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dem Neid entfliehen. 4. Zwei Wissenschaften sind besser als eine“). 5. Der Beginn der Wissenschaft ist das Stillschweigen, hierauf das Anhören des Vortrags, dann die Schrift, dann die Handlung, dann die Verbreitung der Wissenschaft. 6. Wissenschaftlicher Streit und die Aufzeichnung tiefer Forschungen hat gleiches Verdienst mit dem Frohnkampf. 7. Geitz und Unwissenheit mit Demuth sind besser, als Wissenschaft und Freigebigkeit mit Hochmuth. 8. Die Frucht der Wissenschaft ist das Handeln. 9. Zwei sind unersättlich, der die Wissenschaft, und der den Reichthum Begehrende. 10. Die Wissenschaft dessen der Erfahrung zu Hilfe nimmt, wird vermehrt. 11. Ein wissenschaftlicher Kreis ist der Garten des Paradieses. Die schöne Art zu fragen (gute Methode) ist die Hälfte der Wissenschaft. 13. Die beste Wissenschaft ist die mit der Handlung verbundene. 14. Die Wissenschaft wird nur durch fünf gute Eigenschaften erworben: durch gute Anlage, vollkommene Gnade, aufrechte Tüchtigkeit, anmuthiges Talent, und einen rechtleitenden Meister. 15. Den Vorzug vor andern verdient der dem Wissenschaft und Adel beiwohnt. 16. Flieht denn die Wissenschaft der Menschen den Tag? 17. Der Grad der Wissenschaft ist der höchste der Grade. 18. Die Herrschaft der Wissenschaft kennt keinen Untergang, und ihre Beweise kennen keine Entkräftung. 19. Ein kleiner Duft von Kenntniss ist besser als vieles Handeln. 20. Die Schande der Wissenschaft ist falscher Ruhm. 21. Wer sich den Mühen der Wissenschaften unterzieht, geniesst der Ruhe der Bildung. 22. Wer geduldig erbeutet und wer nachdenkt, weiss. 23. Keine schönere Verbindung als die der Wissenschaft mit der Sanftmuth. 24. Die Vollendung der Wissenschaft ist die Sanftmuth. 25. Wer die Wissenschaft sucht, dessen Unterhalt ist von Gott verbürgt. 26. Wer nicht lange studirt, und seine Seele nicht ermüdet, der sucht die Wissenschaft nicht. 27. Suche die Wissenschaft von der Wiege bis zum Sarge. 28. Sucht die Wissenschaft und sei es in China (Wort Mohammed's). 29. Geitz, Gier und viele Nothdurft verbannen die Wissenschaft aus den Herzen der Gelehrten, nachdem sie dieselbe auswendig gelernt. 30. Wohl dem der nach seiner Wissenschaft handelt. 31. Die Ehre der Wissenschaft ist der trefflichste Lohn, und das Handeln nach selber der höchste Adel. 32. Die Wissenschaft ist der Geist, die Handlung der Leib, die Wissenschaft der Grund, der Lehrer der Vater, der Schüler der Sohn. 33. Lerne, o Jüngling! denn die Unwissenheit ist Schande, und damit zufrieden ist nur der Esel. 34. Lerne, o Jüngling! damit du ein Fürst, und sei nicht unwissend, damit du nicht verachtet werdest. 35. Wer nicht lernt in seiner Jugend, wird in seinem Alter Andern nicht vorausgehen. 36. Wissenschaft ohne Handlung ist ein Baum ohne Frucht. 37. Die Wissenschaft ist wie der Baum, und die Handlung wie die Frucht. 38. Die Wissenschaft wird nur durch die Handlung vollendet. 39. Wissenschaft die dich nicht bessert, ist Irrthum, und ein Gut das dir nicht nützet, Schaden. 40. Wissenschaft ist nur das in der Brust Verborgene das du, wenn du willst, kundgeben kannst. 41. Die Wissenschaft ist der Vertraute in der Einsamkeit, der Genosse in der Zurückgezogenheit, der Wegweiser in Freud und Leid, der Wesir bei den Freunden und der Verwandte bei den Fremden. 42. Die Wissenschaft ist Etwas, und nicht die Unwissenheit. 43. Die Wissenschaft ist die Krone des Jünglings, die Vernunft ein goldenes Halsband, die Aufrichtigkeit offenbares Licht, und die Lüge flammendes Feuer. 44. Die Wissenschaft ist ein Berg schwer hinauf- und leicht herunterzusteigen. 45. Die Wissenschaft ist die Glättung der Herzen, das Licht der Augen, die Heilung der Seelen, die Leiterinn des Verstandes, die Stärkung der Leiber, die Wage der natürlichen Anlagen, und die Wegweiserinn der Geister. 46. Die Wissenschaft ist ein Schatz dessen Schlüssel die Frage: Fraget, denn durch die Frage werden vier befriediget: der Fragende, der Wissende, der Hörende und der diese drei Liebende. 47. Die Wissenschaft ist die Freundinn des Menschen, die Sanftmuth sein Wesir, die Vernunft seine Wegweiserinn, die Handlung seine Anführerinn, das Wohlwollen sein Vater und die Geduld seine Heerführerinn. 48. Die Wissenschaft in zartem Alter ist wie Eingegrabenes in Stein. 49. Die Wissenschaft ist Leiterinn 1) Bis hieher Meidani, die Folgenden aus Freitags 3. Band.

Denkschriften der philos.-histor. Cl. XI. Bd. G

und wer sich ihrer nicht anmasst, entflieht dem Neide. 50. Wissenschaft und Bildung sind besser als Silber und Gold. 51. Das Gold nützt nicht, so lange es in der Erde vergraben, und die Wissenschaft nicht, so lange sie nicht kundgemacht. Der Nutzen des Gutes hört auf, wenn dasselbe zu Grunde geht, der Nutzen der Wissenschaft aber dauert fort in alle Zeiten. 52. Die Wissenschaft herrscht und der Reichthum wird beherrscht, die Wissenschaft trägt ein, wenn sie ausgegeben wird, während das Geld, wenn ausgegeben, verschwindet. 53. Kein Schatz ist nützlicher, als die Wissenschaft, und nichts gewinnbringender, als die Bildung. 54. Das Haupt der Wissenschaft ist Wohlwollen, und ihr Verderben Rauhheit. 55. Die Wissenschaft ist Anlass jeder Trefflichkeit, und Gelegenheit jeder Rechtlichkeit. 56. Wissenschaft und Handlung sind mit einander verbunden wie Geist und Leib, deren Eines ohne das Andere unnütz. 57. Wäre die Wissenschaft nicht, so wären die Menschen Bestien. 58. Die Wissenschaften sind Schlösser deren Schlüssel die Fragen. 59. Die Wissenschaften umfassen vier Gegenstände: Die Grammatik um die Sprache, die Arzeneikunde um die Körper, die Geschichte um männliche Tugenden, die Politik um den Lebensunterhalt zu regeln. 60. Die Wissenschaften sind drei: Die der Religion für's künftige Leben; die der Arzeneikunde für's zeitliche, die der Grammatik für die Sprache. 61. Wer Geduld pflanzt, erntet den Sieg, und wer die Wissenschaft pflanzt, den Ruhm. 62. Wenig Wissenschaft ist besser als vieles Handeln. 63. Bindet die Wissenschaft durch die Schrift. 64. Viele Dinge nützen nur durch die damit Verbundenen: Nichts nützt die Wissenschaft ohne Bescheidenheit, das Gedächtniss ohne Verstand, die Schönheit ohne Anmuth, der Adel ohne Bildung, die Freude ohne Sicherheit, der Reichthum ohne Genügsamkeit, und die Bemühung ohne Gottes Gnade. 65. Jeder Genosse der Wissenschaft bedarf derselben. 66. Die Grammatik ist der Beginn der Wissenschaft, ihre Ordnung und Stütze, und der Schmuck der Rede ist ihre Schönheit und Zierde. 67. Wer sich durch seine Wissenschaft erhöht, wird durch seine Werke erniedriget. 68. Wer da glaubt, dass die Wissenschaft ein Ende habe, dem schadet seine Dummheit. 69. Wie schön wäre die Wissenschaft, wenn sie nicht zu theuer wäre, und Wissenschaft wird nicht durch Geld erkauft. 70. Die schönste Wissenschaft ist die mit der Handlung verbundene. Das Almosen der Wissenschaft ist ihr Unterricht. 71. Wer

die Wissenschaft sucht, erwirbt dieselbe.

Sprüche und Sprüchwörter über Bildung“).

1. Die Bildung des Mannes ist besser als sein Gold. 2. Die Bildung der Seele ist besser, als die Bildung der Schule. Die Bildung ist das beste Erbe. 3. Die Bildung ist Schildung. 4. Die Bildung schmückt den Reichthum des Reichen, und bedeckt die Armuth des Armen. 5. Die Bildung ist wahres Gut, und in ihrer Anwendung die Vollkommenheit beruht. 6. Wer seinen Sohn bildet, so lange er klein, dem wird der herangewachsene zum Troste sein. 7. Die Bildung deines Sohnes wird dich erfreuen, und deiner Seele Behaglichkeit verleihen. Bilde deine Familie, so wirst du ihr nützen. 8. Die Erziehung im zarten Alter ist wie Eingegrabenes in Stein. 9. Der Unterricht im zarten Alter ist wie Eingegrabenes in Stein. 10. Ruhm verträgt sich nicht mit Hochmuth, und Adel nicht mit schlechter Bildung. 11. Wer ohne Bildung mit Königen umgeht, gefährdet seinen Geist und seine Seele. 12. Schöne Bildung bedeckt hässliche Abkunft. 13. Mangel an Bildung setzt sich heftigem Zorne aus. 14. Der Schmuck des Mannes ist seine Bildung. 15. Das Gespräch mit Gebildeten ist nützlicher als das Wehen des von den Blüthen des ägyptischen Dornenstrauches durchdufteten Ostwindes. 16. Eine Person ohne Bildung ist ein Körper ohne Geist. 17. Das Begehren nach Bildung ist besser als das Begehren nach Gold. 18. Der Ruhm liegt nicht in Reichthum und Abkunft, sondern in Wissenschaft und Bildung. Der Arme ohne Bildung ist wie ein Koch ohne Holz.

!) Edeb eigentlich die Humanitäts-Wissenschaften, wodurch die Erziehung (Tatósvatz) als Bildung vollendet wird.

19. Wem es an Bildung gebricht, dem nützet edle Abkunft nicht. 20. Kein Schatz ist nützlicher als Wissenschaft, und nichts gewinnbringender als Bildung, kein Genosse schmückender als die Vernunft, und kein Abwesender näher als der Tod. 21. Nichts ist nützlicher als die Wahrheit, keine Sünde schlimmer als die Lüge, und keine Schande schändlicher als der Geitz.

Sprüche und Sprüchwörter über Weisheit.

1. Der Anfang der Weisheit ist die Furcht Gottes. 2. Die Furcht Gottes ist das Haupt aller Weisheit. 3. Das Haupt der Weisheit ist der Gehorsam Gottes. 4. Die Weisheit wird erkannt aus der Rede, die Tapferkeit im Zorne, und die Reinigkeit in der Begier. 5. Die Weisheit ist wie die Braut welche ein leeres Haus begehrt. 6. Wer bekannt durch Weisheit, wird mit Achtung angesehen. 7. Die Frucht der Weisheit ist die Ruhe, und die Frucht des Reichthums ist Ermüdung. 8. Wer in der Weisheit gestärkt werden will, gebe seine Seele nicht den Weibern zu eigen. Unter den Gaben Gottes ist keine besser als die Weisheit. 9. Welch ein herrliches Geschenk, ein Wort der Weisheit. Schicke einen Weisen mit deinen Aufträgen. 10. Schicke einen Weisen, und trage ihm nichts auf. 11. Der Weise verdient diesen Namen nicht, bis er nicht Sieger aller seiner Begierden. Wer mit Weisen lebt, wird zum Weisen, und wer mit Dummen lebt, ihresgleichen. 12. Der ist nicht der Weise der dich mit Worten die Weisheit lehrt, sondern der als Muster Anderer weise handelt. 13. Die Vernunft ohne Bildung ist Schande, und die Bildung ohne Vernunft Elend. 14. Die Vernunft ohne Bildung ist Verlust, und die Bildung ohne Vernunft Wust").

Sprüche und Sprüchwörter welche Gelehrte betreffen.

1. Wenn der Gelehrte fällt, fällt durch seinen Fall die Welt. Oft wird nach dem Gelehrten verlangt, und der Unwissende angehört“). 2. Sei gelehrt wie der Unwissende, sprich wie der Stammelnde. 3. Jeder Gelehrte hat Fehler“). Der Ruhm des Kaufmanns ist in seinen Handlungs-Geschäften, der des Gelehrten in seinen Handschriftheften. 4. Das Verderben der Könige ist ihr schlechtes Wandeln, das der Wesire ihr niederträchtiges Handeln, das der Soldaten, dass sie widerstreben, das der Bauern, dass sie sich gehorsam nicht ergeben, das der Vorgesetzten, dass sie schwach regieren, das der Gelehrten, dass sie nach Herrschaft hoffiren. 5. Der verhassteste der Gelehrten ist der Ruhmliebende, welcher im gesellschaftlichen Kreise nach bequemem Sitze und nach Einladungen zu den Gastmahlen der Reichen strebt. 6. Acht Personen werden durch acht Dinge nicht gesättiget: Der Gelehrte nicht durch Wissenschaft, der Reiche nicht durch Güter, der Tod nicht durch Schlachtopfer, der Mensch nicht durch Wünsche, der Gedanke nicht durch Ansicht, der Himmel nicht durch das Kreisen, die Lampe nicht durch das Oel, das Feuer nicht durch das Holz. 7. Der Fehler des Gelehrten ist wie Schiffbruch, er geht durch denselben und mit ihm vieles Volk zu Grunde. 8. Der Fehler des Gelehrten wird nicht verziehen. 9. Der Genosse der Gelehrten wird geehrt, und der der Thoren entehrt. 10. Das Schweigen des Unwissenden ist Schleier, und das Wort des Gelehrten Feier. 11. Sucht nicht einen Gelehrten der nach seinem Wissen handelt, sonst werdet ihr ohne Gelehrten bleiben. 12. Der Gelehrte ohne Handlung ist wie eine Wolke ohne Regen. 13. Der Gelehrte ohne Bescheidenheit ist wie ein Baum ohne Frucht. 14. Ein Gelehrter, ein Widerstrebender, ist besser als ein Unwissender, ein Nachgebender. 15. Wenn der Gelehrte nicht nach seinem Wissen handelt, so gleiten seine 44 Freiherr Hammer-Purgstall. Auszüge aus encyklopädischen Werken etc.

1) Hieher können auch alle Sprüche über die Vernunft und die Vernünftigen gerechnet werden, die in Freitags 3. B. unter Nr. 2062 bis 2096. dann 1561, 1644, 1667, 1983, 1895, 1896, 2242. 2243 und 2244, so wie die über die Unwissenheit 1714, 1732, 2101, 990, 991-992. *) Aalim merghub aanhu ist bei Freitag 1. B. S. 564. in den Sprüchwörtern Meidani's ganz irrig mit doctum non amamus übersetzt. *) Bis hieher Meidani. Die Folgenden aus Freitag's 3. Band.

Worte von dem Herzen, wie der Thau von Steinen ab. 16. Der Gelehrte und der Lernende haben gleichen Antheil am Guten. 17. Der Gelehrte kennt den Unwissenden, weil er vor seiner Gelehrsamkeit selbst ein Unwissender war, doch der Unwissende kennt nicht den Gelehrten, weil er vor seiner Unwissenheit kein solcher gewesen. 18. Nur beim Gelehrten ist Lohn. Die Gelehrten welche wissen, handeln darnach, und wenn sie handeln, sind sie beschäftiget, und wenn sie beschäftiget sind, werden sie vermisst und die Vermissten werden gesucht, und wenn sie gesucht werden, so fliehen sie. 19. Jeder Gelehrte der nicht nach seinem Wissen handelt, ist einem Strassenräuber gleich. 20. Wenn ihr einen Gelehrten seht, welcher die Reichen liebt, so wisset, dass er ein Genosse der Welt, und seht ihr ihn um die Pforten der Sultane schleichen, so wisset dass er ein Strassenräuber ist. 21. Ein Tag des Gelehrten ist besser als das ganze Leben des Unwissenden. Wer viel mit Gelehrten sich bespricht, vergisst nicht was er gelernt, und erwirbt, was er nicht gelernt. 22. Der Tod der Gelehrten ist ein Wallbruch der Religion. 23. Dem Erkennenden genügt ein Wink. 24. Der Erkennende“) hat verständige Zunge und verständiges Herz.

1) Der Erkennende el-Aarif steht im mystischen Sinne über dem Gelehrten (el-Aalim), wie über dem Verständigen (e1-Aakil) der Weise (el–Hekim).

GESCHICHTE DES HAUSES TSCHAO.

VON

DR. AUGUST PFIZMAIER,

WIRKLICHEM MITGLIEDE DER KAISERLICHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN.

(GELESEN IN DER SITZUNG DER PHILOSOPHISCH-HISTORISCHEN CLASSE AM XXII. APRIL MDCCCLVII.)

Die Schicksale des Hauses Tschao sind mit den Ereignissen eines für China verhängnissvollen Zeitraumes so eng verknüpft, dass die Geschichte seiner Herrschaft zugleich als Beleuchtung staatlicher und sittlicher Verhältnisse jener Zeiten in grösserem Umfange dienen kann. Besonders ist der mehr als hundertjährige, mit ungleicher Ausdauer geführte Kampf gegen die Alleinherrschaft Thsin's, in dem Tschao beinahe die erste Rolle spielte und dessen unglücklicher Ausgang ebenfalls den Fehlern seiner Politik zuzuschreiben, unserer Aufmerksamkeit in hohem Grade werth. Tschao war eines der Häuser deren Häupter in dem früheren Tsin die höchsten Würden bekleideten, zu manchen Zeiten selbst die Regierung führten und später (403 vor Chr.) sich zu dem Range selbstständiger Reichsfürsten emporschwangen. Das Gebiet welches nach der Theilung von Tsin (376 vor Chr.) den Häusern Tschao, Wei und # Han zufiel, wurde von diesen durch verschiedene Erwerbungen vergrössert, bis deren Fürsten nach dem Beispiele der übrigen mächtigeren Herrscher China's zuletzt den Königstitel annahmen. Tschao entwickelte seine Kräfte in so riesenhaftem Massstabe, dass dessen vorvorletzter König eine Million Streiter ins Feld stellte, jedoch der Unglückstag von Tschang-ping (260 vor Chr.), an dem die Heere von Tschao in ungeheuren Massen einen beinahe ruhmlosen Tod fanden, brach die Macht des Hauses für immer, worauf (228 vor Chr.) zuerst Tschao selbst, dann (222 vor Chr.) dessen kaum geschaffenes Nebenreich Tai durch Thsin vernichtet wurde und das letztgenannte Reich in den unbestrittenen Besitz der chinesischen Weltherrschaft gelangte. Die Ausdehnung des Reiches Tschao wechselte nach den verschiedenen Perioden seiner Entwickelung. Nach Erlangung seiner Selbstständigkeit grenzte es im Süden an das Reich Wei, im Südwesten an Han, im Nordwesten an Thsin, im Norden an eine Anzahl wenig bekannter Reiche der nördlichen Barbaren, im Nordosten an Yen, im Osten an das barbarische Reich Hu und an Thsi. In den Zeiten seiner grössten Macht gehörten zu ihm die heutigen Kreise Lu-ngan, Ping-yang, Fen-tscheu, Thai-yuen und Thai-tung in Schan-si, Khuang-ping, Schün-te, Tschin-ting und Pao-ting in Pe-tschi-li, ferner Theile von Ho-kien in Pe-tschi-li sowie von Tung-tschang in Schan-tung. Ausserdem erstreckte sich die Herrschaft von Tschao über den hoch im Nordwesten am rechten Ufer des gelben Flusses gelegenen, damals noch von westlichen

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