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Katholirche

Dogmatik.

Von

Dr. Heinrid, Klee,

weiland Professor der Eheologie j u Mün de n.

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Tria sunt , fides, scientia , charitas. Ordo

est, ut prior fides sit, qui enim credit, is ad scientiam venit.

Mar. Vict. in Eph. III, 19.

Kupferberg'ice Budbruderet in Mainz.

Vorwort

zur er sten Auflage.

Hiermit übergebe ich dem Publicum den ersten Theil meiner neuen Bearbeitung der Dogmatik, enthaltend das, mas man früber demonstratio christiana und catholica, dann „Generaldogmatik" und in der neuesten Zeit Apologetik und Polemik genannt hat. Daß ich durch Wiederaufnahme der eben antiquirten Benennung „Generaldogmatik“ mir den Vorwurf regressiver Tendenzen zuziehen werde, glaube iď niớt befürchten zu müssen. Denn wer kann im Ernste Dafür balten, der Fort- und Rüdschritt einer Disciplin fer von einer alten oder neuen Uebersdrift bedingt? Wenigstens denkt so Keiner von den Verständigen, um deren Urtheil es mir allein zu thun seyn kann. Einen hinreiGenden Grund, den Namen „Generaldogmatik“ zu rebabilitiren, glaubte ich eben in deren Inhalte zu finden, melder nicht mehr und nicht weniger als die Erörterung der Frage seyn kann: was ist Dogma, was ist im Allgemeinen das Materiale und Formale, wodurch ein Dogma als dieses constituirt wird? wie der sogenannten Specialdogmatik im Gegensaß zu ihr diese Bezeichnung gegeben worden und zu vindiziren ist, weil hierin die Frage zu beantworten steht: weldie sind die Dogmen, welche sind die
Doctrinen, weldien die dogmatische Qualität zukommt, und
weldes ist ihr innerer Zusammenhang und das Verhält:
niß unsers Geistes zu denselben? Geen Apologetik,
wie man in neuerer Zeit die Vertheidigung des Christen-
thums (die demonstratio christiana), und Polemik, womit
man die Vertheidigung der Kiirde (demonstratio catholica)
bezeidnet hat, kann, scheint mir, füglid) erinnert werden,
daß diese Benennungen den Inhalt, zu weldhem sie gebören,
gar nicht anzeigen, wie offenbar ist, nur eine gewisse
Function und Tendenz ausdrücken, welde in jedem Gebiet
vorkommen und auf jedes Object obne Untersdied sidy be-
ziehen kann, welche die Dogmatik von Anfang bis zum
Ende begleitet und bewegt, durch die ganze Theologie und
Philosophie hindurchgeht, und nur durdy einen Aet der
Willkür und Laune auf die jest damit betitelten Disciplinen
besdıränkt werden könnte. Der Name Einleitung, weldien
man auch vorgeschlagen und versucht hat, leidet allerdings
ebenfalls an einer gewissen Unbestimmtheit; nidhtsdestowe-
niger glaube ich, daß er Mandiem nid)t wissenschaftlich
genug klang, weil er nid)t ins Griedisde umgesezt worden,
wie dieselben das verdeutschte Apologetik und Polemik sofort
als unwissensdaftlid, verurtheilen würden. Daß in der
Generaldogmatik mit einer Betrachtung über den Egoismus
und Skepticismus angefangen worden ist, kann Niemanden
wohl zu weit ausgeholt scheinen, wenn man bedenkt, daß
alle mehr oder minder negative Erscheinungen auf dem
religiösen Gebiete auf diesem Princip beruben und dessen
mehr oder minder consequent entwickelte Folgen sind, und
daß mit Anerkennung der Nichtigkeit dieses Princips alle
dessen Ersdeinungen und Folgen, die Opposition gegen

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