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spinnt und webt! Racine: On égorge à la fois les enfants, les vieillards, Et la soeur et le frère, et la fille et la mère; Chénier: Ah! je saurais mourir; mais, hélas! je suis mère; mais je laisse une fille! Byron (Mazeppa): The Cossack prince rubb'd down his horse, And made for him a leafy bed, And smooth'd his fetlocks and his name, And slack'd his girth, and stripp'd his rein; And joy'd to see how well he fed; Shakesp. (Merch. of Ven. III, 1): If you prick us, do we not bleed? if you tickle us, do we not laugh? if you poison us, do we not die? and if you wrong us, shall we not revenge? If we are like you in the rest, we will resemble you in that. If a Jew wrong a Christian, what is his humility? revenge. If a Christian wrong a Jew, what should bis sufferance be by christian example? why, revenge.

B. Figuren der Weglassung. Wir haben für die rhetorische Weglassung von Worten im Allgemeinen nur den Namen der rhetorischen Ellipse. Ueber den Terminus ist das Wesentliche bei Besprechung der grammatischen Ellipse (Bd. I, p. 191 sq.) angeführt. Die Abgrälzung der rhetorischen Ellipse gegen die grammatische ist dadurch gegeben, dass die letztere schon dem Sprachgebrauch angehört, jene dagegen den Zug des Individuellen, Neuen an sich bewahrt; andererseits ist festzuhalten, dass die rhetorische Ellipse zwar einen bestimmten Ausdruck weglässt, den Sinn aber vollständig darstellt, oder vielmehr den Sinn durch Weglassung bestimmter Worte zu rhetorisch gesteigertem Ausdruck bringt. Da anf die Absicht der Sprachkunst leichter zu schliessen ist, wenn sie positiv durch Wiederholung bestimmter Laute wirkt, als wenn das Motiv einer Weglassung zu ermitteln ist, so wird nicht überall zu entscheiden sein, ob in einem einzelnen Falle grammatische oder rhetorische Ellipse vorliegt, und um so weniger, als nichts bindert, dass eine grammatische Ellipse sich zur rhetorischen wieder belebe, dass die Licenz des usus einer Absicht dienstbar wird. So hört man wohl: Er hat sein Alter auf siebzig (weggelassen: Jahre) gebracht; aber doch ist es rhetorische Ellipse, wenn Voss (Luise, 2, 400) sagt: Wir Mädchen von achtzeho sind

unverwüstbar heutiges Tages; denn es charakterisirt den Moment in gesteigerter Art des Ausdrucks. - Auch dies ist zuweilen schwierig, die rhetorische Ellipse von der Aposiopesis, dem Abbrechen in Mitten einer Gedankenreihe, zu unterscheiden, namentlich, wenn bei der Ellipse ein ganzes Satzglied weggelassen ist. Wenn es bei Schiller (Taucher) heisst: Jetzt schnell, eh' die Brandung wiederkehrt, Der Jüngling sich Gott befiehlt, Und ein Schrei des Entsetzens wird rings gehört, Und schon hat ihn der Wirbel hinweggespült; so entscheiden wir uns eher für Anerkennung einer Aposiopese, denn es soll eine Vorstellung abgebrochen werden; aber wenn Körner (Lützow's wilde Jagd) sagt: Und wenn ihr die schwarzen Gesellen fragt, - das ist Lützow's wilde, verwegene Jagd; so ist dies rhetorische Ellipse, denn der Dichter wollte durch Weglassung von Worten, wie: ,,so werden sie sagen“ oder: 50 werdet ihr hören“, seinem Ausdruck zu schnellerer Wirkung verhelfen. Im ersten Fall enthält das Weggelassene ein Materielles, im letzteren ein Formelles.

Die Alten haben diese Unterschiede nicht entschieden und klar hervorgehoben, aber doch bemerkt. Quintilian nennt I, 5, 40 die én decurs als „vitium detractionis“ d. b. als grammatische Figur; er meint sie VIII, 6, 21 als rhetorische Ellipse (, verbum ex verbis intelligitur, quod inter vitia ellipsis vocatur: Arcades ad portas ruere [Aen. 11, 142] mihi hanc figuram esse magis placet“), wo er anführt, dass sie von einigen Rhetoren zum tropus der Synek doche gerechnet werde; und er bezeichnet sie endlich IX, 3, 58 mit diesem von ihm nicht gebilligten Namen, weil ihm ein eigener terminus für die Wortfigur, quae fit per detractionem“, abgeht. Ebenda gränzt er sie genau ab gegen die Aposiopesis. (vide Bd. I, p. 493.) So unterscheidet Eustathius eine grammatische Ellipse (z. B. Ilias I, 429, wo er den causalen Genitiv xwÓ Mlevov ευζώνοιο γυναικός durch Ellipse erklärt: “Ότι συνήθη Αττικήν έλλειψιν έχει το γαρ πλήρες χωόμενον υπέρ γυναικός ή ένεκεν γυναικός), eine rhetorische Ellipse (wie er z. B. Ilias I, 581 als ein o X ALQ XALVOT 98 Tès édel1tixó v bezeichnet, wozu cf. Bd. I, p. 491), und er scheidet (p. 112, 11) auch von dieser die itapa o lwandis. Besonders als rhetorische Figur gefasst findet sich die Ellipse noch bei dem Ps. Plutarch (de vit. Hom. 39), der u. A. Ilias 20, 293

anführt : ω πόποι, η ιοι άχος μεγαλήτοφος Αινείαο, λείπει γας το πάρεστιν, ή συμβέβηκεν, ή τι τοιούτον. έργον δε του σχήματος, τάχος; ebenso bei Aquila Rom. (Η. p. 37), der die Ellipse detractio übersetzt, Carmen de figg. (ib. p. 70), wo sie defectio beisst; Mart. Capella (ib. p. 483); auch Alexander (Sp. Vol. III, p. 33): πάθους δε έιφασιν έχει το σχήμια; Tiberius (ib. p. 78 sq.), Zonaeus (ib. p. 167). Rhetorische Ellipse wäre z. B. was Alexander und Tiberius aus Demosthenes (cor. p. 307 sq.) anführen: Τί γάρ ή σή δεινότης είς όνησιν εκει τη πατρίδι; νύν ημιίν λέγεις περί των παρεληλυθότων; ώσπες, αν εί τις ιατρός ασθενουσι διέν τοις κάμινουσιν είσιων μιή λέγοι μηδε δεικνύοι, δι' ων αποφεύξονται την νόσον, επειδή δε τελευτήσειε τις αυτών και τα νομιζόμενο αυτό φέρoιτο, ακολουθων επί το κινήμια διεξίοι εί το και το εποίησεν άνθρωπος ουτοσί, ουκ αν απέθαινει». « επιβρόντητε, είτα νύν λέγεις; wozu Alexander bemerkt: νοείται γαρ το φαίη αν τις προς αυτόν ή είπoι. Die Stelle ist vortrefflich: Worin denn kam Deine Redekunst dem Vaterlande zu Nutzen? Jetzt sprichst Du uns vom Vergangenen? Wie wenn ein Arzt Leidende in ihrer Krankheit besucht, weder aber sagt noch zeigt, wie sie von ihr genesen mögen; dann aber, wenn einer gestorben, wenn ihm die letzte Ehre erwiesen wird, zur Grabstätte folgt und sich verbreitet: Hätte der Mann dies und das gethan, so wäre er nicht gestorben. Sinnloser, jetzt also kannst Du reden?“ -- Das ist nicht Aposiopesis; nichts vom Gedanken wird zurückgehalten, vor dem drängenden Unwillen verschwindet nur die Vorstellung des Beispiels, und der Redner spricht zugleich zum vorgestellten Arzte und zum Aeschines. Rhetorisch sind auch z. B., die Ellipsen in den nicht seltenen Fällen, wo durch ein wis (mit Weglassung des losi) ein fester Entschluss kund gegeben wird, wie bei Soph. (Oed. Col. 865) Creon: τον δ' απάξοχιαι λαβών. Chor. δεινόν λέγεις. Cr. ως τούτο νύν πεπράξεται, Das schleppende Verbum wird wirksam weggelassen bei Cicero (Off. I, 86): Hinc apud Athenienses magnae discordiae, in nostra republica non solum seditiones, sed etiam pestifera bella civilia; ebenso (de Or. III 9): Quid tam dissimile, quam ego in dicendo et Antonius? H or. (ep. I, 5, 12): Quo mihi fortunam, si non conceditur uti (wo etwa zu ergänzen: deus dedit oder optem)?

Rhetorisch sind die auch dem usus nicht

fremden Ellipsen bei Schiller (Jungfrau von Orl.): Den Einen Sieg noch, und der Feind liegt nieder; id. (Tell): Um Gotteswillen, Fährmann, euren Kahn! id. (An die Freude): Diesen Kuss der ganzen Welt! id. (Räuber): Fallen in Ohnmacht, wenn sie eine Gans bluten sehn, und klatschen in die Hände, wenn ihr Nebenbuhler bankerott von der Börse geht

So warm ich ihnen die Hand drückte „nur noch einen Tag.“ Umsonst! - In's Loch mit dem Hund! - Bitten! Schwüre! Thränen! Hölle und Teufel! Göthe (Götz): Franz. Auf ihre Güter soll sie, sagt er, sie soll wollen. Adelheid: Er will mich auf seine Güter. Dort hat er Gewalt cet. Lessing (M. v. B.): Mache Er sich keine Mühe, Herr Wirth. Der Tropfen soll zu Gift werden, den - doch ich will nicht schwören; ich bin noch nüchtern; Wieland (Oberon): Den Ring und einen Hieb, so ist's gethan. Filon (Élém. de Rhét. p. 103) führt aus Racine (Androm.) die Ellipse an: Je t'aimais inconstant, qu'aurais-je fait fidèle? und sagt weiter: Nos grands écrivains ont employé l’ellipse à propos, mais avec réserve; „car, comme l'a remarqué la Harpe, les ellipses oratoires et poétiques sont plus difficiles dans notre langue que dans celle des anciens, parce que ses procédés sont plus méthodiques, et qu'elle est, par sa nature, forcée, pour ainsi dire, à la clarté.“ Die Wirkung bleibt doch fühlbar, wenn z. B. in der gebräuchlichen Ellipse bei Molière Harpagon ruft: Au voleur! au voleur! à l'assassin! au meurtrier! oder es bei Boileau heisst: Non, à d'autres, dit-il, on connaît votre style; oder wenn man hört: „Foi d'honnête homme“, oder „tout de bon“? u. d. m. Shakespeare (Rom.): Ben. Here comes the furious Tybalt back again. Rom. Alive! in triumph! and Mercutio slain! id. (Henry IV): You a captain, you slave! id. (Rich. III): A horse! a horse! my kingdom for a horse!

Man kann weiter auch von einer rhetorischen Brachylogie sprechen, als welche besonders die sogenannte Praegnanz der Rede sich betrachten lässt. Schwächere Ausdrücke fallen da weg; ibren Sinn nimmt das bedeutendere Wort mit in sich auf, welches so kraftschwanger Nachdruck eint mit Kürze. Macbeth (Shakesp. M. V, 3) befiehlt: Send out moe horses, skir the country round; Hang those that talk of fear; in blossen Imperativen statt let them skir, let them hang. Als constructio praegnans

Erhöre mich aus den Hörnern der) מְקַרְנֵי רְמִים עֲנִיתָנִי :(22 ,22

.Ps)

führt Gesenius (Lehrgeb. der hebr. Spr. p. 825 sq.) z. B. an (. , ): ( Bufel); der Art ist Ηes. (έγγ. και ήλι. 611); ώ Πέρση, τότε πάντας απόδοεπε οίκαδε βότρυς; auch Hom. (Od. 19, 446): πύο δ' οφθαλμοίσι δεδο γκος: Eur. (Ph. 334): στενάζων αρας τεκνοις; Οd. (12, 238 ): υψό σε δ' άχνη άκροισι σκοπέλοισιν επ' αιφοτέροισιν έπιπτεν, wozu Ameis: υψόυε ist mit έπιπτεν prignant verbunden: in die Höhe steigend fiel der Schaum, wie Hiob 2, 12: „sprengten Erde auf ihr Haupt gen Himmel“; bei Soph. (Αnt. 924): την δυσσέβειαν ευσεβούσέκτησάμιην steht δυσσέβεια für die Bes chuldigung der δυσσέβεια; mhnlich EI. 968: ευσέβειαν εκ πατρός κάτω θανόντος οίσει, wo ευσέβειαν gleich Lob der Frömmigkeit. So saltare im Sinne von saltando exprimere bei Hor. (sat. 1, 5, 63): pastorem saltaret uti Cy. clopa rogabat; bei Virg. (Aen. VII, 12): Solis filia lucos Assiduo resonat cantu; bei Hor. (od. III, 27, 6): serpens per obliquum similis sagittae terruit mannos; Prop. (II; 32, 23): me rumor laedit ad aures; auch Derartiges, wie bei Cicero (pro Mil. 14): totius Italiae concursus, quem mea salus concitarat (statt cura de mea salute); auch gehört hierher die sogenannte comparatio compendiaria, wie bei Hor. (od. 3, 6, 46): aetas parentum, pejor avis, tulit nos nequiores, und ähnlich damit Ilias 17, 51: αιιατί οι δεύoντo κόιαι χαρίτεσσιν ομοίαι.

In Bezug auf die Franzosen sagt Kolbe (Ueber den Wortreichthum der deutschen und französischen Sprache und beider Anlage zur Poesie, Bd. III, p. 446): , sie verwandeln manchmal das untätliche Zeitwort in ein tätliches: Montez, descendez-moi cela. Une vieille qui sortait de son vêtement à plis larges une main desséchée. Parler raison, parler politique. Cet homme tout plein du Louvre, de Fontainebleau et de St. Germain, ne parlait que cercles, que ruelles et que cabinet. Balzac. Il ne respire que les combats. Aber die Anzahl dieser Wörter ist beschränkt, und sie haben mit der Poesie nichts gemein (?). In der letzteren Phrase darf das ne que nicht fehlen: ein Beweis, dass sie stehende Formel ist.“ Er fährt fort: „Ungleich angemessener noch dem Geiste der deutschen Sprache als (selbst) dem Geiste der römischen ist diese schöne Form, die unsere Dichter als Zierde und Schmuck des poetischen Vortrags ihren Arbeiten überaus häufig

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