts: se- nestire burü crestiru . . ., se se ndulcasca de burü praznic de astädi; se- nestire de serbi cu burü náravü, de se ntre . . .; sau nestire de intäul ëas lucratu, de se a astäd platä dereptä (C. B. II, 82, 2 u.) „wenn einer ein guter Hausherr ist, so erfreue er sich an dem heutigen guten Festtage; wenn er einer der Knechte von guten Sitten ist, so trete er ein; wenn er von früh aufgearbeitet hat, so nehme er heute seinen gerechten Lohn“. 43. c) Erste Person Plural Aktiv. Hier konkurriert wieder der Konjunktiv mit dem Imperativ, so daß man alle Fälle ohne sä diesem zurechnen muß. So Cod. Schei..: rupem leyatorile lori si lepádám de la noi gugul lori (2,3) zerreißen wir ihre Bande und werfen wir ihr Joch von uns (Belgr. 1688 und Jassi 1874 haben beidemale sä). Doch darf nicht übersehen werden, daß es sich bei der 1. Plur. nicht so sehr um einfachen Befehl, als um eine Kombination zweier Elemente zu handeln pflegt: der Absicht des Sprechenden selbst, etwas zu tun, und der Aufforderung oder des Befehls an andere, sich daran zu beteiligen;“ so also ist im Rumänischen eine starke Vorliebe für Konj. statt des 2. Plur. Imperativ leicht erklärlich. Zu dem Angeführten kommt noch speziell für das Rumänische das von MeyerLübke (III, p. 145/6) genannte formale Moment: nämlich Abtrennung der zwei verwandten Gruppen, Konj. und Imper, von dem gleichlautenden Indikativ, so daß also der Imper. sich der Konjunktivform bedient. Und nun einige Beispiele. Mat.: veri, facemi trei cämär (17,4) „wenn du willst, wollen wir drei Hütten machen“ (dies kann auch Konj. für Futur sein). 16. Jahrhundert: facemi omul pre chipul (G. I, 34, 1) „wir wollen einen Menschen nach unserem (nostri fehlt hier) Ebenbilde machen“,” noi ne ntorcemi cätrá Dumnedeu (26, 17) ,wenden wir uns an Gott, ne ferimi de toate päcatele (25, 4 u.) „hüten wir uns vor allen Sünden“, ne mbracómü ntru arma cea luminata . . . (29, 31, 34) „kleiden wir uns in die strahlende Rüstung, dasselbe Reflexivum G. I, 14*, 22; 24, 18. 17. Jahrhundert: trecemi in cea parte (Belgr.; G. I, 128, 23) gehen wir dorthin. 18. Jahrhundert (1800): a-f calul sigatindu-te bine mergem 'la tard amändo (II, 179, 8) nimm dir das Pferd und indem du dich gut vorbereitest, reisen wir beide ab. 19. Jahrhundert: a sä-i áncercäm (II, 255, 22) erproben wir sie“. Basme: aidemi ne mbäiämä si ne cununämi (31, 30) komm, * Das Deutsche hat Är neben gehen wir entweder „laßt uns gehen“ (ebenso andere germanische Sprachen, wie englisch let us go, dänisch lader os gaa), also Aufforderung, die Handlung zuzulassen, was eine schwächere Art der Beteiligung ist; oder „wir wollen gehen“, worin die vom Sprechenden gehegte Absicht auf die ganze in Betracht kommende Personengruppe übertragen wird. ? Gehört streng genommen nicht hierher, da es eine Aufforderung des Sprechenden nur an sich selbst, nicht auch an zweite Personen enthält. Dieses Verhältnis ist auch bei echtem Plural möglich, wenn eben mehrere Redende (zuweilen durch den

Mund eines Einzigen) eine Aufforderung an sich richten: si ne pune Impérat, si noi sä-fi däm haraciä (Alexandria 20, 11) „und setze einen Kaiser über uns und wir wollen dir Tribut zahlen“.

baden wir uns und feiern wir Hochzeit, das könnte hier ebensogut einen Finalsatz einleiten, doch kann aidemü, das von gehen wir zu wohlan“ abgeblaßt ist, auch als bloße Verstärkung angesehen werden, ebenso wie die Singularform in: aide ne prindemi fratz de cruce (303, 29) „komm (= wohlan), nehmen wir uns zu Wahlbrüdern“; oder wie ia in: ia vedemo unde are se ma ascundä (46, 27) sehen wir doch, wo sie sich jetzt verstecken wird, dieselbe Verstärkung, die auch vor Imperativ treten kann, wie 114, 15 (a spune-m) u. s. w. – Volksl.: or ce softoarä . . . nte sa vi, pe ea so jerfim, in zid so zidim (G. II, 289) „welche Gattin auch sich als erste zeigen wird, die laßt uns opfern und in den Bau einmauern, dec daca vroiti ca isprävit §fánta mánästire, . . . no ne-apucám cu tot guräm si ne legäm, tana so pästräm (ibid.) ,wenn ihr daher das heilige Kloster vollenden wollt, so mögen wir auf uns nehmen, daß wir alle schwören und uns verpflichten, das Geheimnis zu wahren“, hat séne 'nchinämi, hat ne legämt, si hat jurämi juräméntulü mare pe páine, pe sare, pe §finte icone (Poes. pop. 463a 261). Makedon.: töte tricut-le le alässämi di 'nä parte (Obed., 1. Märch. 80, 11) alles Vergangene laß uns beiseite lassen“, hat dispulliämi (148, 1) auf, kleiden wir uns aus“; a primnäm (Weig, Ar. 13, 2) auf, gehen wir spazieren“; dóili s'ne luämi, dóili s'ne vremü, dóilinä inimä avemü und noch einige Fälle in diesem Gedichte (G. II, 273) „beide wollen wir uns heiraten, beide wollen wir uns lieben, beide wollen wir eine Seele haben . . .“. Meglen: ai, kätsäm rutsom (Weig., Vlacho-M. 73, 12) auf, wir wollen anfangen zu essen. 44. d) Ein Befehl in der ersten Pers. Sing. Act., also vom Redenden an sich selbst gerichtet, ist natürlich selten und auch da haben wir entweder Analogie erscheinungen oder stilistische Formeln oder das Eintreten dieser Konjunktivform für den Imperativ zweiter oder dritter Person. Im Cod. Schei. entsprechen die Fälle einem Futur des Griech. und Latein., wie auch der späteren rum. Texte: eu (lis . . .: se nu me clatescu n veacu (29, 7), „non movebor in aeternum; disu: se spuniu spre mere füraleagea mea Domnului (31, 5), „confitebor adversumme injustitiam meam Domino; liss se ferescu caile meale (38,2), „custodiam (fut.) vias meas; die erste Stelle gibt Coresi, der sich sonst eng an den Scheianus anzuschließen pflegt, wieder durch nu volu radica . v., er scheint mit der Einsetzung eines deutlicheren, in den Psalmen öfter wiederkehrenden Begriffes (rädica) auch das gleichfalls klarere Futur eingeführt zu haben; im zweiten und dritten Beispiele könnte möglicherweise das unmittelbar vorausgehende diri = „ich sagte mir, als ich forderte mich auf, einen Konjunktivsatz nach sich gezogen haben, doch steht dies im Widerspruch mit den Vorlagen und kann überdies für das erste Beispiel nicht gelten. In dem Satze aus Moxas Chronik (1620) devotu scoate de n radáciná näravul lacomilorü, cinste aibi dela domnia ta, ará de nu volu fi dereptü, sä-m tai capul (C. B. I, 372) „wenn ich das Laster der Habsüchtigen mit der Wurzel ausreißen werde, dann möge ich Gunst von Eurer fürstlichen Hoheit empfangen, wenn ich aber nicht gerecht sein werde, dann schlagt mir den Kopf ab, haben wir es mit einem Wunsche zu tun: es ist nämlich einfach ein anderer Ausdruck für cinste sä-m dee d. t.; ebenso ist nu cumva gasesc vre-un fir de mac printre nisip (Creangä IV, 73, 1) daß ich ja nicht ein Mohnkörnchen unter dem Sande finde nur analogische Ausdehnung eines Befehles auf die erste Person, was aber nur deshalb möglich ist, weil im Grunde eine zweite Person den Befehl erhält (lasse ja nicht zurück). Die Wunschform wird in den Vordergrund geschoben in den bedingend gemeinten Sätzen mit numa sä, wie: si ncä si pe acesta n. sd-lt iaü la ochiü cu sagéta, si voil culca la paminto (Basme 222, 30) und selbst diesen möge (möchte) ich nur mit dem Pfeile aufs Korn nehmen, und ich werde ihn zu Boden strecken“. Parallelismus zur zweiten Person, also zum Imperativ, liegt vor in: es ami picóre, tu a och, te portü in spinare: ei, umblu pentru time, tu ved pentru mine (303,30) „ich habe Beine, du hast Augen; möge ich dich auf dem Rücken tragen; ich möge für dich gehen, du sollst für mich sehen: ähnlichem Parallelismus (oder, was in der Wirkung auf das Gleiche hinausläuft, einer Gegenüberstellung) entspringt wohl: asta e 'f-o ghicesc (Pann, Sez. I, 32, 8), einer gibt den Mädchen ein Rätsel auf, da sagt der Pfarrer: „das muß ich dir lösen“, denn: von so schwierigen Dingen haben die keine Ahnung“. In der Fügung: apoi, dupä ce voü darui impérätesce pentru slujbele . . ., sä-ls poftesci a se duce la casa lui (Basme 327, 30) „dann, nachdem ich ihn für seine Dienste kaiserlich beschenkt haben werde, werde ich ihn ersuchen, in sein Land zurückzukehren“ ist nicht völlige Gleichstellung des Futurs und des Konjunktivs vorgenommen, sondern der Kaiser sagt: „ich werde ihn (den Helden, den ich fürchte, dem ich aber auch zum größten Danke verpflichtet bin) reich beschenken, dann aber muß ich ihn doch auffordern, mein Land zu verlassen“. Näher stehen einer Aufforderung des Sprechenden an sich selbst: rog, a statt si 'm fac socotealä cu ce m'am ales e (Creanga III, 59, 16) „ich bitte, jetzt muß ich mich doch hinstellen und mir Rechenschaft ablegen darüber, was ich mir ausgesucht habe“, ca nu ne perdemü vremea de géba insirándi greutatile ce . . ., ve spuiü cum/ a ajuns (Basme 260,4) „damit wir unsere Zeit nicht umsonst verlieren, indem wir die Schwierigkeiten aufzählen, die . . ., will (möge) ich euch nur sagen, wie er angelangt ist (s. noch § 49 d); und mit Verstärkung: éca sa v'o spuis ei acum (274, 16) wohlan, so möge ich es euch jetzt sagen“, aber auch hier ist Analogie mit der häufigen zweiten Person spu” anzunehmen, sowie sich ia 'l véz

In passiven Wendungen ist 1. Pers. Sing im befehlenden Sinne einfach eine andere Ausdrucksweise für aktiven Imperativ

der 2. oder 3. Person; das Rumänische liebt diesen Ersatz jedoch nicht, da sein gebräuchliches Passivum (von fu, das eher

das Resultat „ich bin“ bezeichnet, kann man absehen) in der 1. Pers. leicht reflexiven oder medialen Sinn annehmen kann. Denkschriften der phil.-hist. Kl. XLIX. Bd. III. Abh. 7

Übertragung des Konj. von dem fragen den sävé spuiü her ist wegen des großen Unterschiedes in Akzent und Bedeutung kaum anzunehmen. Wohl aber würde eine andere Erklärung den meisten Stellen ihre Schwierigkeiten nehmen und sie mehr unter einen einheitlichen Gesichtspunkt stellen: 'fi-oghicesc, ferner sä spuiü und gar sävé spuiü acum tragen einen starken Akzent auf den ersten, bezw. (und dies betrifft die Mehrzahl der Fälle) auf der letzten Silbe, während die anderen Teile des Satzes rasch und flüchtig gesprochen werden; könnte da nicht ein o = volo geschwunden oder doch – weil fast unhörbar geworden – in der Schreibung vernachlässigt sein? Die immer weiter gehende Abschwächung des futurbildenden voiü hätte da, auf dem Wege über das flexionslose, zum Futursymbol gewordene o, in einem mehr oder minder vollständigen Verschwinden ihren Abschluß gefunden, was nur möglich war, weil das als Differenzierungsmittel da ist. Rein futurische Fälle haben wir z. B. in: de mi vei duce äst cos pán' la han, färä 'mi ceri platä . . ., numaitre cuvinte säte 'nvät stii (Pann, Pov. III, 72, 13) „wenn du mir diesen Korb in den Gasthof tragen wirst, ohne Bezahlung von mir zu verlangen, werde ich dich nur drei Worte (wissen) lehren, (die dich weise machen werden), und besonders deutlich: pentrumáncare te mir? Pelánga copii, nevastä, gäsesc si mosafiri (75,22) wegen des (vielen) Essens (das ich kaufe) wunderst du dich? Außer meinen Kindern und der Frau werde ich auch Gäste finden“. Bei Stäncescu, der das gesprochene Wort sehr getreu wiedergibt, finden wir als Antwort des Dieners auf den Befehl des Herrn, er solle morgen das Hemd des Drachen (resp. den Drachen selbst) holen gehen: plec cucoane (88, 1; 89, 6), also gewiß: „ich werde gehen, gnädiger Herr“; oder auf du-te, babo, cu a vitea la bálci si-ovinde (96, 7) geh, Alte, mit dem Kalbe auf den Markt und verkaufe es“: bine, mosule, sämé duc gut, Alter, ich werde gehen“; altceva 'fi daü acuma, care mult i-o folosi (Dulfu 50) etwas anderes werde ich dir jetzt geben, was dir viel nützen wird“; oder auf si mi spune adevärul . . . (Pann, Nastr. 14, 7) sag mir die Wahrheit folgt: si spui „ich werde sie dir sagen“; nicht minder deutlich in der Alexandria: tute inchinci mie, si sä-idau fata mea (92, 6) „du unterwirf dich mir und ich werde dir meine Tochter geben“. – Anders geartet ist der Konj in dreptsä'ispun (Creangä V, 45,3), dr. sävé spun (61, 8), sä si spunem dr. (Basme 368, 26) „daß ich dir (euch) die Wahrheit sage“; das sind, wie im Deutschen, abhängige Finalsätze mit scheinbarer Auslassung des Tuns (gestehe ich dir“ oder ähnlich), welches den in denselben ausgesprochenen Zweck herbeigeführt haben soll (vgl. „damit du nicht lange fragen mußt: ich habe es getan“; in Österreich: „daß du's weißt). Solche Sätze können, zu Phrasen geworden, auch nachgestellt werden: ihr sä ist Konjunktion, was deutlich erhellt aus der Stellung eventuell gebrauchter Negationen: muspun mincuni (Creangä V, 49, 5) ,daß ich nicht lüge“, si mu'mi uit cuvintul: petrecem noi sárhätorie frumos la parini (98, 8 u.) ,und daß ich's nicht vergesse: wir verbrachten die Feiertage gemütlich bei den Eltern“; ferner

(Stänc. 90, 4 u.) laß mich es sehen durch den Plural ia vedem erklärt; und so ließen sich noch andere Nuancen oder Einflüsse mehr oder weniger scharf erkennen; um noch einen Fall zu nennen: cát pentru masä, din parte 'mi bucuros et, dar 'ntreb vez, voieste meargä bärbatul meu? (Pann, Pov. III, 54, 1) „was die Tafel anlangt, ich meinerseits nehme sehr gerne an; aber laß mich fragen, um zu sehen, ob mein Mann gehen will“, wo die Aufforderung an den Einladenden: „warte oder (wie ich übersetzt habe) „laß mich fragen“ dem ntreba die Form verleiht. In den Dialekten finden sich ähnliche Erscheinungen. Samosch-Theiß: tatá draga, ts spu Sisu (Rum. Jb. VI, 61) „lieber Vater, laß mich (oder: ich werde) dir einen Traum erzählen“. Aromun.: hade, ballt, tora te ved (Obed., 2. Märch. 195, 5) „auf, Schecke, laß mich dich sehen (d. h. zeige, was du kannst); s spun yatrie (Weig., Ar. 88, 5) „ich will dir ein Heilmittel sagen. Sehr oft im Meglen, z. B.: S matsa ka s-fakä: miau, mau, Wels:fuga (Weig, Vlach.-M. 61, 22) und die Katze, wenn sie macht: mijau, wird er fliehen; s-ti ncarcom cu sta?, cu nät, cu sicher etc. (Pap. 48, 10 u.) „wir werden dich mit Weintrauben, Erbsen, Zucker reich beschenken“, tof moard (57, Nr. 56) „alle werden sterben“ (als Trost für die Hinterbliebenen), perä aspra (62, Nr. 16) „da wird aber Geld verloren gehen!“ än cornu di bot si scunda si ará s-la aflu (66, Nr. 93) er möge sich (sogar) in dem Horn eines Rindes verstecken und doch werde ich ihn finden“, merga grindini pristi tini (71, Nr. 200) „es wird Hagel (= Schläge) auf dich fallen“, steli si vez zuuá la Fiaz. (83, Nr. 463) ,du wirst bei Tag um Mittag Sterne sehen. (Androhung von Ohrfeigen), acu turès dupu tini, afl äntru tini (85, Nr. 502) „wenn du hinter dich wirfst, wirst du vor dir finden“ (einem, der hinterrücks verleumdet) u. s. w. Speziell im Meglen zeigt sich die futurische Bedeutung ganz klar; auch ist die Verwendung der sä-Form zu ausgedehnt, als daß man es mit einer Erklärung einzelner Fälle oder Gruppen (ähnlich dem spuiu des Dakorum. und Makedorum.) sollte versuchen dürfen. Man wird also gern zu der in der letzten Anmerkung gegebenen Erklärung greifen, wie ja auch bei Weigand (Vlacho-M. p. 41, Anm. 38) und M.-L. II, 138 das megl. si faku als Abkürzung von va sa faku erklärt wird. Der Einwendung, daß va – zum Unterschiede vom dakorum. o – zuviel Körper habe, um so leicht zu verschwinden, kann man das Bedürfnis entgegenhalten, in der gesprochenen Sprache häufig gebrauchte Formen möglichst kurz zu gestalten, soweit es die Deutlichkeit erlaubt, und diese wird ja hier durch si gewährleistet. Mitgewirkt hat dabei vielleicht die Tatsache, daß unser Dialekt nach Konjunktionen wie cum, con (cánd), di ca (dacá), tucu (dacd) sehr gerne die Formen mit verwendet; da dieselben nun in vielen dieser Fälle ebensogut eine schwach konjunktivische (mit Hervorhebung des Ungewissen, das jedem Bevorstehen anhaftet) als eine futurische Bedeutung haben können, so ergibt dies eine sehr breite Berührungsfläche von Konjunktiv und Futur. Und dieser Umstand, neben dem natürlichen Streben nach Kürze, kann eine weitere Ausdehnung in der Verwendung der Form des ersteren für das letztere im Gefolge gehabt haben. 45. e) Dritte Pers. Pass. Cod. Vor.: ard se ceva dupa altele éarefi, dupä leagiea báseariciei se se desleage (13,5) wenn ihr jedoch etwas betreffs anderer Dinge verlangt, so soll es nach dem Gesetze der Kirche geschlichtet werden“; Cod. Schei..: se scrie-se aceste in gintu altu (101, 19) „dies möge geschrieben werden an fremde Völker“, Coresi, Dosofteiu (Metrische Ubers.), Klain (1801; G. II, 186,5) haben so se scrie; Mat.: fiul omenesci vän

aus dem Gebrauche von ca sä für sä, also: ca nu'mi uit vorha, toatá noaptea . . . m'am frámintat cu gándul (115, 4),daß

ich's nicht vergesse: die ganze Nacht habe ich mich mit dem Gedanken gequält“.

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