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d h . in Gath בְּגַת אַל תָגִידוּ בָכוֹ אַל תִּבְכּוּ בְבֵית לְעַפְרָח עָפָר הִתְפַּלְשִׁי

ger, Ursprung u. Entw. der menschl. Sprache u. Vernunft Bd. 1, p. 120.) So z. B. (ib. p. 401) Rigveda III, 35, 6: Dadhischvemam gathara indum indra, Nimm auf dies Spendeopfer in dich, Indra! - Auch bei den Hebräern wird, namentlich häufig bei den Propheten, auf die Etymologie oder den Laut der nomina angespielt (vid. Gesenius Lehrgeb. p. 859), z. B. Gen. 49, 16: vay 727 17 Dan (Richter) richtet sein Volk; Micha 1, 10:

. h. (Kunde f. 973) verkündet es nicht, in Acco (122 f. 19ya) weinet nicht, in Beth Leaphra (in Staubhaus) wälze dich im Staub. — *)

Es ist übrigens die Allusion weder als phonetische (Wort-) Figur zu betrachten, noch überhaupt als Figur. Sie bezeichnet hier die besonderen Umstände, welche erklären, wie durch Anwendung oder Abänderung gewisser Wortlaute eine Wirkung gewonnen wird, nicht aber eine irgend bestimmte sprachliche Formirung der Rede. Sie kann auch durch andere Mittel hervorgebracht werden. Wenn z. B. Horaz (od. 3, 1, 17) an das Damoclesschwert alludirt: destrictus ensis cui super impia cervice pendet; - oder Schiller (Worte des Wahns) an Antaeus :

Das Rechte, das Gute führt ewig Streit,
Nie wird der Feind ihm erliegen,
Und erstickst du ihn nicht in den Lüften frei,

Stets wächst ihm die Kraft auf der Erde neu; oder Boileau an Midas:

On dirait que pour plaire, instruit par la nature,
Homère ait à Vénus dérobé sa ceinture;
Son livre est d'agréments un fertile trésor:

Tout ce qu'il a touché se convertit en or; so ist wenigstens eine phonetische Figur nicht vorhanden; und ebenso, wenn Schiller (M. Stuart) sagt: „0 Fluch dem Tag, da dieses Landes Küste Gastfreundlich diese Helena empfing“; oder bei Göthe (Iphig.) Orest dem Pylades antwortet: „ich hör?

*) Cicero (de or. II, 63) macht auf solche Benutzung der Eigennamen, um Witze anzuknüpfen, wie er sie besonders liebte, aufmerksam: „etiam interpretatio – nominis habet acumen, cum ad ridiculum convertas, quamobrem ita quis vocetur: ut ego nuper „Nummium divisorem, ut Neoptolemum ad Trojam, sic illum in campo Martio nomen invenisse.“ (Anspiel. auf Bestechung durch „nummus.“)

Ulyssen reden“; oder (Suet. Jul. 22) Caesar, auf einen ihn treffenden Scherz eingehend, „quasi alludens: in Syria quoque regnasse Semiramin“ -, so zeigt sich zwar die Anspielung in einem bestimmten einzelnen Worte, aber es fehlt die Figuration. Es haben vielmehr alle diese Fälle das Gemeinschaftliche, dass sie eine einzelne, konkrete Person nennen, oder an einen bestimmten Vorgang erinnern statt einen allgemeinen Begriff zu bezeichnen oder ein Verhalten zu schildern, und sie gehören also in das Gebiet des tropischen Ausdrucks, setzen species für genus, sind „Beispiele“, beruhend auf Synekdoche. (Man vergleiche oben Bd. II, p. 44.)

Umgekehrt soll aus einern Worte von allgemeinerer Bedeutung eine spezielle entnommen werden, wenn es in der Emphasis steht. Es wirkt dann der Wortlaut, an welchen beide Bedeutungen sich binden, wie ein in der Anaclasis wiederholtes Wort (cf. oben p. 226 A.), so, dass der aus dem Zusammenhang der Rede entnommene Sinn die Wirkung einer Wiederholung der Laute ersetzt. Shakespeare (Jul. Caes. V, 5) sagt vom Brutas: This was the noblest Roman of them all: and the elements So mix'd in him, that Nature might stand up, And say to all the world, „This was a man." Hier bedeutet mix'd: harmonisch gemischt, man: ein vollkommener Mann; in den unmittelbar gehörten Wortlauten empfängt man nur eine Andeutung allgemeiner Art, zu deren Ausfüllung uns der Zusammenhang befähigt und drängt. Das σχήμια κατ' έμφασιν bezeichnet bei Herm ogenes (nepi supéo. Sp. V. II, p. 259 sq.) eine verdeckte Andeutung eines Inhalts, über den man sich deutlich auszusprechen Anstand nimmt, ebenso bei Tiberius (Sp. V. II, p. 65), und so ist dem Anonymus tepi ox 1.1. (Sp. V. III, p. 144) das oxila di mo doows ein ,MI VOTIXWS heyópez'ov“, wie es z. B. die Pythagoraeischen Sprüche sind. In diesem Sinne vergleicht es Quintilian (VIII, 4, 26) mit der Darstellungsweise, welche mit einer Schlussfolgerung, zu welcher sie den Hörer veranlasst, ihre Wirkung übt (per ratiocinationem“ I. c. 15, wie er sagt): „Quid? M. Tullius de M. Antonii luxuria tantum fingere saltem potuisset, quantum ostendit dicendo: conchyliatis Cn. Pompei peristromatis servorum in cellis stratos lectos videres? conchyliata peristromata et Cn. Pompei terunt servi in cellis : nihil dici potest ultra, et necesse est tamen infinito plus in domino cogitare“; und er bemerkt dazu: „ Est hoc simile illi, quod emphasis dicitur: sed illa ex verbo, hoc ex re conjecturam facit.“ Eustathius (zu Ilias, 5, 504 sq.) sagt 80 von dem και συλλογισμός « (eben jener ratio einatio bei Quintilian): καλείται δε αυτός και επιφασις, και εστιν αρετή λόγου. Ορισμός δε αυτής ούτος· έιφασίς έστι λέξις δι' υπονοίας αύξουσα το δηλούμενον, ώστε το τοιούτον περί κιίαν κιόνην λέξιν θεωρείται. Tryphon (Sp. V. III, p. 199) giebt dieselbe Definition und citirt dieselben Beispiele (O d. 11, 533): αυταρ ότ' εις ίππον κατεβαίνο με 2', (aus dem κατεβαίνομεν lasse sich auf die Grösse des Pferdes schliessen) und ib. (8, 515): ιππόθεν εκχύμενοι; 80 erhielt έιφασις leicht die Bedeutung von Kraft, Nachdruck, wie es bei dem Ps. Plutarch (de vit. Ηom 26) heisst: έτιφασις - δι' υπονοίας επίτασιν του λεγομένου παρίστησιν; die ohne Nebenbedeutung es bei Aristides (τέχν. Μητ. Sp. V. II, p. 495 sq ) tragt, gleicher Art wie die

σφοδρότης « der Rele. Er citirt aus Demosthenes (κατ. Κον. p. 1263) das Beispiel: , είλκόνισης και εξεδυόμιση», και υγιής εξελθών φο, άδην ήλθον οίκαδες, και όπου λέγει περί της διατρός, ου γαρ είπεν εξεληλύθει sie kam heraus - αλλά επιφαν

τικώτερον τη ονομασία, εξεπεπηδήκει η διήτης sie stürzte herans - εν γαρ τα ονόματι η έμφασις. Cicero (de or. III, 53) bezeichnet die Figur: „plus ad intellegendum, quam dixeris, significatio“; Cornificius (IV, 53) übersetzt: significatio, quae plus in suspicione relinquit, quam positum est in oratione“ und giebt 5 Mittel an, durch welche sie hervorgebracht wird: exsuperatio, ambiguum, consequentia, abscisio, similitudo. Quintilian (VIII, 2, 11) sagt, dass man die ě n Q Qolg nicht als blosses Mittel für die perspicuitas der Rede zu betrachten habe: ,libentius emphasim retulerim ad ornatum orationis, quia non, ut intelligatur, efficit, sed ut plus intelligatur“. Er zählt zu dieser Emphasis (1. c. 3) u. A.: „cum commune et aliis nomen intellectu alicui rei peculiariter tribuitur, ut „urbem“ Romam accipimus et „ venales“ novicios et , Corinthia“ aera. cet. ; in welchen Beispielen man leicht einen Fall des tropus der Synekdoche erkennt, wie etwa: der Planet, statt: die Erde (ebenso VI, 3, 69, wo ferrum für gladius Emphasis heisst). Er hat im

Uebrigen die Auffassung des Hermogenes von der Figur (IX, 2, 64): Est emphasis etiam inter figuras, cum ex aliquo dicto latens aliquid eruitur (ihm folgt Isidorus (or. II, 20, 4.)), und unterscheidet (VIII, 3, 83) zwei Arten derselben: altera (species), quae plus significat, quam dicit, altera, quae etiam id, quod non dicit. Als Beispiele der ersten Art giebt er die schon citirten: Grajos in equum descendisse; (Virg. Aen. 2, 262): demissum lapsi per funem, und (Aen. 3, 631): Cyclopa jacuisse per antrum, durch welchen Ausdruck Virgil „prodigiosum illud corpus spatio loci mensus est. In diesen der Sache entsprechenden, schildernden Darstellungen ist keinerlei Figuration enthalten. Für die zweite Art ist citirt Cicero (pro Lig. 5, 15): quodsi in tanta fortuna bonitas tanta non esset, quam tu per te, per te inquam, obtines: intelligo, quid 10quar; tacuit enim illud, quod nihilominus accipimus, non deesse homines, qui ad crudelitatem eum impellant. Wenn man nun aus Cicero den Satz vervollständigt: „quam tu per te, per te inquam, obtines (intelligo quid loquar), acerbissimo luctu redundaret ista victoria; so ist klar, dass die vorhandene Figur nur in der Wiederholung des „per te“ besteht. Bräche aber die Rede in der That ab, so hätte man ainoo lwinoes, wie Quintilian selbst sieht: „absciditur per on virroi, quae quoniam est figura, reddetur suo loco. Es ist also auch hier eine besondere Figuration nicht vorhanden. Erst am Schluss der Besprechung heisst es: est in vulgaribus quoque verbis emphasis: „virum esse oportet“, et „homo est ille" et „vivendum est“; und hier ist dann jene Emphasis bezeichnet, welche, ohne tropus zu sein, (denn es fehlt das andere, zu vertauschende Lautbild) durch einen Wortlaut ein in Bezug auf die gewöhnliche Bedentung Besonderes bezeichnet. Beispiele sind: Diog. Laert. (VI, 41) Aloγένης λύχνον μεθ' ημέραν άψας, άνθρωπον, φησί, ζητώ; ib. (43): Ολυμπιάσι του κήρυκος αειπόντος, Νικά Διώξιππος άνδρας: Ούτος μεν δή ανδράποδα, άνδρας δε εγώ; Fab. Aesop.: Λέαινα, ονειδιζομένη υπό αλωπεκος επί το δια παντός ένα τίκτειν, ëva, čon, útná néovta. Hor. (Ep. ad Pis. 248): Offenduntur enim, quibus est equus et pater et res; Cic. (Ep. ad fam. IV, 5): Visne ta te, Servi, cohibere et meminisse hominem te esse natum ? Petron. (75, 1): Nemo non nostrum peccat. Ho

mines sumus, non Dei; Ovid (Her. 15, 31): Si mibi difficilis formam natura negavit: Ingenio formae damna rependo meae; Göthe (Götz): Das wäre ein Leben, Georg! wenn man seine Haut für die allgemeine Glückseligkeit dran setzte; Klopst. (Frühlingsf.): Vergieb diese Thräne dem Endlichen, o du, der sein wird; Lessing (Hamb. Dramat.): C'eber den gatherzigen Einfall, den Deutschen ein Nationaltheater zu verschaffen, da wir Deutsche noch keine Nation sind! ib.: ich denke - dass auch die Franzosen noch kein Theater haben: ib.: ich bin weder Schauspieler noch Dichter; La Mennais: La patrie n'est point ici bas; l'homme vainement l'y cherche: Voltaire: Pour réussir en France il faut prendre son temps; Napoleon sagte bei der Begegnung mit Göthe in Erfurt: Voilà un bomme!: Sterne (Sent. Journ.): Monsieur, said the landlord, there is a clever young fellow, who would be rery proud of the honour to serve an Englishman.... But why an English one more than any other? .. They are so generous; bei Shakesp. (Macb. III, 4) fragt Lady Macb. ihren Gatten: Are you a man?; id. (K. Lear II, 4): Lear. The king would speak with Cornwall; the dear father Would with his daughter speak, commands her service; i b. (IV, 6): Gloster. Is 't not the king?

Lear. Ay, every inch a king: when I do stare, see, how the subject quakes.

Die Emphasis weist weg von der gewöhnlichen Bedeutung eines Wortes auf einen zwar verschiedenen jedoch innerhalb derselben Sphäre liegenden Begriff; wendet man jedoch in der Rede Homonyma oder solche Ausdrücke an, dass Zweideutigkeit die Folge ist, so ist dies Amphibolie, Ambiguitas, Doppelsinn.*)

Die ο μονυμία αnd αμφιβολία bespricht Aristoteles (de soph. elench. 4) als zu Trugschlüssen sprachlicher Art (nood

*) Es findet sich vereinzelt bei dem Ps. Asconius (in Act. I in C. Verr. p. 139 ed. Baiter) für den Doppelsinn auch der terminus dilogia: „Dilogia dicitur figura, cum ambiguum dictum duas res significat“, der sonst zur Bezeichnung der Wiederholung von Wörtern dient (vid. oben p. 209.); allerdings findet sich dihoyos auch sonst in der Bedeutung von zweideutig, zweizāngig, wie 1 Τim. 3, 8: διακόνους ωσαύτως σεμνους, μη διλόγους, μή οίνω πολλώ προσέχοντας cet.

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