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10 de yan céad rje rgyal krims kyi glu

da dpe de las gras pai mcid cig otsal

tugs ma yeis dar cig gsan par žu

ya ki dgui sion gyi dkyil žig na ood gsal mi clai rai cags pa

15 de no mtsar lha yi gžal yas kan

glin bžii mun pa sel lo skad

kon las su glin bži bskor bai ts'e

snan snan bya ra mi gton žin dkyil ok'or ood kyis ma slus na

20 gza kyab ojug dyra ru ci la ldan

šar gans dkar šel gyi zur pud la

var sen dkar moi yyan cʻags pa
de byol son bkod pai rgyal po ste
obans dud

ogro

krims la gnon no skad 25 kon yya sion zur la obab pai tse

Im ersten Teil will ich das Lied vom Königsrecht 10

behandeln; Nun bitte ich, eine aus jenen Gleichnissen aus

geschnittene Rede halten zu dürfen. Geruhe einen Augenblick mit Aufmerksamkeit zu

zuhören! In der Mitte des blauen Himmels dort oben Erwächst das Glück der leuchtenden Sonne und

des Mondes; Jener wundervolle Götterpalast

15 Vertreibt die Finsternis der vier Continente, sagt

man: Wenn sie in ihrem Amte die vier Continente um

kreisen, Nehmen sie sich nicht in Acht mit ihrer Helligkeit: Denn wenn Rahu nicht durch das Licht der Scheibe

verführt würde, Weshalb sollte er als Feind wider sie aufstehen? 20 Im Haaraufsatz des Ost-Schneebergs , Weisser Kry

stall
Erwächst das Glück des starken, weissen Löwen;
Er ist der die Tiere beherrschende König;
Die unterthänigen Tiere hält er durch Gesetze

nieder, sagt man. Wenn

Rande des blauen Schieferfelsens 25 hinabsteigt, Ist sein Zorn wüten und Stolz gross: Denn wenn er nicht mit seiner blauen Türkismäline

den Schneesturm siegreich bestände, Weshalb sollte er als Feind wider ihn aufstehen? Unter dem Laubdach im Dickicht des Südwaldes Erwächst das Glück des gestreiften jungen Tigers; 30 Unter allen Raubtieren ist er der Ringer; Die Krallentiere besiegt er durch seinen Glanz,

sagt man; Wenn er auf den schmalen Felspfaden umher

wandelt, Ist er von Stolz auf seine hohe Geschicklichkeit

aufgeblasen: Denn wenn die Falle nicht durch sein lächelndes 35

Bildnis verführt würde,
Weshalb sollte sie als Feind wider ihn aufstehen?
In dem länglichen Türkissee Manasarovara im Westen
Erwächst das Glück der weissbauchigen Fische;
Sie sind die Tänzer im Element des Wassers;

er

am

kro gtum na rgyal mi c'e žin yyu ral snon mo ma non na

bu yug dgra ru ci la ldan

Tho nags mai gseb kyi llin kan na 30 stag gu ri krrai yyan céags pa de

goan zan yons kyi gyad pa ste sder c'ags zil gyis gnon no skad

kon dog moi opran la ogrim pai tse

yan rtsal dregs pas mi sñems šin

35 ri mo odzum gyis ma slus na

sa mda dgra ru ci la Idan nub ma pan yyu mtso mer ba la Ito dkar ña yi yyan cʻags pa de obyun ba cʻu yi gar mkan te

40 lha dran sron gzigs mor c'eo skad

kon odod yon zas pʻyir obren bai tse

mi zas don du mi gñer žin

sgyu mai lus kyis ma slus na

lcags kyu dgra ru ci la ldai 45 byan gi brag dmar bsam yas la

bya rgyal rgod poi ryan cags pa

45

de odab cags bya yi dran sron ste odab cʻags zil gyis gnon no skad

Göttern und Einsiedlern sind sie ein grosses Schau- 40

spiel, sagt man; Wenn sie der Lust und der Nahrung wegen ein

ander folgen, Trachten die Menschen nach dem Erwerb von

Nahrung:
Denn wenn

der Angelhaken nicht durch ihren
Täuschungsleib verführt wiirde,
Weshalb sollte er als Feind wider sie aufstehen?
Auf dem roten Felsen bSam yas im Norden
Erwächst das Glück des Geiers, des Königs der

Vögel;
Er ist der Einsiedler unter den beschwingten Vögeln;
Alle Geflügelten besiegt er durch seinen Glanz, sagt

man;
Wenn er auf den Gipfeln der drei Berge seine

Nahrung sucht,
Trachtet er nach Fleisch und Blut zur Nahrung:
Denn wenn die aus Stricken gewundene Schlinge

durch sein Flügelschlagen nicht verführt würde, Weshalb sollte sie als Feind wider ihn aufstehen? Auf dem den Horst des Felsengeiers bergenden

Ling ba Erwächst dein Glück, Milaraspa; Nach deinem eigenen und dem Heil anderer trachtend, 55 Hast du die höchste Bodhi zur Grundlage gemacht;

kon ri gsum gyi rtse la bzan otsol

tse 50 ša krag bzan du mi tsol žin

gšog sgro ldem gyis ma slus na

50

tag sñi dgra ru ci la ldan brag rgod tsan can gyi lin ba la

kyod Mi la ras pai yyan c'ags pa 55 ran gžan don gñis sgrub mkan de

ngyu byan c’ub mcʻog tu sems bskyed

nas

dus ce gcig lus gcig di nid kyis rtse gcig sans rgyas bsgrubs nas kyan ogro drug gi lam sna odren no skad

60

60 kyod rtse gcig bsam gtan sgom pai tse

bag cags otug pos rgyu byas te
ran sems okrul pai ñer len gyis

rnam rtog dgra ru ma lans na ja brag srin dgra ru ci la ldan

Während zu derselben grossen Zeit dieser eine Leib
Unablässig nach der Buddhawürde strebt,
Bist du der Pfadführer der sechs Klassen der Wesen,

sagt man;
Während du im Dhyāna unablässig meditierst,
Wenn nicht infolge der starken Leidenschaft
Durch die ursprüngliche Ursache der Täuschung

der eigenen Seele Die Skepsis als Feind in dir aufstände, Weshalb sollte ich Felsen-Rakshasí als Feind wider

dich aufstehen? Dieser Dämon der Leidenschaft aber entsteht aus 65

der Seele. Auch wenn man nicht das Wesen der Seele kennt, Weiche ich nicht, nachdem du gesagt hast: ,Gehe

fort! Auch wenn man nicht die Leere der eigenen Seele

erkennt.

65 lar bag cags bdud odi sems las byun

sems kyi de ñid ma šes na

kyod son sig byas pas na mi ogro ran sems ston par ma rtags na

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kyod bden no bden no odre mo nan ts’ig de bas bden pa yod re skan na snon c'ad rgyal k'ams ogrim ogrim

nas

glu de las sñan pa t'os ma myon

5 mkas pa brgya yi žal bsdur yan

don de las lhag pa yod mi srid

odre kyod kyi k'a nas legs bšad byun

legs bšad gser gyi tur ma de

mi ko boi rnam šes sñin la rgyab 10 nan dños por odzin pai sñin rlun bsal

Du hast Recht, hast Recht, böse Dämonin!
Wahrere Worte als diese gibt es überhaupt nicht.
Auf meinen einstigen Kreuz- und Querzügen durch

die Welt
Habe ich ein wohltönenderes Lied als dieses nie

gehört. Wenn auch hundert Gelehrte zum Vergleich heran- 5

gezogen würden, Etwas Vorzüglicheres als den Sinn desselben gibt

es nicht. Aus deinem Munde, Dämonin, ist eine treffliche Er

klärung gekommen; Die goldene Stange deiner trefflichen Erklärung Schlägt mich mitten in meine menschliche Seele. Der Herzenskummer, der aus dem Glauben an die 10

Wirklichkeit der Existenz entspringt, ist entfernt; Die schwarze Finsternis der auf Unwissenheit be

ruhenden Täuschung ist verscheucht; Die weisse Lotusblume des Verstandes öffnet ihren

Kelch; Die Fackel des klaren Selbstwissens ist angezündet; Die Weisheit des Bewusstseins erwacht deutlich. Ist das Bewusstsein wirklich erwacht oder nicht? Wenn ich hinauf zur Mitte des blauen Himmels

schaue, Kommt die Leere der Existenz deutlich zum Be

wusstsein;

ma rig okrul pai mun nag sans

blo padma dkar po k'a yan p'ye

ran rig gsal bai sgron me sbar

dran pai ye ses tur gyis sad 15 dran pa sad dam ma sad pa dgun snon gyi dkyil du yar

Itas

pas

15

c'os ñid ston pa tur gyis dran

na dios poi c'os la ñam na med

mi cla gũis la par las pas 20 sems ñid ood gsal tur gyis dran

na byin rgod gñis la ñam na med ri boi rtse la par ltas pas

ogyur med tii odzin tur gyis dran

na opo ogyur rtog pas ñam na med 25 cu boi gžun la mar ltas pas

rgyun cad med pa tur gyis dran

blo bur rkyen gyis ñam na med
oja ts'on ri mo mton tsa na
snan ston zun ojug tur gyis dran

30 na rtag cad gñis la ñam nr med

gzugs brñan cu zla mt'on tsa na odzin med ran gsal tur gyis dran

Ich fürchte nicht die Lehre von der Wirklichkeit.
Wenn ich den Blick auf Sonne und Mond richte,
Kommt die geistige Erleuchtung deutlich zum Be- 20

wusstsein;
Ich fürchte nicht Ermattung und Erschlaffung.
Wenn ich den Blick auf den Gipfel der Berge

richte,
Kommt die unwandelbare Beschauung deutlich zum

Bewusstsein;
Ich fürchte nicht immer wechselnde Grübelei.
Wenn ich nach unten in die Mitte des Flusses schaue, 27
Kommt das Ununterbrochene deutlich zum Bewusst-

sein;
Ich fürchte nicht plötzliche Geschehnisse.
Wenn ich das Bild des Regenbogens sehe,
Kommt die Leere der Erscheinungen im zung ujug!

deutlich zum Bewusstsein;
Ich fürchte nicht das Dauernde und das Vergängliche. 30
Wenn ich das Spiegelbild des Mondes im Wasser sehe,
Kommt die von Interessen freie Selbsterleuchtung

deutlich zum Bewusstsein;
Ich fürchte nicht die an Interessen geknüpften

Erwägungen.
Wenn ich in meine eigene Seele schaue,
Kommt die Lampe im Innern des Gefässes’ deutlich 35

zum Bewusstsein.
Ich fürchte nicht Thorheit und Dummheit.
Da ich jene Worte aus deinem Munde, Dämonin,

vernommen,
Kommt meine Natur und meine Seele deutlich zum

Bewusstsein;
Ich fürchte nicht den Widersacher.
Da du so viele treffliche Erklärungen weisst
Und das Wesen der Seele so gut verstehst,
Bist du jetzt als Dämonin in einem schlechten

Leibe wiedergeboren.
Durch böse Thaten stiftest du Schaden und Harm.
Das ist der Lohn für die Verachtung der Wieder-

vergeltung:
Nun halte dir die Strafe vor, die im Durchwandeln 45

des Kreislaufs besteht!

na gzun odzin rtog pas ñam na med

ran rig sems la tsur ltas pas 35 bum nan mar me tur gyis dran

ia gti mug rmons pas ñam na med odre kyod kyi k'a nas de t'os pas

no bo ran rig tur gyis dran

40

ia bar cod bgegs la ñam na med 40 k'yed de tsam legs bšad šes šes nas

sems kyi de ñid go go nas
da lta lus nan odre mor skyes

las nan gnod cin ots'e bar byed de rgyu obras kyad du bsad

pas

lan

45 da yan okor bai ñes dmigs bsoms

1 Kunstausdruck der praktischen Mystik, das Hineinzwängen des Geistes in die Hauptarterie (dbu ma), um bei der Medi- •

tation der Zerstreuung vorzubeugen (Jäschke). Vergl. Lied Nr. 3, 62–68. 2 Tib. bum (pa) scheint hier im Sinne von snod gebraucht zu sein.

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kye ma skal ldan rnal obyor pa

O würdiger Yogin, bsod nams. bsags pas dam c'os spyod Tugendverdienste ansammelnd übst du die heilige

Religion. no mts ar gcig pur ri la bžugs Es ist wunderbar, dass du allein auf den Bergen

wohnst. tugs rjei spyan rgyan ogro la gzigs Soweit das Auge des Erbarmens reicht, sorgst du für

die Wesen. 5 na padma t'od pren brgyud pa odzin Ich besitze den Lehrer mit dem Lotuskranz als Kopf

schmuck; dam c'os tsig gi pren ba ñan

Ich höre den Kranz der Worte der heiligen Religion. tsig tos pa yod kyan žen pa ce Obwohl ich solche Worte gehört, ist meine Sehnsucht

noch gross.

na rnal obyor yons kyi tsogs kan ogrims

las opro can rnams dge la okod

10

10 skal ba can rnams don dan spyod

sems bzan snan ba dkar lags kyan lus nan ma sos ltogs ts or ce

Ich will von einem Versammlungshaus der Yogin

zum andren ziehen.
Wer durch frühere Werke glücklich ist, verweilt in

der Tugend;
Die Würdigen pflegen auch die Wahrheit.
Obwohl die Begriffe meines guten Sinnes rein sind,
Empfindet mein schlechter Leib, wenn

er nicht
genährt wird, grossen Hunger;
In meiner Thätigkeit durchwandre ich die Städte von

Jambudvīpa
Und nehme gern Fleisch und Blut zur Nahrung.

las su odzam glin gron kyer ñul

zas su ša dan krag la dga

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