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corabia (386) „er befahl, das Schiff anzuzünden; das in älterer Zeit ungemein häufige zice =„befehlen“ mit de noch C. B. I, 388, 390 u. s. w.; nvata intéint de l giuyhiara cu sulite in cóste (Dos. Viet. 35, 3 u.) „er befahl zuerst, ihn mit Lanzen in die Rippen zu stoßen (wörtlich: zu töten), ferner 36, 2; 20, 16 und 19 und so noch oft, natürlich auch mit sci, so invata tae capulsvintului (63, 2) „er befahl, man solle das Haupt des Heiligen abhauen“; derept' aceata por un cit-ami a stutilori si nväfatilort . . ., de an talcuito sfanta scriptura (G. I, 161, 2) daher habe ich den Kundigen und Gelehrten befohlen, die heil. Schrift zu verdolmetschen“; drept acéa aras poruncidescriseró (1652; Bibliogr. rom. 198, 10 u.) „daher befahl er wieder, daß man schreibe. – anfangen: ncept Aglaida de näscu cocon (Alexius 9, 8 u.) A. gebar einen Sohn. – bewirken, veranlassen: in demná Varda pre imparatul de junghea pre Theoktisti (Moxa, C. B. I, 387) „V. veranlaßte den Kaiser, Th. zu morden“, s-l fece de-sigoni pre mumó-sa (387) und er veranlaßte ihn, seine Mutter zu verjagen, de voi" fi el om mare, te voü face de ve fi mai mare in Kupri (Neculcea 42,9) wenn ich ein großer Mann sein werde, werde ich veranlassen, daß du der Größte in K. sein sollst, si -ai facut de all dat unul côte patru pung de ban (52, 4 u.) und er veranlaßte (zwang) sie, daß jeder vier Beutel Geld gebe, ferner G. Lit. pop. 140; und aus dem 16. Jahrhundert: nu- taere capol, curund acest oamenitofi catra domnedleul ei face-e-va de pleca-se vor“ (C. B. II, 154, 1 u.) wenn du ihr nicht den Kopf abschlagen wirst, wird sie sofort diese Menschen veranlassen, daß sie sich vor ihrem Gotte beugen; ähnlich: bine a nimerit Maria ta, de n te-ai grabit 'l mazilesci (Neculcea 34, 1) gut hat es Eure Exzellenz getroffen, daß sie sich nicht beeilt hat, ihn abzusetzen.“ – wagen: pentru ce cutez tu de marturisest pre alt Dumnezei? (Dos. Viet. 20, 13), warum wagst du es, einen anderen Gott zu bekennen?“ – unterlassen: (nu le-am lasat not le scrit [Neculcea 11, 15 „ich habe nicht unterlassen, es zu schreiben, dagegen:) at lasat den at scris (11,4 u.) „sie unterließen zu schreiben“. Auch posse kann hier angereiht werden: abia am? pututt de am prinst barca (Buc. 1688; bei Cod. Vor. 87, 8) kaum vermochten wir die Barke zu ergreifen. Bei „befehlen, können deckt sich de nicht mit ut (resp. Infinitivkonstruktion); das Hauptgewicht der Aussage liegt da vielmehr auf dem de-Satze, der nicht als Inhalt des „regierenden Zeitwortes, sondern als tatsächliche Folge hingestellt wird. C. B. I, 372 würde also sinngemäß übersetzt nicht heißen: „er befahl, daß sie ihn schlügen“, sondern auf seinen Befehl schlugen sie ihn, und dies wird ausgedrückt durch „er befahl und sie schlugen ihn. Während nun in diesen Fällen dem Verbum nach herkömmlicher grammatischer Auffassung das Objekt fehlt, weist facio meist (und zwar noch heute) eine auch den Anforderungen der Logik entsprechende Fügung auf, da es das Subjekt des eigentlichen Inhaltssatzes als Objekt erhält (also: „ich veranlasse die Bäume und sie verdorren, für: ich mache, daß die Bäume verdorren), womit freilich der Inhalt der im Hauptzeitworte (facio) liegenden Tätigkeit ebensowenig angegeben ist, als dies in den oben erwähnten, grammatisch inkorrekter gebauten Sätzen geschah. Doch bringt es der Zusammenhang leicht mit sich, daß nach Zeitwörtern des Heischens und Bewirkens auf das de der Charakter des ut übertragen wird, obwohl die Sätze einfach durch und verknüpft sind. Subjektsätze durch de angeknüpft: s' a timplat atuncea de a murit un coribier (Dos. Viet. 29, 7 u.) damals geschah es, daß ein Schiffer starb; póte fi, de or fi si scrise mal nainte de Nicolai

Hasdeu übersetzt (p. 163) das de durch asa cä, was jedoch dem Bau der Periode nicht ganz entspricht: face-e-va, heißt sie wird sie veranlassen“, da kann kein „so daß“ folgen. Denkschriften der phil.-hist. Kl. XLlX. Bd. 1II. Abh. 3

(Neculcea 10, 15) kann sein, daß sie auch schon vor N. geschrieben haben werden“; cum au fost in vrémé lu Valaam, de a grait magartul cu glas omenesc, asijderë si aica (Plachida 26, 1 u.) wie es in der Zeit des B. gewesen ist, daß der Esel mit menschlicher Stimme sprach, so auch hier“. 6. Verbindung durch und kann Verhältnisse bezeichnen, die den Objekten nahestehen und die man als modale Beziehungen bezeichnen kann, oder es wird ein attributives Objekt angefügt: a multamit . . . pentru bin.ele ce at facut de all asteptat téra (Neculcea 31, 4) sie dankten für das Gute, das sie getan hatten, indem sie dem Lande zuwarteten (mit der Tributeinhebung), nu putin lucru a facut Nicola Voda atunce, de aümers lagazda lu Dimitrasco (69, 1 u.) nicht Geringes hat Fürst N. damals getan, indem er dem D. einen Besuch machte; multi . . . dascali s'au apucat de au scris invafaturi (Invätäturi 1642; Bibliogr. rom. 127, 5), viele Lehrer haben es in Angriff genommen, Lehren zu schreiben“; djntru cót s' au in durat Dumnedau dintru mila sa de ne-au daruitü, daruimi si noi (Invätatura 1643; ibid. 139, 18) von dem, was Gott in seiner Gnade sich herabgelassen hat, uns zu geben, geben auch wir“. Aus der Bibliogr. rom.: s-au nevoit (bemüht) Maria sa de-a cercatu (1646; p. 157, 6 u.), ne-am nevoit de am savarsito acesto lucru (1682; 250, 15; drei Zeilen vorher: nevoiti-ne-am si no sa . . .), ähnlich s- au cumpátati de-at cercatu (1646; 156,4 u.), te-ai milost vitü, de me-ai adusu mesteri (1648; 168, 7 u.) du hast dich erbarmt und uns Meister hergebracht. 7. Bei einfacher Verknüpfung durch und kann der zweite Satz eine Folge angeben, so daß man leicht dazu kommt, das kopulative de als so daß“ aufzufassen; aber gerade konsekutive Sätze streben nicht energisch darnach, durch Konjunktionen deutlich als solche charakterisiert zu werden. Man vergleiche: si rapita fu corabia de nu pute se potriveasca-se vantului (Cod. Vor. 87, 2) und das Schiff wurde erfaßt, und es konnte dem Winde nicht widerstehen“; läßt sich hier leicht in de eine Folge hineinlegen, so verhält es sich mit den drei folgenden Beispielen aus dem Jahre 1580 anders: eu crez in Domnezeul mieu, de dereptu Domnezeul mieu nu numa trupul, ce si sufletul da-l vou spre muinca (C. B. II, 153. 1 u.) „ich glaube an meinen Gott und für meinen Gott will ich nicht nur meinen Leib, sondern auch meine Seele der Qual hingeben“, ma bine te pleaca domnedeului mieu si nchiná-te lui, de face-te-vou doamná sinparateasa (147. 13) lieber neige dich meinem Gotte und bücke dich vor ihm, und ich werde dich zur Herrin und Kaiserin machen, venit-au o boereasa in cetate, de propovedueste si spune de fiulu Marieei (147, 2) es ist eine edle Frau in die Stadt gekommen und sie predigt und spricht vom Sohne Marias; Hasdeu will (p. 163) da überall de einem asa gleichsetzen (ähnlich wie das unter Nr. 5 zitierte C. B. II, 154, 1 u.); es ist aber höchstens zuzugeben, daß ein konsekutives Verhältnis bei einigem guten Willen aus dem de herauszulesen ist, doch kommen wir selbst in unserer modernen Sprache wenigstens ebenso gut mit und aus, das im letzten Beispiele eventuell durch ein Relativum, nicht aber durch konsekutive Konjunktionen ersetzt werden könnte. Stärker folgernd ist (vulturul) de och orbeste de nu vede (Physiologus 279, 21) der Adler erblindet an den Augen, so daß er nicht sieht, era multe zurbale in Tarigrad de nu se mai putea aseda Pórta (Neculcea 42, 8 u.) es gab viele Revolten in Konstantinopel, so daß die Pforte nimmer zur Ruhe kommen konnte. In ce faceti plaingaindu, de-mi fraingeti nrema? (Cod. Vor 27, 14) was macht ihr, daß ihr weinet und brechet mir mein Herz? (Luther) ist der Sinn des de-Satzes gleichfalls folgernd; noch mehr aber in der Wiedergabe der Partizipialfügung durch Belgr. und Buc. 1688, nämlich ce faceti de plangef, worin gleichzeitig auch Modalität (indem ihr weint, dadurch daß ihr weint) enthalten ist. Auch in der modernen Zeit findet sich, wie später (§ 26, Nr. 7) gezeigt werden wird, ähnliches. 8. Nur sehr selten sind die durch de verbundenen Sätze so beschaffen, daß de, wenn ihm der Ausdruck ihres gegenseitigen Verhältnisses beigelegt würde, die Bedeutung damit erhielte; es liegt eben im Wesen des finalen Begriffes, daß er sich nicht damit begnügt, aus dem Zusammenhange erschlossen zu werden, vielmehr findet er regelmäßig im Konjunktiv seine Entsprechung, und dieser kann eventuell (wenn er unabhängig, also mehr in der Form eines Wunsches, konstruiert wird) noch, wie wir bald sehen werden, ein de vor sich haben. Bloßes de kann ja hie und da logisch richtig durch „damit wiedergegeben werden; doch sind es immer Fälle, in denen die Absicht zugleich als erreicht dargestellt wird, so daß sie sich der Folge nähert, so: si l deadera parinti de invata carte (Gaster II, 68, 6) und seine Eltern gaben ihn weg, damit er die Wissenschaften lerne. 9. de = „ob“, vielleicht schon im Cod. Vor.; 44, 4 heißt es: dise . . . Pavelt: de se (are fi) omulu cela Rimnealulu färä osända binreiaste voao a l bate? das vom Herausgeber hinzugefügte are fi ist überflüssig, entspricht auch ebensowenig dem Texte des Originales (si ésarty öp y) wie dem von Belgr.: oare slobodo e voao omult rimnealulo . . . sd 'll bätet? oder Buc. 1688: dee slobodu . . ., also: „Paulus sagte zum Hauptmanne (= fragte den H.): Ziemt es euch, einen Römer ohne Anklage zu peitschen?“ mit der auch im Griechischen des N. T. gebrauchten Einleitung der direkten Frage durch „ob“; es ist nun fraglich, ob diese Bedeutung dem de oder dem se zukommt; vielleicht dem de, das aber, in diesem Sinne noch nicht üblich, durch das gewohnte se verstärkt oder erläutert wurde, sei es von einem glossierenden Leser, oder vom Übersetzer selbst, also ähnlich dem dese = wenn in Nr. 2. An sich geschieht es sehr häufig, daß die Konditionalpartikel auch die Funktion des (erst später notwendig gewordenen) „ob“ übernimmt, und dies gilt ebenso vom rumänischen de wie von si in den romanischen Sprachen (M.-L. III, 627), if im Englischen, ob im Mittelhochdeutschen und st. 20. De hat, wie oben wiederholt betont wurde, seine ursprüngliche Bedeutung in der alten Sprache (von der bisher die Rede war) nie eingebüßt und so konnte es zwar kompliziertere Gedanken- und Satzfügungen durch sein Eintreten erleichtern, indem es an Stelle von Subordinierung oder relativer Verknüpfung bequeme Anreihung loserer Teile setzte, aber es konnte die entsprechenden care, cándi, ca sä, (asa) incát u. s. w. nicht verdrängen (über modernes de =„wenn“ vgl. später). Warum aber trat gerade de und nicht so für diese, größtenteils etwas gefärbten und ein? De ist (obwohl wahrscheinlich alt) das jüngere und anfangs auch fremdere Wort; für indifferente Verknüpfung diente si aus sic, das ja Bekräftigung und Gleichartigkeit ausdrückte; Kontrastierendes fügte in der alten Sprache e aneinander, est ist also und doch“, fast „aber“, vgl. M.-L. III, 586, dazu auch cumána mia zidiu omu, e voi in groapá pusetu (C. B. II, 364, 14; v. J. 1580) „mit meiner Hand schuf ich den Menschen, ihr jedoch legtet mich ins Grab“; ferner C. B. II, 415, 13. Im Cod. Schei. entspricht e fast immer einem autem, dé, auch zuweilen t).» (so 38, 6; 84, 10). An Stelle von si und e konnte nun manchmal de treten, doch hat es sich die loser anfügende leise Folgerung und so, und daher als eigenes Gebiet bewahrt und dieser Bedeutung ist es zuzuschreiben, daß es nie Substantivbegriffe, sondern stets nur Verba (resp. Sätze) verbindet. Immerhin war das Wörtchen auf seinem Gebiete nicht unentbehrlich, da die von ihm vertretene Nuance oft entweder vernachlässigt oder durch eine stärkere Partikel wiedergegeben wurde. So war de die in der Bedeutung verschwommenere und im Gebrauch weniger fixierte Konjunktion, der dann beim Durchdringen strenger logischer Satzgliederung Bedeutungen (wenn, als, welcher, so daß) zugeschrieben wurden, die – bis dahin häufig unausgedrückt – in dem gegenseitigen Verhältnisse der betreffenden Sätze lagen. 21. Zu diesem aus dem Wesen der Partikel sich ergebenden Moment kam noch ein wichtiges äußeres hinzu, nämlich der Einfluß des ähnlich klingenden altsl. da: dieses förderte, so oft es in der Vorlage stand, speziell die schon aus dem Verhältnisse der beiden betreffenden Sätze und aus der Bedeutungsnuance des de stammende Neigung, das zunächst koordinierend gemeinte de als so daß zu gebrauchen; war de einmal soweit gediehen, so konnte es auch spontan in konsekutivem Sinne gebraucht werden, d. h. also in Fällen, wo ihm einerseits ursprünglich die Funktion und nicht zugedacht war und andererseits ein da eines Originals nicht direkt einwirkte. Da im Altsl. der alte Optativ als Imperativ verwendet wurde und der Konjunktiv verschwunden war, so diente da mit Indikativ für finales ut mit Konjunktiv; also Joh. 18, 28 da ne oskvrinett se, mit da adetü pashô; neurumänisch (in der Übersetzung des Prof. Nitzulescu) pentru casa nu se spurce, ci sa manánce Pastele; in der ältesten Zeit stand dort, wo heute pentru ca sa verwendet werden kann, nur sa zu Gebote, und als dieses zum bloßen Konjunktiv begleiter verblaßt war, lag es nahe, für die nun fehlende konsekutive Partikel übereinstimmend mit der Vorlage de einzusetzen (so daß de sa entstand), umso eher als diesem schon eine Funktion des altsl. da (die konsekutive) zugeteilt war; dabei ließ die nahe Verwandtschaft von Folge- und Absichtssatz einen fühlbaren Unterschied zwischen beiden Arten des de nicht aufkommen. – Diese Entwicklung ist umso natürlicher, als ja das Altsl. lange Zeit hindurch die einzige LiteraturKanzlei- und Kirchensprache der Rumänen war, so daß bei Übersetzungen das noch ungefüge heimatliche Idiom im Sinne des Slavischen geradezu vergewaltigt wurde; und auch später wurde es nicht viel besser: man denke an Coresi, der neben seinen rumänischen auch slavisch-rumänische Bücher und zahlreiche slavische Psalter und Evangelien druckte, und noch ein Jahrhundert nach ihm veröffentlichte (1679) der Kirchenfürst Dosotheiu eine rumänisch-slavische Liturgha; ja ein Rumäne, der Metropolit von Kiew Petru Moghila, schrieb seine für die neuere orthodoxe Kirche grundlegenden und überall akzeptierten Werke zum Teil in slavischer Sprache. Solche Verhältnisse, zu denen noch der tiefdringende Einfluß der Liturgie kam, konnten unmöglich ohne Wirkung bleiben. 22. Freilich aber war für de sa – dem wir uns nun zuwenden wollen – neben den erwähnten Einflüssen, und in weit höherem Grade als sie, die Entwicklung aus dem Rumänischen heraus wirksam. Und da ist zunächst zu wiederholen, daß de ursprünglich in seiner eigentlichen Bedeutung verwendet wurde, ohne das gegenseitige Verhältnis der von ihm verknüpften Sätze auszudrücken; seine Bedeutung aber war ein schwach folgerndes oder auch nur bestätigendes und so, vergleichbar dem lat. atque. So können wir uns die Sätze wie prindef-osa o ducemo naiinta celui zmeu . . . sa o mónáince (ergreifet sie, damit wir sie zu jenem Drachen bringen; der soll sie fressen) mit Anknüpfung des zweiten unabhängigen Wunschsatzes denken, also: de sa o mánánce und er soll (oder vielmehr: „und dann, und nun soll er) sie fressen, wie es in der Legenda Sf. Vineri (C. B. II, 151, 3 u.) tatsächlich heißt. Bei dem häufigen Vorkommen der Zusammenstellung de sa konnte dieses dann als feste Verbindung gefaßt werden, unter Beihilfe der beiden erwähnten Faktoren, nämlich: 1. des slavischen da als „so daß und damit“; 2. des nach erfolgter Abschwächung des sä in mechanischer Anpassung an das Slavische konstruierten de sa, wozu noch 3. das Vorbild schon vorhandener Komplexe derselben Bedeutung kam, nämlich des alten cum sa und des gerade damals vordringenden ca sä. So erhielt die Sprache ein subordinierendes de = „damit“, konkurrierend mit dem einfachen sä. Daß bei diesem Prozesse aus der Beiordnung eine Unterordnung wurde, ist weiter nicht auffallend. Hängt dies doch mit der allgemeinen Sprachentwicklung zusammen und gerade bei den Rumänen, dem Bauernund Hirtenvolke, bei dem jeder kompliziertere Gedanke in seine einfachen Elemente auseinanderfallen mußte, ergab sich mit der Bildung kulturell höherer Bevölkerungsschichten und dem Entstehen einer Schriftsprache die dringende Notwendigkeit, Ausdrucksweise und Satzbau dem immer schärfer sich ausprägenden Denken homogen zu gestalten; dies geschah natürlich ohne bewußtes Wollen, einzig dadurch, daß man in das überkommene Material und die alten Formen neue Funktionen hineinlegte, also in unserem Falle das und er soll sie fressen“ unter Berücksichtigung des für den Befehl des Königs maßgebenden Final- oder Kausalverhältnisses als damit er sie fresse“ fühlte. Und zum Herausfinden speziell der finalen Kategorie aus zwei aneinandergereihten Sätzen mußte sich im Rumänischen oft genug der Leser oder Hörer bequemen; denn die alte Sprache hatte bei der Verwendung von so überhaupt kein Mittel, unabhängigen Wunsch von Finalsätzen formell zu scheiden; also z. B. invie Doamne, se nu invratoase-se omul, se gudece-se limbile ntre tire (Cod. Schei, Ps. 9, 20) „erhebe dich, Herr, (damit) nicht möge der Mensch dreist werden, (damit) mögen die Heiden von dir gerichtet werden; die moderne Fassung entscheidet sich hier (im Widerspruche mit dem Griechischen) für den Ausdruck der Abhängigkeit, indem sie ca verwendet; oder: audi-me Dummesleul mieu, lumineaza oki mei, se nu cándva adoarma in moarta (Coresi, Ps. 12, 4) erhöre mich, mein Gott, erleuchte meine Augen, (damit) mögen sie nicht im Tode entschlafen; auch hier heißt es modern casa. Der Zustand syntaktischer Unentschiedenheit wird auch bei de sa noch lange genug gedauert haben; das einzige Beispiel im Cod. Vor. (43, 11) dürfte, schon weil es das einzige ist, wohl noch nicht als Einheit zu fassen sein, sondern als und sä“: dise miasulu selu duca elu ntru placu, so dise, cu rane selu ntrieabe, de se intelega der Hauptmann sagte, man solle ihn ins Lager führen, und er sagte, man solle ihn mit Schlägen befragen und man solle erfahren . . .“ Auch im Cod. Schei. verhält es sich kaum anders; im ganzen kommen da überhaupt nur vier Fälle zur Sprache und alle können, dem ekstatisch-lyrischen Stile der Psalmen entsprechend, als Anreihungen gefaßt werden; auch im Lateinischen entspricht ihnen nur einmal (70, 8) ein ut (griech. Ötto:), sonst einfache Anfügung eines Konjunktivs, ohne et; die Beispiele sind: audi Domnul ruga mia, prim). De se sfiascó-se si smenteascó-se tofi vrajmasii mie (6, 10, 11) der Herr erhörte mein Gebet und nahm es entgegen. Und es mögen erschrecken und verwirrt werden alle meine Feinde (aiz/o»6sitq3ay, latein.: erubescant), se cadu am? de vrajmasul mieu in desertu. De mare amu draculsfletul mieu, s sa agiungá (7, 5, 6) möge ich vor meinem Feinde ohnmächtig hinstürzen, und möge er meine Seele verfolgen und sie einholen. (latein.: persequatur), se impla-se rostul mieu lauda, de se cantu slaveei tale (70, 8) möge mein Mund sich mit Lob füllen, und möge ich deinem Ruhme singen“ (aber ÖToo: Öpy 30, latein.: ut cantem), socoteaste glasulü rugacturiei mele,

* Auch im Türkischen, welches das „und“ gerne unausgedrückt läßt, eventuell zwischen Substantiven öfter durch ilé = „mit“ ersetzt, heißt dahy, dahá (verkürzt da, de) weit mehr auch, und auch“ als „und“.

* Von jenen de . . . sä, wo de sicheres „und“ oder „wenn“ ist, muß man natürlich hier absehen.

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