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cherrima; Aen. 6, 495: Deiphobum vidi lacerum crudeliter ora, ora manusque ambas. Wie diese Figur auch Epanalepsis genannt wurde, ist unter diesem terminus angeführt; bei den Römischen Grammatikern und so meist bei den Neueren heisst sie nach Aquila's Vorgang Anadiplosis. So bei Diom. (p. 440): Anadiplosis est congeminatio dictionis ex ultimo loco praecedentis et principio sequentis, wie Virg Aen. X, 180: sequitur pulcherrimus Astyr, Astyr equo fidens; ebenso bei Donatus (III, 5, 2); Charisius (IV, 6, 7); Isidorus (or. I, 35, 7), der Virg. Ecl. VIII, 54 citirt; Beda (H. p. 609), der u. A. angiebt: (Jerem. 2, 13): Me dereliquerunt, fontem aquae vivae, et foderunt sibi cisternas, cisternas dissipatas, quae continere non valent aquas. Beispiele: bei Klopstock (Mess.): Ob mir gleich diese Versammlung Ewig entgegen wird sein; ich will's nicht achten, und reden! Reden will ich – ; Schiller (Carlos): Ja, Sire, wir waren Brüder! Brüder durch Ein edler Band, als die Natur es schmiedet. Sein schöner Lebenslauf war Liebe; Liebe für mich sein grosser, schöner Tod; Shakesp. (K. Rich. III, 4, 4): 0, no, my reasons are too deep and dead; - Too deep and dead, poor infants, in their graves; Lamartine: Ces Montagnards

ne consternaient pas la nature. La nature se révoltait en eux contre le vole du premier prince du sang.

Wenn die Steigerung, welche durch die Wiederaufnahme des Wortes erfolgt, weiter fortgesetzt wird, so giebt dies die Figur der Climax, wie Hermogenes (tegiè id. Sp. Vol. II, p. 337) von dem κλιμακωτον καλούμενον σχήμια sagt: έστι δε ουδέν αλλ' ή πλεονάζουσα αναστροφή αnd bestimmter Tiberius (Sp. Vol. II, p. 72): η διέν αναδίπλωσις εν δύο κώλοις γίνεται, η δε xhina & šv nodois. Beide citiren (Dem. cor. p. 288): oux citov μιέν ταύτα, ουκ έγραψα δέ, ουδ' έγραψα γιέν, ουκ έπρέσβευσα δε, ουδ' έπρέσβευσα μέν, ουκ έπεισα δε Θηβαίους. Das in dem terminus gegebene Bild einer „Treppe“ für diese Figur wird vielfach erläutert; so bei Alexander (Sp. Vol. III, p. 31), Tiberius (ib. p. 72), Aquila Rom. (H. p. 34); doch erzählt Isidorus (or. II, 21, 4) von der climax: hanc figuram nonnulli catenam appellant, propter quod aliud in alio quasi nectitur nomine atque ita res plures in geminatione verborum trahuntur, welche Benennung wohl von Rutil. Lup. (H. p. 8) herrührt, der seinen terminus für diese Figur: éxladoxn durch Vergleichung mit einer catena erklärt. Ebenso hat das Carmen de figg. (H. p. 65), übersetzt aber conexio. Eustath. (p. 181, 36) giebt als Benennung noch é tocx08 ó pinois, welche schon Aristot. (de gen. an. 1, 18) braucht: έτι δε παρά ταύτα, ως Επίχαρμος ποιεί την εποικοδομησιν, έκ της διαβολής ή λοιδορία: εκ δε ταύτης, η μάχη; ebenso Longin (stepi Cy. Sp. Vol. I, p. 289), Eustath. (1. c.) sagt: víveral δε σχήμα κλιμακωτόν, όταν το λήγον της φθασάσης εννοίας αρχή γένηται της εφεξής οιον ως εί τις είπη: ο βασιλεύς αγαθός: ο αγα9ος αγαθα ποιεί· ο αγαθα ποιων ευεργετεί ο ευεργετών Jeov pulpeitai; die Beispiele, welche er für Climax oder Epoikodomesis anführt, nämlich Ilias 2, 102 sq. und Ilias 20, 215 sq., enthalten Namen, bei denen, abgesehen davon, dass die Wortfigur durch Vertauschung der Bezeichnungen zerstört ist und deren Folge unterbrochen ist, von Steigerung nicht die Rede sein kann, wie etwa in unserm Volksliede (Jokel): „Der Teufel holt den Henker nicht, Der Henker hängt den Schlächter nicht, Der Schlächter schlacht't den Ochsen nicht, Der Ochse säuft das Wasser nicht, Das Wasser löscht das Feuer nicht, Das Feuer brennt den Prügel nicht, Der Prügel schlägt den Pudel nicht, Der Pudel beisst den Jokel nicht, Der Jokel schneid't den Hafer nicht, Und kömmt auch nicht nach Haus.“ (Simrock, die deutsch. Volksb., Bd. IX, p. 341).*) Alexander (Sp. Vol. III, p. 31) nennt solche Figur, bei welcher, wie Ilias 2, 102 sq., Kronion und Zeus, Argeiphontes und Hermes für einander eintreten, xhīnas xatá ourwruquiav (cf. oben p. 191 A.); Herodian (1. c. p. 99) rechnet selbst diese Art nicht zur xrimas, auch nicht Demetr. (1. c. p. 320) und der Anon. (1. c. p. 183: tò Khemiaxwtóv); dagegen stimmen Tiberius (1. c. p. 72); Anon. tepi ox np. (1. c. p. 133 sq.); Zonaeus (1. c. p. 166); mit Alexander überein. Bei den Römern erwähnt Cicero (Or. 39) dieser Figur: quum gradatim sursum versum dicitur, und nennt sie (de Or. III, 54) gradatio; ebenso Cornificius (IV, 25) und Quin

*) Diese Wortspiele sind in unseren Volksliedern nicht selten. So (1. c. p. 321): Sollst mir klare Seide geben, Seide soll ich Brunnen bringen, Brunnen soll mir Wasser geben, Wasser soll ich Hühnchen bringen cet. oder (p. 330 sq.); die Katz die Ratz, die Ratz die Maus, die Maus das Korn cet u. a. m

cherrima; Aen. 6, 495: Deiphobum vidi lacerum crudeliter ora, ora manusque ambas. Wie diese Figur auch Ep analepsis genannt wurde, ist unter diesem terminus angeführt; bei den Römischen Grammatikern und so meist bei den Neueren heisst sie nach Aquila's Vorgang Anadiplosis. So bei Diom. (p. 440): Anadiplosis est congeminatio dictionis ex ultimo loco praecedentis et principio sequentis, wie Virg Aen. X, 180: sequitur pulcherrimus Astyr, Astyr equo fidens; ebenso bei Donatus (III, 5, 2); Charisius (IV, 6, 7); Isidorus (or. I, 35, 7), der Virg. Ecl. VIII, 54 citirt; Beda (H. p. 609), der u. A. angiebt: (Jerem. 2, 13): Me dereliquerunt, fontem aquae vivae, et foderunt sibi cisternas, cisternas dissipatas, quae continere non valent aquas. Beispiele: bei Klopstock (Mess.): Ob mir gleich diese Versammlung Ewig entgegen wird sein; ich will's nicht achten, und reden! Reden will ich - ; Schiller (Carlos): Ja, Sire, wir waren Brüder! Brüder durch Ein edler Band, als die Natur es schmiedet. Sein schöner Lebenslauf war Liebe; Liebe für mich sein grosser, schöner Tod; Shakesp. (K. Rich. III, 4, 4): o, no, my reasons are too deep and dead; - Too deep and dead, poor infants, in their graves; Lamartine: Ces Montagnards – ne consternaient pas la nature. La nature se révoltait en eux contre le vole du premier prince du sang.

Wenn die Steigerung, welche durch die Wiederaufnahme des Wortes erfolgt, weiter fortgesetzt wird, so giebt dies die Figur der Climax, wie Hermogenes (rtępi 18. Sp. Vol. II, p. 337) von dem κλιμακωτόν καλούμενον σχήμια sagt: έστι δε ουδέν αλλ' ή πλεονάζουσα αναστροφή αnd bestimmter Tiberius (Sp. Vol. II, p. 72): η μέν αναδίπλωσις εν δύο κώλοις γίνεται, η δε red in ag év tommois. Beide citiren (Dem. cor. p. 288): oưs einov μεν ταύτα, ουκ έγραψα δέ, ουδ' έγραψα ιέν, ουκ έπρέσβευσα δε, ουδ' έπρέσβευσα μέν, ουκ έπεισα δε Θηβαίους. Das in dem terminus gegebene Bild einer „Treppe“ für diese Figur wird vielfach erläutert; so bei Alexander (Sp. Vol. III, p. 31), Tiberius (ib. p. 72), Aquila Rom. (H. p. 34); doch erzählt Isidorus (or. II, 21, 4) von der climax: hanc figuram nonnulli catenam appellant, propter quod aliud in alio quasi nectitur nomine atque ita res plures in geminatione verborum trahuntur, welche Benennung wohl von Rutil. Lap. (H. p. 8) herrührt, der seinen

terminus für diese Figur: étendorn durch Vergleichung mit einer catena erklärt. Ebenso hat das Carmen de figg. (H. p. 65), übersetzt aber conexio. Eustath. (p. 181, 36) giebt als Benennung noch ó nolxodó meno is, welche schon Aristot. (de gen. an. 1, 18) braucht: έτι δε παρά ταύτα, ως Επίχαρμος ποιεί την εποικοδομησιν, εκ της διαβολής ή λοιδορία· εκ δε ταύτης, η μάχη; ebenso Longin (rtępi Cy. Sp. Vol. I, p. 289), Eustath. (l. c.) sagt: yiveral δε σχήμα κλειακωτόν, όταν το λήγον της φθασάσης εννοίας αρχή γένηται της εφεξής οιον ως εί τις είπη: ο βασιλεύς αγαθός: ο αγα9ος αγαθα ποιεί: ο αγαθα ποιών ευεργετεί ο ευεργετών Jeov pupsitai; die Beispiele, welche er für Climax oder Epoikodomesis anführt, nämlich Ilias 2, 102 sq. und Ilias 20, 215 sq., enthalten Namen, bei denen, abgesehen davon, dass die Wortfigur durch Vertauschung der Bezeichnungen zerstört ist und deren Folge unterbrochen ist, von Steigerung nicht die Rede sein kann, wie etwa in unserm Volksliede (Jokel): „Der Teufel holt den Henker nicht, Der Henker hängt den Schlächter nicht, Der Schlächter schlacht't den Ochsen nicht, Der Ochse säuft das Wasser nicht, Das Wasser löscht das Feuer nicht, Das Feuer brennt den Prügel nicht, Der Prügel schlägt den Pudel nicht, Der Pudel beisst den Jokel nicht, Der Jokel schneid't den Hafer nicht, und kömmt auch nicht nach Haus.“ (Simrock, die deutsch. Volksb., Bd. IX, p. 341).*) Alexander (Sp. Vol. III, p. 31) nennt solche Figur, bei welcher, wie Ilias 2, 102 sq., Kronion und Zeus, Argeiphontes und Hermes für einander eintreten, xdimas xata ovvwvuqlav (cf. oben p. 191 A.); Herodian (1. c. p. 99) rechnet selbst diese Art nicht zur xainas, auch nicht Demetr. (1. c. p. 320) und der Anon. (1. c. p. 183: tò Kheraxwtóv); dagegen stimmen Tiberius (1. c. p. 72); Anon. Tapi ox mm. (1. c. p. 133 sq.); Zonaeus (1. c. p. 166); mit Alexander überein. Bei den Römern erwähnt Cicero (Or. 39) dieser Figur: quum gradatim sursum versum dicitur, und nennt sie (de Or. III, 54) gradatio; ebenso Cornificius (IV, 25) und Quin

*) Diese Wortspiele sind in unseren Volksliedern nicht selten. So (I. c. p. 321): Sollst mir klare Seide geben, Seide soll ich Brunnen bringen, Brunnen soll mir Wasser geben, Wasser soll ich Hühnchen bringen cet. oder (p. 330 sq.); die Katz die Ratz, die Ratz die Maus, die Maus das Korn cet. u. a. m

tilian (IX, 3, 55). Aquila Rom. (H. p. 34) übersetzt xainlag lieber mit ascensus, als mit scala oder gradiculus, „ut quidam“; ebenso Mart. Cap. (ib. p. 482); Jul. Rufin. (ib. p. 52) hat gradatus. Diomedes (p. 443) und Isidor. (or. II, 21, 4) geben gradatio.

Quintilian (1. c.) urtheilt mit Recht von dieser Figur: „apertiorem habet artem et magis affectatam, ideoque esse rarior debet“, und so eröffnet Hermogenes (Sp. Vol. II, p. 426) seine Abhandlung περί μεθόδου δεινότητος mit einer Klimax recht wanderlich: Παν μέρος λόγου ιδίαν διάνοιαν απεργάζεται, ου μόνον ιδίαν, αλλά και διάφορον, και ου μόνον διάφορον, αλλά και διαφόρους, και ου μόνον διαφόρους, αλλά και å vavrías.*) – Als Beispiel citirt Aquila Rom. bei Cicero (pro Mil. 23, 61): Neque vero se populo solum sed etiam senatui commisit, nec senatui modo, sed etiam publicis praesidiis et armis, neque his tantum, sed etiam ejus potestati. — Er findet es fein, dass Cicero nicht auch public. praes. et arm. wiederholt hat; genau sei (nach Quint. IX, 3, 56) die Climax des Licin. Calvus: Non ergo pecuniarum magis repetundarum quam majestatis, neque majestatis magis quam Plautiae legis, neque Plautiae legis magis quam ambitus, neque ambitus magis quam omnium legum omnia judicia perierunt. - Bei den Neueren finden sich einzelne Beispiele, wie bei Klopstock (Mess. 2. Ges.): Ja euch auch, die quälet die ewige Nacht des Abgrunds, Und in der Nacht des Strafenden Feuer, im Feuer Verzweiflung, In der Verzweiflung Ich! euch will von dem Tod er befreien! – aber die Künstelei in der Figur regt eher zu Scherz an, wie bei Shakesp. (As you like it V, 2): Is't possible, that on so little acquaintance you should like her? that, but seeing, you should love her? and, loving, woo? and, wooing, she should grant? und später: your brother and my sister no sooner met, but they looked; no sooner looked, but they loved; no sooner loved, but they sighed; no sooner sighed, but they

*) Bernhardy, Grundr. der griech. Litt. II, 2, p. 782 erwähnt von Joh. Tzetzes eines Kunststäcks vom furchtbarsten Ungeschmack, "laußor xhepaxwtoi, wo das letzte Wort im nächsten Verse wieder aufgenommen wird und das Schnitzwerk an einer schwindelnden Treppe die ganze Herzlosigkeit des Mannes malt, auf den Tod des K. Manuel.“

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