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stärkung noch nicht so sehr bedurfte, beschränkte und bald den Platz zugunsten von pentru räumte; ich habe nur wenig Beispiele gefunden: conteni-vou de oameni pamentea lorü; numa dereptu mania dracilor se mulungu anii abá (Cod. Schei..) „ich werde aufhören machen ihr Gedächtnis bei den Leuten; nur damit die Überhebung der Feinde nicht lange währe ..., ferner G. I, 9, 16 (Legenda Duminice); elt, dereptil nu se spae boarii si nu paráseascó jocul, alergá de sfarimá ooglindá (Moxa; G. I, 61, 13 u.) „damit die Bojaren nicht erschrecken und das Spiel nicht imstich lassen, eilt er und zerbricht einen Spiegel“; vgl. noch C. B. II, 122, 1 (v. J. 1619). Die spätesten Beispiele, die hier verzeichnet sind, stammen von 1619 und 1620; das erstere weist derepce auf, also das Adverb „deshalb“, resp. das relative Adv. ,weshalb statt der Präposition wegen“. Auch im Cod. Vor. findet sich ein Beispiel für dereptil sa; 143, 8 lautet nämlich nach dem Herausgeber: slava lui dat' au dereptu crediinta voastra, si upo(va)inta se va fie spre Dumnedeu; das hieße „er hat ihm (Gott hat Christo) die Herrlichkeit gegeben wegen eures Glaubens, und eure Hoffnung sei auf Gott (gerichtet), was dem Sinne (1. Pet. 1, 21) nicht entspricht; diesen erhält man richtig, wenn man Komma nach au setzt, es aber nach voastra tilgt: „damit (dereptu . . . se) euer Glaube und eure Hoffnung auf Gott sich richte“. 17. Daß für cumi (resp. ca) wie auch cát wieviel, wiesehr“ eintreten konnte, ist begreiflich; im ganzen jedoch ist es selten; deutlich sehen wir die Entstehungsart solcher Wendungen in: primeaste n ëastá datá atáta din truda noastrá, cát' nu uite lucrurile si cursulterói (17. Jahrhundert G. I, 196, 22) empfange hiermit soviel von unserer Arbeit, als (nämlich: nötig ist.) daß die Angelegenheiten und Ereignisse des Landes nicht vergessen werden; ohne Korrelativ, dem ca sa näher stehend: gata sánt, imparate, in sase lune sa-l invet pre dánsul, si sa-l umplu de toata nfalepčunea, cát nu se afle altu decót coconu inparati tale mai filosof (2. Hälfte des 18. Jahrhunderts; G. II, 188, 10 u.) „ich bin bereit, ihn zu unterrichten und mit aller Einsicht zu erfüllen, auf daß (oder: so sehr daß) es keinen anderen geben soll, der besserer Philosoph sei als der Sohn Eurer Majestät. 18. Die Dialekte bieten nicht viel Neues. Das Makedonische hat neben (si) auch ca sä; dem pentru entspricht aromun. tea (ta, ta) und tra sä, meglen. dintrusa, also: dintrus-nu fugä si s-nu si trudesca bumbacu . . . (Pap. 33, 23) „damit die Baumwolle nicht wegfliege und verstreut werde . . .“; im dunaf . . ., dintru fatim ghiasma in fista scul'id (Rom. Jb. V, 146, 24) „wir sind hier versammelt, damit wir die Einweihung dieser Schule vollführen“, weitere Beispiele s. § 129; in der Rede des Schullehrers, welcher das letzte Beispiel entnommen ist, findet sich auch dintru sä, welches bei Papahagi nicht belegt ist: feasta u zic dintru ca si sfaka din vo poati zauseasca (V, 146, 19) „das sage ich, damit jeder von euch bemerken könne“. – Istrisch hat ke se: vert aw domnu si sveti Petru, ke serl'a (=se l're) lasä durms (Rum. Jb. I, 134, 9) gekommen sind der Herr und der heil. Petrus, damit er sie schlafen lasse, tsel's a zmislit, ke se nu kade in märe, ke vor mére (ibid.) jene haben beschlossen, daß sie, damit er nicht ins Meer falle, gehen werden; und vor einem Objektsatze: rugät av Zupanu, ke serla lasä durm (ibid.) „er bat den Bürgermeister, daß er ihn schlafen lassen möge“. Es findet sich oft auch das südslavische neka: mes a la tšotse, neka iñké date pines (Rum. Jb. I, 140, 2) „er ging zum Vater, damit er noch Geld hergebe“; siehe auch das letzte Beispiel. Ferner dient für „damit auch das einfache se (ibid. 147, 10, 14); ferner das südslav. za: wo pistea za talä wo (ibid. 154, 1) ,er hieb darauf, um ihn abzuschneiden“; mes-am yo la Pola . . ., za prisluzi vrun kraitsr za pomoé käsa, neka ma leko prizivesku (Romania 21, 256) „ich bin nach P. gegangen, um einige Kreuzer zu verdienen, um der Familie zu helfen, damit sie behaglicher lebten“; auch ke neka, das etwa dem dakor. ca entspricht, findet sich, und zwar recht häufig (s. „Finalsatz § 129). 19. Früh schon und sehr häufig findet sich die Verbindung de sä, deren Wesen und Ursprung weniger durchsichtig sind, schon weil ihr erster Teil, das de, verschiedene Bedeutungen aufweist; diese Partikel spielt nämlich auch sonst im Rumänischen eine ziemlich wichtige Rolle (man sehe Meyer-Lübke III, 604); meist bedeutet sie „und“ und diese Bedeutung entspricht sehr wahrscheinlich ihrer Abstammung, gleichviel ob das Wort türkisch, albanesisch oder altbalkanisch (etwa thrakisch) ist. Man ist daher wohl berechtigt, „und“ als Grundbedeutung zu betrachten, und in der Tat lassen sich von „und“ aus unschwer die anderen Verwendungen und Bedeutungen von de erklären; da diese vielfach ineinander übergehen, ist eine genaue Zuweisung der einzelnen Fälle allerdings nicht immer möglich. Zunächst mögen die Verhältnisse, wie sie die ältere Sprache aufweist, folgen. 1. de =„und“, das zwei Sätze oder wenigstens Verbalbegriffe verbindet; schon im Cod. Vor. sehr oft, Beispiele zu geben ist unnötig. Für die Ursprünglichkeit der Bedeutung „und scheint auch die Zusammensetzung des schon in der ältesten Zeit belegten deaci zu sprechen; es ist nämlich „und da“, entspricht daher dem griech. Öé, xai und deckt sich in seiner Verwendung so ziemlich mit de = „und“. In der Tat entspricht deaci im Cod. Vor. a) einem Sé, Belgr. und Buc. 1688: si, so 2, 6; 17, 7; 28, 10 u. s. w. 3) griechischem Partizip mit und ohne dé; die beiden anderen Übersetzungen folgen da meist der Vorlage, haben aber hie und da si; 1, 9; 3, 1 (s-si puse Pavelu märule spre ei, deaci venrea duhu santu spri insi: „und P. legte seine Hände auf sie, und da kam der heilige Geist über sie“); 7,8; 9, 11; 13, 11; 24, 14 u. s. w. ) einem xai; 16,8 cäolü . . . gosu, deaci luard elu mortu: ,er fiel nieder, und dann hoben sie ihn als tot auf; 25, 11; 26, 9 u. s. w. 8) einem Stö, „daher, was sich mit der Anfangsbedeutung von deac„und da, und so gut verträgt: 21, 1 (deaci märturisescu voao ,daher bezeuge ich euch, Belgr. und Buc. 1688 haben pentru aceaia); 22, 4 (Belgr. dereptil aceala; Buc. 1688 pentru a.). Im Cod. Vor. kommt allerdings der zweite Teil von deaci als selbständiges Wort nicht in der Form aci, sondern erweitert als acie vor, wohl aber in Zusammensetzungen acicea und acicia. 2. Aus de = und ergibt sich ,wenn schon im Cod. Vor.; Meyer-Lübke (III, 692) erklärt das Entstehen dieser Bedeutung: zuerst ist der de-Satz ein parataktisch antretender zweiter Hauptsatz, die Bedingung liegt im gegenseitigen Verhältnisse der Sätze und wird auf die Konjunktion übertragen. Sichere Beispiele aus dem Cod. Vor. sind nur 12, 2 und 64, 1 (beide von Meyer-Lübke angeführt); 115, 10 de se nestinre pare' i credinclosu a fi (Belgr. ar, de is pare cuiva cd e credincosi „wenn aber jemand meint, daß er gläubig ist) ist zweifelhaft; wenn die Stellung des se erlaubt, es als Reflexivum zu pare zu betrachten (ähnlich dem so von Belgr.), dann ist de sicheres „wenn“; sonst aber macht de se den Eindruck entweder eines und wenn“ (Belgr. ähnlich aber wenn, wie Cod. Vor. 12, 2 e se), oder eines einfachen „wenn“, welches aber, durch de nicht (oder damals noch nicht) scharf genug gekennzeichnet, außerdem noch durch se ausgedrückt wäre. Cod. Schei. enthält nur einen Fall: se nu taci de mere, de nu candu veritača de mere si podobi-me voiu celora ce destingu n groapá (27, 1) schweige nicht von mir, sonst (= wenn nicht), wenn du von mir schweigen wirst, werde ich auch jenen gleichen, die ins Grab hinabsteigen“; Coresi: nu cändüva t. de m., de voil fi ca cea ce d. stimmt mit dem Griech. und Latein. (ne quando [=ph Tots taceas a me et assimilabor). Später wird die Bedeutung wenn sehr verbreitet. z. B. Physiologus 281, 3; 286, 21, 27, 28; in diesem Werke finden wir auch mäcar de = selbst wenn:* fereste-te de trufe, mäcar de est la cinste mare (284, 11) „hüte dich vor Hochmut, selbst wenn du in hohen Ehren stehst. Die später nicht seltene konzessive Bedeutung von de (selbst wenn) taucht schon früh auf; so in der Einleitung zur Bibel von 1688 (Bibliogr. 288, 4 u.), im Mineiu von 1698: sánti cuvinte elinesti . . . care unele nic la lexicoane nu aflä; altele, de si aflä si intelegi, iarä . . . nu poti . . . reni la tálmaciti (ibid. 368) „es gibt griechische Wörter, von denen die einen sich nicht einmal in den Lexicis finden; andere können, wenn sie auch gefunden und verstanden werden, doch nicht übersetzt werden“; gleichfalls mit dem so, das später mit de zu desi verschmilzt: cell ce va créde in mine, de va simur fi-va viu (1682; ibid. 248, 8 u.) jener, der an mich glauben wird, wird lebendig sein, wenn er auch sterben wird“. 3. Aus „und“ ergibt sich leicht die Bedeutung als (= während, nachdem); sie ist ähnlich erstanden wie „wenn“, gleichfalls zunächst im angereihten Hauptsatze; wenn dieser ein mit der Handlung des ersten gleichzeitiges oder ihm vorangehendes Geschehen ausdrückte, so konnte dem einfach anfügenden de leicht die Rolle der fehlenden temporalen Konjunk

* In der Volkssprache ist es, wie manches Alte, noch zuweilen anzutreffen, so: fie omoritü dreptü pedépsä (Basme 200, 1) „er soll zur Strafe getötet werden“; 'i-oi cánta drept platä (Pann Pov. I, 20, 1 u.) „ich werde dir als Bezahlung vorsingen“ (später pe platá); pe dánsa . . . 'fi-osi las ca o ie drept simbrie (II, 44, 24) „ich lasse sie (die Katze) dir, damit du sie als Lohn nehmest“; segätea sa'idea drumul, drept multumitä 'l invätase (Stänc. 92, 22) „er wollte ihn schon freilassen, zum Danke dafür, daß er ihn belehrt hatte“. Die Bedeutung ist, wie man sieht, heute abgeschwächt.

* Ohne in dieser Frage ein entscheidendes Wort mitreden zu wollen, bemerke ich doch, daß türkischer Ursprung des de für das Rumänische abzuweisen ist; und zwar zunächst aus chronologischen Gründen: zwar setzen sich die Türken schon im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts an der Donau fest, streifen nach der ersten Schlacht bei Kossowo (1389) unaufhörlich auf das linke Ufer hinüber und schon kurz nach 1400 beginnt das Ringen der Moldau und der Walachei mit den Türken, welches das ganze 15. Jahrhundert zum Heldenzeitalter des rumänischen Volkes macht; ein derartiger Kampf um die Existenz ist ganz gewiß ein inniger Kontakt, der zu gegenseitigen Beeinflussungen kultureller und sprachlicher Art reichen Anlaß gibt; doch ist zu beachten, daß die staatliche Abhängigkeit der beiden Fürstentümer bis ins 18. Jahrhundert hinein sehr locker war; während die Osmanen südlich von der Donau die eroberten Städte nicht nur mit Soldaten und Beamten, sondern auch mit vielen bürgerlichen Kolonisten versahen, durften sie dies laut den abgeschlossenen Kapitulationen im heutigen Rumänien nicht tun. Trotzdem muß man schon von vorneherein sprachliche Entlehnungen aus dem Türkischen als sicher annehmen; doch konnten sich diese zunächst nur auf spezifisch türkische Waffengattungen, Offiziers- und Beamtentitel erstrecken, dann auch auf Speisen, Kommandoworte, Gruß- und Fluchformeln und ähnliche charakteristisch gefärbte Begriffe, nicht aber auf Konjunktionen, also Wörtchen, die nur bei einer sehr starken Durchsetzung einer Sprache (und zugleich des Volkes) durch die fremden Elemente, wie sie im Istrorumänischen z. B. dem Südslavischen gelungen ist, mitzuwandern pflegen. Dazu läßt sich nun bei Betrachtung des Vorkommens und der Bedeutungen des de manches aus diesen selbst gegen eine türkische Provenienz vorbringen: die ersten staatsrechtlichen Kapitulationen mit der Walachei wurden 1396 geschlossen, 1460 erneuert; 1475 und 1481 warf Stephan der Große von der Moldau die Türken durch glänzende Siege über die Donau zurück, also lauter Umstände, durch welche die Osmanen vertragsmäßig und notgedrungen auf jeden Einfluß und jede Niederlassung im heutigen Rumänien verzichten müssen; wenn wir trotzdem den Einfluß der türkischen Sprache so hoch anschlagen, daß wir ein Eindringen des de aus dieser in das Rumänische schon für das sechste oder siebente Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts annehmen, so müßten wir noch erklären, wieso diese Partikel in wenigen Jahrzehnten eine so große Bereicherung ihrer Bedeutungen und ihrer Verwendung erfahren konnte, daß sie schon im Cod. Voron. mit den erbgesessenen Vertretern von „und“, „wenn“, „nachdem“ in Konkurrenz trat und schon ein Jahrhundert nach ihrer Einführung die geschmeidigste, man kann sagen die herrschende, Partikel der Sprache wurde. Diese Umstände erweisen wohl, daß de zum uralten Besitze der rumänischen Sprache gehört; ob es als thrakisches Wort einerseits in das Rumänische (dakisch), andererseits in das Albanesische (illyrisch) eindrang, ob letzteres aus dem Türkischen geschöpft hat, kann ich nicht entscheiden.

tion übertragen werden. Beispiele für de =„als“: de venrard catra elu, dise catra ’nsi (Cod. Vor. 18, 8) ,als sie zu ihm gekommen waren, sagte er ihnen“, de trecurä oarecare dile, Agripas V. destinsera-se . . ., cumuse sarute Fostu (68,4) „nachdem einige Tage vergangen waren, zogen A. und B. hinab, um den F. zu begrüßen. Aus der Legenda S. Vineri (ca. 1580): si de vádu celi npärat acele, si mänie-sä (C. B. II, 149,5) und als jener Kaiser dies sah, ergrimmte er“, si de vádu sfanta Veneri ca nu se poate apropia . . ., a luo apá (150, 1) „und als die heilige Ven. sah, daß er sich nicht nähern konnte, nahm sie Wasser“. 4. Aus und ergibt sich relatives „welcher“, eine Verschiebung, die, ohne am Sinne oder an der Form der Sätze etwas zu ändern, ganz unmerklich stattfand; man kann sagen, daß das redende Volk erst beim Ausgestalten der Sprache im Sinne einer strafferen Verbindung der Sätze solche de als Relativa verstanden habe; daher ist eine Entscheidung, ob man es noch mit „und“ oder schon mit welcher zu tun habe, nicht immer mit Sicherheit zu treffen; ja es muß zweifelhaft erscheinen, ob wir die Frage überhaupt aufwerfen dürfen, d. h. ob dem alten Autor das Satzbild in jenen scharfen Umrissen, die wir Neueren gerne anwenden, vorgeschwebt habe; jedenfalls entspricht es mehr dem Wesen der älteren Sprache, wenn wir womöglich bloße Parataxe annehmen. Der Cod. Vor. enthält überhaupt kein Beispiel, wo man dem de relative Funktion beilegen könnte; der Cod. Schei. bietet drei solche Fälle: se nu bucure-mi-se vrajbitorii-mi färä dereptate, de urescu mere in desertu (34, 19) „es mögen sich nicht freuen die ungerechten Feinde, die mich ohne Grund hassen“, nparatul mieu si Deul mieu, de dises späsenie lu Jacovu (43,5) „mein König und mein Gott, der du Jakob Heil zusagtest“, ca miruli in capu ce destinge in barbä, in barba lu Aronü, de destinge in ometu vesmäntul lui (132, 2) wie der Balsam auf dem Haupte, der in einen Bart fließt, in Arons Bart, der zum Rande seines Gewandes fließt.“ Allerdings konnte die besagte Verschiebung umso leichter vor sich gehen, als im Rumänischen (wie auch im Italienischen, Spanischen etc.) das pronominale Subjekt des angefügten Satzes meist fehlt, daher eventuell in das de hineingelegt werden kann; da nun dieses Subjekt regelmäßig mit dem Subjekt oder einem Objekt des vorangehenden Satzes identisch ist, so erhält de den Charakter eines auf dieses Subjekt oder Objekt bezogenen Relativums; also Moxas era un om de avea o ramä rea (C. B. I, 358) „es war ein Mann, und er hatte eine böse Wunde“ wird für das geschulte sprachliche Denken von selbst zu „. . ., welcher eine böse Wunde hatte;” ebenso: avea doi fečori si o fató anume Athina de era prea frumoasá (Moxa, C. B. I, 366) „er hatte zwei Söhne und eine Tochter, namens A., die sehr schön war“, de unde veniti, ingerii mei, de aduceti aceale sarcine? (1580; C. B. II, 416, 1) woher kommt ihr, meine Engel, die ihr jene Lasten hertragt?“, ferner Physiologus 289, 29; ist dies einmal bei der Nominativfunktion des so entstandenen oder gefühlten „welcher geschehen, so ergibt sich die Ausdehnung auf den Akkusativ von selbst, und zwar umso leichter, als etwa ein avea un fičor de-lü ubs prea mult anfangs zwar bedeutete: „er hatte einen Sohn, und den liebte er sehr, dann aber, trotzdem das Objekt (lu) da war, ganz gut als: , . . ., welchen er sehr liebte“ verstanden werden konnte; denn das Rumänische wiederholt gerne vorausgehendes Objekt, daher ist de-lu iubi (mit pronominalem de) ebenso gut möglich wie Isusu lu cunoscu (Cod. Vor. 5, 8; vgl. Meyer-Lübke III, 424) „Jesum (ihn) kenne ich“; demgemäß haben wir also: ca vadou muncá de nuo poën räbda (1580; C. B. II, 356, 2) „denn ich erblickte Qual, die ich nicht mit ansehen kann“; und für Präposition + Relativum: copilü . . . nu spuse nimänui nimica, ce-s cautä treaba . . . pänä afla vreme si prilej de” spuse pürintilor . . . toate lucrurile (Gaster I, 171, 1 u.) „der Knabe sagte keinem etwas, sondern ging seiner Tätigkeit nach, bis er Zeit und Gelegenheit fand, bei der er den Eltern alles sagte. Die stehende Redensart de lu chema „welcher hieß“ hat noch deutliches de = „und“; das Subjekt des Verbums (chema, nennen) scheint jedoch oft zu fehlen; das rührt wohl von Fällen her wie: „er hatte einen Sohn“ (oder: „ihm wurde ein Sohn geboren“), de lu chema (den er nannte), wo also das Subjekt des de-Satzes ausgelassen werden konnte oder mußte, weil es auch Subjekt oder Objekt des Vordersatzes war oder sich sonst leicht aus ihm ergänzen ließ; eine Fügung letzterer Art ist z. B.: s nascu-se fecoré de n Elena . . . de-lü chema pri'nsul Romani pre numele mosu-sau (Moxa, C. B. I, 392, 1 u.) „und es wurde von Helena ein Sohn geboren, den sie nach ihrem Großvater R. nannte“ (oder „und sie nannte ihn“). Dann also analog, mit erstarrter Redensart (namens): un pärinte cälugári de-li chema Marco, eli maingóia pre inparatul (Moxa, C. B. I, 391) „ein Bruder Mönch, der M. hieß, der tröstete den Kaiser“, apoi fu patriarhi de-li chema Ignatie (ibid. I, 384) dann ward er Patriarch und hieß Ignatius“. Wird im Nebensatze Passivum gebraucht, so ist der Satz normal gebaut, verhält sich daher analog dem oben genannten era un omi . . ., also: Finir laste si o pasäre, de chiamd asa, si afla . . . (aus einem Wörterbuche von 1673; Archivio glottol. X, 277 Anm.) der Phönix ist auch ein Vogel, der so heißt, und er findet sich . . .“; ebenso ibid. 288*; 289. Ich habe so weit als möglich in der Übersetzung ein Relativpron. verwendet; doch sei noch einmal darauf hingewiesen, daß man überall mit lose anknüpfendem „und“, das dem volkstümlichen Denken weit besser zusagte als ein Relativum, auskommen wird; wenn Hasdeu in einer Anmerkung zu Moxa (C. B. I. 426, Anm. 70) sagt de cu sens de care, resp. (wie er später will) pe care, so kann er damit nur den Eindruck kennzeichnen wollen, den solche Fügungen heute auf uns machen; man müßte sonst zuweilen auch zu anderen Präpositionen greifen als zum Akkusativzeichen pe, so in dem schon zitierten Gaster I, 171 in care; oder zu din care in aflará unü cap de osi de cura sänge (C. B. I, 356) sie fanden einen Totenkopf aus dem Blut floß. Daß de nicht als vollwertiges Relativum behandelt wurde, erhellt schon aus den letzten Fällen, in denen ihm keine Präposition vorgesetzt wird, ferner noch aus der Tatsache, daß es wohl nie ein durch vorangehendes acela u. s. w. gefordertes care vertritt, wenigstens habe ich keinen Beleg dafür gefunden. 5. Wie in Nr. 4 attributive Verhältnisse durch Verwendung von de = „und“ gelockert werden können, so kann diese Konjunktion auch solche Sätze anknüpfen, die zum Vorangehenden im Verhältnis eines Objekts oder Subjekts stehen:* unternehmen: amü ndslitzt de ami märsü intro adánculü pustiei (Dosofteiu; Rum. Jb. V, Glossar s. v. näsl) „wir haben es unternommen, in das Innere der Wüste zu gehen“. – heißen, befehlen: zise de-l bäturä (Moxa, C. B. I, 372) „er sagte, daß sie ihn schlagen sollten“, zise de räsipiró casa lui Petrovü (I, 385) „er befahl, daß sie das Haus des P. zerstören sollten“, zise de aprinseró

* Vgl. einen ähnlichen Fall in Nr. 8 dieses Abschnittes. 2 Übrigens auch schon weit früher, im Jahre 1652 (Bibliogr. rom. 193, 7) und 1688 (ibid. 283, 8 u.).

* Der Herausgeber schreibt de (ci), was überflüssig ist.

* Man könnte de hier auch durch „und“ wiedergeben; im Griech. und Lat, steht jedoch an dieser Stelle ein Relativum.

* Nicht viel anders verhielt es sich im Deutschen, welchem relative Pronomina und Adverbia (wie dá, darinne) ursprünglich fremd waren; „es war ein Mann, der eine böse Wunde hatte“ bedeutete anfangs „. . ., der hatte eine böse Wunde“. Später erst wurde dem Demonstrativum relative Bedeutung beigelegt. Das Deutsche verwendete also pronominales Subjekt, nämlich das Demonstrativum, und so ging die Entwicklung von diesem aus; im Rumänischen, welches das pronominale Subjekt nicht zu setzen pflegte, erhielt de diese Rolle, aus der es aber, da sie seinem Wesen nicht homogen war, später fast ganz verdrängt werden sollte.

* Dieselbe Phrase findet sich, beiläufig bemerkt, auch bei Creangä, aber mit ca sä: S deatunce, cäuta si eavreme cu priej ca facá . . . (I, 55, 1 u.), also zum Verb in Beziehung gebracht: „er suchte, damit“.

* Dies findet sich, wie später gezeigt werden soll, auch in anderen Sprachen; hier weise ich auf das Mittelhochdeutsche hin, wo allerdings nicht einmal „und“ nötig ist (ähnlich wie im Süditalienischen): Kriemhilt niht langer lie, vor des kiineges »cie inz münster si dógie („Kr. unterließ nicht, der Königin voran in den Dom zu treten“); dar nách diu frouwe niht vergáz: die gienc (die Dame vergaß dann nicht, zu gehen“), s. Paul, Mhd. Gramm.* p. 134.

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