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Thu děšev) führend; es ist nicht nur der Doppelsinn Eines Wortes gemeint (die Homonymie), wie er denn z. B. (Poet. 25) als o mi Qeßolio die Stelle Ilias 10, 252 citirt, in welcher die Beziebung von Théwv (tūv Svo moigowv) undeutlich ist. So unterscheidet denn auch Tryphon (stepi tpor. Sp. V. III, p. 203) zwei Arten: αειφιβολία εστί λέξις ή λόγος δύο και πλείονα πραγιατα δηλούσα· λέξις μεν γαρ είρηται, ότι αι διωνυμιίαι άριφίβολοι εισιν, οίον Αίας, άδηλον γαρ, πότερον των Αιάντων δηλοί. λόγος δε, επεί και εν λόγω αιιφιβολίαι εισίν, οίον – (Il. 5, 118): So's dé té n'avdy a énɛiv, xai is Ogunv žyX805 ingeiv; in gleicher Art bespricht Gregor. Cor. (I c. p. 223) die Amphibolie als zu den Tropen gehörig und Kokondrius (l. c. p. 243), der u. A citirt: Sævyos ßow r Ñauvev• å puoisonov yao, TÓTEJOV Bow v Ř TW v Bow r; und so liest man bei Cassiodor (de Rhet. H. p. 504): Amphibolia e species sunt innumerabiles, adeo ut philosophi quidam putent, nullum esse verbum, quod non plura significet: genera admodum pauca; aut enim vocibus singulis accidit per 6 MWV MLLuv aut conjunctis per ambiguam constructionem, was freilich dem Quintilian (VII, 9, 1) entnommen ist. — Am meisten findet sich die Amphibolie als Fehler gegen die Deutlichkeit besprochen; so bei Anaximenes (TÉXV ģnt. Sp. V. I, p. 211 sq.), bei Hermogenes (Sp. V. II, p. 173 und p. 454), der bestreitet, dass in den Schriften „Twv Taracov“ wirklich Amphibolien vorkämen, bei Jul. Victor (H. p. 383), Mart. Cap. (ib. p. 461); Donatus (III, 3, 2); Diomedes (p. 444); Charisius (IV, 3, 10); Claudius Sacerdos (I, 119); Isidorus (or. I, 33, 13 sq.) wo man noch (wie bei Acron ad Hor. art. poët. 449) „amphibologia“ findet. Cornificius (IV, 51) unterscheidet richtig zwischen jener unabsichtlichen, durch bessere Grammatik zu beseitigenden Zweideutigkeit und der mit Absicht herbeigeführten rhetorischen: „ambigua quem ad modum vitanda sunt, quae obscuram reddunt orationem, item haec consequenda, quae conficiunt hujus modi significationem (quae plus in suspicione relinquit, quam positum est in oratione“); Cicero (de or. II, 62) hat seine Freude an den Witzen durch solche ambigua; er weiss: „non saepe magnum risum movent; magis ut belle et litterate dicta laudantur“; - ,, ingeniosi enim videtur, vim verbi in aliud, atque ceteri

accipiant, posse ducere“; aber sie gefallen ihm auch, wenn sie ernster Art sind, wie z. B. (. c. 61): Africano illi majori coronam sibi in convivio ad caput accommodanti, cum ea saepius rumperetur, P. Licinius Varus, „Noli mirari, inquit, si non convenit; caput enim magnum est.“ - Quintilian endlich, (der amphibolia (III, 6, 46) mit ambiguitas übersetzt) warnt (VIII, 2, 13) vor dem Gebrauch der „homonyma“, wenn dadurch Zweideutigkeit entstehen kann, billigt auch (VI, 3, 47 sq.) nicht, wenn durch Zweideutigkeit Obscönitäten geliefert werden, oder wenn Cicero , ex amphibolia“ dergleichen „scurrile“ witzelt: „ego quoque tibi favebo“ (zu einem Candidaten, dem Sohn eines coquus, gesprochen: coce); und giebt (VII, 9, 1 -- 15) die Arten der Amphibolie an, und wie sie zu vermeiden. Er zählt als Arten auf: die Homonymie, wie z. B. gallus sowohl avem, wie gentem, nomen, fortunam corporis bedeuten kann; den Gleichlaut, der aus verschiedener Abtheilung entsteht, wie Corvinum, cor vinum; auln Tsia tegovoa, avantpis recovco: oder wenn wirklich zusammengesetzte Worte vorliegen z. B. inculto loco oder in culto loco; ferner Zweideutigkeiten in der Construktion, wie: ajo te, Aeacida, Romanos vincere posse; bei Virg. Aen. 1, 497: lora tenens tamen; in der controversia: ,heres meus uxori meae dare damnas esto argenti quod elegerit pondo centum.“ ater eligat quaeritur. (Man sehe auch Adelung (Dtsch. Styl. Bd. 1, p. 139 - 143.)

Amphibolie als Wortfigur kann durch Homonyme, gleichlautende Wörter verschiedenen Ursprungs, wie souris (subrisas), souris (sorex), oder von gleichem Ursprung aber verschiedener Bedeutung, wie z. B. Schloss (Gebäude) und Schloss (Thürverschluss bewirkt werden, aber überbaupt, wie die Wörter an sich Tropen sind, kann ein jedes Wort doppelsinnig dadurch werden, dass die Rede mehrere seiner Bedeutungen zugleich hervortreten lässt z. B. die sinnliche und die übertragene. *) So z. B. bei

*) cf. Arist. (de soph. elench. 4): cioi tosiç tportoi twv rupu try ομωνυμίαν και την αμφιβολίαν, είς μεν όταν ή ο λόγος ή τούνομα κυρίως σημαίνη πλείω, οίον αετος και χύων" (homonyma) είς δε όταν είωJóteç Wuer oŰTW héyew (eigentliche und übertragene Bedeutung) (So die équivoque bei Grécourt (Poës. div. p. 52): le Père lui dit: Beaucoup d’hon

Platen (Der gläserne Pantoffel): König. Ich achte deine Redlichkeit höher als deinen Witz. Pernullo. So muss mein Witz wohl ein niedriger sein? König. Du weisst, was in diesem Augenblick mein Herz in Bewegung setzt? Pernullo. Ich würde es wissen, wenn ich ein Arzt wäre. K. Die Melancholie meines jüngsten Sohnes setzt mich in Verzweiflung. P. Setze die Verzweiflung lieber selbst, und dann ibren Gegensatz, die Hoffnung, und indifferenzire dich so in deine Zufriedenheit. K. Seit einigen Wochen ist Diodat nicht mehr er selbst. P. So hast du nicht nöthig, weiter für ihn zu sorgen. K. Um so mehr. Ich möchte ihn wieder zu sich selbst bringen. P. Ich habe oft Menschen zu einander gebracht, aber einen Menschen zu sich selbst bringen, ist ein unbegreiflicher Gedanke; ebenso: Hegesippus. Schon wieder Anzüglichkeiten? Pernullo. Sie füblen sich von mir angezogen? H. Ich würde es fühlen, wenn Sie mein Schneider wären; oder (Schatz des Rhampsinit): Bliomberis. Werd' ich bald vor deiner Tochter Auge treten dürfen? Rhampsinit: Vor alle zwei, sie ist kein Polyphem; ebenso bei Jean Paul (Der Jubelsenior): „Sie wolle den geringen Einfluss, den sie bei Hofe habe, für ihn verwenden. Gering war der Einfluss, weil er auf einen längst versiegten hinauslief.“ – Es kann wohl vorkommen, dass der doppelte Sinn auch als zwiefacher gelten soll, wie wenn das Orakel dem Pyrrhus jenen Spruch: ajo te cet. übergab; oder wenn ein prägnanter Ausdruck beabsichtigt wird, wie von Hegel (Logik Th. 1, p. 104) über den Satz gesagt: Seyn und Nichts sind im Werden „aufgehoben“: „Aufheben hat in der Sprache den gedoppelten Sinn, dass es so viel als aufbewahren, erhalten bedeutet, und zugleich so viel als aufhören lassen, ein Ende machen. – So ist das Aufgehobene ein zugleich Aufbewahrtes, das nur seine Uomittelbarkeit verloren hat, aber darum nicht vernichtet ist.“ Aber dies ist nicht Amphibolie in dem hierher gehörigen Sinne. Der Orakelspruch ist als Rede aber unrichtig, soll auch nur dienen

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als Ausrede dafür, dass die geforderte Rede nicht gegeben werden konnte; Hegels „aufheben“ steht in der Emphasis. Der Doppelsinn meint kein Weder - noch, wie im ersten Falle, kein Sowohl - als auch, wie im zweiten, sondern ein Entweder

- oder; Ein Sinn wird ergriffen, der andere ist nur möglich. So ergiebt sich als die für den Doppelsinn geeignete Form der Darstellung die der Wechselrede; der Eine nennt das Wort, der Andere giebt die Deutung. *) Cicero (de or. II, 54) erzählt: Philippus fragt den Catulus: quid latraret“? Warum er so laut spreche? Der antwortet: „furem se videre“, nimmt also das bildlich Gesagte im eigentlichen Sinne; mit Bezug hierauf heisst es dann (ib. 63, 255): Hoc (ambiguum) est venustissimum, cum in altercatione adripitur ab adversario verbum et ex eo, ut a Catulo in Philippum, in eum ipsum aliquid, qui lacessivit, inAigitur; sed cum plura sint ambigui genera, de quibus est doctrina quaedam subtilior, attendere et aucupari verba oportebit; in quo, ut ea, quae sint frigidiora, vitemus (etenim cavendum est, ne arcessitum dictum putetur), permulta tamen acute dicemus. Man sieht, dass sonst der Doppelsinn weniger eine der Rede dienende Figur abgiebt, denn er unterstützt sie nicht, sondern lenkt ab von dem Zusammenhang, als ein selbstständiges Produkt der Sprachkunst. Das Gleiche gilt vom Wortspiel, von der Parodie und äbnlichen Figuren. – Wir geben noch einige Beispiele. Bei Rückert (Hariri 26 Mak.): Darf ein Gläubiger sich wahrsagen lassen? Ja! das Lügenreden soll er bassen; Wann reden weise Männer, ohne dass sie sich besonnen? Nachts, wenn sie Mondscheingespräche begonnen; Wie, wenn ich sehe, mein Bruder ist unbedacht? Er werde von dir unter Dach gebracht; bei Fr. Reuter (Läuschen un Rimels): „De Borsch, de Itzig Rosenstain, Der hat gewoltsam Schläg’ gekrigt.“ „„Wo vor denn““? – „Nu, vor's Rathhaus von’s Gericht.“ „„Das

*) Jean Paul's Stil gewinnt dadurch nicht, dass er doppelsinnige Wörter statt emphatischer gerne verwendet, wie etwa (Dämmerungen, Bd. 33, p. 40): Wir Deutsche gingen überall leicht mit der Zeit, die uns denn auch immer mitnahm; (ib. p. 60): Das Stärken der Krieger durch Krieg sei etwas so hinfälliges, als das Stärken der Wäsche; (ib. p. 104): Junge Edelleute gleichen alten Uhren, welche stets avancieren.

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frag' ich ja nich, Gimpelleben! Worüber hob'n sie ihm die viele Grausame Prügel den gegeben““? – „Worüber? - Ueber die Machile.“ „„h, Gimpel, hör mich doch mal ahn! Ich frage ja, was hat er denn gethan, Dass sie so grausam schlugen

„Gethan? Gethan? - Au waih hat er geschrien.“ In dem αίνιγμα; Είς καπνόν entsteht Doppelsinn durch die Homonymie von zouyn virgo und oculorum pupilla: Eini natpos λευκοϊο μέλαν τέκος, άπτερος όρνις, άχρι και ουρανίων ιπτάμιε νος νεφέων· κούραις δ' αντοχιένιοιν απειθέα δάκρυα τίκτω· ευθύ δε γεννηθείς λύομαι εις αέρα; in den folgenden Distichen ist „Acourong ávng“ Achill (nach Ilias 9, 664) und Alas“ Genit. von ala zu ngo:

“Έκτορα τον Πριάμιον Διομήδης έκτανεν ανής

Asas apó Tou'wv šyxeż mapanevos. (vid. Delect. epigr. gr. ed. Jacobs p. 459); obscön: Arist. (Equites 964): xáv ye τουτοί, ψωλόν γενέσθαι δεί σε μέχρι του μυρρίνου; ebenso Plaut. (Curc. 1, 1, 31 sq.): Palin. Semper curato ne sis intestabilis. Phaed. Quid istuc est verbi? Pal. Caute ut incedas via: Quod amas amato testibus praesentibus; Cic. (de or. 69): Catulus cuidam oratori malo, qui cum in epilogo misericordiam se movisse putaret, postquam adsedit, rogavit hunc videreturne misericordiam movisse: „Ac magnam quidem, inquit, neminem enim puto esse tam durum, cui non oratio tua miseranda visa sit.“ Cic. (pro Sest. cp. 3 fin.): par prope laus P. Sestii esse debet, qui ita suum consulem (Antonium) observavit, ut et illi quaestor bonus et omnibus optimus civis videretur; Plaut. (Pseud. IV, 2, 53): Ba. Tune es is Harpax? Si. Ego sum: atque ipse harpax quidem; Racine (Les Plaid. III, 3): Quand avons-nous manqué d'aboyer au larron? Témoin trois procureurs, dont icelui Citron A déchiré la robe.

On en verra les pièces. Pour nous justifier, voulez-vous d'autres pièces? Scribe et Rougemont (Avant, Pendant et Après): Caracalla. C'est pour cela que nous abattons tous ces monuments du despotisme; la porte Denis, la porte Martin, et un tas de statues et de palais .... A supposer que les places, comme tu voudrais l'inculquer, soient z-à la participation de ce que tu appelles des connaisseurs, des savans! hein ... qu'arrive-t-il? Julie. Vous

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