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au Besatzungs- und Ersatz-Truppen noch ungefähr 17 000 Mann Infanterie, 700 Reiter, 8 Feldgeschütze (auf Bornholm), 3600 Mann Fusz-Artillerie und- 400 Pioniere verfügbar sind.

Nach dem neuen Organisations-Entwurfe würde die Feld-Armee nach Stärke und Zusammensetzung fast unverändert, die Zahl der Besatzungstruppen dagegen beträchtlich erhöht werden, wie im I. Abschnitte bereits dargelegt worden ist.

V.

Vom Beginn ihrer Geschichte an waren die Dänen ein seefahrendes Volk und machten sich durch die Kühnheit ihrer maritimen Operationen bemerklich; schon sehr früh traten sie mit starken Flotten in der Ostsee auf, so im Jahre 1184 mit 500 bewaffneten Schiffen an der Oder-Mündung gegen , die Pommern und im Jahre 1219 sogar mit 1000 Schiffen gegen die Wenden in Esthland. Bis in die neueste Zeit hinein vermochte Dänemark selbst dem an Volkszahl und militairischer Stärke ihm so beträchtlich überlegenen Deutschen Bunde durch seine Flotte ungestraft mancherlei Schaden zuzufügen.

Während der Kriegsjahre 1848 und 1849 blockirten Dänische Schiffe die Deutschen Küsten an der Nord- und Ostsee, auch im Schleswig-Holsteinischen Feldzuge im Jahre 1864 wurde die Deutsche Schifffahrt in der Ostsee stark belästigt, und erst gegen das Ende des Krieges hin gelang es, die Nordsee von Dänischen Kriegsschiffen zu säubern. Seit der Errichtung des Norddeutschen Bundes, namentlich aber seit der Wiederherstellung des Deutschen Reiches hat sodann allerdings eine so wesentliche Verstärkung auch der Seemacht Deutschlands stattgefunden, dass die Deutschen Küsten fortan gegen jeden Angriff von Seiten Dänemarks sowohl, wie der vereinigten Seemacht der drei Scandinavischeu Königreiche völlig gesichert erscheinen.

Die AVürdigung dieser Veränderung dürfte wohl vorzugsweise veranlasst haben, dass nach dem neuerdings dem Folkething von der Dänischen Regierung vorgelegten Reorganisations-Entwurfe die Flotte in Zukunft lediglich aus kleineren, für die Vertheidigung der Dänischen Küsten und des Inselmeers geeigneten Schiffen und Fahrzeugen bestehen soll, wie im III. Abschnitte nachgewiesen worden ist. Die ersten wirklichen Kriegsschiffe wurden in Dänemark unter der Regierung Königs Christian III. (1536 — 1559) erbaut, doch bediente man sich noch lange Zeit hindurch daneben gewöhnlicher Handelsschiffe im Seekriege. Die folgenden Könige vermehrten die Flotte beträchtlich, und bei Ausbruch des Nordischen Krieges verfügte Dänemark bereits über 46 Linien- und 131 kleinere Schiffe, welche zusammen 4783 Geschütze führten. Die Flotten-Mannschaft bestand damals im Frieden aus ungefähr 4500 Seeleuten, welche man bei Ausbruch eines Krieges durch Werbung, Aushebung und Pressen von Matrosen nach Maszgabe des Bedarfs verstärkte. Im Jahre 1807 besasz Dänemark 16 Linienschiffe, 10 Fregatten, 5 Corvetten und 39 kleinere Schiffe, muszte diese Flotte jedoch an England ausliefern und ist späterhin nie mehr in den Besitz einer groszen Flotte gelangt. Hierzu mag vorzugsweise die im Frieden von Kiel, 14. Januar 1814, bedingte Abtretung des Königreichs Norwegen beigetragen haben, da hierdurch ein groszer Theil der bisher für die Bemannung der Kriegsflotte verfügbar gewesenen seemännischen Bevölkerung verloren ging.

Im Jahre 1849 besasz Dänemark 5 Raddampfer mit zusammen 22 Geschützen und 30 armirte Segelschiffe mit insgesammt 1158 Geschützen; auszerdem waren 79 Ruderfahrzeuge vorhanden. Die Segelnotte bildete damals noch die eigentliche Gefechtsstärke der Marine und bestand aus 7 Linienschiffen (566 Geschütze), 9 Fregatten (408 Gesch.), 4 Corvetten (86 Gesch.), 1 Barkschiff (14 Gesch.), 4 Briggs (56 Gesch.), 3 Schoner (20 Gesch.) und 2 Cutter (8 Gesch.).

Das See - Offizier - Corps bestand aus 124 Offizieren, nämlich l Vice - Admiral, 2 Contre-Admiralen, 2 Divisions-Commandeuren, 4 Commandeuren, 7 Commandeur-Capitainen, 14 Capitainen, 22 Capitain-Lieutenants, 36 Premier- und 36 Seconde-Lieutenants.

Die Flottenmannschaft betrug im Frieden 2273 Mann, nämlich 318 M. Artillerie, 318 Matrosen, 225 Schiffsjungen, 1412 Schiffshandwerker und Werftarbeiter. Nach den Listen waren im eigentlichen Dänemark damals 19 669 Seedienstpflichtige, in SchleswigHolstein 9000 vorhanden, von denen ungefähr 16 000 für die Flotte unmittelbar verfügbar waren.

Im Jahre 1852 waren bereits 7 Raddampfer mit 30 Geschützen, dagegen nur noch 27 Segelschiffe mit 930 Geschützen und 80 Ruderfahrzeuge vorhanden. Die Segelflotte bestand aus 5 Linienschiffen (398 Gesch.), 8 Fregatten (356 Gesch.), 4 Corvetten (88 Gesch.), 1 Barkschiff (14 Gesch.), 4 Briggs (56 Gesch.), 3 Schonern (10 Gesch.) und 2 Cuttern (8 Gesch.). Der Stand des See-Offizier-Corps und des Marinestammes war unverändert geblieben.

Im Jahre 1860 besasz Dänemark bereits 19 Dampfschiffe mit 272 Geschützen, dagegen nur noch 19 armirte Segelschiffe mit 680 Geschützen, auszerdem 22 kleine Transportschiffe und 67 Ruderfahrzenge.

Unter den Dampfschiffen befand sich noch kein Panzerschiff; dieselben bestanden in 4 Schraubenfregatten (184 Gesch.), 3 Schraubencorvetten (44 Gesch.), 1 Schraubenschoner, 3 Schrauben-Kanonenbooten und 8 Raddampfern (36 Gesch.). An Segelschiffen waren damals noch 4 alte Linienschiffe (324 Gesch.), 5 Fregatten (230 Geschütze), 4 Corvetten (74 Gesch.), 3 Briggs (44 Gesch.), 2 Schoner (2 Gesch.) und 1 Cutter (6 Gesch.) vorhanden. Die Segelflotte war zu jener Zeit kaum noch für kriegerische Verwendung geeignet.

Das See - Offizier - Corps bestand aus 125 Offizieren, nämlicb 2 Admiralen, 26 Capitainen, 3 Werft-Directoren, 22 Capitain-Lieutenants und 72 Lieutenants. Die Marine-Stammmannschaft hatte sich verringert und betrug nur noch 1826 Köpfe, nämlich 265 M. Artillerie, 175 Matrosen, 329 Werftarbeiter, 1035 Schiffshandwerker und 24 Justizpersonen, Aufseher u. s. w.

Bei Ausbruch des letzten Schleswig-Holsteinischen Krieges im Jahre 1863 bestand die Dänische Kriegsflotte aus 6 Panzerschiffen mit 71 Geschützen, 17 Schraubendampfern mit 289 Geschützen, 6 Raddampfern mit 38 Geschützen, 30 kleinen Transportschiffen, 30 Ruderfahrzeugen und einigen für Kriegszwecke nicht mehr geeigneten Segelschiffen.

Von den Panzerschiffen waren drei (Fregatte Peder Skram mit 22 Gesch., Fregatte Danmark mit 26 Gesch. und Monitor Rolf Krake mit 3 Gesch.) erst eben vollendet, die drei übrigen dagegen ältere, erst nachträglich gepanzerte Schiffe (Fregatte Danebrog mit 14 Gesch.T Schoner Absalon mit 3 Gesch. und Schoner Esbern Snare mit 3 Gesch.).

An Schraubendampfern waren vorhanden: 1 umgebautes Linienschiff (64 Gesch.), 4 Fregatten (164 Gesch.), 3 Corvetten (44 Gesch.), 2 Schoner (6 Gesch.) und 7 Kanonenboote (13 Gesch.).

Nach Beendigung des Schleswig - Holsteinischen Krieges verringerte sich wegen des Verlustes der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburgs abermals die Zahl der seedienstpflichtigen Mannschaft, auch wurde in den nächstfolgenden Jahren die Flotte überhaupt vernachlässigt. Erst im Jahre 1868 erfolgte eine neue Organisation des Marinepersonals.

Das See-Offizier-Corps besteht danach gegenwärtig aus 1 Admiral, 15 Commandeuren, 34 Capitainen, 37 Premier-Lieutenants und einer nicht näher bestimmten Zahl Seconde - und Reserve - Lieutenants. Nach dem im Herbste 1879 vorgelegten Reorganisations - Entwurfe soll das Offizier-Corps um 6 Capitaine und 25 Premier- und SecondeLieutenants vermehrt werden.

Die Stammmannschaft der Flotte erhält jährlich 700 Seedienst

Pflichtige überwiesen, welche zunächst während zweier Monate am Lande ausgebildet werden.

Mindestens 525 Mann des Ersatzes bleiben sodann noch weitere 6 bis 12 Monate im Dienste, der Rest wird beurlaubt. Zur Bemannung der Uebungsschiffe werden alljährlich ungefähr 1200 Mann auf 6 Monate wieder einberufen. 1

An Stammpersonal wird im Frieden unterhalten ein ArtillerieCorps von 4 Offizieren 107 Unteroffizieren, ein Matrosen - Corps von 3 Offizieren 75 Unteroffizieren, eine Werft - Abtheilung (bestehend aus dem Handwerker-, Werft- und Polizei - Corps, nebst AufsichtsPersonal).

Die Dänische Flotte hat gegenwärtig folgenden Schiffsbestand:

Panzerschiffe (8 mit zusammen 79 Geschützen): 3 Fregatten (58 Gesch ), 1 Kasemattschiff (10 Gesch.), 4 Thurmschiffe (11 Gesch.), insgesammt mit 14 000 Pferdekräften (indicirt).

Gröszere Schraubenschiffe (12 mit zusammen 136 Gesch.): 3 Fregatten (78 Gesch.), 3 Corvetten (38 Gesch.), 6 Schoner (20 Gesch.), insgesammt mit 9970 Pferdestärken (indicirt).

Raddampfer: 3 mit zusammen 27 Geschützen und 1530 Pferdestärken (indicirt).

Schrauben-Kanonenboote: 6 mit zusammen 6 Geschützen und 1619 Pferdestärken (indicirt). Auszerdem sind noch 5 ältere eiserne und 1 hölzernes Schrauben-Kanonenboot vorhanden, jedoch nicht mit Maschinen versehen, ferner 8 alte Ruderfahrzeuge (Kanonenjollen) und 21 kleine Transportschiffe (darunter 1 Dampfer).

Nach dem neuerdings von der Regierung aufgestellten Reorganisations-Entwurfe soll diese Flotte in eine lediglich für die Vertheidigung der heimischen Küsten und Gewässer bestimmte, aus kleinen Panzerfahrzeugen, Kanonenbooten und Torpedoschiffen nebst einigen gröszeren Kreuzern und Uebungsschiffen bestehende Flotte umgewandelt werden, wie im III. Abschnitte näher angegeben ist.

XV.

Das Pferdefatter und die Pferdewart,
insbesondere der Militairpferde.

Voii

Frhr. r. Botenhan,

Major und etatsmäsziger Stabs-Offizier im Königl. Bayer. 1. Ulanen-Regimeut.

Das Pferd wird jährlich theuerer, die Anforderung au die Truppenpferde gröszer, die Abnutzung schneller, das Material schwerer zu beschaffen. Darum wird auch die richtige Ernährung, Behandlung, und Instandhaltung der Pferde nicht blos für Cavalleristen, sondern für alle Offiziere eine immer wichtigere Frage. Ein gutes Pferd unter dem Sattel, eine geschulte Truppe, welche ihrem Führer in allen Lagen nachfolgt, — und die Hauptsache ist schon gewonnen. Mit der Ernährung, Behandlung, Instandhaltung des Pferdes hängt dessen Leistungsfähigkeit enge zusammen, ebenso wie von der richtigen Kenntniss der cavalleristischen Leistungsfähigkeit und Schnelligkeit die richtige Führung und sachgemäsze Verwendung der Reitermassen vorzüglich bedingt ist. Ernährungsweise, Gewichtseinfluss undLeistungsfähigkeit sind die drei Fragen, mit denen ich mich eingehender beschäftigt habe.

Der Ersatz der verbrauchten Kräfte und Körpertheile, sowie der verloren gegangenen Wärme, also vorzüglich die Nahrung — mittelbar die Respiration — wird bekanntermaßen durch zwei Hauptgruppen von Bestandtheilen bewirkt, durch stickstoffhaltige Stoffe und Kohlenhydrate. Im richtigen Verhältniss dieser zwei Ersatzmittel liegt das Geheimniss einer guten Ernährung und dauernden Gesundheit. Für den Menschen fand man durch Versuche ziemlich maszgebende Verhältnisszahlen — 60 g Stickstoffsubstanzen auf 220 bis 240 g Kohlenhydrate — und es regelt sich im Allgemeinen von selbst die Eintheilung nach der betreffenden Individualität, d. h. man isst, wonach man Bedürfniss fühlt. Beim Thiere jedoch, das hier nicht der eigenen Wahl folgen kann, das nur sein bestimmt vorgesetztes Futter erhält, wäre zu untersuchen, ob in diesen Nahrungsstoffen das richtige Verhältniss der Stickstoff

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