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DES

DEUTSCHEN MITTELALTERS.


ZWEITER BAND

TRISTAN UND ISOLT:

LEIPZIG

G. J. GÖSCHEN'SCHE VERLAGSHANDLUNG

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نہانے

Buchdruckerei der J. G. Cotta'schen Buchhandlung in Stuttgart.

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Die Handschriften des Tristan, die Fortsetzer des unvollendeten Gedichtes, die Dichter des dreizehnten Jahrhunderts, welche unfern Gottfried nicht nur kennen, fondern als einen der trefflichsten Dichter preifen und feinen Tod tief beklagen, ebenfo die fogenannte Maneffische Sammlung nennen denfelben von Strafsburg. Seine Sprache, feine Beziehungen auf den Rhein, den Bodenfee, das Siebengebürge (Tristan 307, 22) versetzen ihn jedenfalls an jenen Flufs. Ob Gottfried in jener Stadt geboren wurde oder ob er nur einen gröfseren Theil feines Lebens in derfelben zubrachte, bleibt uns verborgen wie feine weiteren äufseren Lebensverhältniffe. Defto reicher tritt aus den Urkunden feines Geiftes fein inneres Leben wie fein wahrer Dichterberuf hervor.

Den Eingang seines Tristan kennzeichnet er felber nicht nur durch eine Anzahl doppelreimiger vierzeiliger Gefätze, welche bei gewissen Hauptabschnitten oder Ruhestellen der Erzählung wiederkehren und vielleicht, wäre das Gedicht äufserlich wie innerlich vollendet worden, noch häufiger eingeflochten erscheinen würden, fondern auch noch durch abfichtliche Verzierung eines Namens oder zweier in den Anfangsbuchstaben jener Gefätze, von denen das G des erften ohne Zweifel befcheiden feinen eigenen Namen vorstellen follte, die nachfolgenden aber, welche den Namen Dieterich ergeben, schwerlich einen zweiten Namen des Verfassers, vielmehr wol den des Gönners meinen, welchem das Werk gewidmet wurde; eben fo wie Rudolf von Ems, welcher Gottfried in jeder Beziehung nachahmt, in feinem Wilhelm mit feinem Namen RUODOLF (den er auch seinem Alexander vorsetzt oder vorflicht) den feines Gönners JOHANNES von Ravensburg verbindet, der fein welfches Vorbild mit aus Frankreich brachte. Jenem Namen Dieterich folgt noch ein T, welches Tihtære bezeichnen könnte. 1 Bekanntlich kommt ein Dieterich bei Walther von der

1 Fährt man fort, fo ergeben die Anfangsbuchstaben ti din ors. Von der Hagen will den ferneren Anfängen jener durch das Gedicht fortlaufenden Vierzeilen RISTAN, SOLDE, OD, RS, SR, TA, OI, ES, SL, LS erlefen.

aus

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