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Clemens, Apollinaris und Georgius, die urkundlich 1278–1324 Tres Basilicae genannt wird, später Tres Ecclesiae (jetzt Tri Crkve). Im localen Dialekt lautete lat. basilica auf Veglia basalca: „lacus positus iuxta ecclesiam S. Michaelis, dictam Bassalca nova 1398 Vj. 2, 26, ebenso in den Ueberresten des Vegliotischen im XIX. Jahrhundert basálca. Es ist neben dem Rumänischen und Rhaetoromanischen die letzte lebende Spur dieses Wortes in den romanischen Sprachen. Basilica war einmal als bješka auch in Albanien bekannt, ist aber dort nur in Ortsnamen erhalten; die Kirche heisst alb. kiše (ecclesia). Das Dorf Bieschka Sche Merise und das Gebirge Bjeschka eça in den Landschaften zwischen Prizren und Scutari bei Hahn (Reise durch die Gebiete des Drin und Wardar 214, 218) sind ohne Zweifel eine „basilica Sanctae Mariae“ und eine „basilica nigra“. Unter den alten Kirchennamen und in Folge dessen auch Personennamen Dalmatiens sind vor Allem die Namen des Neuen Testamentes, vorzüglich die der Apostel stark vertreten. Kirchen des heil. Petrus z. B. gab es überall von Scutari bis Istrien. Zunächst folgen die Heiligen des Landes und des benachbarten Gebietes, voran die Märtyrer von Salonae, der heil. Domnius (Kirchen in Spalato und Tradt, S. Dompnius de Surana in Cattaro), Venantius, Maurus u. A. Es ist merkwürdig, dass dem heil. Hieronymus, einem berühmten Dalmatiner der spätrömischen Kaiserzeit, erst zum Schlusse des Mittelalters Kirchen geweiht wurden, obwohl sein Name stets unvergessen blieb. In das IV. Jahrhundert reicht zurück die Erinnerung an den heil. Hilarion († 371), der 365 „Epidaurum, Dalmatiae oppidum“ besuchte und dem das schon im Statut 1272 genannte Kirchlein Sancti Hilarionis, später Sancti Illari (jetzt Svetilar), bei den Mühlquellen von Breno zwischen Ragusa und Epidaur geweiht ist.“ Dem heil. Quirinus von Siscia, einem Märtyrer der Zeit des Kaisers Galerius, war die ursprüngliche Kathedrale von Veglia geweiht. Die Reliquien der heil. Anastasia von Sirmium wurden während der Hunnenkriege nach Constantinopel, 807 vom Bischof Donatus von dort nach Zara gebracht.“ In Zara sind die bedeutendsten Männer der localen Kirchengeschichte der erste Bischof (um 380) S. Felix und der Zeitgenosse Karls des Grossen, der soeben erwähnte Bischof Donatus; eine der merkwürdigsten Bauten Dalmatiens, die schon von Kaiser Konstantin beschriebene Rundkirche der heil. Dreifaltigkeit, Sveti Trntat der glagolitischen Urkunden des XV. Jahrhunderts, heisst jetzt San Donato und beherbergt heute das archäologische Museum von Zara. Der germanische Name des heil. Anselmus, falls er wirklich beglaubigt ist, in einer Urkunde 1367 (Star. 23, 208) wiedergegeben als Asellus, in glagolitischen Documenten als Asel (1441 Mon. hist. jur. 6, 154), dem die Hauptkirche von Nona geweiht war, scheint in die Zeiten zurückzuführen, wo die Croaten bis vor die Thore der byzantinischen Küstenstädte unter Oberhoheit der Karolinger standen, und wo im IX. Jahrhundert für ihr Gebiet ein Bisthum in Nona gestiftet wurde. Nach der localen Legende war der heil. Anselmus der erste Bischof der Stadt, der mit ihm verehrte heil. Ambrosius sein Diakon. Bischof von Ossero war um 1020–1042 der heil. Gaudentius, gebürtig ex natione Absarensium“ (R. 440). In eine schwer zu bestimmende Zeit, vielleicht in die der arabischen Raubzüge, gehörten die drei Cattarenser Heiligen Petrus, Andreas und Laurentius, die in Cattaro und Ragusa verehrt wurden und deren Reliquien sich seit 1026 in Ragusa befanden." Von den Heiligen von Aquileja treffen wir in Dalmatien den heil. Chrysogonus, einen Märtyrer von Nikäa in der Zeit Diocletians, dessen Reliquien nach Zara übertragen wurden, nach den einen vom heil. Bischofe Donatus (um 800), nach den anderen Berichten schon viel früher. Der heil. Chrysogonus war im Mittelalter der Schutzpatron von Zara; sein Name kommt in der Stadt als Personenname in mannigfaltigen Variationen und Kurzformen vor. Donatus soll aus Aquileja auch die Reliquien des heil. Zoilus gebracht haben, dessen Geschichte mit der des Chrysogonus im Zusammenhange steht. Von den Heiligenculten Aquilejas findet man in Dalmatien in Personen- und Ortsnamen auch den der heil. Euphemia und des heil. Fortunatus. Auch die Heiligen von Ravenna waren den Dalmatinern wohl bekannt. Kirchen des heil. Apollinaris gab es in Veglia, in Zara und bei Ragusa, des heil. Vitalis, dessen Name als Personenname sehr beliebt war, eine bei Tradi (1242 Star. 24, 212). Manche Culte sind den Dalmatinern gemeinsam mit den Venetianern im früheren Mittelalter, wie des heil. Geminianus, dessen Kirche an Stelle der späteren Marcuskirche in Venedig nach dem Chronicon Altinate angeblich von Justinians Feldherrn Narses gegründet war. Aus Süditalien stammt die Verehrung des heil. Bischofs Sabinus von Canusium († c. 566), dem ein Kloster auf der Insel Daxa vor dem Hafen von Gravosa geweiht war, und des heil. Bischofs Cataldus von Tarent (c. 640), der auch in Spalato und Ragusa bekannt war und unter den Ragusaner Familiennamen (Gataldi, jetzt Ghetaldi) ein Andenken hinterlassen hat. Die heil. Agathe aus Catania in Sicilien hatte eine Kirche in Cattaro. Die Mehrzahl der übrigen Namen gehört in den Kreis der altchristlichen Heiligenculte von Italien und Afrika. Die nähere Untersuchung ist erschwert dadurch, dass die Feiertage der einzelnen Kirchen oft nicht zu constatiren sind, womit auch die Feststellung erschwert wird, welcher von den mitunter zahlreichen Heiligen eines Namens verehrt wurde. Zahlreiche Kirchen des heil. Alexander gibt es in Nordalbanien. Magister Christophorus physicus aus Benevent, Vater des slavischen Kanzlers von Ragusa Rusko Christoforovié, vermachte 1400 einen Kelch (challixe) „a S. Allexandro de Albania (Test. Rag. 1391 f. 138), ein Albanese presbyter Filippus, filius Georgii Filippi de villa, que vocatur Menachar, aus der Diöcese des ,vescovo de Albano, 1426 ein Legat an die „fraternita de Santo Allexandro del Monte (ib. 1418 f. 148). Es war wohl die heute noch bestehende St. Alexanderkirche, Sitz eines infulirten Abtes, in Oros, dem Centrum des Landes der Mirediten. Andere Alexanderkirchen bestanden in der Umgebung von Antivari, eine in der Umgebung von Zara (R. 168). Dabei ist nicht zu vergessen, dass das Küstengebiet von Lissus südwärts vor den Administrativreformen des Diocletian zur Provinz Macedonia gehörte, und dass noch in der Mitte des III. Jahrhunderts diese Provinz und einzelne ihrer Städte Münzen prägten, auf denen statt des römischen Kaisers der Nationalheros der Makedonier, König Alexander der Grosse abgebildet war. Der christliche Heiligencultus hat hier einen antiken Heroencultus verdrängt, was um so leichter fiel, da es unter den Heiligen der frühchristlichen Zeit auch Soldaten, Bischöfe, sowie einen Papst desselben Namens gab. Andere Kirchennamen führen zu den Heiligen Bassus (Antivari), Benedictus, Cassianus, Clemens, Cyprianus (Kirchen in Veglia, Arbe, Spalato), Felicianus (Altar in Cattaro 1166 K. 2, 73), Firmus (Kirche in Zonchetto oder Ombla bei Ragusa mit einer fratilia S. Firmi und dem festum S. Firmi, noch jetzt ein Localfeiertag Permov dan), Gervasius, Hippolytus (sveti Impolit in Zara 1466 Mon. hist. jur. 6, 253), Isidorus (Kirche S. Isidori oder Sideri auf der Insel Lichignana, jetzt Jakljan bei Ragusa, eine andere bei Spalato c. 1096 R. 177), Laurentius (Kathedrale von Trad, Kirchen in Salonae, Zara und Umgebuug), Lazarus (bei Ragusa), Leo (Kirche in Traü 1110), Leonardus (Arbe, Ragusa), Martinus (zahlreiche Kirchen und Kapellen von Cattaro bis Veglia), Mauricius (Diöcese von Veglia, Farlati 5, 302), Maximus, Nereus und Achilleus (Dorfkirche in Kurilo bei Ragusa), Pancratius (Reliquien in Ragusa, Kirchen in der ganzen Umgebung, in Gravosa, auf Jupana, Meleda; vgl. ein Kloster S. Pancratii in Neapel unter Papst Gregor I.), Primus (Altar in Cattaro 1166), Sebastianus (Kirche in Ragusa), Silvester (Spalato, Kloster auf der Insel Busi bei Lissa), Victor (bei Zara R. 123, K. 2, 174), Vigilius (bei Zara K. 2, 94), Vincentius (Cattaro 1124 K. 2, 25), Vitus. Später kommen dazu die grossen Heiligen des XIII. Jahrhunderts: Dominicus, Antonius und Franciscus. Auch die Namen der heil. Frauen stammen aus der altchristlichen Zeit: Barbara (Kirchen in Scutari, Ragusa, Veglia), Katharina, Fusca (Kirche in Gravosa), Margarita, Martha (Kirche in der Burg Biač bei Traà 892 R. 15, bei Trad 1264 Star. 27, 54), Maura (ecclesia S. Maure in Dalafota 1282), Thecla, Ursula, während die heil. Clara (Klöster in Ragusa und Cattaro) dem Zeitalter der Ordensgründungen des XIII. Jahrhunderts angehört. Von den Culten orientalischen Ursprungs greifen manche in die Zeiten der Kirchenväter zurück, wie die Kapellen des heil. Basilius in Surana in Cattaro (c. 1330, Not. Cat.) und bei Spalato (1397 Farlati 3, 344) und des heil. Athanasius in Ragusa (Div. 1370). Andere stehen in Verbindung mit dem Kaiserpalast von Constantinopel. Der Protomartyr Stephan galt wegen der Identität seines Namens mit dem Worte Stérooyo; die Krone als Schutzpatron des christlichen Kaiserthums des neuen Rom. Das Centrum des Cultus war die Kirche des heil. Stephan im Kaiserpalaste von Constantinopel, Toö ö too Xtsdy00 S :(P Tajatip oder Sy to Adopys, erbaut 428 von Kaiser Theodosius II. und seiner Schwester Pulcheria. Hier fanden in der älteren Periode die Krönungen und Hochzeiten der Kaiser statt, wie die Krönung des Heraklios und die Hochzeit Leos des Chazaren mit Irene von Athen (vgl. die Abhandl. über das byz. Krönungsrecht von W. Sickel, B.Z. 7, 521, 544). In Zusammenhang damit stehen die zahlreichen St. Stephanskirchen in den byzantinischen Provinzen. Im adriatischen Küstengebiete waren diesem Heiligen geweiht die Domkirche in der Burg von Scutari, von den Türken 1479 in eine Moschee umgewandelt, Kirchen in Antivari, in der von König Stephan Tvrtko I. von Bosnien gegründeten St. Stephansburg in der Zupa Dračevica (jetzt Castelnuovo), S. Stephanus de Gorica im Thale von Breno, die alte von Kaiser Konstantin erwähnte Domkirche von Ragusa (seit 1667 Ruine), Kapellen im Omblathale, in Malfo, Jupana, das Kloster S. Stephanide Pinis bei Spalato, die basilica S. Stephani mit dem vom Archidiaconus Thomas erwähnten Grabe des croatischen Königs Kresimir auf den Ruinen von Salonae, S. Stephanus de Campo bei Trad, eine Pfarrkirche in Zara (1190f, K. 2, 156, 171), eine „turris prothomartyris Stephani 1075 in Arbe (R. 455) und eine Abtei S. Stephani de Barbato auf derselben Insel. Auch der Name Stephan war in Dalmatien sehr beliebt, noch seit der vorslavischen Zeit, wo in den Briefen des Papstes Gregor I. (590–604) drei Stephani aus diesen Ländern vorkommen, ein Bischof von Scodra, ein Diakon und der primicerius notariorum“ von Salonae. Ebenso hiessen Stephan zahlreiche Fürsten von Serbien, von einem Sohne Mutimirs im IX. Jahrhundert angefangen, die Nachkommen des Stephan Nemanja sogar mit ziemlicher Monotonie alle ohne Ausnahme, desgleichen einige Könige der Croaten und auch der erste christliche Herrscher der Ungarn. Auch der Name der Sophienkirche von Constantinopel, die später das Capitol des oströmischen Imperiums wurde, blieb nicht ohne Nachahmung in den Provinzen und in der Nachbarschaft. Das Kloster S. Sophiae de Genta, welches 1402 in den Ragusaner „Diversa erwähnt wird, lag nach einer päpstlichen Urkunde von 1434 bei Dagno in der Nähe von Scutari (Theiner, Mon. Slav. 1, 367). Auch in der Umgebung der Residenz des byzantinischen Statthalters von Dalmatien, der Stadt Zara, gab es eine Sophienkirche (vinea ad sanctam Sopiam, in confinio S. Sopie 1289, Vj. 1, 185) Eine contrata S. Sophiae befand sich in den Weinbergen von Veglia (1410 Örneié 160). Eine grosse Sophienkirche, heute in Ruinen, hat den Namen des alten Serdica und des mittelalterlichen Srédec (lies Srjádetz) allmählich in den jetzigen Namen Sofia verwandelt. Eine andere, ein Bau von c. 1050, steht in Ochrid. Sophienkirchen gab es auch in Venedig, ebenso nach den ältesten russischen Chroniken in Cherson auf der Krim, sowie in Russland in Kiew und Novgorod. Das VI. Jahrhundert war die Blüthezeit des Cultus der Nationalheiligen von Syrien, der Märtyrer Sergius und Bacchus aus der Stadt Rosapha nördlich von Palmyra am Rande der Wüste. Kaiser Justinian erbaute in Constantinopel eine Kirche dieser Heiligen, gegenwärtig die sogenannte kleine Aja Sofia. In dem altdalmatinischen Gebiet gab es ein berühmtes Kloster dieses syrischen Heiligenpaares an der Bojana, Kirchen in Antivari, in Cattaro und Umgebung, auf dem heute noch den Namen des heil. Sergius führenden Berge über Ragusa, auf der Insel Calamotta, auf Curzola (Christ. Elem. 49 f.). Ein Kloster SS. Sergii et Bacchi gab es auch in Neapel und sieben Duces der Stadt im IX. bis XII. Jahrhundert hiessen Sergius. Kleinasiatischen Ursprungs ist der Cultus der Erzengel, besonders des heil. Michael, der seinen Ausgangspunkt im alten Colossae (Chonai des Mittelalters) hatte und im Occident ein Centrum im byzantinischen Unteritalien erhielt, in der altberühmten Wallfahrtskirche auf dem Monte Gargano, dem „mons S. Angeli gerade gegenüber der dalmatinischen Küste.” Kirchen des heil. Michael gab es in Dulcigno, am Golf von Cattaro, auf der kleinen Insel Mercana vor den Ruinen von Epidaurum, in Ragusa, in der Umgebung in Gravosa, Calamotta, Jupana (das Kloster von Peclina, jetzt Pakljena), auf den Ruinen von Salonae, in Spalato und Zara sammt Umgebung. Dagegen sind Kirchen des heil. Gabriel selten, wie die „insula S. Gabrielis“ des Diocleas im Golf von Cattaro und eine Kirche in Antivari. Vertreten waren in Dalmatien auch die Soldatenheiligen der byzantinischen Armeen.“ Territorial zunächst lag der Cultus des heil. Demetrius, des Patrons von Thessalonich. Schon lange vor den Umwälzungen des VII. Jahrhunderts hatte sich seine Verehrung aus dieser Stadt weit über die Halbinsel verbreitet (Christ. Elem. 93). Ein Frauenkloster des heil. Demetrius bestand in Zara, urkundlich seit 1181 (K. 2, 119) erwähnt, nebst einem Stadtthor, der porta S. Dimitrii sive Brusata (1423 Lj. 8, 223). In der Umgebung von Zara liess 1042 der croatische Banus und zugleich byzantinische „imperialis protospatarius Stephan eine Kirche zu Ehren der Heiligen Nicolaus, des Apostels Petrus, des Stephanus pontifex, Dimitrius und Chrysogonus weihen und schenkte sie der Abtei des heil. Chrysogonus von Zara (R. 46). Reliquien des heil. Demetrius erwähnt in Ragusa 1335 ein Kircheninventar der Kathedrale S. Mariae Maioris. Eine contrata S. Demetrii gab es in der Umgebung von Antivari. Dem heil. Georg waren geweiht die Kathedrale von Drivasto, die 1247 neu errichtete Domkirche von Antivari, sowie zahlreiche Kirchen bei Ragusa, in Spalato und Umgebung, bei Trad und in Zara (807, R. 308). Grosse Verehrung genossen bei den Byzantinern die beiden heiligen Theodore aus Euchaita im Pontus, ein Feldherr (3:pazlNürf:) und ein Recrut (zógoy). Der Schild des einen hing in der Zeit des Kaisers Konstantin (de thematibus, ed. Bonn. 3, 36) in der Kuppel der Kirche von Dalisandos im alten Isaurien, im Grenzgebiet gegen die Araber. Ihre Schwerter zeigt man heute in der beiden Heiligen geweihten Metropolitankirche in Serrai, der einstigen Grenzfestung der Byzantiner im unteren Strymonthale gegen die Bulgaren. St. Theodorskirchen fehlten nicht an der dalmatinischen Küste: die alte Kathedrale von Antivari bis zum XIII. Jahrhundert, ein Kirchlein in Ragusa im Viertel Pusterla neben dem Hafen, in Spalato eines ebenso in portu“. Es ist bekannt, dass der heil. Theodor auch der ursprüngliche Patron von Venedig war (vor dem heiligen Evangelisten Marcus) und zwar bezeichnete die Sage den Narses als Gründer der Kirche des Heiligen, die bei der Ermordung des Dogen Peter Candiano 976 in Flammen aufgieng. Byzantinischen Ursprungs ist der Cultus der heil. Kosmas und Damianos. Sie wurden in Stagno und Scutari (1416) slavisch Sveti Vrači, die „heiligen Aerzte“ genannt, ebenso wie sie heute noch in Serbien und Bulgarien heissen (vgl. AslPh. 21, 504). Kirchen derselben gab es in Scutari, in Ragusa, in Zonchetto, in Gravosa am Vorgebirge Caput fici, auf Dalafota, bei Spalato, auf den Inseln bei Zara, besonders ein grosses Kloster auf Pasman, die Abtei S. Damiani de Monte auf Arbe, Kirchen auf Veglia u. A. Auf einer Inschrift im Kloster der Insel Pasman von 1369 erscheinen die Heiligen in der Gruppe, die auch in den Legenden genannt ist: „locus et curia sanctorum Cosme et Damiani, Antemii, Leoncii et Euprepii martirum et fratrum“ (Jelié im Vjesnik 1898, 103 A.). In Zara gab es ein seit 1107 urkundlich erwähntes Frauenkloster des heil. Plato. Zahlreiche Zaratiner und Arbenser des X.–XIV. Jahrhunderts hiessen Plato. Den Namen des grossen Philosophen von Athen führen zwei Heilige der griechischen Länder, der Märtyrer Plato von Ankyra und der heilige Abt Plato (geb. 735, † c. 813), der Oheim des berühmten Theodoros von Studion. Der Name war bei den Byzantinern des VII.–VIII. Jahrhunderts nicht selten; Plato hiess ein Exarch von Italien um 645, ebenso der Vater des Papstes Johannes VII. (705–707), eines Griechen. In Constantinopel bestand eine hervorragende Kirche des heiligen Märtyrers Plato, die in Justinians Zeit erwähnt wird und von Basilios I.

* Ein Verzeichniss der dalmatinischen Heiligen bietet ein kalendarisch gruppirtes Martyrologium illyricum bei Farlati, Illyricum sacrum 8 (1819), 284 f.

* Vita des heil. Abtes Hilarion vom heil. Hieronymus, Acta SS. Oct. IX, 18. Verschieden von ihm ist der heil. Hilarius von Aquileja. Reliquien S. Ilarii aus Aquileja vor den Langobarden nach Grado gebracht, Chron. Gradense, Cronache veneziane antichissime ed. Monticolo 41. In Venedig ein monastero di S. Ilario, gegründet 819, bestand bis 1216, Monticolo im Bull. dell' istituto storico ital. nr. 9 (1890), 287, 289.

* Dass die Reliquien der heil. Anastasia 807 (nicht 804) aus Constantinopel nach Zara gebracht wurden, als Geschenk des Kaisers Nikephoros, um die Dalmatiner bei der Spannung mit Karl dem Grossen für Byzanz zu gewinnen, ist ausgeführt von Dr. G. Manojlovié, Ueber das Jahr der Translatio der heil. Anastasia, im Vjestnik des croat. Landesarchivs 3 (1901),

104–113.

* Verse des Miletius und Erzählung des Nic. Ragnina zu 1026, Annales ed. Nodilo 210–211: „martorizzati“ von Leuten aus Cattaro, die „heretici e pagani“ waren. Gelcich, Memorie storiche sulle Bocche di Cattaro (Zara 1880) 62–63 verzeichnet den Tod dieser Heiligen zum Jahre 1169. Razzi und Zmajevié verlegen ihn nach Farlati 6,430 gar in die Jahre 1240 oder 1249.

* Ueber den Cultus des heil. Stephan in Afrika unter Justinian vgl. Charles Diehl, L'Afrique byzantine, Paris 1896, 429.

* Vgl. Charles Diehl, Etudes sur l'administration byzantine dans l'exarchat de Ravenne (Paris 1888) 262 (Bibl. des écoles françaises d'Athènes et de Rome, fasc. 53).

* Schlumberger, Mélanges d'archéologie byzantine (Paris 1895) 76–77, in der Beschreibung eines byzantinischen Triptychon aus Elfenbein aus der zweiten Hälfte des X. Jahrhunderts. Ein byz. goldenes Medaillon von 6 Cm. Durchmesser, gefunden in den Ruinen von Drivasto, mit den Abbildungen der Heiligen Theodoros Stratilates, Georgios und Demetrios, abgebildet und beschrieben von A. Degrand, Souvenirs de la Haute Albanie (Paris 1901) 92 und von Th. Ippen im Glasnik des bosn. Landesmuseums 1900, 516.

* Indice delle reliquie esistenti nell' reliquiario della cattedrale. Kleiner Pergamentcodex (21 Cm. hoch, 155 breit) mit nur wenigen Blättern in Holzdeckeln im Hauptarchiv von Ragusa. Verfasst 8. Februar 1335 „tempore nobilis viri, domini Nicholai Falletro, honorabilis comitis Rag., existentibus thesaurariis dicte ecclesie Martholo de Teuduisio, Marino Mathye de Menze et Nicolao de Petragna“.

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