Gotth. Ephr. Lessings sämmtliche Werke: Literatur und Theologie

Przednia ok³adka
im Büreau der deutschen Classiker, 1824
 

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Strona 69 - Kampf zu erhalten kostet, und uns doch nicht das geringste einbringt, endlich aufgäbe? Genug, daß durch die Reformation unendlich viel gutes ist gestiftet worden, welches die Katholiken selbst nicht ganz und gar leugnen; genug, daß wir in dem Genüsse ihrer Früchte sitzen; genug, daß wir diese der Vorsehung des Himmels zu danken haben.
Strona 85 - Man bediene sich des Gleichnisses nicht, daß, wenn man einmal den rechten Weg wisse, man sich nicht um die Irrwege zu bekümmern brauche. Man lernt nicht diese durch jenen, sondern jenen durch diese kennen.
Strona 118 - Gott weiß, ob die guten Schwäbischen Kaiser um die damalige deutsche Poesie im geringsten mehr Verdienst haben, als der itzige König von Preußen um die gegenwärtige. Gleichwohl will ich nicht darauf schwören, daß nicht einmal ein Schmeichler kommen sollte, welcher die gegenwärtige Epoche der deutschen Literatur, die Epoche Friedrichs des Großen, zu nennen für gut findet!
Strona 85 - Welt gebracht worden, muß sie so genau, so zuverlässig wissen können, als möglich: oder es wäre eben so gut, daß sie jenes gar nicht hätte, und dieses gar nicht wüßte. Nach dieser Regel wünschte ich die einzeln Aufsätze in meinem Beitrage geschätzt zu wissen, und nicht nach ihrem Nutzen, den sie gar wohl haben können, ohne daß er...
Strona 69 - Er wehlt überhaupt fast immer nicht die untadelhaftesten, sondern die bequemsten. Mag doch also die Reformation den Neid zur Quelle haben; wollte nur Gott, daß jeder Neid eben so glückliche Folgen hätte!
Strona 19 - Lutherus steht bei mir in einer solchen Verehrung, daß es mir, alles wohl überlegt, recht lieb ist, einige kleine Mängel an ihm entdeckt zu haben, weil ich in der Tat der Gefahr sonst nahe war, ihn zu vergöttern. Die Spuren der Menschheit, die ich an ihm finde, sind mir so kostbar, als die blendendste seiner Vollkommenheiten.
Strona xvii - Und wen glaubt man wohl, daß ich darinne gerettet habe? Lauter verstorbne Männer, die mir es nicht danken können. Und gegen wen? Fast gegen lauter Lebendige, die mir vielleicht ein sauer Gesichte dafür machen werden. Wenn das klug ist, so weiß ich nicht, was unbesonnen sein soll.
Strona 150 - Die Gabe sich widersprechen zu lassen, ist wohl überhaupt eine Gabe, die unter den Gelehrten nur die Toten haben. Nun will ich sie eben nicht für so wichtig ausgeben, daß man, um sie zu besitzen, gestorben zu sein wünschen sollte: denn um diesen Preis sind vielleicht auch größre Vollkommenheiten zu teuer.
Strona 209 - Mühe ersparen kann. Ich habe das Unnütze nicht unnützlich gelesen, wenn es, von nun an, dieser oder jener nicht weiter lesen darf.
Strona 167 - Er muß die Empfindungen, die er erregen will, in sich selbst zu haben scheinen; er muß scheinen aus der Erfahrung und nicht aus der bloßen Einbildungskraft zu spredien. Diese, durch welche er seinem geschmeidigen Geiste alle mögliche Formen auf kurze Zeit zu geben, und ihn in alle Leidenschaften zu setzen weiß...

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