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δεδουπότος Οιδιπόδαο; κλαίω wird gebraucht für , in Schmerzen sein“, wie Eur. (Hippol. 1086): Ono. oïx értet" avròv, opes; — Ιππ. Κλαίων τις αυτών αρ' εμού γε θίξεται; ahnlich oίμωξειν = in Noth sein, auch = zum Henker geht, wie Ar. (Plut. 111): οελιώξει μακρά und (ib. 58): οι ιώξειν λέγω σοι; Aesch. Pers. 168 bemerkt Blomfield: rovisiv oldas nihil aliud esse ac „, festinare" recte monuit Schutzius. – Aetoli, cum volunt aliquem decurrere significare, á xoxovicau dicunt Bei Arist. (Ecel. 291) hat X & X O V LO MLévos nur den Sinn: mit Eile. Auch in den Ausdrücken Matth. (VI, 5) τυφλοί αναβλέπουσι, και χωλοί περιTUTOVOı cet. die Blinden sehn, die Lahmen gehn cet. wird ein Folgendes vorweggenommen.

c. Die dritte Art der Metonymie zeigt sich in der Vertauschung von Ursache und Wirkung, z. B. des Hervorbringenden mit dem Hervorgebrachten, des Erfinders mit dem Erfundenen, überhaupt also des Bewirkenden mit dem Bewirkten. Das hierher Gehörige: ή από των ευρόντων τα ευρήματα, αλλά και από του sug“MATOG TÒV xvgóvta führt Tryphon (Sp. Vol. III, p. 195) als einzige Art der Metonymie an. Kokondr. (1. c. p. 234) nennt auch: από του πάσχοντος το διακρίναι ως το χλωρόν δέος και πόλειoν πολύδακρυν και διαινόμενον Διόνυσον cet. Cornific. (1 c.): aut inventore inventum significatur, ut si quis Libero vinum Cerere frugem appellet, aut instrumento dominus, ut si quis Macedones appellarit hoc modo: „non tam cito sarissae Graeciae potitae sunt“ aut id quod fit, eo, quod facit; ut si quis, quom bello velit ostendere aliquid quempiam fecisse, dicat: Mars istud te facere necessario coegit; aut si, quod facit, eo, quod fit, ut, quom desidiosum Martem dicimus, quia desidiosos facit, et frigus pigrum, quia pigros ecficit. Quintilian (1. c.) sagt ausserdem allgemein: metonymia „cujus vis est, pro eo, quod dicitur, causam, propter quam dicitur ponere“ (was Spalding ohne Noth als Glosse bezeichnet); hiermit stimmen Donat. Charis. Diom. Isido r. Albin. („res per auctorem rei significatur“), Beda (bei Halm p. 545, 613.).

Beispiele dieser Art sind im Deutschen häufig und mannigfaltig. Hoffm. v. Fallersleben (Trinklied): „Krieg der Nacht und Krieg dem Schlummer! Schenkt mir Muth und Feuer ein!“ Uhland (Säng. Fluch): „Was er sinnt, ist Schrecken,

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und was er blickt, ist Wuth, und was er spricht, ist Geissel, und was er schreibt, ist Blut; Schiller (Spaziergang): Und den fröhlichen Fleiss rühmet das prangende Thal; (ib.): Die Menschheit sucht in der Asche der Stadt die verlorne Natur; (Theilung der Erde): Der Herbst (= die Früchte des Herbstes) ist nicht mehr mein; (Glocke): „aus der Wolke quillt der Segen“; Nat.Ztg. (Jahrg. 22, No. 146 aus dem Siècle): „Man packt dies Lied (die Marseillaise) beim Kragen und steckt es in's Gefängniss; Schiller: Vom Meissel beseelt, redet der fühlende Stein; Uhland: die Trommel schlug zum Streite; (id.): Pfeif' und Geige ruft zu Tänzen; man sagt: ein Raphael, Murillo cet. (d. h. Gemälde von Raph., Mur.) wird theuer bezahlt; ebenso: man liest Schiller, Göthe cet. (d. h. deren Schriften). Bei den Alten finden sich oft die Namen der Götter für die von Dingen, denen sie vorstehn, welche ihrem Wirken angehören. So führt Donat (l. c.) an: Ter. (Eun. IV, 5, 6): Sine Cerere et Baccho friget Venus; und die umgekehrte Vertauschung: Vinum precamur, nam hic deus praesens adest, welches Beispiel Servius (zu Aen. 1, 723) dem Plautus beilegt. So Virg. (Ge. III, 60): Lucinam justosque pati Hymenaeos (wo Lnc. partus); Ov. (Met. IV, 32): Solae Minyeïdes intus intempestiva turbantes festa Minerva (wo Min. lanificium); Hor. (od. II, 14, 13): frustra cruento Marte carebimus; vario, incerto Marte ist gewöhnlich; so pinguis Minerva; bei Virgil (Ecl. X, 5) heisst Seewasser: Doris amara; bei den Griechen häufig so "Agns und ’Appodían: Soph. (0. C. 1046): χαλκοβόαν "Άφη κιίξουσι; Εurip. (Iph. Aul. 1264): Διέριηνε δ' 'Αφροδίτη τις Ελλήνων στράτω πλεϊν ως ταχιστα βαρβάρων επί χθόνα, wo Aphrod. cupido, sonst auch, wie Venus, = coitus; Hom. (Ilias VIII, 166): Uudè yuvaixas άξεις έν νήεσσι· πάρος του δαίμιονα δώσω (δαίμονα Verderben). Häufig vertritt das Hervorgebrachte die Bezeichnung des Hervorbringenden: Hor. (od. 1, 4, 13): pallida mors pulsat pede pauperum tabernas; Virg. (Aen. VI, 275): pallentesque habitant morbi, tristisque senectus; Pers. (sat. V, 55): cuminum pallens (weil Kümmel bleich macht); Juv. (III, 7, 206): gelidae cicutae. So bei Hom. (llias 8, 159): Bérea OʻTO VÓεντα; (Od. 14, 463): οίνος ηλεός; (Ilias 7, 479): χλωρόν δέος; Eurip. (Βacch. 691): αι δ' αποβαλούσαι θαλερόν οιμάτων ÜAVOV (Elmsley: refreshing sleep): in Bezug auf Antigone befiehlt Kreon bei Soph. (Ant. 760): a'yayɛ tópioos; so Aesch. (Cho 1015): πατροκτόνον μίασμα και δεν στύγος; 80 Cic. (Vatin. 16, 39): si es odium publicum populi, senatus cet.; Livius (1, 56): Brutus, ludibrium verius quam comes. — Ferner Ov. (Met. I, 273): deplorata coloni vota jacent, longique perit labor irritus anni; Virg. (Aen. II, 36): insidias Danaum pelago praecipitare (d. h. das hölzerne Pferd); Lucan. (Phars. VIII, 298): primi Pellaeas arcu fregare sarissas; so on a für ótriται, wie Bajonette « für Soldaten, πέλτη für πελταστής, ασπίς für ασπιδοφόρος; Εurip. (Phoen. 78): πολλήν αθροίσας ασπίδα (wo ασπίς = Heer); (ib. 1326): ήκουσε τέκνα μονομιάχη Λιέλλειν δορί εις ασπίδ' ήξειν (wo ασπίς Kampf; Soph. (O. C. 431) steht alén com a für même; lyra steht Hor. (od. 1, 6, 10): imbellis lyra e Musa potens für Dichtkunst; auch ist (od. IV, 3, 23) Romana lyra das Röm. Lied; bei Quintil. (1, 10, 12): mundum ipsum ratione esse compositum, quam postea sit lyra imitata ist lyra der Musiker; bei demselben (l. c. 13): Socrates jam senex institui lyra non erubescebat ist lyra das Spiel auf der L.; bei Statius (Theb. X, 446): mea carmina surgunt inferiore lyra ist lyra das dichterische Talent.

Im Französischen und Englischen erscheint im Ganzen der Gebrauch dieser Art der Metonymie beschränkter als in den alten Sprachen und im Deutschen. Grangier (Elem de litt. Franç. p. 20) führt an: Quand, debout sur le faite, Elle vit le bûcher qui l'allait dévorer (Delavigne); sa main désespérée M'a fait boire la mort dans la coupe sacrée (Marmontel); il a lu son Horace, il le cite (Voltaire); Après un coup de romanée, Après un coup de chambertin (Béranger). Im usus ist z. B. dix mille lances, vivre de son travail, fer für Schwert = Krieg, wie Racine (Al, II, 2): un grand roi, prêt à quitter le fer, et prêt à le reprendre; für Fesseln, wie (ib.): connoître le poids de ses fers; briser ses fers. Es gehört hierher, wenn im Englischen der Tod the king of terrors genannt wird; wenn, wie im Dtsch. man statt: Ursache sein zum Tode für Jemand, sagt: to be the death of one; wenn es bei Tennyson (Love thou thy land) heisst Certain, if knowledge bring the sword, That knowledge takes the sword away.

Eine reiche Sammlung von sehr gewaltsamen Metonymien, besonders aus dem silbernen Zeitalter der Römischen Literatur, bietet die Abhandlung von Wannowski: Metonymiae ratio e scriptoribus Latinis explicata. (Progr. des Marien-Gymn. zu Posen 1860.) Wir haben Metonymien dieser Art als Ausartungen der Sprachkunst absichtlich nicht berücksichtigt.

Was wir oben (p. 38) von der Synekdoche bemerkten, dass zuweilen zweifelhaft bleibe, ob ein Tropus anzunehmen sei, gilt auch von der Metonymie. Steht z. B. in den folgenden Beispielen die Bezeichnung des „Erzes“ für „Rüstung“ oder ein anderes Artefact, oder eben für den Begriff „Erz“? Bei Schiller (Jgfr. von Orl.): „In rauhes Erz sollst du die Glieder schnüren, mit Stahl bedecken deine zarte Brust“; bei Ov. (Met. 1, 91): nec verba minacia fixo aere legebantur; bei Hom. (Ilias 4, 420): εξ οχέων συν τεύχεσιν αλτο χαλιαζε δεινόν δ' έβραχε χαλκός šni orngqokv ávaxtos dovupévov; bei Shakesp. (K. Henr. IV, P. 1. 5, 1): You have deceiv'd our trust, and made us doff our easy robes of peace, to crush our old limbs in ungentle steel.

d. Die auf der Metonymie beruhenden ästhetischen

Figuren. Die Metonymie hebt aus dem Gesammtbereich eines Begriffs ein mit ihm innerlich Verbundenes statt der gewöhnlichen und direkten Bezeichnung hervor, welchem dann die Reflexion jene für die bestimmte Stelle der Rede treffende Vorstellung entnimmt. Geschieht dies nicht durch Vertauschung des einzelnen eigentlichen Wortes mit dem einzelnen tropischen Ausdruck, sondern dadurch, dass in besonderer Ausführung und Nebeneinanderstellung dessen gedankliche Verknüpfung mit einer verwandten Begriffssphäre dargelegt wird, mag diese auf Grund äusserlicher oder innerer Aehnlichkeit erfolgen, so erhalten wir die ästhetische Figur der Vergleichung, aaga Bonn, collatio, similitudo (vide oben p. 44 sq.), für deren Benennung wir die Autorität des Aristoteles, Minucian, Cicero, Quintilian anführten; wie sie ja auch dem Begriff entspricht, welchen man mit der zum selbstständigen Sprachkunstwerk ausgebildeten Parabel verbindet.

Allerdings fallen sonst die Definitionen der rapaßoln bei den Rhetoren und Grammatikern vielfach verschieden aus, je nachdem

man das Verhältniss der termini ομοίωσις, εικών, παραβολή, παφάδειγμια Zu einander festzastellen beliebte. Die Römischen Grammatiker (vid. Diomed. p. 459) unterscheiden z. B. icon als , descriptio figurae alicujus expressa vel personarum inter se eorumve quae personis accidunt comparatio“, wie V. Aen. 1, 589: os humerosque deo similis; ib. 4, 558: omnia Mercurio similis; V. Ge. III, 89: talis Amyclaei domitus Pollucis habenis Cyllarus „hic enim equus equo comparatur“ – von der parabole als: „rerum aut administrationum genere dissimilium comparatio“, von welcher dann 8 Falle aufgezählt werden: per habitum (wie [V. Aen. 1, 493]: qualis in Eurotae ripis aut per juga Cynthi exercet Diana choros) -- ferner: per magnitudinem (wie [Aen. VII, 674]: ceu duo nubigenae cum vertice montis ab alto descendunt Centauri), oder: per colorem (wie [Aen. XII, 67]: Indum sanguineo veluti violaverit ostro si quis ebur) cet. Das ist flach und wenig zu brauchen; die Beispiele zu icon sind ebensowohl Parabeln wie die zur parabole. Dagegen ist zutreffender, was Victorinus (in Rhet. Cic. p. 228 bei Halm) angiebt: Ein simile finde statt entweder in specie formarum“ oder „, in natura rerum"; jenes Aeusserliche vergleiche man „per imaginem (sixova)“; „per conlationem (naφαβολήν) simile facimus, cum rerum diversarum conferimus et copulamus non speciem sed naturam.“ Um den Gegensatz der Parabel zum Paradigma, welches nur geschichtliche Personen anführe, zu betonen, einen Unterschied, der in dem Gebrauch des Terminus παραβολή bei Dio n. Η al. [τέχν. ρητ. cp. VΙΙΙ, 9] ausser Acht bleibt), definirt Apsines (τέχν. ψητος. Sp. Vol. I, p. 372): η διέν παραβολή απ' αψύχων ή ζώων αλόγων λαχιβάνεται, wie bei Homer (Ilias 6, 506): ως δ' ότε τις στατός ίππος, ακοστήσας επί φάτνη oder bei Demosth. (ΟΙ. 2, p. 21): ώσπερ γαρ οικίας oίμαι και πλοίου -- offenbar willkürlich, während vorsichtiger Rufus (τέχν. ρητ. Sp. Vol. I, p. 468): τα δε εκ των παραδειγμάτων λαμβανόμενα (nimlich zum Zweck des rhetorischen Beweises) θεωρείται από τριών χρόνων. ή γας γεγενημένου του πράγματος κινημονεύοιεν, και τούτο καλείται παράδειγμα, ή γινοι ένου και συμβαίνοντος, και τούτο καλείται παραβολή. ή ούτε γεγενημμένου ούτε γινομένου, αλλ' υποτιθεμένον του ρήτορος ει το και το γένηται, τι αν συμβαίη, και καλείται καθ' υπόθεσιν. In dem Begrift des Nicht-nothwendig - Wirklichen (συμβαίνοντα)

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