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Platen (Der gläserne Pantoffel): König. Ich achte deine Redlichkeit höher als deinen Witz. Pernullo. So muss mein Witz wohl ein niedriger sein? König. Du weisst, was in diesem Augenblick mein Herz in Bewegung setzt? Pernullo. Ich würde es wissen, wenn ich ein Arzt wäre. K. Die Melancholie meines jüngsten Sohnes setzt mich in Verzweiflung. P. Setze die Verzweiflung lieber selbst, und dann ibren Gegensatz, die Hoffnung, und indifferenzire dich so in deine Zufriedenheit. K. Seit einigen Wochen ist Diodat nicht mehr er selbst. P. So hast du nicht nöthig, weiter für ihn zu sorgen. K. Um so mehr. Ich möchte ihn wieder zu sich selbst bringen. P. Ich habe oft Menschen zu einander gebracht, aber einen Menschen zu sich selbst bringen, ist ein unbegreiflicher Gedanke; ebenso: Hegesippus. Schon wieder Anzüglichkeiten? Pernullo. Sie fühlen

. sich von mir angezogen? H. Ich würde es fühlen, wenn Sie mein Schneider wären; oder (Schatz des Rhampsinit): Bliomberis. Werd ich bald vor deiner Tochter Auge treten dürfen? Rhampsinit: Vor alle zwei, sie ist kein Polyphem; ebenso bei Jean Paul (Der Jubelsenior): „Sie wolle den geringen Einfluss, den sie bei Hofe habe, für ihn verwenden. Gering war der Einfluss, weil er auf einen längst versiegten hinauslief.“ kann wohl vorkommen, dass der doppelte Sinn auch als zwiefacher gelten soll, wie wenn das Orakel dem Pyrrhus jenen Spruch: ajo te cet. übergab; oder wenn ein prägnanter Ausdruck beabsichtigt wird, wie von Hegel (Logik Th. 1, p. 104) über den Satz gesagt: Seyn und Nichts sind im Werden „aufgehoben“: „Aufheben hat in der Sprache den gedoppelten Sind, dass es so viel als aufbewahren, erhalten bedeutet, und zugleich so viel als aufhören lassen, ein Ende machen. – So ist das Aufgehobene ein zugleich Aufbewahrtes, das nur seine Unmittelbarkeit verloren hat, aber darum nicht vernichtet ist.“ Aber dies ist nicht Amphibolie in dem hierher gehörigen Sinne. Der Orakelspruch ist als Rede aber unrichtig, soll anch nur dienen

Es

neur vous faites à ma fille; Mais sur quel pied, demande sa famille, La voyez τους? Μoi! sur le pied du lit.] τρίτος δε ότι το συντεθέν πλείω σημαίνη, XEYWOI Guérov anos (also durch Construktion).

als Ausrede dafür, dass die geforderte Rede nicht gegeben werden konnte; Hegels „aufheben“ steht in der Emphasis. Der Doppelsinn meint kein Weder noch, wie im ersten Falle, kein Sowohl -- als auch, wie im zweiten, sondern ein Entweder

oder; Ein Sinn wird ergriffen, der andere ist nur möglich. So ergiebt sich als die für den Doppelsinn geeignete Form der Darstellung die der Wechselrede; der Eine nennt das Wort, der Andere giebt die Deutung. *) Cicero (de or. II, 54) erzählt: Philippus fragt den Catulus: „quid latraret«? Warum er so laut spreche? Der antwortet: „furem se videre“, nimmt also das bildlich Gesagte im eigentlichen Sinne; mit Bezug hierauf heisst es dann (ib. 63, 255): Hoc (ambiguum) est venustissimum, cum in altercatione adripitur ab adversario verbum et ex eo, at a Catulo in Philippum, in eum ipsum aliquid, qui lacessivit, inAigitur; sed cum plura sint ambigui genera, de quibus est doctrina quaedam subtilior, attendere et aucupari verba oportebit; in quo, at ea, quae sint frigidiora, vitemus (etenim cavendum est, ne arcessitum dictum putetur), permulta tamen acute dicemus. Man sieht, dass sonst der Doppelsinn weniger eine der Rede dienende Figur abgiebt, denn er unterstützt sie nicht, sondern lenkt ab von dem Zusammenhang, als ein selbstständiges Produkt der Sprachkunst. Das Gleiche gilt vom Wortspiel, von der Parodie und ähnlichen Figuren Wir geben noch einige Beispiele. Bei Rückert (Hariri 26 Mak.): Darf ein Gläubiger sich wahrsagen lassen? Ja! das Lügenreden soll er bassen; Wann reden weise Männer, ohne dass sie sich besonnen? Nachts, wenn sie Mondscheingespräche begonnen; Wie, wenn ich sehe, mein Bruder ist unbedacht? Er werde von dir unter Dach gebracht; bei Fr. Reuter (Läuschen un Rimels): „De Borsch, de Itzig Rosenstain, Der hat gewoltsam Schläg’ gekrigt.“ vor denn«« ? „Nu, vor's Rathhaus von's Gericht.“

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*) Jean Paul's Stil gewinnt dadurch nicht, dass er doppelsinnige Wörter statt emphatischer gerne verwendet, wie etwa (Dämmerungen, Bd. 33, p. 40): Wir Deutsche gingen überall leicht mit der Zeit, die uns denn auch immer mitnahm; (ib. p. 60): Das Stärken der Krieger durch Krieg sei etwas so hinfälliges, als das Stärken der Wäsche; (ib. p. 104): Junge Edelleute gleichen alten Uhren, welche stets avancieren,

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frag ich ja nich, Gimpelleben! Worüber hob'n sie ihm die viele Grausame Prügel den gegeben“ ? Worüber? Ueber die Machile.“ „„h, Gimpel, hör mich doch mal ahn! Ich frage ja, was bat er denn gethan, Dass sie so grausam schlugen ibn ?

Gethan? Gethan? Au waih hat er geschrien.“ In dem αίνιγμα; Είς καπνόν entsteht Doppelsinn durch die Homonymie von xouin virgo und oculorum pupilla: Eini natyos λευκoίo μέλαν τέκος, άπτερος όρνις, άχρι και ουρανίων ιπτάμιε νυς νεφέων: κούραις δ' αντοχιέννησιν απειθέα δάκρυα τίκτω· ευθυ δε γεννηθείς λύομαι εις αέρα; in den folgenden Distichen ist „Alonnons avng“ Achill (nach Ilias 9, 664) und „ Asas“

Αίας Genit. von aia zu ngo':

“Έκτορα τον Πριάμιον Διομήδης έκτανεν ανής

Αίας προ Τρώων έγχεϊ Λιαργαλιενος. (vid. Delect. epigr. gr. ed. Jacobs p. 459); obscön: Arist. (Equites 964): ráv ye τουτοί, ψωλόν γενέσθαι δεί σε μέχρι του ιυοφίνου; ebenso Plaut. (Curc. 1, 1, 31 sq.): Palin. Semper curato ne sis intestabilis. Phaed. Quid istuc est verbi? Pal. Caute ut incedas via: Quod amas amato testibus praesentibus; Cic. (de or. 69): Catulus cuidam oratori malo, qui cum in epilogo misericordiam se movisse putaret, postquam adsedit, rogavit hunc videreturne misericordiam movisse: „Ac magnam quidem, inquit, neminem enim puto esse tam durum, cui non oratio tua miseranda visa sit.“ Cic. (pro Sest. cp. 3 fin.): par prope laus P. Sestii esse debet, qui ita suum consulem (Antonium) observavit, ut et illi quaestor bonus et omnibus optimus civis videretur; Plaut. (Pseud. IV, 2, 53): Ba. Tune es is Harpax? Si. Ego sum: atque ipse harpax quidem; Racine (Les Plaid. III, 3): Quand avons-nous manqué d'aboyer au larron? Témoin trois procureurs, dont icelui Citron A déchiré la robe.

On en verra les pièces. Pour nous justifier, voulez-vous d'autres pièces? Scribe et Rougemont (Avant, Pendant et Après): Caracalla. C'est pour cela que nous abattons tous ces monuments du despotisme; la porte Denis, la porte Martin, et un tas de statues et de palais

.... A supposer que les places, comme tu voudrais l'inculquer, soient z-à la participation de ce que tu appelles des connaisseurs, des savans! hein ... qu'arrive-t-il? Julie. Vous

ne seriez pas en place; man sagt zweideutig: être gris comme un cordelier; bei Shakespeare (J. Caes. 1, 1) sagt auf die Frage what trade art thou? der 2. Cit: A trade, Sir, that, I hope, I may use with a safe conscience; which is, indeed, Sir, a mender of bad soles (souls) und: I am a surgeon to old shoes; when they are in great danger, I re-cover them; (Coriol. IV, 5): 3. Serv. How, Sir! Do you meddle with my master ? Cor. Ay; it is an honester service than to meddle with thy mistress; Jemand sagte: Cadmus was the first post-boy; he carried letters from Phoenicia to Greece.

Gedruckt bei Julius Sittenfeld in Berlio.

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