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15 mi tsam po yons kyi sems la ojug

dman op'yor mo kun la sñin rlun slon po op'yor po kun la mts al ris btab

20

mig gis kun la ltad mo ltas

sems kyi rgyal k'ams že la mnan 20 lus kyis kun la yyen odegs byas

gnas ni lin bai brag la gnas
de tso na yi spyod ogros yin
kyed kyi drun du žu ba lags

lan gcig glu ru blans pa yin 25 o0 skol mjal bai dga spro yin

da lta mts'ar bai žu don yin
rnal obyor kyed kyi žabs tog yin
na ran dad pai gsal ts'ig yin
glu dran gtam pul bas mñes par šog

Ich werde in die Seele des ersten besten Mannes 15

fahren, der mir begegnet; Eine schöne Frau erregt allen Kummer; Ein schöner Mann ist allen wie ein Bild in roter

Farbe gemalt; Mit den Augen bietet er allen ein Schauspiel dar; Im Reich der Seele unterdrückt er die Neigungen; Mit dem Leibe stützt er allen die Unbeständigkeit. Auf dem Felsen von Ling ba hause ich. Das ist mein Wandel. An dich habe ich eine Bitte: Noch einmal sei ein Lied gesungen. Möge aus unserer Begegnung Freude entstehen! Jetzt habe ich eine schöne Bitte gethan. Zu deinen Diensten bin ich, Yogin. Ich selbst bin des Glaubens klares Wort. Gib ein aufrichtiges Lied zum besten, an dem wir

uns freuen mögen!

25

ces zer bas | rje btsun gyi tugs la mi Als sie so gesprochen, richtete der Ehrwürdige ma yin gyi rigs odi la nan tan gyi eifrige Fragen an sie über diese Klasse von Geistern, dri ba byas | dam la btag dgos dgons und indem er dachte, dass er sie bannen' müsse, nas moi žus lan du mgur odi gsuns trug er zur Antwort auf die Bitte des Weibes fol

gendes Lied vor.

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1 Tib. dam la odogs pa Dämonen bannen, aber nicht durch Zaubermacht, sondern durch gütliche Überredung zu dem Ver

sprechen, keinen Schaden mehr zu thun (Jäschke). Denkschriften der phil.-hist. Classe. XLVIII. Bd. II. Abh.

5

de yi stobs kyis dman por skyes

lus sdug bsial sa zai gron du rgyug

nag mi bden no lkog rdzun tsig man

sems mi dge ogro bai srog la gnod 15 lus nan pai gzugs su skyes pa de

las rgyu obras k'yad gsod c'es pas lan

da okor bai ñes dmigs bsam šes na

las mi dge byas tsad bšags pa gyis

Und bist kraft dessen als niederes Wesen wieder

geboren, In unseliger Körperform in der Sphäre der Piçāca

wandelnd. Unwahre Rede, Trug, viele Lügen, Sündiger Sinn schaden dem Leben der Wesen. Diese Wiedergeburt in der Gestalt eines schlechten 15

Leibes
Ist der Lohn für die Verachtung der Lehre von der

Vergeltung der Werke.
Wenn du dir nun die Strafe vor Augen führst, die

im Durchwandeln des Kreislaufs besteht, Sühne deine Sünden nach dem Masse, wie du sie

begangen hast, Und versprich, nach der Tugend zu streben. Ich bin wie ein Löwe, aber nicht furchtbar; Ich bin wie ein Elephant, doch habe ich keine Furcht; Ich bin wie rasend, doch nicht der Wirkung der

Planeten anheimgefallen. Ich spreche wahre Worte zu dir. Lass du noch einmal aufrichtige Rede hören! Denn mir Hindernisse zu bereiten und mich zu ver- 25

höhnen War dein beständiges Geschäft, du Dämonin. Erfasse nun die Kraft der Wirkung der Religion

und des Gebets Und bewahre sie in Zukunft im Gedächtnis! Erwäge und prüfe das, du Verwandlung eines Weibes!

20

dge ba b.sgrub par k'a yis lon 20 na señ ge lta bur ojigs pa med

glan c'en lta bur sam na med smyon pa lta bur gza gtad med

na yis kyod la bden tsig brjod

kyod kyis da dun dran gtam smros 25 mi na la bar cad mto ots’ams pa

odre kyod kyi gtan gyi so nam yin cos smon lam obrel bai stobs bžag nas

ma oons dus na rjes su odzin de rtog dpyod mdzod cig dman mo

oprul

žes gsuns pas | brag srin mos lus sna ma ltar Ustan nas dran gtam gyi žu don odi glu ru pul lo.

Als er so gesprochen, zeigte sich die FelsenRākshasī wie zuvor und richtete mit aufrichtiger Rede ihre Bitte an ihn in folgendem Liede.

11.

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was dan por slob dpon gñan gyi bka

dam c'os lha cos tos bsam byas

bar du las opro nan la žugs

10 ñon mons gdug rtsub bzod sran med

des na lus nan dman mor skyes

ogro ba sems can t'ams cad la
pan yan btags te gnod yan bskyal

dus na nin son bai snon rol na 15 lin bai brag la sgom c'en kyod

byon nas gcig pur sgrub pa mdzad

ned kyan res dga res ma dga
dga bai pyir na do nub mjal

ma dgai pyir na žabs la ojus 20 de gnod pai pyir na rjes la bšags

Zum ersten Male habe ich durch des Lehrers strenges

Wort
Über das, was ich von der heiligen Religion, der

Religion der Götter gehört, nachgedacht,
Doch inzwischen bin ich ins Unheil der Folgen meiner

Werke geraten;
Das wilde Gift der Sünden ist unerträglich.

10 Deshalb bin ich als Weib in schlechtem Leibe wieder

geboren.
Allen Geschöpfen
Erwies ich bald Nutzen, fügte bald Schaden zu.
Im verflossenen Jahre
Bist du, grosser Meister der Beschauung auf dem 15

Felsen von Ling ba,
Hierhergekommen und vollzogst Bannungen ganz

allein.
Bald freute ich mich, bald freute ich mich nicht.
Da ich mich freute, besuchte ich dich heute Abend;
Da ich zürnte, ergriff ich dich am Fusse.
Da ich dir so schadete, habe ich darauf meine Siinden 20

bekannt.
Von jetzt ab will ich das wilde Gift des Weibes meiden,
Will von Herzen die Religion üben und ihr Freund sein.
In Zukunft werden wir
Im kühlen Schatten des Baums der Seligkeit ruhen.
Nun Tag und Nacht von den fünf Giften gequält, 25
Bitten wir übelthuende Dämoninnen um Hilfe.
Wenn wir auf dein Wort vertrauen
Und damit beginnend bis zur Bodhi fortschreiten,
Ist der Hang zur Wildheit gänzlich beruhigt.
Der Yogin ist unser helfender Schützer.
Wir sind Freundinnen des Bannenden;
Wir sind unterthänige Dienerinnen aller grossen

Meister der Meditation;
Wir sind der Beistand aller Pfleger der Religion;
Wir sind die Helferinnen der durch ihr Gelübde

Geweihten.
Die Lehre bewachend leisten wir Dienste.

dus da nas dman moi gdug rtsub spon cos sñin nas byed la gton grogs byed ma ons dus na bdag cag rnams

bde c'en ljon pai bsil grib kyis
25 dug lnas ñin mtsan gduns pa yi

las ran odre mo skyab tu gsol
kyod kyis bka la brten nas su
odi nas bzun ste byan cub bar

gdug pai bsam pa kun ži ste 30 rnal obyor skyob pai bsruns ma byed

sgrub pa po yi gton grogs byed
sgom c'en kun gyi obans mo byed

30

c'os mdzad kun gyi k'a odzin byed dam tsig can gyi ston grogs byed

35 bstan pa bsruń žin žabs tog byed

35

ces smon lam bzan po brjod cin sgrub pa byed pa t'ams cad kyi mgon byed | gnod pa mi skyel bar kas blans dam bcas sin tu dad par gyur pa dan | rje btsun gyis brag srin mo rjes su odzin pai mgur odi gsuns so.

Als sie so ein treffliches Gebet gesprochen, wurde sie sehr gläubig durch das Versprechen und Gelübde, Schützerin aller Bannenden zu sein und ihnen keinen Schaden mehr zuzufügen. Da trug der Ehrwürdige folgendes Lied vor, damit es die Felsen-Rākshasī im Gedächtnis bewahre.

12.

na okor ba spans pai ban dhe yin bla ma dam pai sras po yin gdams nag rin c'en gter mdzod yin dam cos sñin nas sgrub mkan yin

5

5 cos ñid rtogs pai rnal obyor yin

sems can rnams kyi ma rgan yin sõin stobs can gyi skyes bu yin šākya tub pai srol odzin yin

byan cub sems kyi bdag ñid yin 10 byams pa sñon nas bsgoms pa yin

sñin rjes gdug pa odul ba yin lin ba brag la gnas pa yin yens pa med par sgom mkan yin kyod dka bar sems sam dman mo op'rul

15 dga bar ma ts or kyed cag nan

odre kyod pas ce ba nar odzin yin odre kyod pas man ba odu šes yin odre kyod pas nan pa bsam nan yin

odre kyod pas rgod pa rnam rtog yin 20 odre kyod pas lan šor bag cags yin

odre odre ru bzun na gnod pa yin

Ich bin der den Kreislauf meidende Bandhe.
Ich bin des heiligen Lama Sohn.
Ich bin die kostbare Schatzkammer der guten Lehren.
Ich bin der die heilige Religion mit ganzem Herzen

Übende.
Ich bin der das Sein erkennende Yogin.
Ich bin der Wesen alte Mutter.
Ich bin der mutvolle heilige Mann.
Ich bin der Nachfolger der Gewohnheit Çākyamuni's.
Ich bin die verkörperte Bodhi.
Ich bin der von Anfang an über die Liebe Medi- 10

tierende. Mit Erbarmen vernichte ich das Gift. Auf dem Ling ba-Felsen hause ich. Ohne Ablenkung liege ich der Meditation ob. Bist du von freudigen Gedanken erfüllt, du Ver

wandlung eines Weibes? Wenn du keine Freude empfindest, bist du schlecht. 15 Grösser als ihr Dämonen ist die Eigensucht. Zahlreicher als ihr Dämonen sind die Wahrnehmungen. Schlechter als ihr Dämonen sind schlechte Gedanken. Wilder als ihr Dämonen ist die Skepsis. Hartnäckiger als ihr Dämonen ist die Leidenschaft. 20 Wenn man die Dämonen fiir Dämonen hält, ist es

ein Schaden; Wenn man weiss, dass die Dämonen leer sind, ist

es erfreulich; Wenn man das Wesen der Dämonen begreift, ist es

Befreiung Wenn man die Dämonen gleichsam als Eltern auf

fasst, ist es Besessenheit. Wenn man den Geist der Dämonen kennt, erweist 25

es sich als Segen.
Wenn man ihre Umstände kennt, sind alle befreit.
Du, niedere Dämonin, hast ein Bittgesuch dargelegt;
Ich habe dich durch die Bekehrung gebannt.
Du erfülle nun dein Versprechen!
Unseres Vajradhara
Wort des strengen Gelübdes brich nicht!
Mache mein grosses Erbarmen nicht zu Schanden!
Begehe keine Frevel des Leibes, des Worts und des

Gedankens!
Wenn du dein Gelübde brichst,

odre ston par ses na sod pa yin

odre cos ñid du go na grol ba yin

odre pa mar šes na zin pa yin

25 odre sems su šes na rgyan du oc'ar

de yin lugs šes pas t'ams cad grol odre dman pos žu ts'ig brda ru bstan mi ko bos gdul byar dam la btags

kyed cag dam bcas tsig bžin bsgrubs 30 bdag cag rdo rje odzin pa yi

dam tsig gñan poi gsun ma bcag
tugs rje drag po sun ma obyin
lus nag bsam pai bar ma gcod

30

gal te dam la odas gyur na

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žes gsuns te | dam la btags pas | brag srin mos rje btsun la pyag dan bskor ba man du byas | ci gsun sgrub par k'as blans nas oja yal ba bžin soi bai mtar | Ram lais à ma 8a ba dan brag srin mo min srin ok or dan bcas pa mi skyes pa dan bud med rgyan bzan po btags pa | mdzes šin yid du oon bai rnam pas | tsʻogs dan mcod pa man po kyer nas byun ste i rje btsun la mcʻod pa pul nas | brag srin mos bdag las nan gyis odre moi lus blans | bag cags nan pas ka bsgyur | bsam pa nan pas na ci mto otsams pa bzod par gsol | da pyin c'ad rnal obyor pa kyed gsun bai bka ñan cin obans su mci bas da rje btsun kyed ran gi tugs la okruns pai nes don gyi c'os cig gnan bar žu žus nas | žu don du glu odi pul lo.

Als er sie durch solche Worte gebannt hatte, bezeigte die Felsen-Räkshasī dem Ehrwürdigen Verehrung und umkreiste ihn oftmals. Mit dem Versprechen, alle seine Worte zu erfüllen, entfernte sie sich endlich wie ein verschwindender Regenbogen. Als bei Tagesanbruch die Sonne aufging, erschien die Felsen-Rākshasī mit dem Gefolge ihrer Geschwister, schön geschmückter Männer und Frauen mit lieblichem und anmutigem Wesen, und brachten eine Menge von Dingen und viele Opfergaben. Sie überreichten dem Ehrwürdigen die Opfergaben, und die Felsen-Räkshasī sprach: Ich habe durch meine schlechten Werke den Leib einer Dämonin empfangen; böse Leidenschaft beherrscht mich. Geruhe, mir zu verzeihen, was ich dir mit böser Absicht geschadet habe. Von jetzt ab will ich auf das von dir, Yogin, verkündete Wort hören und dir unterthänig dienen. Nun, Ehrwürdiger, teile uns bitte religiöse Belehrung mit über die mystische Erkenntnis, die in deinem eigenen Geiste entsteht. So richtete sie in folgendem Liede ein Bittgesuch an ihn.

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