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Im oft erwähnten Inventare der k. k. Ambraser Sammlung vom Jahre 1596 heisst es Fol. 414, Nr. 31:

Mer ain Giesskhanndl von Agata die handthab, das Luekh, in der miten und der fuess in golt eingefast und geschmelzt mit Diemant Robin und schmaragt versezt aber auf dem Luekh ain guldene Rosen, darauf ain Ring mit ain grossen schmaragt mit Diemant unnd Robin umb und umb versezt.

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Zoo-e-Fee

Desshalb schreibt man diese Kanne gewöhlich dem Benvenuto Cellini zu, ohne dass, meinem Dafürhalten nach, in der künstlerischen Behandlung hinreichende Beweggründe für diese Benennung vorhanden sind; denn Cellini würde gewiss einen so grossen Raum, wie ihn der Becher bot, nicht ohne Figur gelassen haben, da er sogar den Deckel des Gebetbuches, welchen er auf Befehl des Papstes Paul III. für Kaiser Karl V. verfertigte, damit schmückte.

Der St. Michaels-Becher. (Taf. VII.)

Der Deckel ist mit einem Kranze von ovalen Buckeln (einen Eierstab vorstellend?) zwischen 3 Ringen umrandet und besteht aus einem Torus und einem Aufsatze. Jener ist in erhabener Arbeit mit Arabesken von Akanthus- und Weinblättern geziert, welche sich gegenseitig so verschlingen, dass sie acht Medaillons bilden, in deren jedem eine Blume angebracht ist; jede dieser Blumen besteht aus 4 grossen Perlen, zwischen denen vier goldene grün emaillirte Blätter hervorwachsen und in deren Mitte in bestimmter Ordnung der Aufeinanderfolge zwei viereckig, und zwei in Form von fünfblättrigen Blumen – vielleicht je aus 5 kleineren bestehende – geschliffene Diamanten, und 4 wie diese 4 Diamanten geschliffene Rubine in goldener, nach der Gestalt des Edelsteines stetig abwechselnder Fassung sitzen. Der Torus trägt in der Mitte einen Ring, in welchem als Bindeglied mit dem Aufsatze ein nach Art der jonischen Säulencannelüre mit angelaufenem Gold (als Stege) und blauer Email (als Hohlkehlen) verzierter Rundstab eingepasst ist. Der Aufsatz beginnt mit einem von einem Ring umgebenen Anlauf aus mattem Gold, der mit vier Edelsteinen, nämlich 10 zu zwei fünfblättrigen Rosetten gefassten Diamanten und zwei viereckig geschliffenen Rubinen in goldener Fassung geziert ist, zwischen welchen als Mittelglieder vier mit ihren Enden nach aussen und gegen einander gedrehte ganz frei gearbeitete Voluten aus Gold angebracht sind, auf deren Mitte wieder vier runde blau emaillirte Blätter aufsitzen und zu beiden Seiten von je einer grossen Perle begleitet werden. Der nun folgende, gleichfalls von einem Ringe umgebene und mit 12 nach oben verjüngten schwarz und goldemaillirten Plättchen gezierte Torus umgibt den Stiel, dessen Verzierung aus vier ganz frei gearbeiteten, mit ihren Enden nach innen und gegen einander gedrehten Voluten besteht, zwischen denen 4 Perlen sitzen. Auf dem Stiel sitzt eine goldene Kugel, deren Fläche mit schwungvollen schwarz emaillirten Arabesken bekleidet und in der Mitte mit einem Gürtel von 8 kleinen, mit einem Ringe umgebenen Medaillons versehen ist, in welchen abwechselnd ein Rubin oder Diamant in goldener Fassung angebracht ist. Von diesen Edelsfeinen sind die Rubine und 2 Diamanten viereckig, die zwei anderen Diamanten aber wie die früher beschriebenen in fünfblättrigen Rosetten gefasst. Auf der Kugel wächst aus einem Anlauf ein glatter Stiel und aus diesem ein gewölbter mit Eierstab gezierter Ablauf hervor, auf welchem eine kleine, runde Platte aufliegt. Auf dieser Platte steht der Erzengel Michael mit unbedecktem gelocktem Haupte und goldenen Flügeln, mit der erhobenen Rechten das Schwert zum Streiche schwingend, in der gesenkten Linken einen Schild welchen in der Mitte ein viereckiger grosser Rubin ausfüllt. Panzer, Arm- und Beinschienen sind an der Vorderseite mit 12 Diamanten besetzt, die in der Form geschliffen sind, welche die einzelnen Theile der Rüstung haben. Der Erzengel steht aber auf einem mit dem Rücken auf Steinen aufliegenden Lindwurm, der sein mit Widderhörnern versehenes Haupt erhebend den Schild mit dem Rachen und den rechten Fuss des Erzengels mit der rechten Branke erfasst; der Bauch des Lindwurmes trägt die Züge eines menschlichen Gesichtes mit dem Ausdrucke tiefen Schmerzes. Das Innere des Deckels besteht aus der Rückseite des oben beschriebenen äusseren Randes, einem breiten glatten Reif und einem runden Medaillon mit dem Hautrelief- Bilde der Libera, welche in der Rechten ein Füllhorn mit hervorquillenden Weintrauben trägt. Dieses Medaillon ist von mehreren Ringen und einem Kranze von Akanthusblättern und einem von Strahlen (flachen Muscheln?) umgeben. Der Becher selbst beginnt von oben mit einem Ablauf, der aus einem glatten goldenen und einem gewölbten mit Eierstab besetzten Theile (Torus) besteht. Die Wand ist aussen mit einer Hautrelief – Darstellung des Weinbaues geschmückt. Das erste Bild, die Weinkelterung, besteht aus 4 Figuren: rechts einer weiblichen die Trauben aus einem Korbe in ein Fass schüttet, in der Mitte aus 2 männlichen die einander an den Armen fassend die Trauben treten, links aus einem Amor der auf einer umgestürzten Diota, aus der Wein fliesst, reitend mit der Rechten eine Traube emporhält: die Figuren sind nackt. Im Hintergrunde rechts sieht man einen Tempel, in der Mitte ein Haus mit Giebeldach und rauchendem Schornstein, links einen unbelaubten Baum. Das zweite Bild ist von 2 Baumstämmen begrenzt, zwischen welchen ein Zelt (oder Thronhimmel) aufgespannt ist. In demselben sitzt auf dem Throne ein halbbekleideter Mann, mit der Rechten eine Schale emporhebend, während eine reichbekleidete Frau, das Haupt gegen jenen Mann zurückwendend und mit der Linken auf den vor ihr herlaufenden Amor deutend, die Scene zu verlassen scheint. Ihr gegenüber tritt rechts ein nackter Winzer, mit einem Winzerzeichen am linken Ärme und einem Weingefässe in der Rechten, ein; im Hintergrunde kommt ein anderer mit kurzem Chiton bekleideter, das Haupt mit einem hohen breitkrämpigen Hute bedeckt und in der Rechten einen Lekythos haltend, hinter dem Thronsessel hervor. Zwischen dem zweiten und dritten Bilde sind zwei nackte gehende Winzer, deren einer in der Linken einen Lekythos, der andere in der Rechten ein Winzerzeichen, in der Linken eine Traube trägt. Das dritte – das Hauptbild– stellt innerhalb eines rechts von einem Baumstamm, links von einer Säule begrenzten und mit Draperien verhangenen Zelte ein Mahl dar, indem in der Mitte auf einem Lager, an dessen unterem Ende eine weibliche Figur sitzt, ein Mann liegend einem mit einer Speise von rechts herbeieilenden Diener Befehle gibt, während links eine Winzerinn auf der Leier spielt und ein Winzer die Panspfeife bläst. Vor dem Lager auf einem von Greifen getragenen Schemel und zu Füssen der weiblichen Figur stehen Weingefässe, von denen das letztere umgestürzt ist, so dass der Inhalt ausströmt. Sämmtliche Figuren mit Ausnahme der Winzerinn sind nackt. Die mit diesen Bildern bekleidete Wand welche unten von einem Ringe eingefasst ist, endet in einen Anlauf der auf ähnliche Weise wie jener geziert ist, mit welchem der Aufsatz des Deckels beginnt: nämlich mit 4 Rosetten deren jede aus 5 Diamanten besteht, und mit zwei viereckigen Amethysten und zwei viereckigen Smaragden, die abwechselnd auf je eine Rosette folgen. Zwischen den Diamanten, Rosetten und den anderen Edelsteinen sind 8 frei gearbeitete, nach aussen und mit den Enden gegen einander gedrehte Voluten von Gold mit schwarzem Email. Auf der Mitte dieser Voluten sitzen Blumen von je 4 kurzgestielten blaugrau emaillirten Blättern; ausserdem wird jede Volute zu beiden Seiten von einer Perle begleitet. Der diesem Anlaufe entsprechende zweite Ablauf ist gewölbt und mit Akanthusblättern bekleidet, am Rande aber mit vier Widderköpfen versehen, deren jeder eine Perle an zwei Ringlein im Munde hält. Zwischen diesen Widderköpfen hängen am äusseren Rande vier männliche grau emaillirte Masken die mit goldenen, aus Voluten und Muscheln gebildeten Käppchen und an beiden Backen sowie am Kinne mit hervorwachsenden Akanthusblättern statt des Bartes versehen sind. Diese Masken werden durch vier Gewinde verbunden, deren jedes aus acht, Blumenkelchen ähnlichen, Gliedern besteht. Diese werden in der Mitte von einem grösseren Gliede unterbrochen, welches aus einer mit einem Ring umgebenen goldenen Scheibe und aus darauf befindlichen Diamanten-Rosetten, ähnlich den früheren, besteht. Von jeder dieser letzteren Rosetten hängen aneinander zwei Perlen herab. Den unteren Theil bildet ein nach unten sich verengender, mit einem Eierstabe gezierter grosser Ablauf, der in einen Kelch von kleinen Blättern eingepasst ist und in einen Ring endet. Der Stiel ist mit vier freigearbeiteten mit den Enden gegen einander gekehrten Voluten und 4 zwischen denselben liegenden Perlen besetzt. Diesem folgt ein wie jener des Deckelaufsatzes mit 12 gleichen Plättchen verzierter Torus der in einem glatten Ablauf den Stiel umgibt. Derselbe, aus mattem Golde mit Arabesken von lebhaft blauer, rother, grüner Email geschmückt, ist von vier Voluten verdeckt, welche nach oben an den oben erwähnten Ablauf, nach unten an den Anlauf des Stieles befestigt, mit je 4 Perlen geziert, gleichsam die Stelle einer Kugel vertreten, wie eine solche den Aufsatz des Deckels schmückt. Der Anlauf zum Stiele ist an den von den Voluten freigelassenen Stellen mit vier viereckig geschliffenen, in Gold gefassten Edelsteinen, abwechselnd einem Diamanten und einem Rubine, besetzt. Ein dritter, mit einem Eierstabe geschmückter Ablauf umgibt den unteren Theil des Stieles, der auf dieselbe Weise wie der Stiel des Deckels geschmückt ist, indem darauf vier frei gearbeitete mit den Enden einwärts und gegen einander gedrehte Voluten und 3 Perlen zwischen denselben angebracht sind, da die vierte fehlt. Von nun an gleicht die weitere Structur des unteren Theiles des Bechers jener des unteren Theiles des Deckels so sehr, dass eine weitere Beschreibung unnöthig ist; nur das eine ist verschieden, dass von den acht am untersten Torus angebrachten, aus je 4 grün emaillirten Blättern, je vier Perlen und je einem in der Mitte befindlichen Edelsteine gebildeten Blumen der letztere überall einfach viereckig geschliffen ist. Von diesem heisst es im Inventare Fol. 416. b. n. 47: ain guldinne hohen Peieher mit erhebter getribner Arbait von Figurn sambt seinn hohen Deckhl, oben darauf der Enngl Michael mit aim schwert in der hanndt,

mit grossem Diemant, Robin, Schmaragt und Perl, überal verseczt, wiget 8 mk. – 2 ss.

Fast-F-&E-j– G

Dieser Becher ist schon darum nicht jener welchen Cellini dem Cardinal von Ferrara übergab, und den dieser Franz I. verehrte, weil Cellini ausdrücklich sagte "), er habe ihn aus Silber verfertigt, und

im Cabinete aus reinstem Golde besteht.

!) Vita Il, 40: „Giunto a Lione ci fermammoparecchi guorni per aspettare il mulattiere quale arera quel bacino e quel boccale d' argento“; II, 58: „si finiva il vasetto e il bacino orato, i qualine portarono parecchi mesi: finiti ch'io gli ebbi, lifeci benissimo dorare. Questa parve la più bella opera, che mai si fosse veduta in Francia. Suhito iolo portai al Cardinale di Ferrara,

Der Mercur-Becher. (Taf. VIII.)

Derselbe enthält den Deckel und den Becher selbst. Der Deckel ist unten mit einer goldenen freigearbeiteten Spira eingefasst und besteht aus einem durch Einschnitte zehnmal abgetheilten Torus, so dass die Einschnitte in der Mitte des Deckels zusammenlaufen, und die einzelnen Theile des Torus nach der äusseren Peripherie zunehmen. An derselben sind sie nach unten eingezogen; an der Stelle einer Heftschnur sind freigearbeitete goldene Arabesken angebracht, welche in der Mitte jedes Wulstes durch Charnieren mit einander und mit dem Deckel selbst verbunden sind. Jede dieser Arabesken besteht aus einem Edelstein, abwechselnd einem Rubin und einem Smaragd, deren goldene Fassung mit einer feinen freigearbeiteten goldenen Spira umgeben ist, ferner aus zwei hinter und über einander auf der oberen Seite des Edelsteines angebrachten Lilien; an der unteren ist die mittlere Zunge immer lichtblau, die beiden Seitenzungen sind immer weiss, und die 3 Zungen der oberen Lilien immer dunkelblau emaillirt, und ausserdem die Lilien mit kleinen goldenen Puncten geziert. Zu beiden Seiten der Edelsteine sind zu 4 bis 5 aus einander hervorgewundene Voluten von abwechselnd dunkelblauer, lichtblauer und weisser Email, deren letzte dunkelblaue am Rande mit kleinen lichtblauen emaillirten Goldperlen begleitet ist. Der Aufsatz des Deckels beginnt mit 10 geschmackvollen Arabesken von licht- und dunkelblau und weiss emaillirten, mit goldenen Puncten gezierten Voluten, auf deren Mitte immer eine aus einem sechsblättrigen roth emailirten Kelche hervorwachsende grün emaillirteKnospe angebracht ist. Es endet jede dieser Arabesken in eine aus 2 blau emaillirten, 2 goldenen und einer weiss emaillirten Zunge bestehende mit goldenen Puncten gezierte Lilie, die aus 2 goldenen Blättern hervorwächst und durch ein weiss und ein lichtblau emaillirtes Blättchen mit dem rothen Kelche in der Mitte der Arabeske zusammenhängt. Zwischen den einzelnen Arabesken aber laufen 6 über einander liegende lila, lichtblau und weiss emaillirte Blätter hervor, die auf beiden Seiten durch zwei grün emaillirte mit goldenen Puncten versehene Voluten mit den goldenen Blättern der Lilien verbunden sind und mit einem kleinen freigearbeiteten mit abwechselnd drei grün und zwei weiss emaillirten Goldperlen besetzten Bügel zwischen die einzelnen Arabesken hineinreichen. Aus der Mitte dieser Arabesken wächst ein Kelch von umgebogenen, abwechselnd licht- und dunkelblau emaillirten Blättern, zwischen denen kleinere roth emaillirte Blätter mit grün emaillirten Knospen stehen; dieser Kelch schliesst eine grosse runde grün emaillirte Frucht ein, auf welcher Mercur steht. Derselbe ist mit einem Panzer von glattem und einem Panzerhemde von mattem Golde bekleidet. Die Lederlappen sind so wie die Einfassung an der Brust und um die Schultern und der Rand der Stiefel blau emaillirt. Die letzteren und die Armbänder sind von glattem Golde. Der Helm ist blau emaillirt, Schirm (Krempe) und Bügel, so wie die zwei Flügel sind golden. Die Fleischtheile sind weiss emaillirt. Er hält in der Linken einen goldenen Caduceus, dessen zwei Schlangen grün emaillirt sind; mit der Rechten hält er einen Ring, der ausserdem zwischen den Flügeln des Helmes an dessen Bügel befestigt, im übrigen mit weisser Email grundirt und mit roth, blau und grün emaillirten Arabesken geziert ist, und oben einen Smaragd einschliesst. Der Becher selbst ist wie der Torus des Dekels längs der Höhe durch 10 Einschnitte getheilt, so dass die äussere Fläche aus 10 nach unten abnehmenden Torus besteht. Diese sind oben, in der Mitte und unten eingezogen. Anstatt einer Heftschnur sind aber auch hier Arabesken angebracht, die auf ähnliche Weise wie beim Deckel gearbeitet uud befestigt sind. Sie bestehen nämlich aus ähnlich gefassten Edelsteinen, abwechselnd einem Smaragd und Rubin, die zu beiden Seiten von Arabesken aus je 4 bis 5 dunkelund lichtblau und weiss emaillirten goldpunctirten Voluten begleitet werden, welche letztere in einem grün emaillirten Ringelchen vereinigt sind. Mit den Charnieren hängen diese Arabesken durch kleine frei in Gold gearbeitete Bügel zusammen, die mit goldenen Perlen von abwechselnd blauer und grüner Email besetzt sind. Solche Bügel befinden sich auch an dem Anschlusse der Edelsteine oben, der ausserdem durch goldene blau emaillirte Voluten vermittelt wird. Nach unten sind die Edelsteine von dunkelblau und weiss emaillirten Lilien getragen, aus deren Mitte gegen den Beschauer ein blau emaillirtes mit gleichfarbig emaillirten Goldperlen besetztes Blatt hervorwächst, das sich mit dem oberen Ende an die Spira der Fassungen anschliesst. Auch in der Mitte und unten sind statt der Heftschnüre solche Arabesken angebracht, die auf dieselbe Weise von Edelsteinen, Lilien und Voluten gebildet werden, nur mit dem Unterschiede, dass die Construction der unteren Arabesken bedeutend einfacher ist. Die Basis besteht aus einem Anlauf von glattem Golde, der mit einem blau und gold emaillirten Perlenstab eingefasst ist. Die Peripherie unten ist mit einem Kranze von blau emaillirten Blättern geschmückt. Der ganze Becher ruht auf drei goldenen Granatäpfeln welche vorne aufgesprungen, den mit 12 kleinen Rubinen bezeichneten Samen darstellen; an einem ist der Same bereits ausgesprungen. Von diesem sagt das Inventar. Fol. 415", Nr. 41. Ain guldiner grosser Altvaterischer Pecher mit vier durchbrochenen geschmelczten Rrifflen, mit Robin und Schmaragd verseczt, auf drei granat opflen steenndt, sambt sainem Deckhl, oben darauf

il quale mi ringraziö assai; dipoi senza me lo portö al Re, e glienefece un presente.“ P. 64: „Subito il Re cominció a ragionar meco , dicendo, che dappoi ch' egli avera cosi bel bacino e cosi bel boccale di mia mano, che per compagnia di quelle tali cose richiedera una bella saliera“ – – – p. 66: „eche disiderara chi'o gliene facessi d'oro.“ Es ist also hier durch diese Stellen deutlich, dass der König Becher und Becken besitze, welche Cellini aus Silber verfertigte, weil ihm aber das Modell zur Saliera so ungemein gefiel, so wolle er diese aus Gold machen lassen.

Paris so ain Ring auf den Kopf, mit ainem schmaragt verseczt wigt 5mk., 1 lot, 3ss.

Es kann auch dieser Becher nicht jener sein, den Benvenuto Cellini für den Cardinal von Ferrara arbeitete, und dieser Franz I. verehrte, weil er von Gold, und jener Cellini's von Silber war.

Der Degen Karl's W. (gewöhnlich genannt). (Taf. IX.)

Auf der Klinge: ANTONIO PICININO. Von diesem Künstler sagt Morigia: ) „Antonio Piccinino, che morse l'anno 1589 nell' età d'anni 80 fü il primo huomo non solo della nostra Italia, ma anco di tutta l'Europa, per far' una lama dispada, Ö pugnale, Ö coltello, Ö qualunque arma da tagliare, che tagliava ogni sorte di ferro senza lesione delle sue lame; e perô era conosciuto, e nominatissimo appresso dei maggior Prencipi de Christiani ed alli professori d'arme.“ Mehr noch als die Klinge führt uns dieser Prachtdegen mitten in die berühmten Waffen- und Goldarbeiten der Mailänder im sechzehnten Jahrhunderte. Es ist fast unmöglich solche Dinge zu beschreiben, auch der Stich gibt nur ein schwaches Bild der ungewöhnlichen Kunstfertigkeit. Nur gute chromolithographische Abbildungen können die Originale mit annähernder Ähnlichkeit wiedergeben; diese angetragene, und von der Classe für die Denkschriften genehmigte Manier scheint für Gold- und Emailarbeiten ordentlich erfunden zu sein; der Stich bleibt schon darum weit hinter dem Originale zurück, weil ihm die unendliche Farbenpracht der Email- und Goldarbeit fehlt.

*) La Nobiltá di Milano. Milano 1595. P. 298.

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