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Thocht I wer also fair in eloquens
As
ony

ordour of angell cherubyn,
MS. A, fol. 45 b. I culd not schaw quhat cure and deligence

Had sueit Jhesu, þe mannis saule to wyn,

Born for our saik, and syn slane for our syn;
Till hevin ascendit, till him a gid to be,

His blude in drink, in meit left his bodie.

1655

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Various Readings: CCXXVI, CCXXVII printed by Laing. CCXXVI. 2 Angeilis (twice) L. 4 mont olivit A, Mont Olivet L. 5 till Hevin L. CCXXVII. 1 Thocht [that] L. alse L.

5 Born A. CCXXVIII— CCXXX omitted by Laing. CCXXVIII. 2 syoun A. 3 [and] A om. 4 spreit A. 5 ffor A. 7 haly gaist A.

Notes: V. 1647. Instead of agilite, which seems to be doubtful, one might suggest angelite (cf. v. 1422, but likewise v. 1565).

V. 1649. And pai behaldand and whilst they were looking at him.

V. 1664–1666. The order of rhymes is again faulty in these lines, as the rhymes of the two concluding verses do not differ from the preceding one.

V. 1670. Quhair pair remanit; there seems to be a corruption in this passage, the word remanit being repeated from the preceding verse.

CCXXX.

In forme of fire bis Haly Spreit apperit,

Thair cludy mynd with fire wer to attend,
Quhilk dreid of dede had sa [with] trublance (sperit),

That Crist to grant wes nane þat durst pretend. 1675

Bot fra to paim þat confort wes send,
He þame inflambit so with cherite,

That for be faith þai wer rady to de.

CCXXXI.

1680

MS. A, fol. 46 a. O Etern God, quha hes wit to expreme

The subtill wirking of þe Haly Gaist,
Quhilk man fra ewill to God turnit sa cleyne?

Off his cumin, and he haue hap to taist,

He garris [the] occourar leif his gud in haist,
And him follow in gret powerte;

Ane hird a king, a propheit makis he.

1685

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Various Readings: CCXXX. 1 haly spreit A. 3 sa þair trublance spend A. 4 crist A, 5 copfor A. CCXXXI-CCXXXV printed by Laing. CCXXXI. 1 god A. 2 haly gaist A. 3 Man A. god A. 4 cummin L. CCXXXII. 4 thane L, þaī A. 6 cristis A. CCXXXIII, 1 of trast (sic!) L. 2 Is A. 3 that L. 4 dischairgit L.

6 Infiambit A. 5 [the] A om. 7 saluitour A.

Notes: V. 1674. The succession of rhymes has been brought into disorder by the alteration of the last word of this verse, which possibly was sperit, searched, or feirit, frightened. — pair trublance likewise could not be retained.

V. 1675. To grant must mean here to acknowledge.
V. 1683. Occourar s. Usurer.
V. 1694. Without process of tyme seems to mean: in eternity, eternally.

V. 1698. To retour v. a. To return.
Denkschriften der phil.-hist. Classe. XLVIII. Bd. I. Abh.

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Notes: V. 1709. The words gret wo and have been added already by Laing. Possibly wo and could be left out.

V. 1711. To stabill v. a. To establish.

II.

AUS DEN GESCHICHTEN UND LIEDERN

DES

MILARAS PA.

VON

BERTHOLD LAUFER.

VORGELEGT IN DER SITZUNG AM 21. NOVEMBER 1900.

Mit dem Namen des Milaraspa sind zwei umfangreiche Werke der tibetischen Literatur verknüpft, welche durch die Eigenartigkeit dieser Persönlichkeit ein besonderes Interesse verdienen. Das eine derselben führt den Titel: rje btsun Mi la ras pai rnam thar rgyas par phye ba mgur obum ,die des ehrwürdigen Milaraspa Lebensgeschichte ausführlich darlegenden Hunderttausend Gesänge oder kurz nur mgur obum „Die Hunderttausend Gesänger genannt; ich besitze einen aus 263 fol. bestehenden, gut lesbaren Holzdruck desselben, ohne Angabe des Druckortes. Ausserdem befinden sich Exemplare im Besitze des Asiatischen Departemets in St. Petersburg (Nr. 520 des Katalogs),' der Congress-Bibliothek in Washington D. C. (322 fol., gedruckt in Peking) und der American Oriental Society (245 fol.);" wenn ich nicht irre, besitzt das Britische Museum das aus Jäschkes Nachlass stammende Exemplar, von dem eine lückenhafte und unvollständige, jetzt in der Bibliothek der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft zu Halle befindliche Copie H. Wenzel angefertigt hat. Von diesen vier Exemplaren hatte ich bisher nur Gelegenheit, das der Library of Congress zu sehen, von dem ich aber leider nur wenige Blätter copieren konnte; dieselben stimmen mit denen meines Holzdruckes genau überein. Ausser dem angeführten Werke gibt es eine kürzere, ganz in Prosa geschriebene Biographie des Milaraspa, gewöhnlich nur als Mi la ras pai rnam thar citiert, die sich gleichfalls in Petersburg (Nr. 519 des As. Dep.) und Washington befindet, beides Pekinger Drucke von 139 fol. Als Verfasser dieser Schrift wird Milaraspa's Schüler Ras chung pa genannt. Beide Bücher haben eine Uebersetzung ins Mongolische erfahren; Exemplare dieser Version sind im Asiatischen Departement unter Nr. 460 und 482, sowie in der Universitätsbibliothek von Kasanvorhanden. Aus dem

1

Vergl. Schiefner, Bericht über die neueste Büchersendung aus Peking, in Mélanges asiatiques I, 413.
? Proceeding of the American Oriental Society, Oct. 1884, p. VI.
3 Waddell, The Buddhism of Tibet, p. 66. S. die 5. Erzählung.

4 Kowalewski, Dictionnaire mongol-russe-français, p. X. Denkschriften der phil.-bist. Classe. XLVIII. Bd. II. Abh.

1

Hor chos byung des Jigs med nam mkha erfahren wir, dass die Uebertragung beider Werke ins Mongolische durch Zheregethu Gushri Chos rje im Anfange des 17. Jahrhunderts stattgefunden habe. Die Heranziehung der mongolischen Uebersetzungen könnte jedenfalls für das Verständnis des tibetischen Originales gute Dienste leisten.

Milaraspa oder kurz Mila genannt, sagt Jäschke von ihm, ist der Name eines buddhistischen Asketen des elften Jahrhunderts, der zwischen seinen Meditationsperioden als Bettelmönch im südlichen Theile Mitteltibets umherwandernd, durch seine stets in gebundener Rede und Gesangsweise vorgetragenen Improvisationen Lehrbegierige unterrichtet, Weltlichgesinnte zum Glauben bringt, Ketzer niederdisputiert und bekehrt und mannigfache Wunder (rdzu op rul) verrichtet, und dessen nicht ohne Witz und Poesie geschriebene Legenden das beliebteste und verbreitetste Volksbuch in Tibet sind. Ob nun Milaraspa selbst der Verfasser des mgur obum ist, steht einstweilen dahin. In dem Buche selbst lässt sich keine darauf oder überhaupt auf die Autorschaft desselben bezügliche Angabe nachweisen. Ebensowenig ist etwas über die Zeit der Abfassung gesagt. Nach der chronologischen Tafel Reu mig hat Milaraspa von 1038 bis 1122 gelebt. Zunächst ist sicher, dass das vorliegende Werk keine posthume Erfindung vorstellen kann. Denn es führt die Ereignisse aus Milaraspa's Zeit mit solch lebendiger Frische und unmittelbarer Treue der Darstellung, mit einer Schärfe der Charakteristik des Trägers der Handlung und der dabei betheiligten Personen, mit solch feiner Wiedergabe der Orts- und Zeitfärbung vor, dass man nicht anders als dem Gedanken Raum geben kann, der Inhalt dieser Blätter müsse einer gleichzeitigen Aufzeichnung entstammen. Das gilt in erster Reihe von den zahlreichen Liedern, welche die erzählenden Prosapartien so stark überwuchern, dass das Werk mit Recht nach ihnen benannt worden ist. Sie rühren zweifellos von dem Dichter selbst her und sind sicher von ihm auch niedergeschrieben worden; sie sind zu sehr von der Subjectivität der Persönlichkeit erfüllt, als dass man mit gutem Grunde annehmen könnte, ein Schüler des Meisters habe dieselben, wie er sie aus seinem Munde gehört, aufgezeichnet und nachträglich bearbeitet. Gleichwohl kann nicht das ganze Werk in dem Zustande, wie es uns jetzt vorliegt, als Erzeugnis des Milaraspa angesprochen werden. Dagegen streiten verschiedene in den Prosatheilen vorkommende Stellen, welche deutlich auf ein späteres Zeitalter als das des Milaraspa anspielen. So werden wiederholt Stätten der Verehrung, die durch die Erinnerung an den Aufenthalt des verehrten Lama geweiht sind, mit ihren späteren Benennungen aufgeführt; solche Plätze konnten ja naturgemäss auch erst nach dem Tode des Meisters ihre rechte Bedeutung erlangen, als der Ruf seiner Thätigkeit und seiner Lieder sich weiter und weiter im Volke verbreitete. So heisst es in dem Prosaabschnitt nach dem ersten Liede der folgenden Proben, dass der Felsblock, auf dem Milaraspa einen hiipfenden Tanz aufführte und Spuren seiner Füsse und seiner Schneeschuhe hinterliess, in früherer Zeit ,der flache, weisse Felsblock', später dagegen Spuren der Schneeschuhe“ genannt wurde. Diese Bemerkung kann wohl nur der Zusatz eines späteren Bearbeiters sein. Eine ähnliche Stelle begegnet auf fol. 6 b 3: Nach einem durch Dämonenspuk erregten Unwetter lässt sich Milaraspa auf einem Steine nieder, wo ebenfalls seine Fussspur zurückbleibt; dann geht er einige Schritte weiter, der Himmel heitert sich auf, in freudig gehobener Stimmung setzt er sich auf einen Hügelvorsprung, wo er sich einer Betrachtung der Liebe zu allen Wesen

1 Huth, Geschichte des Buddhismus in der Mongolei, Bd. II, S. 248.
2 Handwörterbuch der tibetischen Sprache, S. 419 a.
3 Journal of the Asiatic Society of Bengal 1889, 40, 45.

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