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Cebertragungen, auch sonst Vielerlei zu schöpfen ist, sodann, weil so die Dinge selbst eingetheilt werden, nicht aber die Begriffe, während doch die Metapher nicht die Dinge vertauscht, sondern die Begriffszeichen: Lautbilder, Wörter. Für diese aber ist der Gegensatz von lebend und leblos nicht zutreffend, fremd. Es hat keinen Sinn, mit dem Ps. Plutarch (vd. oben p. 85) zu sagen, dass die Metapher, wenn sie tot Éva how v setzt, die Uebertragung bewirke von dem Hirten als Lebenden auf den König als einen Lebenden; oder, wenn tóda "Idns, von dem Fuss als Lebenden auf den unteren Theil des Berges als einem Leblosen. Das eiserne Herz (old gelov') das harte Herz soll von einem Leblosen übertragen sein auf ein Lebendes; gerade aber bei diesen Begriffen, welche als Eigenschaften, Zustände, dem Bereich des Abstrakten angehören, sieht man, wie schief es ist, sie danach eintheilen zu wollen, ob sie Lebendes oder Lebloses ausdrücken. Das „eiserne Herz“ ist freilich ein Lebendes, aber zeigt denn dieselbe Metapher z. B. in dem Ausdruck eiserne Nothwendigkeit « wieder die Uebertragung από αψύχων επί έριyuya? – Und ist nicht bei der vierten Art: Oʻrné oma augos, „die Saat des Feuers“, eher ein sinnliches Leben für ein Abstractum gesetzt, als ein ávuyov für ein anderes ? Bedeutet O négla, als Metapher in andere Verbindung gebracht, wie 'Iv'«χειον σπέρια

Inachus Tochter (Aesch. Prom. 711) nicht ein ču buxov? In der That giebt jene Eintheilung nur an, aus welcherlei Verbindungen die Metaphern kommen, in welcherlei sie gehen; aus den Verbindungen aber wird das Stoffliche erkannt.

Das Bild, welches der Sprachkünstler den analogen Verhältnissen einer fremden Sphäre entnimmt, damit es einen Begriff kunstgemäss darstelle, wird von ihm entweder nur geschaut, anerkannt und gewählt; oder es wird von ihm geschaffen. Wenn es ihm besonders darum zu thun ist, die Art der Erscheinung an dem zu Grunde liegenden Begriff darzustellen, wird er die analogen Bilder in Betracht ziehen, welche ihm die Erscheinungswelt bietet; wenn er vornehmlich den Sinn des zu vertauschenden Begriffs mit Kraft andeuten will, wird es ihm nahe liegen, dem Bilde diese innere Mächtigkeit selber zu verleihen. Entweder der Begriff wird durch Gestalten aus dem reichen Formenspiel der Aussenwelt plastisch veranschaulicht, oder er wird energisch durchströmt von der personifizirenden inneren Bewegung der Seele. Dies sind die beiden Arten der Metapher, und Aristoteles hat im Wesentlichen keine anderen gemeint. Sein ávng teto_YWvoS (vide oben p. 84) gehört der ersteren Art an, die Beispiele aus Homer der letzteren, welche er die platapoga xar' ¿végyelav nennt. Ebenso ist deutlich, dass die Eintheilung bei Tryphon und Gregor. Cor. cet. (vide oben p. 84) in Metaphern „flqcoewg ñ ououoews évexc" die unsere ausdrücken, sowie die des Anon. tepi tport. (vd. ib.) in solche: και από πράξεως εις πράξιν« und από σώματος επί σωλια.

Da übrigens die Erscheinungswelt ihre Bilder theils als ruhende zeigt, theils als bewegt, so würde nichts einzuwenden sein, wenn man die letzteren als eine Unterart besonders aufführen wollte. Sie vereinigen in ihrer äusserlichen Lebendigkeit in gewissem Grade mit der διοίωσις der ersten Art die έμφασις der zweiten. Vielleicht hat Greg. Cor. (1. c. p. 217) an diese gedacht, wenn er sagt: τών δε μεταφορών αι ιέν είσιν επιφάσεων δηλωτικαί και ου σώζουσιν την ομοιότητα, αι δε διού και την éu qaciv; Aristoteles hat die äusserliche Lebensthätigkeit mit der innerlichen zusammengefasst als Ausdruck einer årégysla und rihmt vom Homer (rhet. III, 11): κινούμενα γαρ και ζωντα ποιεί πάντα, ή δ' ενέργεια κίνησις; man wird sie indess besser auseinanderhalten, denn es wird zwar die Personifikation auch bewirkt durch Einsetzung einer äusserlichen, dem Menschen eigenen, Bewegung, sofern diese eben als Ausdruck eines Innerlichen zu fassen ist, aber diese deutet dann auch mehr auf den Sinn, die innere Kraft der Bewegung, als auf deren Gestaltung. Man vergleiche so etwa Mart. (10, 78): Ibis litoreas, Macer, Salonas, ibit rara fides, amorque recti, et secum comitem trahet pudorem; oder 0v. (Met. 1, 19): Frigida pugnabant calidis, humentia siccis; mit Caes. (b. G. VI, 37): Circumfunduntur ex reliquis hostes partibus, si quem aditum reperire possent; oder Sall. (Cat. 37): hi Romam sicuti in sentinam confluxerant.

Wir geben einige Beispiele zu beiden Arten der Metapher, deren erstere wir als Met. der Schilderung (n. eines ruhenden, b. eines bewegten Bildes) bezeichnen wollen, deren zweite die personifizirende Metapher heissen mag.

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Durch solche Homonymie wird eine gegebene Uebereinstimmung anerkannt, nicht aber eine Aehnlichkeit geschaffen, bei ihr entscheidet die Anschauung einer abgeschlossenen Wirklichkeit, bei der Metapher wählt die Phantasie aus dem weiten Gebiete der Vorstellung; jene ist Resultat prosaischer Beobachtung, diese eines Kunstschaffens. Erst in dem Maasse, wie die Aehnlichkeit durch Hinzutreten irgend einer Vorstellung aufhört, ein schlechthin Gegebenes zu sein, wird sie fähig, sich als Metapher zu gestalten, und damit ergiebt sich dann sogleich eine Proportion. Wenn z. B. (nach Poll. 2, 144) xtéves den Rücken der flachen Hand (= Orlomévay) bedeutet, so mag man zunächst nur Anerkennung der gegebenen Aehnlichkeit annehmen, aber schon, wenn A eschylus (Ag. 1584) sagt: tá MÈV nodńyn xai xepwv öxgous κτένας έκρυπτο ' (wozu Schol. κτένας, τας διαστάσεις των δακτύλων) -- so wird man Metapher und damit Proportion haben, denn: „Kammrücken" : ,,Kammzähne“ lIandteller“ : „Handfinger“. Ebenso, wenn man sich denkt, dass Dionys das Schimpfwort , Uss erhalten, so ist: „Dionysius : die Menschen = das Schwein : die übrigen Thiere“, woraus die doppelte Metapher: statt ,,Dionys : das Schwein unter den Menschen, statt ,,Schwein“: der Dionys unter den Thieren. Warum sollten Thiere nicht mit Menschennamen geschimpft werden können? Diogenes Laert. (VI, 40) erzählt vom Diogenes, der selbst „ein Hund“ unter den Menschen hiess: προς τους ερπύσαντας επί την τράπεζας κιύς, 'Ιδού, φησί, και Διογένης παρασίτους τρέφει.

Die Definitionen der Metapher bei Greg. Cor. (Sp. Vol III, p. 216), Kokondr. (ibid. p. 232), Ge. Choerob. (ibid. p. 245); ebenso bei M. Claudius Sacerdos (Art. gr. I, 1, § 173 p. 43 [ed. Eichenf. u. Endlicher in den Anal. grammat. Vindob.], Donatus, Charisius, Diomedes, Isidorus, Beda (bei Halm p611); Verrius Flaccus bei Festas (ed. Lindem. p. 170 and p. 506) bieten nichts Besonderes.

Adelung (Dtsch. Styl, Th. I, p. 395) erklärt: „Die Metapher, lat, translatio, setzt anstatt eines minder anschaulichen Begriffes einen ähnlichen anschaulicheren. Das Verhältniss zwischen dem bezeichneten und bezeichnenden Begriffe beruhet bei ihr auf der Aebnlichkeit; welche deren einziges Band ist; die Entdeckung Cerselben ist ein Gegenstand des Witzes und der Einbildungskraft, folglich vereinigt sich in ihr Alles, was eine Figur nur anschaulich machen kann.“

Wir kommen zu den Arten der Metapher. Man ist bei ihrer Aufstellung von verschiedenen Gesichtspunkten ausgegangen, hat aber alle offenbar dem Aristoteles entnommen. Wir führten oben (p. 27) aus ihm an (Poet. 21), wie die den Metaphern zu Grande liegenden Proportionen immer deren zwei liefern, wie man also hat: την φιαλην ασπίδα Διονύσου und την ασπίδα = φιάλης Αρεως. (Demgemiss citirt Eustathius p. 179, 9 sq. Zu Ilias 4, 274: νέφος πεζών bei Pindar: στράτος νεφελών.) Nun macht Demetrius (de eloc. § 78 sq. Sp. Vol. III, p. 280), ohne jedoch der Proportionen zu erwähnen, darauf aufmerksam, dass nicht alle Metaphern solche Umkehrungen zalassen: Αμεταφοραίς χρηστέον εκ του οιoίoυ, οίον έoικεν αλλήλοις στρατηγός, κυβερνήτης, ηνίοχος πάντες γαρ ούτοι άρχοντές εισιν, ασφαλώς ούν έρεί και και τον στρατηγόν κυβερνήτην λέγων της πόλεως, και ανάπαλιν και τον κυβερνήτην άρχοντα της νηός. Ου πάσαι μέντοι ανταποδίδονται, ώσπερ αι προειρησιέναι, επεί την υπώρεια, με της Ίδης πόδα εξηείπείν τον ποιητής» (Ilias 20, 59), τον δε τού ανθρώπου πόδα ουκέτι υπώρειαν ειπείν. Nun lehrt zwar Aristoteles (Rhet. ΙΙΙ, 4): αεί δε δει την μεταφοραν την εκ του ανάλογος ανταποδιδόναι και επί άτερα και επί των διογενών, aber da doch der usus nicht immer beide Metaphern aufweist (Demetr. 1. c. $ 86 bemerkt: πάντων δε και των άλλων η συνήθεια και μάλιστα μεταφορών διδάσκαλος), s0 tlieilte man nun die Metaphern ein in umkehrbare und einzeln stehende. So der Anon. (περί τρόπ. Sp. Vol. III, p. 228): των ιεταφορών αι ιέν αντιστρέφουσιν, αι δε ού. Es könne Z. Β. nicht umgelkelirt werden (Od. 10, 195): νήσος την πέι πόντος απειφιτος εστεφάνωται, denn Wenn Jemand das: εστεφανώσαι την νήσον = κύκλωθεν περιφφείσθαι s0 amkehrte: ότι στέφανος ημιών κύκλω την κεφαλήν περιορεί. So wire das licherlich. Was hinderte uns, zu sagen: ,,ein Kranz umfliesst sein Haupt“ ? Man findet diese Eintheilung oft erwähnt. Bei Diomedes (p. 453): Metaphorae quaedam sunt communes, quae a Graecis cxónov sou appellantur, ut: „Tipbyn aurigam celeris fecere carinae“, quia, quemadmodum in navi auriga dici potest, ita et in curru gubernator, ut ,cumque gubernator magna contorsit equos vi“; bic Ia. Göthe (Faust): Mir schweben der Vorwelt silberne Gestalten auf; Heine (Reise): Um dich Winter, in dir Winter, und dein Herz ist eingefroren; Cic. (ad Att. 1, 18): Metellus non homo, sed „litus, aër et solitudo mera“; Tib. (III, 5, 5) At mihi Persephone nigram denuntiat horam; Cic. (de or. III, 25): Eo citius in oratoris aut in poëtae cincinnis ac fuco offenditur, quod in scriptis et in dictis non aurium solum, sed animi: judicio etiam magis infucata vitia noscuntur; Hom. (Ilias 13, 484): έχει ήδης άνθος, δ τε κράτος εστί μέγιστον; idem (Ilias 11, 241): ως ο μεν αύθι πεσων κοιλιήσατο χάλκεον ύπνον; Shakesp. (Caes. I, 3): Caesar would not be a wolf, but that he sees, the Romans are but sheep; id. (Rom. and Jul. II, 2): a winged messenger of heaven — sails upon the bosom of the air; Delavigne (M. de J. d’Arc): Ta jeunesse va se flétrir dans sa fleur trop tôt moissonnée! Delille (Catac.): de sinistres pensées viennent glacer son coeur.

1. Göthe (Faust): Der Luft, dem Wasser, wie der Erden entwinden tausend Keime sich; (ib.): Mag ihr Geschick auf mich zusammenstürzen; Tac. (Ann. 11, 26): Messalina ad incognitas libidines profluebat; Cic. (Brut. 9): Phalereus primus inflexit orationem et eam mollem teneram que reddidit et suavis, sicut fuit, videri maluit quam gravis, sed suavitate ea, qua perfunderet animos, non qua perfringeret; Hor. (od. 3, 29, 54): mea virtute me involvo; Virg. (Ge. II, 185): frequens herbis et fertilis ubere campus; Hom. (Ilias 2, 41): sein μιαν αιφ έχυ υτο διφή, ebenso (Od, 4, 716): την άχος αιφεχύθη; (Ilias II, 93): ιετα δε σφισιν όσσα δεδήει οτρύνουσ ιέναι, Διός άγγελος; (Ilias 1, 481): κύρια μεγάλη ταχε νηος ioc'ons; Shakesp. (Rom. II, 3): ere the sun advance his burning eye — (ib. I, 1): you men, you beasts, that quench the fire of your pernicious rage with purple fountains issuing from your veins; Racine (Brit. II, 2): la faveur d'un divorce me soulageoit d'un joug qu'on m'imposa par force! (ib.): entre l'impatience et la crainte flottant, il alloit voir Junie; Grangier (p. 21): le torrent des passions.

II. Göthe (Faust): Es schweigt der Wind, es flieht der Stern; id. (Fischer): Labt sich die liebe Sonne nicht, der Mond sich nicht im Meer? Schiller (Kran. d. Ibyc.): Wir heften uns

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